Horizonte Zingst 2018 (Die etwas andere Fotoreise)

Foto-Reise nach Zingst

 

Seebrücke Zingst bei Sonnenuntergang

Seebrücke Zingst bei Sonnenuntergang

Anders als im Vorjahr besuchte ich dieses Mal Zingst mit einer Fotogruppe. Da ich mich schon in der Region Fischland-Darß-Zingst und darüber hinaus gut orientieren kann, habe ich für dieses Jahr das Programm zusammengestrickt.

Aber der Start verlief zunächst eher sehr stressig, denn die Autobahnen rund um Bremen und Hamburg waren verstopft. Irgendwann am Nachmittag erreichten wir unser ersten Etappenziel, die Hansestadt Rostock am vereinbarten Treffpunkt zwischen Parkhaus und Fischbude.

Die Ersten die da waren haben auch schon ihren Heißhunger mit Calamari und Backfisch gestillt. Bevor es zum eigentlichen Ziel der Reise ging, haben wir uns noch etwas in Rostock umgesehen und bannten den massiven Wasserturm und den lebendigen Marktplatz auf den Speicherkarten unserer Kameras.

Wasserturm in Rostock

Wasserturm in Rostock

Von Rostock fuhren wir dann gemütlich auf Deutschlands schönster Halbinsel und bezogen unsere Pensionen und Ferienwohnungen, die sich alle rund um die Zingster Innenstadt befanden. Beschwerden, dass eine Unterkunft nicht so gut sei, die blieben aus und trafen uns am Abend zur ersten Orientierung und zum Schnack an der Seebrücke des Ostseebads Zingst. Allzulange blieben wir nicht am Strand, da der herrschende Seewind kalte, neblige Luft ans Land strömen ließ. So gönnten wir uns noch einen Absacker in meiner Ferienwohnung, die sich nur 20m zum Strandaufgang hinter der Düne versteckte.

 

Zingster Seebrücke bei Nacht bei ISO12800

Zingster Seebrücke bei Nacht bei ISO12800

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück organisierten wir für uns E-Bikes, denn es sollte an diesem Tag zum Darßer Ort unweit des Weststrands gehen. Ich bin zwar ein leidenschaftlicher Radfahrer, doch da ich frisch aus der Sommergrippe gekommen bin, wollte ich ebenfalls auf ein kräfteschonendes E-Cross-Bike aufsatteln. 35 Km standen als Minimum auf dem Plan.

Nach einer kurzen Einweisung fuhren wir dann entspannt den Ostsee-Damm in westlicher Richtung entlang. Eine längere Pause machten wir dann an der 400m langen Seebrücke in Prerow. Auch an diesem Tag herrschte an der Küstenlinie dichter Nebel, so dass man am Ende der Seebrücke nicht mehr den Strand sehen konnte.

Seebrücke des Ostseebads Prerow

Seebrücke des Ostseebads Prerow

Nach einigen, lustigen Möwenfotos und leckeren Cappuccinos klarte der Himmel auf und fuhren dann durch den 5Km breiten Nationalpark, dem Darßer Urwald, bis wir am Darßer Ort am Natureum bzw. am Leuchtturm angekommen sind. Das Natureum befindet sich auf der Nordspitze vom Darß,  ist vergleichbar mit einem größeren Hof und ist Außenstelle des Meeresmuseums Stralsund. Hier sind einige Exponate ausgestellt, die näheres zur Küstendynamik sowie zur Fauna und Flora des Darßes erklären. Ebenfalls, denn das musste unbedingt sein, erklimmten wir den Leuchtturm um einen der besten Aussichtspunkte der Nordspitze zu erhalten. Der Leuchtturm wurde 1849 erbaut und ist somit der älteste diensttuende Leuchtturm an der Ostseeküste. Gut dass wir zuvor einen Snack im Cafe am Fuße des Leuchtturms zu uns genommen haben, denn es waren 126 Stufen zu erklimmen. Nachdem wir wieder unten waren, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Weststrand und mussten dann los um die E-Bikes wieder pünktlich zum Verleiher nach Zingst zu bringen.

Blick vom Leuchtturm im Darßer Ort auf den Weststrand

Blick vom Leuchtturm im Darßer Ort auf den Weststrand

So richtig pünktlich haben wir es leider zum Verleiher nicht geschafft, denn es kam noch etwas Unvorhersehbares dazwischen. Eine E-Bike-Karambolage mitten im Nationalpark unweit des Leuchtturms. Mitten im Nirgendwo zwischen Sumpf, schmalen Radwegen und Mückenhorden brach sich jemand aus der Gruppe den Mittelfußknochen doppelt an. Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, rollte dann auch ein Rettungswagen heran und konnte die Verletzte in ein weitentferntes Krankenhaus transportieren. Den Fahrradverleiher haben wir ebenfalls telefonisch informiert und konnte gut unseren Standort im Urwald mitteilen. Nach einer weiteren halben Stunde kam mit einem Caddy auch der Fahrradverleiher und nahm das Fahrrad der Verletzten mit. Nun fuhren alle Unverletzten zurück nach Zingst und haben die restlichen Räder sicher zurückgebracht. Die Verletzte brachte ich dann am Abend wieder in ihre Unterkunft.




Am nächsten Morgen wurde zunächst untergetaucht. Gleich mit dem ersten Tauchgang der Zingster Tauchgondel um 10 Uhr startete der Tag unter dem grünen Meeresspiel des weltweit größten Brackwasser-Meeres. Sehr überraschend fand ich, dass der Tauchgang sehr informativ war und uns nochmal zum Nachdenken über unsere Umwelt bewegte. Ich kann den Besuch eines Tauchgangs in der sichereren Tauchgondel absolut weiterempfehlen.

Wir überbrückten noch etwas Zeit und frühschoppten bis gegen 13 Uhr am Hafen von Zingst unter wolkenfreiem Himmel. Selbst ein Seeadler genoss das schöne Wetter und zog seine Kreise über den kleinen Hafen. Um 13 Uhr hieß es dann „Alle an Bord“ zur großen Bodden-Rundfahrt und schipperten vorbei an der Großen Kirr sowie der Barther Oie ins kleine Örtchen Namens Barth.

Brunnen mit speihenden Fischen auf dem Marktplatz von Barth

Brunnen mit speihenden Fischen auf dem Marktplatz von Barth

Wir besichtigten die Altstadt und brachen zum Highlight des Tages auf, zur Kirchturmbesteigung der alten, evangelischen St. Marien-Kirchen. Von da oben hat man einen herrlichen 360°-Blick.

Blick vom Kirchturm der St. Marien in Barth

Blick vom Kirchturm der St. Marien in Barth

Wir nahmen die letzte Fähre zurück nach Zingst. Am Abend machten wir noch schöne Sonnenuntergangsfotos und später einige Lightpaining-Aktionen mit meinem neuen Lightpaining-Spielzeug.

In Zingst - Meine Lichtkunst vor Publikum ;)

In Zingst – Meine Lichtkunst vor Publikum 😉

Kreidefelsen auf Deutschlands größter Insel, die Insel Rügen

Kreidefelsen auf Deutschlands größter Insel, die Insel Rügen

Heute Stand eine längere Wanderung auf dem Plan. Wir besuchten die Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund auf Rügen und mussten einige Kilometer am Hang entlanglaufen um zum Stand zu gelangen, da die Treppe bzw. Abstieg am Weltkulturerbe-Zentrum Kaiserstuhl durch einen größeren Abbruch des Kliffs vollständig zerstört wurde. Diese wird sehr wahrscheinlich auch nicht mehr instand gesetzt, da eine millionen-teure Alternative für Touristen im Weltkulturerbe-Zentrum errichtet werden soll. Dafür müssen dann selbstverständlich Eintrittsgelder fließen. Was man nicht alles für den Tourismus macht…

Am letzten Tag habe ich schon vorzeitig damit angefangen meine Taschen für die Rückreise zu packen. Mittags habe ich mich mit Bekanntschaften aus der Fotoszene zum Schnacken getroffen und konnte dabei auch neue Kontakte knüpfen. Vielleicht wird zukünftig auch das eine oder andere Projekt gemeinsam durchgezogen.




Danach fuhr ich nach Fischland in das Ostseebad Wustrow und schaute mir erstmalig dieses Örtchen an. Es ist übersichtlich und gemütlich hier. Auf der Seebrücke konnte ich auch mein eigentliches Ziel erkennen, die alten NVA-Bunker aus der DDR-Zeit, die mittlerweile vom Hang in die Ostsee gestützt sind.

NVA-Bunker bei Wustrow

NVA-Bunker bei Wustrow

Hier an der Steilküste frisst die See jährlich mehrere Zentimeter vom Land ab. Sichere Wege führten mich an duftenden Waldmeisterbüschen zu den Ruinen. Sie waren in der Tat ein sehr gutes Fotomotiv. In Wustrow habe ich dann auch eine Kleinigkeit gegessen ehe es um 20:30 Uhr ins benachbarte Ahrenshoop ging. Dort kam auch die gesamte Fotogruppe nach, denn ich habe eine geniale Location ausgewählt und Plätze reserviert, von der man einen schönen Überblick auf den Strand sowie Richtung Sonnenuntergang in luftiger Höhe bei netten Drinks schauen konnte. Es war ein sehr schöner Ausklang der kurzen Woche an der See.

Ein Drink zum Abschluss

Ein Drink zum Abschluss

Weiter Blick über die Ostsee

Weiter Blick über die Ostsee

Das Weitblick in Ahrenshoop

Das Weitblick in Ahrenshoop

Fazit: Wie auch schon 2017 hat sich die Reise nach Zingst in diesem Jahr wieder gelohnt. Zingst lohnt sich immer und werde auch in 2019 wieder in Zingst zu finden sein. Ob ich wieder eine offene Gruppentour anbieten werde, stelle ich noch in Frage. Jemand, der wenige Tage zuvor abgesagt hat trotz ohne Stornierungsoption, hinkt mit seinem Beitrag auf unverschämter Weise seit über einem halben Jahr noch hinterher. Seine letzte, gestrige Aussage war wiederum eine Lüge. Es wird sehr wahrscheinlich ein Fall meiner Rechtschutz und werde darüber noch berichten, falls bis Montag nichts passiert. Ich finde es wirklich schade, dass es auf diesem Weg passieren bzw. es so weit gehen musste.

Weitere Artikel:

Wetter zum Fotografieren

Erwischt trotz sehr hoher Lichtverschmutzung des Ruhrgebiets. Die Milchstraße in Haltern am See.

Erwischt trotz sehr hoher Lichtverschmutzung des Ruhrgebiets. Die Milchstraße in Haltern am See.

Wetter zum Fotografieren mit Hilfe von Wetter-Tools (Modellkarten, Wetterdienste und Apps). Welches Wetter benötigst Du um Dein Foto optimal ablichten zu können? Es macht keinen Sinn sommerliche Strandfotos bei Regen oder Nebel oder die Milchstraße bei Dunst und Wolken zu fotografieren. Auf „gut Glück“ loszuziehen ist oft nicht das perfekte Mittel zum Zweck, die Zeit und Spritkosten zum Spot kannst Du Dir sparen. Versuche zunächst das Wetter besser lesen zu können! Und damit meine ich jetzt keine altbackenen Bauern-Regeln.

Seit dem letzten Jahr habe ich mich gezielt in die Wetterkunde eingelesen. Welche Wetterphänomene treten unter welchen Bedingungen auf. Seit einiger Zeit habe ich mir die Jagd nach der Milchstraße vorgenommen und plane eine Tour in den Harz oder in die Eifel, dorthin wo die Lichtverschmutzung sehr gering ist. U.a. an diesen Orten ist es in Deutschland am Dunkelsten sind. Bei der Milchstraße müssen mehrere Faktoren passen, die sind: Eine freie Blickrichtung Richtung des Zentrums des Sternensystems, die passende Jahreszeit, die passende Uhrzeit, kein Mond, keine bzw. kaum Lichtverschmutzung, kein Niederlag, keine Wolken und auch kein Bodennebel.




Nachfolgend habe ich einige Wetter-Tools u.a. von Modellkarten, Wetterdienste und Apps aufgelistet, die ich oft für meine Planung einsetze und werde diese Liste nach und nach ergänzen. So bekommt Ihr eine gute Übersicht, wo Ihr am Schnellsten die Infos erhaltet.

Ich kann Dir das Buch Fotografieren mit Wind und Wetter empfehlen, da es hervorragend die Zusammenhänge der Meteorologie erklärt und Dir noch weitere Tipps verrät.

Modelldienste

Wetterdienste

Wetterwarnungen

Wetterstationen

Satellitenbilder

Niederschlagsradar

Blitzortung




Sonne, Mond und Sterne

Lichtverschmutzung

Webcams

Apps

 

Welche Seiten und Wetter-Tools verwendest Du für Deine Touren? Gerne darfst Du bei der Vervollständigung dieser Liste mitwirken. Schreib mir einfach eine Mail oder lass einen Kommentar dar.

Amsterdam

Amsterdam und sein Grachtengürtel

Amsterdam und sein Grachtengürtel

Amsterdam, jetzt bist Du fällig. Ich war 2011 das letzte Mal im Venedig des Nordens und hatte tatsächlich wieder richtig Lust die Grachtenstadt nun fotografisch zu entdecken. Während daheim sich einige Leute mit Alaaf, Helau und Hopsasa bekriegen, wollte ich wieder flüchten, hinaus zum Sightseeing abseits jeglichen Karnevals-Trubel.

Es wird gesagt, dass man nach Amsterdam keinesfalls mit dem Auto besuchen sollte. Verstopfte Straßen, enge Gassen und Null-Parkplätze gehören stets zum Alltag von Amsterdam. Nun, ich entschied mich trotzdem mit dem Auto anzureisen und suchte mein Hotel auf, das sich auf der IJ-Insel IJburg etwas abseits von Amsterdam befindet. Es ist immer so dass ich mir mehrere Faktoren herauspicke um ein geeignetes Hotel zu finden. Darunter sind es folgende Punkte:

  • Gute Anbindung zur Stadt (U-Bahn, Tram, Bus, etc.)
  • Sicherere Parkmöglichkeit (z.B. Tiefgarage)
  • W-LAN
  • Frühstück
  • Preis-/Leistung
  • Kundenbewertungen (Buchungsseiten und Social Media)

Mein gewähltes Hotel war dieses Vier-Sterne-Hotel mit grandioser Aussicht der Superlative über Amsterdam. Es war genau die richtige Wahl. Direkt vor dem Eingangsbereich hielt auch schon die Tramlinie 26. Ich musste nur noch einsteigen und in 10 Minuten war ich an der Centraal Station (Hauptbahnhof). Das Ticket habe ich mir vorher schon online bestellt und postalisch zuschicken lassen.




Ein- und Auschecken nicht vergessen!

Die Holländer haben in der Straßenbahn ein eigenes System und dieses finde ich gar nicht mal so schlecht. In einer Straßenbahn steigt man entweder vorne beim Fahrer oder vorletzte Tür beim Schaffner ein. Tickets können beim Schaffner gekauft werden. Ansonsten muss man sein Ticket beim Einstieg an einer Check-In-Box halten, bis ein kurzer Signalton ertönt. An allen anderen Türen darf man dann austeigen. Es ist aber wichtig, dass man vor dem Aussteigen das Ticket erneut an diese Box hält, damit man sich wieder auscheckt. Sollte man es vergessen haben, ist das reaktivieren schwierig. Jedenfalls beim Einstieg zeigt er eine Ungültigkeit an.

Die Sehenswürdigkeiten Amsterdams

Auch wenn das Wetter sehr durchwachsen war, von Sonnenschein, bis Wolken, Schnee und Hagel war alles dabei, konnte ich in den drei Tagen viele Sehenswürdigkeiten besichtigen.

Grachtenrundfahrt auf Amsterdams Kanäle

Grachtenrundfahrt auf Amsterdams Kanäle

Am ersten Tag hat es durchgängig geschneit und beschloss mich durch die Stadt ohne Kamera zu bewegen. Es war ein erster Orientierungswalk. Nachdem ich einen Rundgang um den Hauptbahnhof machte, besichtigte ich einen ersten Teil des UNESCO Weltkulturerbens Amsterdamer Grachtengürtel. Dabei bin ich die gesamte Prinsengracht (Prinzengracht), es ist die äußerste Gracht des Amsterdamer Grachtengürtels, entlang spaziert und habe mir mögliche Spots für den Folgetag ausgeguckt. Vorbei am Anne-Frank-Haus und der prächtigen Westerkerk bin ich an einer kleinen Gracht stehen geblieben, weil die mir besonders ins Auge gefallen ist. Umrahmt von weihnachtlich beleuchteten Ulmen war die sehr kleine Gracht sehr traumhaft.

Spiegelgracht

Spiegelgracht

Die merkte ich mir ebenfalls vor und spazierte weiter. Auf der Höhe des Heineken Experience bog ich vom Grachtengürtel ab und habe mich eine Weile im trendigen, ehemaligen Arbeiterviertel De Pijp umgesehen. Ein sehr hippes, lebendiges Stadtviertel Amsterdams. Irgendwann machte ich einen Haken in Richtung östlicher Richtung bis ich an dem Hauptfluss und Namensgeber Amsterdams, der Amstel, angekommen war. Entlang der Amstel in nördlicher Richtung erreichte ich wieder den Stadtkern Amsterdam, zuvor ich noch die Amstelsluizen (Amstelschleusen), die Magere Brug (Magere Brücke) und die Blauwbrug (Blaue Brücke) besucht habe.

Bleuwbrug (Blaue Brücke)

Bleuwbrug (Blaue Brücke)

Fast am Endpunkt der Singel am Opernhaus auf dem Waterlooplein bog ich dann in das alte Amsterdam ab und habe mich in der Altstadt etwas umgesehen. Die Altstadt habe ich dann an der Nicolaaskerk verlassen und brauchte zur Tram-Station am Amsterdamer Hauptbahnhof nur die Straße überqueren.




Der Amsterdamer Grachtengürtel (Exkurs)

Der Amsterdamer Grachtengürtel hat zwei Seiten einer Medaille, denn sie dienten damals zu zwei wesentlichen Zwecken. Errichtet wurden die Hauptgrachten Prinsengracht (Prinzengracht), Keizersgracht (Kaisersgracht) und Herengracht (Herrengracht) mit den vielen kleineren Quergrachten, die als Verbindungswege angelegt wurden, im florierenden Zeitalters Amsterdams zu Beginn des 17 Jh. und dienten als Transportweg für Waren und Güter. Die Waren- und Lagerhäuser wurden direkt an den Grachten gebaut. Neben dieser Hauptfunktion dienten die Grachten rund um Amsterdam als offenes Abwassersystem bzw. offene Kloake, was auch im romantischen Venedig der Fall ist. Es war notwendig geworden, dass über ein Schleusensystem das Abwasser mit dem Gezeitenwasser ausgetauscht wurde. Das Abwasser wurde demnach in das unweite Markermeer, ferner auch Ijsselmeer, gespült.

Wetserkerk an der Prinsengracht

Wetserkerk an der Prinsengracht

Oft möchte ich mich auch gerne in den äußeren Gebieten einer Stadt umsehen. Am Folgetag beschloss ich dann zu Fuß von IJburg ins Zentrum zu schlendern und kam an dem Vorort Indische Buurt vorbei. Ein Multikulti-Bezirk mit Bazar-Charakter. Vorbei am Amsterdamer Zoo ARTIS bin ich dann an einer weiteren Sehenswürdigkeit der Stadt angekommen. Es ist das Wissenschaftsmuseum NEMO mit seiner tollen, kostenlosen Aussichts-Terrasse.

Blick von der Aussichts-Terrasse des NEMOs

Blick von der Aussichts-Terrasse des NEMOs

Unweit vom NEMO besuchte ich noch ein weiteres, schönes Fotomotiv, Montelbaanstoren an der Oudeschans, wo auch heute noch der Wasserstadt kontrolliert wird.

Montelbaanstoren

Montelbaanstoren

Mit der Gracht ist dieses Bauwerk zur Tageszeit ein schönes Fotomotiv, in der Nacht wird der Turm leider nicht beleuchtet. Dann fuhr ich wieder zurück ins Hotel und entspannte mich etwas bis etwa 90 Minuten vor Sonnenuntergang und brach zu einem Highlight meiner Reise auf.

Die beste Aussicht von Amsterdam

EYE Filminstitut und A'DAM Lookout am Nordufer des Flusses IJ

EYE Filminstitut und A’DAM Lookout am Nordufer des Flusses IJ

Die beste und mit einem Preis von 12,50 EUR vielleicht auch die teuerste Aussicht von Amsterdam kann man auf dem Hochhaus A’DAM Lookout genießen. Es ist dort sogar möglich über der Hochhauskante in etwa 100m zu Schaukeln, was ebenso seinen Preis hat. Das A’DAM Lookout befindet sich neben dem futuristischen Bau des EYE Filminstituts am Nordufer des Flusses IJ gegenüber vom Hauptbahnhof (Centraal Station). Die Fähren überqueren wegen der hohen Fahrgastfrequenz fast im Minutentakt die IJ und sie können kostenlos benutzt werden. Die Anlegestelle befindet sich am Nordausgang des Hauptbahnhofs, gelegen eher nord-westlich.

Am A’DAM angekommen zerplatzte fast meine Hoffnung noch oben auf der Plattform den Sonnenuntergang mitzuerleben, da der Besucherandrang ziemlich groß war und die Schlage nur langsam kleiner wurde. Deswegen empfehle ich unbedingt das Online-Ticket vor dem Besuch zu ordern, dann kann man direkt in den ersten Stock zur Zugangskontrolle gehen (das Fotoangebot kann übersprungen werden; ist nicht kostenlos) und in den Fahrstuhl begleitet von einer abgefahrenen Lichtshow im Aufzugsschacht nach oben fahren.

Aufzug zur Aussichtsplattform

Aufzug zur Aussichtsplattform

Die Fahrt über 20. Etagen dauerte auch nur 22 Sekunden, schnell genug um doch noch den Sonnenuntergang bestaunen zu können. Oben abgekommen musste ich feststellen, dass sich dieser grandiose 360°-Ausblick für die 12,50 EUR absolut gelohnt hat. Obwohl dort oben sehr strenge, kalte Böen über das Gesicht pfiffen, musste ich unbedingt dort verweilen bis es dunkel geworden ist.

Die beste Aussicht über Amsterdam

Die beste Aussicht über Amsterdam

Die beste Aussicht über Amsterdam

Die beste Aussicht über Amsterdam

Restaurant im A'DAM Lookout

Restaurant im A’DAM Lookout

Im Anschluss fuhr ich wieder auf die Südseite Amsterdams und besuchte nun mit der Kamera und bei besseren Wetter wie am gestrigen Tag die Spots, die ich mir am Vortag abgegangen bin. Da ich recht viele Langzeitaufnahmen geschossen habe, verging die Zeit recht fix. Es wurde spät und fuhr zurück ins Hotel nach IJburg.

Der letzte Tag war wettertechnisch wieder sehr durchwachsen. Nu am Nachmittag hat es sich dennoch ganz gut gehalten und konnte mehr die Innenstadt entdecken. Besucht habe ich dann den Nieuwmarkt, das Rembrandt-Haus, den Amstelhoek, Munttoren, den schwimmenden Blumenmarkt auf der mittelalterlichen Gracht Singel, den ruhigen Begijnhof mit der Begijnhofkapel, die Fußgängerzone Kalverstraat und den großen Platz Dam mit dem königlichen Palast.

Begijnhof - Ein ruhiger Ort und Ursprung mitten in der Stadt

Begijnhof – Ein ruhiger Ort und Ursprung mitten in der Stadt

Dam mit königlichem Palast

Dam mit königlichem Palast

In der Nacht habe ich dann noch die beiden bekanntesten Brücken Magere Brug und Bleuwbrug fotografiert ehe es durchfroren ins Hotel zum Packen ging.

Magere Brug (Magere Brücke)

Magere Brug (Magere Brücke)

Goede Reis

Der nächste Morgen hat begonnen, es war mein Abreisetag. Nach dem Auschecken habe ich zunächst mein Gepäck ins Auto gebracht und ging nochmal zurück zum Albert Hejn Supermarkt um mir noch XXL-Senseo-Kaffeepads-Tüten für ein paar Monate zu kaufen. Der Kaffeepreis ist im Vergleich zu Deutschland deutlich günstiger. Das Parkticket in der Tiefgarage konnte man nur bargeldlos lösen wobei ich dann direkt dachte, die sind hierzulande schon viel fortgeschrittener als die Deutschen. Das wurde dann nochmal getoppt, als ich das Ticket an der Ausfahrt in den Automaten schieben wollte. Dazu ist es nicht gekommen, denn bei der Einfahrt wurde das Kennzeichen per Kamera im System registriert. Bei der Ausfahrt öffnete sich dann der Schlagbaum automatisch, denn auch da hat die Kamera mein Kennzeichen erkannt. In Deutschland ist dieser Luxus sicherlich aus datenschutzgründen nicht umsetzbar und fuhr staunend davon.




Amsterdam ist eine sehr fotogene, spezielle Stadt und ist in 2,5 Stunden vom Ruhrpott erreicht. Demnach können weitere Fototouren nach Amsterdam sehr gerne und sehr bald wieder geplant werden.

Weitere Beiträge:

GoEast 2017 (#6) – Slowakei, Hohe Tatra

Slowakei - Wasserfall am Berg Hrebienok

Slowakei – Wasserfall am Berg Hrebienok

Ein Bericht von meiner Go EAST 2017-Tour steht noch aus und zwar der aus der Slowakei. Na dann wollen wir mal… Gibt es denn überhaupt etwas Sehenswertes in der Slowakei und lohnt sich ein Besuch?

Ich vermute nur Wenige von Euch kennen den Horrorfilm Hostel der die Gegend rund um die Hauptstadt Bratislava und deren Menschen eher einen tristen und bestialischen Stempel aufdrückt. Von dem Gegenteil wollte ich mich überzeugen lassen und reiste im Anschluss meines Aufenthalts in Warschau über Krakau in der slowakischen Hohen Tatra an. Gleich nach der Einreise habe ich nicht mehr an diesen Stempel gedacht und war von der Gegend fasziniert. Die Slowakei und Polen teilen sich die Hohe Tatra (Wikipedia), die zugleich das kleinste Hochgebirge Europas ist.

Die Hohe Tatra – Erste Einblicke

Die Anreise dauerte doch etwas länger als gedacht. Allein schon der Verkehr durch Krakau hat mich über eine Stunde zurückgeworfen. Auf dem gesamten, polnischen Teil der Strecke hat es auch durchgehend geregnet, was auch zu einer eher nicht glücklichen Fahrt führte. Am Fuße der Hohen Tatra bei Nowy Targ, Polen spielte Petrus mit. Es hörte unerwartet auf zu regnen und die ersten Sonnenstrahlen zerpflückten die geschlossene Wolkendecke. Am späten Nachmittag erreichte ich dann mein Resort, stellte den Wagen sicher in der hauseigenen Tiefgarage ab und bezog mein sehr geräumiges Apartment.




Ich kochte mir Nudeln mit Pesto und plante danach die Aktivitäten der nächsten Tage und packte mein Wander- und Fotoequipment für den nächsten Tag zusammen. Nachts waren die Wolken immer weg und konnte sogar über das helle Poprad die Milchstraße ablichten.

Milchstrasse in der Hohen Tatra über Poprad

Milchstrasse in der Hohen Tatra über Poprad

Starý Smokovec – Hrebienok

Nach einem schnellen Frühstück rief dann erstmalig der Berg. Ich setzte mich in mein Auto und fuhr in das Bergdorf Starý Smokovec. Irgendwie urig und vertraut, eine Mischung aus Schwarzwald- und Zakopane-Baustil. Von dort aus ging es nach Kauf eines Tickets sowie einer Wanderkarte per Zahnradbahn hinauf auf einen kleineren Berg, dem Hrebienok. Oben angekommen stand ich auch Auge in Auge mit einem Braunbären. In der Tat gibt es hier in der Hohen Tatra einige Bären. Aber dieser war nur aus Holz und stand ungefährlich als Statue herum. Ich machte mich von nun an zu Fuß auf nicht ganz trittsicheren Felsstücken auf. In dieser Höhe hatte sich zu dieser Zeit der Nebel sich in dem Berg verfangen. Die Sicht ins Tal war nicht gegeben, der Nebel hatte aber in dieser kargen Nadelwald-Umgebung eine völlig mysteriöse Landschaft geschaffen. Ich kreuzte dabei einige Wasserfälle und machte an diesen selbstverständlich meine Fotostopps. Baute mein Reise-Stativ auf, packte die Kamera rauf, montierte den Fernauslöser, schraubte zur Verdunkelung den Neutraldichtefilter auf das Weitwinkelobjektiv hinauf und es entstanden richtig traumhafte Landschaftsaufnahmen.

Mit der Zahnradbahn zum Hrebienok

Mit der Zahnradbahn zum Hrebienok

Fuchs Du hast die Gans gestohlen…

Rotfuchs am Hrebienok in der Hohen Tatra

Rotfuchs am Hrebienok in der Hohen Tatra

Irgendwann auf der halben Strecke, ich wollte es selbst noch nicht glauben, kam mir ein Tier entgegen. Es kam immer näher und näher. Zunächst nur eine dunkle Silhouette die aus dem Nebel dessen Konturen immer klarer zu erkennen waren. Es war ein Rotfuchs. Ich konnte nicht abschätzen ob dieses Tier durch die fehlende Scheue zum Menschen gefährlich oder eher friedlich gesinnt ist, wann trifft man in freier Wildbahn denn auch schon mal auf einen Fuchs? Mit leichter Panik, dass er evtl. Tollwut haben könnte, hatte ich als Abwehrwaffe mein Stativ in der Hand. Der Fuchs kam zwar bis zu einem Meter an mich ran, war aber dennoch sehr friedvoll. Es war halt ein sehr schlauer Fuchs! 😉 In jedem Fall war es eine neue, sehr intensive Erfahrung für mich.




Sherpas der Hohen Tatra

Nach dem mühseligen Anstieg war auch mein Ziel erreicht, die Hütte Zamkovského Chata. Kurz davor habe ich noch dem Lieferanten der Hütte über einem Schlagbaum geholfen. Die Belieferung der Hütte passiert hier noch nach alter Tradition zu Fuß mit einer Kiepe. Straßen noch Lifte sucht man hier vergebens. Nun betrat ich doch die Zamkovského Chata und stärkte mich mit einer Suppe und einem warmen, kräftigen (türkischen) Kaffee. Dann begann ich mit dem Abstieg und habe dabei irgendwo meinen Sun Sniper Kameragürtel zurückgelassen, denn ich noch sehr lange hinterhergetrauert habe. Hinterhertrauern musste ich auch meinen Trekkingschuhe, die durch den rauen Untergrund nun endgültig den Geist aufgegeben haben. In der Talstation befand sich ein Intersport-Geschäft und konnte einen guten Schnapper machen. Meine neuen Trekkingschuhe sind die Salomon Speedcross 4 GTX, die ich mit einem Preisnachlass von 50% kaufen konnte.

Sherpas der Hohen Tatra

Sherpas der Hohen Tatra

Der Berg ruft

Am Folgetag wollte ich hoch hinaus und informierte mich im Internet nach dem höchst-erreichbaren Punkt in der Hohen Tatra. Es ist der dritthöchste Gipfel Lomnický štít, der 2.632 m über dem Meeresspiegel hinausragt.

Drei Seilbahnen führen zum Gipfel

Drei Seilbahnen führen zum Gipfel

Insgesamt muss man drei Seilbahnen benutzen um den Gipfel zu erreichen und es war demnach richtig teuer und abenteuerlich. An der Ticket-Kasse im Tal erhält man eine Abreisezeit für die am höchst gelegene Seilbahn. Zu einem ist die Personenkapazität in der etwas in die Jahre gekommenen Gondel sehr begrenzt und es fährt in der Tat nur diese Gondel rauf sowie wieder auch runter. Die Wartezeit kann demnach sehr lang sein. Die Einheimischen sagen aber auch, dass man auf der Zwischenstation Skalnaté Pleso in 1786 m Höhe aufgrund der Akklimatisierung verweilen muss, da das Phänomen der Höhenkrankheit bereits ab einer Höhe von 2.000m vorkommen kann. Ich schaute mir den kleinen Bergsee Skalnaté Pleso sowie die Sternwarte und das Restaurant in der Wartezeit an. Dann war es endlich soweit und die Gondel schraubte sich in ca.15 minütiger Fahrt, dicht und respekteinflößend neben der Felswand, zum Gipfel empor. Nach dem Ausstieg erhielten wir eine Karte mit einer Zahl drauf. Das bedeutet dort, wenn die Zahl durch die Lautsprecher durchgesagt wurde, dann hat man sich umgehend zur Gondel für die Rückfahrt zu begeben. Insgesamt war ein  Aufenthalt auf dem Gipfel für 50 Minuten möglich. Die Aussicht war sehr imposant, zwischen Wolken und deren Lücken. Allerdings war es Ende September und auf dem Gipfel lagen einige Zentimeter Schnee bei einer Temperatur von -1° Grad. Die Salomon Speedcross 4 GTX haben wir einen perfekten Halt geboten.

Sehr viel Zeit hatte ich nicht mehr, wenn der Wettlauf zwischen den langen Talfahren und der Parkdauer hat begonnen. In der modernen, mittleren Seilbahn konnte ich mich mit deutschen Touristen unterhalten. Sie kannten diese Gegend recht gut und schwärmten auch von der Niedrigen Tatra. Vielleicht ein neues Ziel für meine weiteren Touren durch Europa. Pünktlich am Auto angekommen entschloss ich das Ziel Štrbské Pleso in mein Navigationssystem einzutippen und fuhr dann einfach los.

Wir fahren zur See

Štrbské Pleso ist Winter- und Kurort zugleich. Der Ort mit dem in der Slowakei bekannten Gletschersee ist zugleich einer der am höchstgelegensten Kurorte Mitteleuropas, der sich auf 1.346 m befindet. Dort habe ich einige Landschaftsaufnahmen fotografiert. Ich habe mir viel Zeit genommen und bin einmal auf dem Rundwanderweg um den See gewandert. Nach Sonnenuntergang suchte ich dann ein gutes Restaurant aus um mein verspätetes Mittagessen nachzuholen und fuhr anschließend zurück ins Resort.

Kurort Štrbské Pleso

Kurort Štrbské Pleso

Kurort Štrbské Pleso

Kurort Štrbské Pleso




Die letzte Stunde hat geschlagen

Am letzten Tag habe ich die Provinzhauptstadt Poprad besucht und mir dort einen schönen Tag gemacht. Der Tag diente als Ausklang der ganzen Tour. Am späten Nachmittag bin ich in das Resort zurückgekehrt und packte meine Sachen wieder für die lange, anstehende Rückfahrt nach Hause zusammen.

Appendix

Die Hohe Tatra könnte vor einem größeren Tourismus-Boom stehen. Sie sind noch nicht ganz so weit wie andere Länder, denn es bestehen noch Barrieren in der Infrastruktur und in der Sprachverständigung in Englisch. Vieles vermischt sich noch z.B. gibt es ein neueres Einkaufszentrum zwischen alten Plattenbauten aus der Sowjet-Zeit. Was positiv hervorsticht ist die Währung in der Slowakei, die nämlich unser bekannter EURO ist.

Insgesamt fand ich die Hohe Tatra sehr interessant. Hier kann man in der Nähe zur Natur und auch preisgünstig Urlaub machen. Absolut kann ich mir eine Rückkehr vorstellen.

Weitere, interessante Berichte:

Ruhrtopcard

Ruhrtopcard

Ruhrtopcard

Yippie, für dieses Jahr habe ich es endlich geschafft mir die Ruhrtopcard vorzeitig gegönnt. Bestellt habe ich sie schon im letzten Jahr und steckte noch vor Weihnachten in meinem Briefkasten. Sie kostet 54 Euro (für ADAC-Mitgieder 48 Euro).

Mit der Ruhrtopcard kann ich viele Ausflugsziele und Attraktionen im Ruhrgebiet und dessen Umgebung teils zum halben Preis, teils kostenlos besuchen. Ich möchte sie in diesem Jahr richtig nutzen, egal ob es u.a. der Besuch des GaiaZOOs in den Niederlanden, der Freizeitpark Movie Park Germany, das Musical Starlight Express in Bochum, diverse Stadtführungen, der Ausstellung Der Berg ruft im Gasometer Oberhausen, SEA LIFE Oberhausen oder Führungen durch das UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein in Essen sein wird.




Die Ruhrtopcard kann online bestellt oder in diversen Verkaufsstellen bezogen werden. Mehr Infos gibt es auf dem Internetauftritt der Ruhrtopcard. Den einen oder anderen Besuch wird sich hier zukünftig als Artikel wiederfinden.

Jahresrückblick 2017

Jahresrückblick 2018 - Lünen bei Nacht

Jahresrückblick 2018

Alle Jahre wieder gibt es auch zum Ende dieses Jahres einen Jahresrückblick 2017. Trotz das wieder sehr viel passiert ist, habe ich mir vorgenommen mich so kurz wie nur möglich zu fassen. Ich versuche es einfach mal. 🙂

Aber bevor es zu spät ist möchte ich mich bei Dir für dieses turbulente Jahr bedanken. Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute für das anstehende 2018. Schaffe alles was Du Dir für nächstes Jahr vornimmst oder in Erfüllung geht, was Du Dir wünschst. Bleibe gesund und munter.

Januar

Im Januar bin ich mit meiner neuen Internetseite online gegangen. Erstmalig habe ich für chris-schwarz.de ein eigenes WordPress-Theme erstellt und es gegen das WordPress-Standardtheme Twenty Fourteen ausgetauscht. Dieses war aufgrund vielen Nachfragen zwingend nötig, da ich Webseiten-Erstellung als meine Dienstleistung seit Anfang 2016 gewerblich anbiete und dieses als erstes Aushängeschild dienen sollte. Der Augenmerk bei der Erstellung lag bei modernem Responsive Webdesign sowie Barrierefreiheit.

Responsive Webdesign chris-schwarz.de

Meine neue Homapage

Den Auftakt zum Thema Fotografie war der Besuch der ersten Ausgabe von Photostars On Stage im CineMaXX Bielefeld. Host der Veranstalter war der Fotograf Frank Beckmann und ließ eine ganze Armada der Foto-Szene auflaufen, die zum Themen rund um die Fotografie gehalten haben. Mit dabei waren Alexander Heinrichs, Calvin Hollyood, Pavel Kaplun und Laura Helena. Insgesamt eine sehr gute Veranstaltung.

Photostars on Stage u.a. mit Pavel Kaplun

Bei der Veranstaltung Photostars On Stage 2017

Mitte Januar beschloss ich mich mehr auf Instagram (zu meinem Account) zu konzentieren als auf Facebook. Mein Ziel war es viele Beiträge zu liefern und dabei auch immer bessere Qualität bei der Fotografe zu erlangen. Somit initiierte ich mein 365-Tage-Projekt, d.h. ein Jahr lang täglich ein Beitrag von mir (optional mit Storytelling). Dieses Projekt hat mir sehr geholfen und kann dieses unbedingt weiterempfehlen. Ich habe es etwas locker gehalten. Z.B. wenn ich an einem Tag nicht konnte, so habe ich am Folgetag gleich zwei Beiträge rausgehauen. Klar könnt Ihr das Vorhaben modifizieren und alles ein Jahr lang mit dem Smartphone zu fotografieren oder jeden Monat mindestens ein Foto von Deiner Stadt. Sei kreativ, bleib kreativ!




Februar

Bislang kam ich ganz gut mit Adobe Lightroom und dem Open-Source-Bildbearbeitungsprogramm GIMP zurecht. Da ich aber nach und nach an die Grenzen von Gimp gestoßen bin, habe ich dann doch den Beschluss gefasst, dass ich nun auch auf der Adobe Creative Cloud schweben möchte. Es war keine Fehlentscheidung, denn ab diesem Zeitpunkt erstellte ich viel mehr Composings als zuvor. Ebenso eignete ich mir auch immer mehr Techniken in der Bildbearbeitung an.

Carfall am Kamener Kreuz

Carfall am Kamener Kreuz

März

Im März war ich mehr mit der Kamera in der Landschaft und auch erstmalig wieder in einem Zoo unterwegs gewesen. Im Rahmen der Chinesischen Lichter im Allwetterzoo Münster habe ich zuvor eine Menge Tierportraits machen können.

China Lights

China Lights

China Lights

China Lights

April

In Frankfurt am Main durfte ich einen SEO-Workshop besuchen und habe dabei vieles über Suchmaschinenoptimierung und Social Media-Strategien gelernt. Am Abend blieb dann noch genug Zeit mich mit Marcel (Instagram-Profil) fotografisch in Frankfurt auszutoben und konnte mir dabei Gedanken machen, welche Ziele aus dem SEO-Workshop kann ich für mein Gewerbe auf meiner Website und in den Social Media-Kanäle definieren und nutzen. Ich diente in meinem Hauptjob als Wissens-Multiplikator für die Sachbearbeiter- und Sachbearbeiterinnen in unseren Kommunalverwaltungen. Neben einem Workshop erstellte ich eine allgemeine Handlungsempfehlung die Sinn und Nutzen genauer herüberbringen sollte. Siehe dazu auch meine Blog-Beiträge Mehr Reichweite über Social Media und Fotowalk Frankfurt.

Skyline von Frankfurt an der Schönen Aussicht mit Abendrot

Skyline von Frankfurt an der Schönen Aussicht mit Abendrot

Westhafen Tower in Frankfurt am Main

Westhafen Tower in Frankfurt am Main

Erstmalig habe ich an einem Insta-Walk, abgeleitet von Foto-Walk mit Instagramm-Benutzer, teilgenommen. Mit einigen Personen trafen wir uns auf dem Gelände des Landschaftspark-Nords in Duisburg zum Rudelshooten, bis hinein in den Ersten Mai.

Das grüne Krokodil des Landschaftsparks Duisburg-Nord

Landschaftspark Duisburg-Nord




Mai

Der Mai war dann mein erster Reisemonat. Zunächst zwang ich mich wieder nach langer Zeit wieder aufs Fahrrad und fuhr über ein verlängertes Wochenende mit zwei Arbeitskollegen die erste Hälfte der Römer-Lippe-Route von Herford über Detmold, Hoorn-Bad Meinberg, Paderborn, Hamm bis nach Lünen. Diese Tortour habe ich locker überstanden, obwohl ich über einem Jahr kein Rad mehr gefahren bin (zum Beitrag Römer-Lippe-Route (Teil 1)).

Externsteine mit Spiegelung bei Horn - Bad Meinberg

Externsteine bei Horn – Bad Meinberg

Eins der Jahres-Highlights war meine Reise zum Fotofestival <horizonte zingst> auf Deutschlands schönster Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Ich habe bei besten Wetter sehr viel erlebt und freue mich umso mehr, dass wir 2018 mit sieben Instagram-Benutzer (aktueller Stand) die Halbinsel unsicher machen werden. Im Anschluss machte ich einen Tagesausflug in den Nationalpark Jasmund auf Rügen zu den Kreidefelsen und machten abschließend noch 5 Tage Urlaub auf der polnischen Seite der Insel Swinemünde (Świnoujście).

Beleuchtete Seebrücke Zingst während des Foto-Events horizonte zingst

Seebrücke Zingst während des Foto-Events horizonte zingst

Strandfotos - Multivisionsshow an der Seebruecke in Zingst

Strandfotos – Multivisionsshow an der Seebruecke in Zingst

Juni

Im Juni besuchte ich den tollen Zoo Dortmund. Ein befreundeter Fotograf aus Dortmund wollte einen Workshop mit einer Gruppe durchführen und hat in der Runde nach einem Verleih-Teleobjektiv für einen Flüchtlingsjungen gefragt. Er erklärte mich bereit und durfte die Gruppe begleiten.

Leopard im Dortmunder Zoo

Leopard im Dortmunder Zoo

Löwe

Löwe

Erdmännchen

Erdmännchen

Eine sehr „coole“ Anschaffung in diesem Jahr war sicherlich der Luftbefeuchter (zum Artikel). Dieser steht seitdem in meinem Büro in Recklinghausen und konnte bereits zwei Aufgaben abdecken. Zum einen was ein Luftbefeuchter auch so macht, die Luft befeuchten. Mit diesem kleinen Gerät ist es möglich die Luftfeuchtigkeit im trockenen Büro bis über 70% zu treiben. Das ist der Moment in dem es tatsächlich diesig wird im Raum. Außerdem gelingt es im Sommer, wenn die Luft heiß und trocken ist, die Raumtemperatur auf ca. 2 Grad zu senken, ganz im Gesetz des Wärmeaustausches.

Luftbefeuchter Sparoma

Luftbefeuchter Sparoma

Photo+Adventure (zum Beitrag) ist das größte Event in Deutschland zum Thema Fotografie und Outdoor. Ich habe die drei Workshops Tierfotografie mit Pavel Kaplun, Pimp your Portfolio mit Jochen Koch und Janina Schiedlofsky sowie Lightpainting für Fortgeschrittene mit Zolaq besucht. Der Ausflug in die People- bzw. Portraitfotografie war sehr interessant und lehrreich. Auf der Messe selbst habe ich mich bei Foto Leistenschneider über die Sony Alpha 7S II informiert und stand kurz vor dem Kauf zum Messepreis.

Koala Goodfellow-Baumkanguru Lemure Schneeeule

Janina SchiedlofskyLightpainting Lightpainting mit Person




Und dann habe ich mir doch die Sony Alpha 7S II (zum Beitrag) gekauft und kann seitdem bessere Fotos in der Nacht machen.

Sony Alpha S7 II

Sony Alpha S7 II

Juli

Nun ging es an das Austesten der neuen Kamera, egal ob zum Phoenixsee Dortmund, zum Fotowalk nach Düsseldorf oder Köln, die Kamera hat sehr gute Ergebnisse geliefert. Allein auch im dunklen Kölner Dom konnte ich ohne Stativ gute Fotos schiessen.

Köln zur Goldenen Stunde

Köln zur Goldenen Stunde

Köln bei Nacht

Köln bei Nacht

Ein neues Gebiet war für mich das Schießen von Gruppenfotos, was ich auch im Laufe des Jahres vermehrt auch vorkam. Auch dazu habe ich einige Beiträge mit Tipps & Tricks für meinen Blog erstellt.

Gruppenfoto - Mein Setup

Gruppenfoto – Mein Setup

August

Im August habe ich das gut angenommene Thema Stimmungsvolle Fotos zu Papier gebracht. Ich hoffe dadurch vielen von Euch geholfen zu haben, das Ablichten einer Szenerie etwas anders zu sehen.

Ruhrviadukt am Harkortsee, Herdecke

Ruhrviadukt am Harkortsee, Herdecke

In der zweiten Monatshälfte ist meine Internetseite umgezogen (Internetseite zieht um), da ich mit meinem bisherigen Web-Hoster nicht mehr zufrieden war. Server wurden nicht aktualisiert, der Preis war zu hoch und in letzter Zeit schwankte es mit der Erreichbarkeit meiner Seite. Jetzt zahle ich mit einem SSL-Zertifikat deutlich weniger und bin mit der Erreichbarkeit sehr zufrieden. Den Umzug habe ich im Voraus vorbereitet, so dass der tatsächliche Umzug nur wenige Minuten andauerte.

September

Ich startete meine neue Reihe zum Thema Lightroom Tipps & Tricks, bei der ich regelmäßig etwas berichten werde.

In diesem Monat startete meine GoEast Tour. Dabei besuchte ich die ehemalige Heilanstalt Beelitz, die ehemalige Abhörstation Teufelsberg am Rande Berlins, Berlin selbst, Warschau und die hohe Tatra in der Slowakei. Meine persönlichen Highlights waren das Ablichten der Michstraße und die Begegnung mit einem Fuchs beim Aufstieg eines Berges. Dieser näherte sich tatsächlich bis zu einem Meter heran. Ein wirklich sehr schönes Tier.

Lightpainting in Beelitz - mit zolaq und go2know

Lost Places Beelitz Lost Places Beelitz Lost Places Beelitz

Brandenburger Tor in Berlin in der Nacht als Lanzzeitbelichtung

Brandenburger Tor, Berlin

Berlin - Tag 1 Berlin - Tag 2 Berlin - Tag 1 Berlin - Tag 2

Bode-Museum

Bode-Museum

Berliner Dom

Berliner Dom

Berlin - Tag 2

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin

Siegessäule in der Nacht

Siegessäule in der Nacht

Warschau - Kulturpalast (Pałac Kultury i Nauki)

Skyline von Warschau

Skyline von Warschau

Stadion Narodowy - Nationalstadion Altstadt von Warschau




Artikel meiner Reise

Oktober/November

Da ich zuvor auf Tour war, konnte ich an den ersten Treffen des neuen Insta-Stammtisches nicht teilnehmen und konnte es erstmals beim ersten, gemeinsamen Fotowalk am Phoenixsee wahrnehmen. Seitdem war ich regelmäßig im Unperfekthaus in Essen dabei.

Es folgten viele, gemeinsame Projekte u.a. die Instawalk in Kooperation mit dem Planetarium in Bochum sowie der Messe Essen im Rahmen der größten Verbrauchermesse NRWs MODE HEIM HANDWERK.

Auf mein Cityscape von Lünen wurde die Stadtwerke Lünen aufmerksam und verwendete nach einem netten Kontakt das Bild nun für die Landing-Page Smartmeter. Außerdem soll dieses Foto für den Familienkalender 2018 verwendet werden.

Lünen in der Nacht

Lünen in der Nacht, dieses Foto erscheint im Jahreskalender 2018 der Stadtwerke Lünen




Dezember

Heike hat mich zu dem nächsten Insta-Walk im Rahmen der Essen-Motor-Show eingeladen. Die Veranstaltung sowie Heikes durchdachten Plan war perfekt. Vielen lieben Dank nochmal für den besonders schönen Tag (zum Beitrag).

Essen Motor Show 2017 - Drift-Taxi JP Performance

WRX Weltmeister Johan Kristoffersson

WRX Weltmeister Johan Kristoffersson

Mit Wuppertal Marketing ging es dann zu den Highlights der bergischen Stadt Wuppertal. Neben der Historischen Stadthalle wurden uns die Innenstadt, ein Villenviertel und der mittelalterliche Weihnachtsmarkt gezeigt. Im Anschluss ging es kreuz-und-quer mit der berühmten Schwebebahn (zum Beitrag).

Schwebebahn Wuppertal Schwebebahn Wuppertal Schwebebahn Wuppertal

Ich habe meinen bisherigen Newsletter abgelöst. Ab nun an möchte ich den Newsletter 1-3x im Quartal versenden und inhaltlich sich stark vom Alten unterscheiden. Neben News, Infos und wichtigen Termine möchte ich noch weitere, interessante Themen im Newsletter hineinpacken. Meldet Euch direkt an und Ihr habt die Chance einen IKEA-Gutschein im Wert von 22,22 EUR zu gewinnen. Das Los entscheidet am 31.03.2018 und wünsche Dir viel Glück.

Strandfotos

Strandfotos - Multivisionsshow an der Seebruecke in Zingst

Strandfotos – Multivisionsshow an der Seebruecke in Zingst

Strandfotos

Strandfotos sind meistens eine sehr schöne Erinnerung von einem Urlaub an der See. Meistens entpuppt sich es aber als eine riesige Herausforderung für das Material. Da ja bald Weihnachten ist, möchte ich Euch einige Sachen vorstellen, die für den nächsten Trip am Strand meiner Meinung nach Sinn machen. Ich bin nach einigen Foto-Reisen am Meer schon erfahren und es geht auch 2018 wieder wie 2017 zur Ostsee zum Fotofestival horizonte zingst nach Zingst.

Was dem Fotografen am meisten ärgert ist Wind, Salzwasser, Sand und vielleicht auch Möwen. Gut, gegen Möwen lässt sich kaum etwas unternehmen, aber gegen den Rest schon.

Fototasche statt Rucksack

Ich habe mir hauptsächlich für Fotoreisen am Strand die Fototasche von Kalahari gekauft und lasse lieber die Foto-Rucksäcke (Manfrotto 26 Pro Light, Mantona) Zuhause oder in der Unterkunft. Eine Fototasche kam man ohne Bedenken in den Sand abstellen ohne Panik zu schieben, dass die Tasche umfällt und dass das Foto-Equipment mit dem Sand nicht kontaminiert wird. Foto-Equipment ist nun mal empfindlich und teuer, deswegen sollte man in diesem Punkt nicht sparen. Die Kalahari-Tasche kann oben, unterhalb der Lasche, verschlossen werden, so das Sand und die salzhaltige Meeresluft nicht in die Tasche gelangen.




Stativ

Der zweitwichtigste Gegenstand ist das Stativ. Das Stativ darf keinesfalls mit der Kamera in den Sand oder sogar ins Wasser fallen. Vor allem das Zweitere wäre der absolute Kamera-Tod. Ein Stativ für Strandfotos sollte in jedem Fall A: massiv, ggf. mit einem Gewicht beschwert werden, sein sowie B: bestenfalls nicht bei Salzwasser korrodieren. Ich habe keins, aber Profis schwören für einen Strandeinsatz auf Holzstative u.a. von diesem Hersteller. Ich werde weiterhin mein Manfrotto-Stativ verwenden, denn es hat noch einen weiteren Vorteil, nämlich Hebelverschlüsse. Sie sind für den Einsatz besser geeignet als Twist-Lock-Verschlüsse (Drehverschlüsse). Twist-Lock-Verschlüsse können sind ordnungsgemäß verschlossen/geöffnet werden, wenn Sand, Schmutz, Salz und/oder Wasser in das Gewinde der Verschlüsse eindringt. Trotzdem ist Pflege das A und O. Sobald ich von meinem Shooting in der Unterkunft zurückgekehrt bin, stelle ich mein Stativ in die Dusche und brause es ordentlich mit warmen Wasser ab.

Stativ-Hilfe

Nun haben wir ein schweres Stativ und stehen nun vor einer weiteren Herausforderung, es ist der nasse Sand, der das Stativ regelrecht einsickern lässt. Auch das Fotografieren in den Ausläufern der Wellen umspült das Stativ und gräbt das Stativ immer tiefer ein. Was kann dagegen helfen? Zu einem ein niedriger Schwerpunkt sowie die bessere Verteilung der punktuellen Bodenbelastung. D.h. es muss eine Stativ-Unterlage z.B. ein Brett oder ähnliches sein, damit das Eingraben zumindest etwas gebremst wird und man in der Lage ist bessere und längere Langzeitaufnahmen fotografieren zu können.




Fernauslöser

Steht die Kamera stabil im Sand, sollte die Kamera auch dann nicht mehr angefasst werden. Dazu solltest Du immer einen Fernauslöser verwenden.

Blasebalg und Fotoputztuch

Damit die Kamera von Schmutzpartikel gereinigt werden kann, sollte in die Fototasche stets Blasebalg und Fotoputztücher mit eingepackt werden.

Sensorreinigungsset

Auch wenn man den Objektiv-Wechsel nicht direkt am Strand praktizieren sollte, sind seit Zingst in diesem Jahr die Fotoreinigungssets von Rollei mit dabei. Wer sich diesen Akt nicht zutraut, der sollte es auch am besten über einen Fachmann durchführen lassen. Falls Du Dich zutraust, dann solltest schon beim Kauf des Reinigungssets darauf achten, ob es für MFT-, APS-C- oder Vollformat geeignet ist. Kostenpunkt 20-30 EUR für 12 Reinigungen. Auch dazu habe ich in meinem Blog einen Artikel „Sensorreinigung“ geschrieben.




Filter

Hauptsächlich werden am Strand Langzeitaufnahmen gemacht und am Tage muss man abdunkeln. Dieses erreicht man mit Neutraldichte-Filter, kurz ND-Filter. Sie gibt es in unterschiedlichen Stärken, die gängigsten sind 8-fach, 64-fach und 1000-fach. Sie gibt es als Schraub- und Steckfilter. Ob Schraub- oder Steckfilter, beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Ich arbeite mit beiden Arten, allerdings komme ich persönlich mit Schraubfilter besser und schneller on Location zurecht. Beim Kauf von Filtern, ob es der Adapterring oder der Schraubfilter ist, solltest Du auf den Durchmesser achten. Dieser muss zu dem Durchmesser des Objektiv-Gewindes entsprechen.

Fotografiert man am Wasser, so sind Reflektionen auf der Wasseroberfläche oder in der Welle vorprogrammiert. Dazu verwende ich einen zirkulären Polarisationsfilter (C-Pol-Filter) ein. Durch die Drehung des Schraubfilters in einer Viertelstellung kann der Filter aktiviert oder deaktiviert werden. Je nachdem ob man Spiegelungen im Bild benötigt oder nicht. Außerdem trägt der Polfilter zu einem kontrastreicheren Foto bei.

Auf Grauverlaufsfilter verzichte ich. Ich fotografiere durchgehend in Raw und meistens erstelle ich eine Belichtungsreihe um das Maximum aus der fotografieren Szene herauszuholen. Größter Knackpunkt ist meistens der Himmel, vor allem bei Gegenlichtaufnahmen. Persönlich finde ich, dass der Grad des Grauverlaufsfilters oft sehr unschön bzw. unpassend auf den Fotos aussieht. Ebenso verzichte ich auf Farbverlaufsfilter, die so gut wie immer zu einem sehr miserablen Foto führen. Für diesen Effekt u.a. auch Tönungen gibt es Adobe Lightroom. Siehe mehr dazu meinen Artikel „Stimmungsvolle Fotos“.

Kamera

Canon EOS 70D

Canon EOS 70D

Ich nehme eher die Canon EOS 70D an den Strand mit, weil sie durch den mechanischen Verschluss etwas staub- und sandunempfindlicher ist als die SONY Alpha 7 S II. Die Canon hat mehr Pixel und sie ist die günstigere Anschaffung, so dass ich beim Fotografieren an der See ein höheres Risiko eingehen kann. Also für das bessere Wohlfühlgefühl. Die SONY 7 S II hat ihre Stärken in der Nacht, in der ich am Strand eher keine Fotos schieße.




Mit dabei ist auch immer meine Action-Cam, die ich nebenbei z.B. direkt am Stativ mit dem Manfrotto Micro Friction-Arm-Kit zum Zeitrafferaufnahmen verwende oder Sie halb Unterwasser halte und den Auflöser drücke.

Powerbank

Anker PowerCore 20100 - Aufladen des Canon Kamera-Akkus

Anker PowerCore 20100 – Aufladen des Canon Kamera-Akkus

Ob Stromversorgung für die Kameras, Aufladend er Akkus, dem Handy, etc. ist auch immer meine Powerbank mit an Bord. Sie hat genügend Power um z.B. weitere Workshop-Teilnehmer mit Strom zu versorgen. Ich will sie nicht mehr missen.

 

GoEast 2017 (#5) – Warschau

Warschau - Kulturpalast (Pałac Kultury i Nauki)

Warschau – Kulturpalast (Pałac Kultury i Nauki)

Ach ja, heute war Mittwoch, der Tag an dem Warschau nun angesteuert wurde. Durch die ganze Reiserei vergisst man schnell die Zeit und der Aufenthalt in Berlin ist wirklich sehr schnell verlaufen. Nun ging es das erste Mal wieder ins Ausland. Polen war von Berlin über Frankfurt/Oder sehr schnell erreicht. Von der Grenze ging es dann nonstopp über die gut ausgebaute Autobahn über Posen nach Warschau. Leider hatte ich mit dem Wetter etwas Pech. Neben der Anreise während des Berufsverkehrs herrschte auch ein penetranter Nieselregen, der die Fahrbahnspuren verschwinden ließ. In einer fremden Stadt ist dieses nicht besonders praktisch.

Sicher und schnell habe ich dann auch zu meinem Hotel, dem Golden Tulip Warszawa unweit der Innenstadt von Warschau, gefunden. Nach dem Check-In und einer Lebenszeichen-WhatsApp-Nachricht zur Familie ging es dann raus um die Stadt entdecken.




Die beste und recht günstige Möglichkeit sich in Warschau fortzubewegen ist das Fahren mit der Straßenbahn bzw. Tram. Das Tagesticket (Bilet dobowy) kostete gerade mal 15,00 PLN (Zloty), was in etwa 3,60 EUR entspricht. Es ist eher gesagt ein 24h-Ticket, dieses bei der ersten Fahrt mit der Entwertung aktiviert wird. Direkt ins Zentrum hatte ich auch nur eine Haltestelle dazwischen.

Viele Trams sind in der polnischen Hauptstadt unterwegs

Viele Trams sind in der polnischen Hauptstadt unterwegs

Großes Glück hatte ich während meines gesamten Aufenthalts leider nicht, denn es gab nonstop lästiger, feiner Sprühregen. Eine echte Herausforderung für jeden Fotografen, der auch mehr auf Langzeit- und Nachtaufnahmen hinaus war.




In Warschau habe ich dann die größten und wichtigsten Spots angesteuert. Darunter zählt ganz sicher der imposante Kulturpalast Pałac Kultury i Nauki, der irgendwie dem Empire State Building ähnt. Der 237 Meter hohe Wolkenkratzer gilt heute als das Wahrzeichen Warschaus, was zuvor jedoch nicht der Fall war. Errichtet wurde er damals von der Führungsriege der Sowjetunion, dieses von der polnischen Bevölkerung eher als Symbol der totalitären Unterdrückung missachtet wurde. Heute ist der Kulturpalast nicht mehr wegzudenken. Optisch nicht und für das Freizeitangebot der Metropole trägt er auch einen kulturellen Wert bei. Einige Kinos, Theater und Museen wurden in diesem Wolkenkratzer untergebracht. Bei gutem Wetter, was leider bei meinem Trip ausgeblieben ist, lohnt es sich die Stadt von der Aussichtsplattform im 30. Stockwerk zu entdecken.

Einer der schönsten Stadtansichten Warschaus mit dem 1048 Km langen Hauptfluss Polens, der Weichsel (pol. Wisła) erhält man von der Siekierkowski-Brücke (pol. Most Siekierkowski). Um dahin zu kommen, fahre am besten mit der Tram auf die östliche Seite Warschaus und steige an der Haltestation Rondo Waszyngtona 06 um in den Bus 146 Richtung Falenica 04 bis zur Haltestelle Most Siekierkowski.

Skyline von Warschau

Skyline von Warschau

Einige Sehenswürdigkeiten der Stadt habe ich mit Demut besichtigt, was zu einem eine besondere Stimmung hatte und dieses lange in Erinnerung bleiben wird. Das ist zu einem das Ehrenmal zum Gedenken des Aufstandes im Warschauer Ghetto, das Denkmal zum Warschauer Aufstand sowie Grabmal des unbekannten Soldaten mit der Feuerwache.

Weitere sehenswerte Spots der Stadt sind die Altstadt mit seinen Stadttoren und dem großen Rathausplatz sowie der Königsweg, auf dem ich ein preiswertes Leder-Portmonee gekauft habe. Einkaufszentren scheinen europaweit zu boomen. Auch Warschau hat einige davon. Ein recht Schönes ist das Złote Tarasy direkt neben dem Hauptbahnhof (Warszawa Centralna).

Verhungern und verdursten kann man in Warschau nicht. Es gibt zu einem eine hohe Dichte an Restaurants und Imbissbuden. Jedoch sollte man sich auch an die regionale Küche wagen, sei es Pirogi (pol. Pierogi, engl. Polish dumplings) z.B. im Zapiecek Polskie Pierogarnie oder an dem polnischen Fast-Food-Klassiker schlecht hin, der Zapiekanka. Sie ist einfach, lecker und relativ günstig. Für mich gehört die Zapiekanka zum Pflichtprogramm jeden Polenbesuchs.

Polnisches Fast-Food - Zapiekanka

Polnisches Fast-Food – Zapiekanka

Auch hier habe ich mich für drei Übernachtungen entschieden. Während meines Aufenthalts in Warschau habe ich über booking.com meine nächste Hotelbuchung vorgenommen, ein geniales, preisgünstiges Apartment in der Slowakei. Dieses war zugleich die nächste Station bzw. das nächste Land auf meiner Reise.

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