E-Mountainbiking Österreich 2012 – Go Home (Tag 4)

Mein Gepäck

Mein Gepäck

Wie schön die Reise auch war, es musste nun Abschied vom sonnigen Alpenstaat genommen werden. Aber sachte, denn einen Gang zum Frühstücksbuffet wurde uns noch am letzten Aufenthaltstag gewährt. Gut gestärkt holten wir das Gepäck vom Zimmer, checkten aus und weckten meinen SEAT auf dem Parkplatz. Damit er noch nicht so viel zu tun hat in den schweren Morgenstunden, hielten wir in wenigen hundert Metern am Supermarkt an um noch letzte österreichische Spezialitäten zu kaufen. Eine Flasche blauer Zweigelt vom Moser Weingut am Neustätter See, original Salzburger Stiegl-Pils, Tiroler Bergfeuer und Pick-Up Kekse mit Kokos liefen über den Kassenscanner. Auch der nächste Halt wurde in wenigen hundert Metern weiter gemacht. Die

Gute Aussichten am ersten Morgen

Gute Aussichten am ersten Morgen

Chance wurde genutzt das Auto mit günstigem Super-Benzin (1,43€; Stand 16.07.12) zu befüllen. Das der österreichische Benzin besser ist als der deutsche Kraftstoff, werde ich im späteren Verlauf nochmal begründen.

Aber zunächst ging es erstmal über Land nach Golling zur Tauernautobahn (A10), die wir bis Salzburg benutzten. Direkt hinter dem Knotenpunkt Salzburg war die Staatsgrenze erreicht und befuhren wieder deutsche Straßen. Bei Holzkirchen holte uns wieder der Fluch der A8 (hatten auf der Hinfahrt da schon Probleme!) ein. Vollsperrung!

Vollsperrung

Vollsperrung

Mitten auf der Autobahn. Praktisch ist es nicht und Sinn macht es auch nicht. Wir sind da reingeraten, bevor mein Navi mich darüber auklären konnte. Der Unfall ereignete sich 200-300 Metern vor unserer Front, wobei ein PKW ungebremst auf/unter einem LKW-Auflieger geraten ist. Der Fahrer starb direkt am Unfallort. Gleich auf der gegenüberliegenden Seite folgte ein großes Aufgebot von Polizei-Streifenwagen. Wir konnten beobachten, dass die Kollonne schon an der nahen Raststätte Hofoldinger Forst die Autobahn verliesen. Ein absoluter Krimi, der sich an der

Vollsperrung

Vollsperrung

eher unscheinbaren A8 ereignete. Die Radiosprecherin klärte die Sache auf. Die Raststätte wurde gesperrt, da ein 50-jähriger Ehemann seine Frau bedrängte und sie mit Messerstiche verletzte. Anschließend flüchtete der Täter in das angrenzende Waldgebiet, wo er sich nach kurzer Zeit einem Hubschrauber ergeben musste.

Wir standen trotzdem noch eine Weile fest. Ich vermutete zunächst, dass wir an diesem Tag unsere Heimat nicht mehr erreichen werden. Unsere Staunachbarn hatten aber alle das Beste daraus gemacht. Ältere Herren fuhren auf Bobbycars und eine Kirchengruppe aus meinem Heimatkreis Unna spielten am Seitenstreifen auf Blechbläsern das bekannteste Kirchenlied „Großer Gott wir loben Dich“. Nur die anrückenden Eisatzkräfte räumten wieder den Seitenstreifen. Kürzer als erwartet, exakt nach 2 Stunden, kam wieder Bewegung ins Spiel. Die Vollsperrung sowie der Unfallschrott wurden beseitigt. Weiter fuhren wir über den Münchener Autobahnring (A99) und hielten direkt an der ersten Raststätte auf der A9 Richtung Nürnberg an und stärkten uns mit Brezel und Bier… ehm… Kaffee. 😉 Ein wenig steckte mir noch der Zorn wegen den verlorenen 2 Stunden in mir, so dass ich die Strecke München-Dortmund in ca. 4 Stunden abgegast habe. Obwohl es nicht viele wahrhaben wollten, so fährt nunmal der Chriz. 🙂

Kurz vor dem Siegerland musste ich dann etwas von diesem ollen E10 nachtanken, da E5 ausverkauft war. Der Ärger über E10 habe ich bereits in einem Blogbeitrag ausgelassen. Obwohl ich mehr auf dem Gaspedal bei der Rückreise stand, hat mein SEAT noch etwas weniger Super-Benzin verbraucht als bei der Hinreise. Das ist der Beleg, warum österreichischer Kraftstoff sehr gut ist. Festgestellt habe ich es auch im Februar, wobei ich mit einer Tankfüllung die Strecke Innsbruck-Rom locker geschafft habe. Ich vermute, dass die Österreicher eher auf Bioethanol verzichten.

Etwas mehr als 100Km bis nach Hause. Auf der Höhe des Autobahnschilds „Herzlich Willkommen in NRW“ war nun Schluß mit dem Sonnenschein und es fing an zu regnen. Die Sicht wurde wieder schlechter, aber waren schon froh zum Endspurt anzutreten. Angekommen auf dem Parkplatz vom Kamener IKEA trennten uns unsere Wege. Andreas kam uns entgegen und holte Eva von da ab, wo sie dann gemeinsam nach Münster weiterfuhren. Ich hatte es bis nach Lünen nicht so weit und war gegen 18 Uhr daheim.

Diese GROUPON Reiseaktion war einfach nur gigantisch. Als einzigstes Mankel war die Fahrt. Ohne Staus und Vollsperrungen ist so eine Reise viel besser zu genießen. Fakt ist, ich werde sicherlich nicht die letzte Reise dieser Art unternommen haben.

Die nächsten Kurzreisen stehen auch schon fest! 03.-05.08.12 wird mit guten Freunden eine längst überfällige Campingtour nach Ludwigsburgstrand an der Eckernförder Bucht unternommen. Mit einer Übernachtung wird Madrid vom 02.-03.10. besichtigt. Billigflieger machen es möglich! 😉

Erstelt am 20. Juli 2012 von chriz

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