Reisefotografie

Mit dem Workshop „Reisefotografie“ wurde dann das Workshop-Wochenende zum Event Photo+Adventure intermezzo im Landschaftspark Duisburg-Nord abgerundet. Dieser Workhop wurde geleitet von dem Dortmunder Reisefotografen Klaus Wohlmann.

img_2662Beim Workshop Reisefotografie konnte ich meine super praktische Fototasche Kalahari SWAVE S18L und das extrem leichte Reisestativ Rollei Compact Traveler No I Carbon austesten. Soviel vorab, sie machten beide einen sehr guten Job. In diesem Fotorucksack packte ich neben meiner Kamera 3 Objektive hinzu, Das Tamron 10-24mm Weitwinkel, das Tamron 35mm 1.8f sowie das Tamron 16-300mm Reisezoom. Filter, Akkus, Speicherkarten, und eine Regenhaube für die Kamera packte ich ebenso hinzu. Die wasserabweisende Fototasche ist dermaßen praktisch, so dass ich darin mein Reisestativ einpacken konnte. Ich simulierte dadurch auch reelle Bedingungen, wie ich auch zukünfig auf Reisen gehen würde.




Zunächst kam die „Reisegruppe“ in der Jugendherberge des Landschaftsparks erstmals zusammen. Anstatt uns dort niederzulassen, die Zimmer zu beziehen und die Koffer zu entpacken, ging es erstmal zum Plausch in den Medienraum „Hochofen“. Nach einer Vorstellungsrunde legte Klaus dann los. Er zeigte uns Beispielfotos, die er auf seinen Reisen durch Sizilien, Kirgisistan und Indien geschossen hat. Anhand dieser großartigen Bildern zeigte er uns seine Tipps, auf die er vor dem Abdrücken des Auslösers.

Er begann allerdings zunächst von seiner am Meisten verwendeten Kameraeinstellung zu sprechen. Ich war schon überrascht, dass er den Modus P auf der Skala seiner Kamera stehen hatte. Im Modus P (Programm-Automatik) regelt die Kamera die Belichtung vollständig. Klaus erstellt zunächst in diesem Modus ein Referenzfoto. Wenn sich dieses Foto lohnt, dann geht er erst in den manuellen Modus und verfeinert es auf der Basis der Einstellungen aus dem Modus P. Ebenso überraschte er uns mit seinen Objektiven, die er auf den Reisen mitnimmt. Meistens sind es nur zwei Objektive mit Festbrennweiten (Weitwinkel- und Telebereich) und verzichtet auf irgendwelche Reisezooms.

Nun ging es an die Bilderbesprechung. Vom Bildaufbau war es nicht wirklich etwas Neues für mich. Es ging zunächst um die Drittelregel, wie man z.B. Land und Horizont einteilt, und dass man die Drittelregel bewusst brechen kann.




Den ersten guten Tipp habe ich bei der Belichtung erhalten. Klaus tariert die Belichtung stehts dort aus, wo der Betrachter gelenkt werden soll. Bspw. ist im unteren Drittel eine Reihe von Häusern zu sehen. Dort sollte dann auf das interessantere Haus belichtet werden. Also verwendet oft die *-Taste Eurer Canon.

Sehr inspirierend fand ich den Storytelling-Gedanke, den Klaus mir in den Kopf gesetzt hat. Man sollte Fotos von seiner Reise mitbringen, die diese Reise wie eine Reportage dokumentieren. Z.B. Fotos vom Straßenrand mit Blick auf den Ort oder bei Ankunft eines einfahrenden Zug im Ziel-Bahnhof.

Klaus achtet sehr darauf, dass es führende Linien im Bild gibt. Das können u.a. Straßen, Leitpfosten, Strommasten und Schienen sein. Dieses werten die Fotos enorm auf. Gebäude sollten in Querlage fotografiert werden, da man so mehr vom Gebäude sieht und die Tiefe vermittelt wird. Tiefe ist ebenso ein Stillmittel um Fotos aufzuwerten. Verwendet Staffelungen von Feldern und Bergen.

Neben das Land ist es auch oft interessant die Leute auf die Fotos zu bannen. Da ist es wichtig, dass man die Leute zunächst „an die Kamera gewöhnt“ und nicht direkt beim ersten Sehen auf den Auflöser drückt. SInd es z.B. Imbissbudenbetreiber in Asien, so isst erstmal bei denen und wenn es gut ist , dann verlangt nochmal einen Nachschlag. Dadurch entsteht oft eine Vertrautheit und so kann man anschließend fragen, ob man von den Leuten ein Foto machen kann.




Dann ging es auf das Gelände des Landschaftsparks Duisburg-Nord und wir spielten die Touristen auf „unserer Reise“. Irgendwie ist dieses Gelände ein El Dorado für Fotografen und die, die sich Fotografen nennen. 😉img_2654

Wir besuchten als erste Station des Workshops Reisefotografie die stillgelegte Gleisanlage und versuchten uns zunächst an die Disziplin Belichtung und Linienführung. Wir knieten, wir hockten, wir lagen um ein erstes gutes Foto im Kasten zu haben.

Dann gingen wir in Richtung Aussichtspunkt auf dem Schlackeberg (Monte Schlacko lt. OSM) und hielten zuvor an weiteren Spots. Nun erhielten wir den Tipp auch auf Pfützen zu achten. Die schmalen, länglichen sollen die interessantesten und brauchbarsten Pfützen sein. Wir liessen die Industriekulisse in einer dieser Pfützen spiegeln.

img_2687_2000Eine weitere Spiegelung konnten wir auf einer Brücke über der alten Emscher sichten, die von riesigen Eisenpfähle auf das Wasser geworfen wurde.

img_2697_2000Klaus schaute immer wieder auf die Displays unserer Kameras und gab uns dabei nützliche Tipps. Eine schöne führende Linie konnten wir anschließend von der Brücke, die auf die Industriekulisse zuführt, auf das Foto bekommen.




Die Sonne ist jetzt schon fast untergegangen und wir kletterten den Schlackeberg hinauf. Dort suchte uns jemand vom Photo+Adventure Team auf um uns mit heißem Kaffee oder Tee zu versorgen. Die Idee war echt genial und uns war auch nicht mehr so kalt! Danach positionierten wir uns, so dass wir zur Blauen Stunde den Landschaftspark Duisburg-Nord im bunt angeleuchteten Gesamtbild mit der Kamera einfangen können. Zwischenzeitlich habe ich dort etwas aus der Reihe getanzt und Vieles ausprobiert. Darunter Langzeitbelichtung von der „Reisetruppe“, die Industriekulisse in einer Belichtungsreihe für ein späteres HDR-Foto oder Zoom-Spins erstellt.

img_2758-hdr_2000 img_2765_2000Der Workshop Reisefotografie neigte sich langsam dem Ende zu. Allerdings mussten auch noch die bunt-beleuteteten Objekte des Parks besucht werden. Darunter besuchten wir das grüne „Krokodil“, die vier Riesenventilatoren sowie die blauen Stufen.

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Zuletzt fanden wir uns noch im Schalthaus bei Pilsken und Snack zu guten Gesprächen ein und ließen den Workshop Reisefotografie so Zuende gehen.

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