Madrid – Das war’s (Tag 2)

Da der Rückflug nun 2,5 Stunden dauert und ich nichts anderes zu tun habe, probiere ich zum ersten Mal einen Blogeintrag in 8.000 m Höhe vorzuschreiben. Tatsächlich war der Kurztrip sehr stressig und anstrengend, aber dafür einmalig genial. Hier wird auch schon geratzt. Nun knüpfe ich an den gestrigen Beitrag an.

Nachdem auch der Rest der Truppe kurz nach 8:30 Uhr im stilvoll eingerichteten Frühstückssalon einschlenderte, konnte der Tag nach der teils verkaterten Nahrungsaufnahme um 9:00 Uhr nun endlich doch beginnen. Ein strammes Tagesprogramm hatten wir heute vor uns, da schon um 20:10 Uhr unser Rückflug stattfinden wird.

Wir packten unsere Rucksäcke, checkten aus und machten uns auf komprimierter Sightseeing-Tour auf. Heute war das Wetter sehr spannend um bei uns etwas Urlaubsambiente aufkommen zu lassen. Allerdings hatte niemand von uns für diesen Trip Urlaub eingereicht. 🙂 Temperaturen bis an die 28 Grad unterstrichen von purem Sonnenschein. Perfekt! Die wichtigsten und sehenswertesten Points-Of-Intrests haben wir zuvor aus einem Reiseführer ausgeschnibbelt und einen AbLAUFplan erstellt.

Vor der Tour unweit des Hotels entdeckten wir den großen, spanischen Supermarkt Alcampo und kauften Proviant ein. Saskia hatte das Glück Eine von Hundert Kunden zu sein, bei denen der Diebstahlschutz an der Kasse ertönte. Super, dachten wir uns erschrocken und mussten (diesmal auf Englisch) erklären, dass die Kassiererin die Batterieverpackung nicht ordnungsgemäß entsichert hatte. Das Testdurchreichen durch das Scannertor entlastete sie und konnten nun die Tour beginnen.

In Madrid sind die Attraktionen sehr nahe beieinander gelegen, so dass wir auf Verkehrsmitteln nicht angewiesen waren. Wir starteten passend zum Wetter an der Puerta del Sol (Sonnentor) und suchten erst das Kaffeehaus Café Gijon auf um ein schickes Souvenir zu kaufen. Im Nordosten angekommen setzten wir unseren Rundgang um den Stadtkern im Uhrzeigersinn fort.

Wir umliefen die Plaza de la Cibeles mit ihrer prunkvollen Brunnenanlage und wanderten durch die Puerta de Alcalá bis wir am Eingang zum Parque del Retiro angekommen sind. Diese wunderschöne, riesige Parkanlage mit einer Mischung aus gepflegter Botanik, Statuen und Wasserlandlandschaften kratzten wir nur an einer Ecke. Zum längeren Zeitvertreib (gemütlich im Ruderboot?) absolut zu Empfehlen!

Es folgte die Durchschreiten des bereits bekannten, lebendigen Stadtteils Huertas. Am Rasto befand sich ein Trödelmarkt mit Kitsch und Klischees was es wirklich nur in Spanien gibt. Fächer, Zigeunerpuppen, Flamenco-Anziehfummel, Brandy-Stände, kleine und große Kastagnetten und vieles Buntes mehr. Davon mussten wir schnell weg und kamen an der Plaza de la Paja vorbei, ein barocker Platz das zugleich Eingangsportal in das alte Madrid diente.

Nach kurzer Besichtigung der Markthalle und der riesigen Plaza Major machten wir einen Schlenker zum prunkvollen, königlichem Schloss. Was ich von diesem Schloss halte, darüber muss ich noch nachdenken. Es ist zwar prächtig, symbolisiert aber zugleich etwas Militärisches. Nachdem wir dann die Statuen umsäumte Plaza de Oriente und die Plaza de Espana flankierten, aßen wir in der Nähe der Flaniermeile Gran Via noch lecker in einem spanischen Lokal bevor uns ein Taxi wieder zum Flughafen Madrid-Barajas transportierte. Dieses schaffte ich wieder auf Spanisch. 😉 Alles lief wie am Schnürchen und auch Ryanair hat die Abflugzeit eingehalten und befinden uns derzeit irgendwo über Frankreich. Ich bin gespannt, ob es auch diesmal mit einer schnelleren Landung klappt oder es nur für eine Punktlandung reicht. 😉 Morgen wird wieder gearbeitet und da ich sicherlich erst ab 0:30 Uhr nach Hause ankommen werde, bin ich gezwungen schnell zu schlafen. 🙂

Wie ist Madrid? Für mich ist Madrid so eine Naja-Stadt, die mich als Metropole nicht wirklich überzeugt hat. Die Parks erinnerten mich an Salzburg, das Klima (Wärme und Trockenheit) und der Stil der älteren Errichtungen an Rom (Piazza di Venezia, Spangna, etc.) und die Straßenzüge liegen Größenteils auf dem Erdreich wie in Katalonien. Allerdings sind mir die Spanier viel sympathischer als die Italiener. Irgendwie eine Weltstadt mit einer Mischung von allen Ecken und Kanten etwas.

Das Nachtleben in Madrid ist für mich schon eine hohe Hausnummer in Europa. Wochenlang wäre man hier absolut beschäftigt um alle Einrichtungen einmal kurz gesehen zu haben. Am Ende würde man dann kugelrund nach Hause kommen. 😉

Erstelt am 4. Oktober 2012 von chriz

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