Italien – Asterix & Obelix erobern Rom (Tag 3)

Nach dem Frühstück kurz vor 10 Uhr hieß es ganz wie im Film „Das Leben des Brian“ ITE a Roma! Mit Bus, Bahn und Metro begaben wir uns in das „alte“ Rom um mindestens das uralte Colosseum und mindestens das genauso uralte Forum Romanum zu besichtigen. Schon viel früher fiel mir auf, dass in den U-Bahn-Schächten stets immer vollster Handyempfang vorhanden war. Ist eigentlich auch typisch für Italien, da die meisten Italiener ständig ein Handy oder Headset am Ohr hängen haben. Zeit auch italienisch zu agieren. Ich holte mein Handy hervor und schickte neckerische Urlaubsgrüße an meinen Arbeitskollegen. Ich gebe es zu. Dieses war gemein und egoistisch; italienisch halt. 😉



Booking.com

Plötzlich fällt ein Mann wegen der ruckeligen Fahrweise des U-Bahn-Lokführers in der U-Bahn um. Sogar musikalisch unterstrichen wurde diese Szene des Sturzes mit Zigeunermusik, die ein Bettler zackig auf dem Akkordeon auf den Tasten zimmerte. Es hatte einen Hauch von… das ist es… Synchronschwimmen. 🙂

Spontan in der U-Bahn entschlossen wir an der Station Vittorio Emanulele den Untergrund zu verlassen um von dort unserem triumphalen Siegeszug zum kolossalen Kolosseum zu beginnen. Es war eine richtig gute Entscheidung, da am Vittorio Emanuele wir ein völlig anderes Rom gesehen haben. Um der großen Parklandschaft des Piazza Vittorio Emanuele herrschte die Landssprache China-Townesisch. Ganz recht, dort gab es asiatische Boutiquen, asiatische Apotheken, asiatische Schuhläden, etc. Ein völliger Kontrast war da zu bestaunen.

Parco Oppio

Wir näherten uns dem antiken Oval und merkten vorab, dass die Zeit seit 753 v.Chr. hier irgendwie stehen geblieben ist. Wir schlenderten über den Parco Opio, der unter einigen Ruinen die

Colosseum

alte Therme Terme di Traiano beherbergte. Als die gigantische Fassade des Colosseums nicht mehr auf dem Display unserer Digitalkameras passte war klar, wir sind angekommen. Eine lange Schlage wartete vor den Kassen des Colosseums und sie deutete schon auf eine Wartezeit von 2-3 Stunden hin.

 

Treppenaufstieg Colosseum

Es war endlich der Tag gekommen, an dem wir die Vorteile des Roma-Passes kennenlernen durften. Wir bemerkten einen Gang neben der wartenden Menschenkette auf dem Inhaber eines Roma-Passes passieren durfen. Wir liefen lächelnd an Tausenden von Leuten vorbei und uns trennte nur noch ein Drehkreuz, das uns Eintritt ohne Aufstand in das Colosseum gewährte. Riesige Treppengänge, heute noch Modell in den meisten Fußballstadien, mit sehr hohen Treppen erwarteten uns, auf den man schon springen musste. Die mächtige Größe der großen Folterstube, in der Gladiatoren um Leben und Tod kämpften, war nach den Treppengängen zu bestaunen.

Colosseum

Mitte Konstantinbogen, rechts auf dem Hügel flüchtende Schwarzmarktverkäufer (Polizei?)

Forum Romanum

Nach einer kleinen Pause vor dem Konstantinbogen stellten wir uns in die Warteschlange des Eingangs des Forum Romanums. Mit ein wenig Gedrängel, Dreistigkeit und dem Besitz des

Altes Stadion, Forum Romanum

Roma-Passes war das Warten dann auch kein Thema mehr. Das Forum Romanum ist eine Art botanischer Garten in dem eine sehr hohe Dichte an antiker Bauwerke sowie Reste davon zu sehen sind. Neben einem alten Stadium waren

Ruinen, Forum Romanum

auch Wohnhäuser, Tempelanlagen und Accessoires zum Wohnen zu bestaunen. Tipp für Nachmacher: Zieht Euch bequemes und festes Schuhwerk an, da auf dem Gelände des Forum Romanums schiefes Kopfsteinpflaster vorhanden ist.

Forum Romanum

Wir haben an diesem Tag schon viele Kilometer zurückgelegt. Deshalb ging es über einen kurzen Fußmarsch über Piazza Venezia, Pantheon zum Piazza Navona, wo wir unweit ein

Tiber

verspätetes Mittagessen gemütlich in einer typischen italienischen Seitengasse verspeist haben. Mit gemäßigtem Tempo spazierten wir am Tiber entlang vorbei an der Engelsburg in Richtung Vatikanstaat. Auf der Via della Conciliazione suchten wir noch einen Souvenir-Laden auf und haben noch bei einigen Mitbringselartikel zugeschlagen. Anschießend gingen wir noch einmal in das Post Office des Vatikans, damit ich noch schicke Ansichtskarten zu meiner Sippe nach Menden, in das wunderschöne Sauerland, abgeschickt habe.

Die letzten Stunden unserer Reise nach Rom konnten schon fast mit beiden Händen abgezählt werden. Es war an die Zeit für die Fahrt nach Hause einzukaufen, was wir auch bei der Rückfahrt in La Giustiniana gemacht haben. Was mir direkt aufgefallen ist, war die gleiche Kundschaft mit der geichen Kleidung anzutreffen, die wir bereits am Montag begegnet sind. Als wären es Geister, die den Ort nicht mehr verlassen dürfen. Allerdings war schon etwas anders. An der Kasse war diesmal eine wirklich sympathische Kassiererin anzutreffen anstelle des temperamentvollen Vollpfostens vom Montag.

Endlich am Hotel angekommen, bemerkten wir das an Rezeption diesmal ein Angestellter der Deutsch konnte, aber komischer Weise einen französischen Dialekt nicht verstecken konnte. Ich konnte es einfach nicht aus dem Kopf schütteln und konnte es einfach nicht lassen nach der Bedeutung des Handzeichens vom Vortag in der Pizzeria zu erfragen. Ich habe ihm das Zeichen präsentiert und gefragt, ob es auch in Italien als Beleidigung zählt. Der Angestellte daraufhin: „Nein, nicht schlimm. Das ist okay. Das bedeutet OK. Aber wenn ich genauer darüber nachdenke und diese Loch kleiner macht, dann sagen Einige, dass es ist es sein kann das Loch des Arsches.“ Wir mussten schleunigst vom Foyer weg, da wir es noch gerade rechtzeitig bis zum Aufzug schafften, bis wir das Einhalten des Lachens nicht mehr standhalten konnten. Wir haben Tränen gelacht und dieser Akt zählte sicherlich zu den Highlights der Fahrt.

Nach dem Kofferpacken, Ausruhen und Bestaunen der Blasen auf den Sohlen machten wir uns noch mit dem Bus auf zum Restaurante La Giustiniana. Dort haben wir noch eine wirklich gute, aber auch leider letzte, italienische Pizza geniessen können. Seltsamer Weise passieren die meisten seltsame Dinge immer beim Bezahlen. Der Spaß hat diesmal 26 Euro gekostet. Ich legte einen 50-Euroschein bei und meinte zu ihm, dass wir 30 € bezahlen wollen und legte dabei eine sehr grimmige Miene auf. Er kam zurück und brachte uns 25€ wieder. Okay, dann haben die sich selbst betrogen. Am Ausgang verabschiedete uns der Chef persönlich. Michael verabschiedete sich mit dem spanischen Abschiedsgruß „Adios“. Der Chef, eine Gestalt wie Super Mario, war empört und konterte mit „Ejjjj… Ciao!“ Es war wirklich ein Abend der massiven Lacher. 🙂

DAB

Nach kurzer Zeit wieder im Hotel angekommen. Letzter Abend in Italien, es war Zeit für ein DAB (Dienstabschlussbier) aus unserer Heimat Dortmund, dass ich mir in dem italienischen Supermarkt gekauft habe.

Erstelt am 24. Februar 2012 von chriz

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