Prag 2013 (2. Tag) – Pure Sightseeing and Rock ‚N Roll

Trotz Mischbier ohne Kater aufgestanden und um 8:30 Uhr im Frühstückssalon erschienen. Uns erwartete ein geniales Frühstücksbuffet von aller ersten Güte. Es gab Aufschnitt, zich von Käsesorten, fertig belegte „tschechische Sandwiches“, Brot, Brötchen, 5 verschiedene Säfte, Kaffee und Warmspeisen. Süße Backwaren rundeten das Frühstück ab.



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Direkt nach dem Frühstück zogen wir uns erneut warm an und marschierten über die schöne Parkanlage des Berges Petřín hinauf. Etwas kamen wir außer Puste und das war die Strafe auf eine Fahrt der über 120 Jahre alten Standseilbahn zu verzichten. Allein wegen der malerischen Aussicht auf den Prager Stadtkessel hinab hat sich der Aufstieg gelohnt. Man konnte alles sehen, nur nicht da oben die Residenz des Volksmusikers Karel Gott. Neben dem Observatorium und der Bergstation der Standseilbahn fand man noch einen Abklatsch des Pariser Eifelturms vor. Es war ein Cafe mit einer Aussichtsplattform, dessen Besuch kostenpflichtig war.

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Wir folgten der Beschilderung zum Kloster Strahov, wobei wir den Abstieg von der anderen Seite des Berges vorgenommen hatten. Vom Kloster gingen wir über den von vielen Straßencafes begleiteten Vorort Kleinseite. An einem Kiosk habe ich, so ist es bereits bei mir ein immer wiederkehrendes Reiseritual, eine Ansichtskarte für meine Reisewand im Büro gekauft. Nach ein paar Schritten erreichten wir den Hradschiner Platz mit dem historischen Rathaus, Nationalmuseum und dem Palais Schwarzenberg. Direkt davor eine Reisegruppe, die von einer betagten, deutschsprachigen Tschechin begleitet wurde. Direkt daneben eine kleine Glühweinbude in der sich 2 Mädels über die Aussprache lustig gemacht haben. Okay, mit einem tschechischen Dialekt hört sich Deutsch umso lustiger an. Unweit davon stand eine Kaserne. Ein Bus stand direkt davor in dem Soldaten diesen mit Warmhalteboxen und Gefäße/Kocher beladet haben. Es sah ganz nach den Glühweinkochern von den Mädeln von vorhin aus. 😉

Zwei festbetonierte Soldaten bewachten den ersten Burghof der Prager Burg. Ihre einzige Mission,- dumm dastehen und bloß keine Mimik machen. Was für ein mieser Job! Grade wir kamen durch und landeten auf dem ersten Burghof. Nach dem ersten, unspektakulären Burghof betraten wir den zweiten Burghof auf dem die Heilig-Kreuz-Kapelle und 2 Brunnen zu finden waren. Nach dem Durchschreiten einer Fassade kamen wir am St. Veit Dom vorbei, der optisch dem Kölner Dom sehr nahe kommt. Direkt daneben schloss der dritte Burghof mit der alten Probstei an. Auf dem letzten Burgplatz, auf dem Georgsplatz, befanden sind St. Georg-Basilika und die St. Georgs-Kloster-Nationalgalerie. Ebenfalls zur Burganlage gehört auch das Goldene Gässchen, in dem es kleine Geschäfte mit Klunker geben sollte. Wir haben vor dem Eingangs-Drehkreuz halt gemacht, da man dafür ein Kombiticket für Goldenes Gässchen, St. Veit Dom und Nationalgaerie erwerben musste. Ein einzelnes Ticket für das Goldene Gässchen gab es nicht zu kaufen. Das unterstützten wir nicht und verließen die Festung der Burg. Nach einem Schlenker am Palais Waldstein vorbei und dem Kleinseiter Platz mit der St. Niklas Kirche wechselten wir die Moldauseite mit einem tollen Blick auf die Karlsbrücke und das Franz Kafka Museum.

Das Konzertgebäude Rudolfium war direkt links nach der Moldauüberquerung über der Brücke Mánesův most unverfehlbar errichtet worden. Ab hier beginnt der Stadtteil Josefsstadt, dem jüdischen Viertel von Prag. Direkt hinter dem massiven Bau standen sehr viele Menschen am Jüdischen Museum Schlange. Es war ein recht kleines, unscheinbares Gebäude. Weiter östlich fanden wir auch die Altneu-Synagogie, die Spanische Synagoge und die Alte Synagogie, die heute als prunkvolles Kaffee nun dient. Ebenso prunkvoll die Flaniermeile Pariser Straße auf dem das Kaffee stand. Prada, Gucci und dieser Handtaschenhersteller, deren Name ich vergaß, sind dort ansässig.

Wir folgten dem Straßenzug und gelangten auf dem Altstädter Ring und knipsten dort Fotos von der Sonnenuhr und dem alten Rathausgebäude. Es war 12:30 Uhr und es war Zeit für das Mittagessen, dass wir am Platz nebenan, dem Kleinen Ring, in Hard Rock Cafe Prag geordert hatten. Location top, Essen top und das Personal war super nett, aber auch super ausgeflippt zugleich. Unser Kellner grölte zu allen Musikclips mit, die auf den unzähligen Flatscreens liefen. Er wollte uns auch zeigen, dass er perfekt Englisch und Deutsch beherrscht, was dann Entertainment pur war. Mein Cousin z.B. wurde wie folgt gefragt: „Do you want einen Strohhalm my friend?“ und hat ihm einen Strohhalm überreicht. An einem anderen Tisch ist ein anderer Keller mit den Worten „Badda-badda-Wäh-Wäh… Where are you from“ hingesprungen. Echt merkwürdiger Laden, der aber auf alle Fälle zu empfehlen ist. 🙂 Bestellt hatten wir den Hickory BBQ Bacon Cheese Burger, der sehr lecker war. Mein Cousin kaufte sich noch im benachbarten Hard Rock Cafe Shop ein T-Shirt und setzten das Sightseeing dann fort.

Es ging wieder quer über den Altstädter Ring wo bereits die Vorbereitungen zur Prager Karnevalsfeier am Rosenmontag liefen. Durch die abgelegenen Seitengassen, wo nochmal ein gemischtes, anderes Prag uns präsentierte, erreichten wir das Palladium am Platz der Republik, auf dem auch das Gemeindehaus zu finden ist. Das Palladium ist ein riesiges Shoppingcenter mit 200 Shops verteilt auf 5 Ebenen. Eine Runde auf allen Etagen haben wir mitgemacht und schlenderten dann weiter Richtung Pulverturm und besuchten dann das Gebäude des alten Hauptbahnhofs und stiegen auf den Vitkov-Hügel um eine gute Panorama-Aussicht von der anderen Seite von Prag zu erhalten. Wir gingen zum Nationalmuseum, durchkreuzten den Wenzelplatz und besuchten den Bezirk Gallistadt mit seinem riesigen Markt an Sovenirartikeln. Über die mit Touristen geflutete Karlsgasse erreichten wir den Smetana-Kai und haben auf der Winterterrasse mit Blick auf die Moldau einen Cafe getrunken. Anschließend erreichten wir erschöpft das Hotel.

Nach einer kurzen Pause haben wir im Shoppingcenter Nový Smíkov ein TESCO Supermarkt gefunden und kauften dort Sachen für die Rückfahrt ein. Dieses Shoppingcenter hatte 3 Ebene. Neben Geschäfte gab es dort auch ein Kino, einige Gastronomiebetriebe und eine Bowlingbahn. Wir brachten die Einkaufstüten aufs Hotelzimmer und haben noch zu Abend in einem der vielen, gemütlichen Lokalen im Stadtbezirk 5 gegessen. Hier konnte man sehr gut, preisgünstig (da weit von Tourismus entfernt) und international essen. Papp satt kehrten wir ins Hotel zurück und packen unsere Sachen für einen schnelleren Check-Out für den morgigen Tag ein. Nach etwas Glotze war der Tag dann vorbei.

Erstelt am 13. Februar 2013 von chriz



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