Farben verschieben (Lightroom-Tricks)

Amsterdam und sein Grachtengürtel

Amsterdam und sein Grachtengürtel

Pssst… das ist ein Geheimnis. Also nun schön aufpassen. 😉 Auf diesem Wege habe ich einen weiteren Corner Stone meines Bildbearbeitungs-Stils bei nächtlichen Aufnahmen gefunden. Dabei ist die Vorgehensweise sehr wirkungsvoll, ist sehr schnell und einfach umgesetzt.




Kamerakalibrierung in Lightroom

Kamerakalibrierung in Lightroom

Wenn es um die Beeinflussung der Farbgebung geht, dann denkt jeder zunächst an die HSL-Rubrik, in der Farbton, Sättigung und Helligkeit (Luminanz) angepasst werden können.

Ich habe für mich erneut die Kamerakalibrierung entdeckt, denn damit kann die Stimmung des Bildes perfekt und in der Gesamterscheinung verändert werden. Am meisten verschiebe ich die primären Rot- und Blauwerte. Mein Rot-Wert geht mehr in den Magenta-Ton (Wert: -15), der Blau-Wert in den Bereich von Aquamarin (Wert: -3). Aber das kann auch von Bild zu Bild unterschiedlich sein. Probiere diese Möglichkeit doch einfach selbst aus. Die Werte lassen sich auch schnell wieder mit Hilfe der ALT-Taste zurücksetzen.

Jedenfalls achte ich immer darauf, dass ich vor der Verschiebung der Farben einen korrekten Weißabgleich eingestellt habe. Ist es mir bei der Aufnahme schon aufgefallen, dass es kein Weiß im Bild gibt, mache ich zunächst ein Probefoto mit einer Weiß- bzw. Graukarte (in Photoshop) und übertrage die Werte des Weißabgleichs vom Probebild auf die zu bearbeitende Aufnahme (Einstellungen kopieren in Lightroom).

Datensicherung (Backup) – Fotos unterwegs sichern

Daten weg? DatensicherungThema Datensicherung (Backup). Aus meiner Sicht ist dieses Thema sehr wichtig und ich weiß, es wird von Euch sehr unterschiedlich gehandhabt. Den einen ist es völlig egal, den anderen hingegen speichern alles zehnfach in fünf verschiedenen Online-Speichern (Clouds) in der ganzen Welt ab. Das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab z.B. von keinen Bock auf Backups haben, unter Angsthasen-Syndrom leiden und selbstverständlich, es ist eine Frage von Zeit sowie Budget jedes Einzelnen.

Für mich ist allein der Gedanke ein Alptraum, wenn Fotos plötzlich nicht mehr abzurufen sind. Die Bilddateien sind plötzlich defekt oder wurden aus mysteriösen Gründen gelöscht, dahin sind die Erinnerungen an Orte, die man so schnell nicht mehr wieder besucht, plötzlich futsch. Wenn überhaupt. Deshalb möchte ich meinen Mittelweg zu dem Thema Datensicherung unterwegs in diesem Beitrag genauer erklären.

Vor der Datensicherung kommt die Ordnung

Nichts ist schlimmer alles irgendwo abzulegen, wo man die Bilder zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr finden kann. Die Katastrophe ist schon fast damit vorprogrammiert. Deswegen richte ich mir auf meiner Festplatte im Laptop ein geeignetes Datensystem an und führe diese Systematik nun in folgender Weise weiter fort. In dem Verzeichnis Bilder lege ich auf der Laptop-Festplatte mir Unterverzeichnisse an, und benenne sie nach dem Jahr der Aufnahmen. In den Jahres-Ordner lege ich mir dann Monats-Ordner an. Aufgrund der Sortierung benenne ich sie immer zweistellig z.B. 01, 02,…,11 und 12. In den Monats-Ordnern lege ich dann weitere Verzeichnisse nach folgendem Schema an:

yyyy-mm-dd-Ort-Stichwort1-Stichwort2-Stichwort3

yyyy = Jahresangabe, vierstellig

mm = Monat, zweistellig

dd = Tag, zweistellig

Stichwort = geeignet sind Ort, Art der Aufnahme (Cityscape, Portrait, Street, …),ggf. Tageszeit, Wetter und Event (z.B. Fotowalk)

Meine Datenstruktur

Meine Datenstruktur

Demnach kann es einen oder auch mehrere Verzeichnisse für einen einzigen Tag geben, wenn ich bspw. an demselben Tag in Dortmund und dann in Bochum fotografieren war. Dann erstelle ich auch zwei Ordner. Ich erstelle auch unterschiedliche Ordner, wenn es von der Verschlagwortung nicht mehr passt, z.B. für Bochum tagsüber und in der Nacht.




Auf dieser Weise kann alles sehr schnell über die Suche des Betriebssystems (Windows, MacOS, Linux, …) gefunden werden. Sind die für die Übertragung notwenigen Verzeichnisse auf der Festplatte des Laptops bzw. Arbeitsgeräts erstellt, so werden von der SD-Karte die entsprechenden Bilder (ich verwende nur das RAW-Format) dort hineinkopiert.

In diesen Ordner lege ich, sofern das Material vorhanden ist, drei weitere Verzeichnisse an.

  • Lightroom (aus Lightroom exportierte und bearbeitete JPG-Bilder)
  • PS (bearbeitete .psd-Dateien aus Adobe Photoshop mit Ebenen)
  • Video

Lightroom kann doch auch Ordnung verschafffen. Oder doch nicht?

In der Tat. Mit Adobe Lightroom können Bilder in Sammlungen abgelegt werden und auch verschlagwortet werden. Auch die Suche mit den vielen verschiedenen Filteroptionen funktioniert super. Aber das Fundament für die ganze Vorarbeit wird in dem o.g. Schritt gegossen und so ist man auch von Adobe Lightroom nicht abhängig. Es ist sogar möglich, dass in 2-5 Jahren Lightroom für Dich keinen Stellwert mehr hat.

Vielleicht pfeifst Du dann generell auf Bildbearbeitung, weil das Leben Dich doch andere Prioritäten setzen lässt oder verwendest ein völlig anderes Programm wie z.B. Luminar oder Software von DxO.

Mit der Vorarbeit hast Du einen entscheidenden Vorteil. In Lightroom kannst Du die Bilder direkt über den Ordnerbaum unter Bilder finden. Sollten die Bilder bereits auf einer Festplatte ausgelagert worden sein, so kannst Du von Deiner externen Festplatte z.B. das Verzeichnis 07 aus dem Verzeichnis 2017 auf die Festplatte des Laptops bzw. Arbeitsgeräts kopieren. Solltest Du dann in dem Verzeichnis Änderungen vorgenommen haben, so musst Du logischer Weise diesen Ordner (mit dem aktuellen Stand) wieder auf die externe Festplatte (über-)schreiben.




Arbeit mit zwei externen Festplatten

Der Speicher auf dem Arbeitsgerät ist eher begrenzt und lagere die Bilder meistens nach der Bearbeitung der Bilder in dem jeweiligen Ordner direkt auf einer externen Festplatte aus. Dazu brauch ich dann immer nur die entsprechenden Monats-Ordner kopieren, da ich auf der externen Festplatte das gleiche Datensystem (Bilder/Jahr/Monat/Tagesordner) verwende. Damit entfällt die ganze Sucherei.

Monatlich erstelle ich dann nochmal eine 1:1 Kopie von dieser externen Festplatte (erste, externe Festplatte) auf eine weitere externe Festplatte (zweite, externe Festplatte) zur doppelten Sicherheit falls mir die erste, externe Festplatte einmal abraucht. Dafür, für das Festplatten-Cloning, verwende ich das sehr leicht zu bedienende Programm Acronis, welches ich für den Wechsel meiner Systemfestplatte im Laptop gekauft und verwendet habe. Ich kann das Programm absolut weiterempfehlen. Auch meine Laptop-Sicherung funktioniert vollautomatisiert über Acronis.

Beide externe Festplatten sind die Maxtor M3 4TB.

Daten auf Kamera-Speicherkarte der Kamera bzw. SD-Karte löschen

Die SD-Karte lösche ich dann immer erst, sobald die Daten auf beiden externen Festplatten vorhanden sind. Durch diese Redundanz kann ich nämlich viel besser schlafen.

Sicherung des Lightroom-Katalogs

Es bleibt oft vergessen, aber Du solltest auch Deinen Lightroom-Katalog in regelmäßigen Abständen sichern. In dem Lightroom-Katalog befinden sich zwar nicht die Bilder, aber Dein eigentlicher und eigener Fleiß. Es befinden sich darin Deine Einstellungen zu den RAW-Bildern, die Du über die Jahre in Lightroom vorgenommen hast u.a. Weißabgleich, stürzende Linien, Höhen- und Tiefenwerte, uvm. Ich speichere den Katalog ebenfalls auf meiner ersten, externen Festplatte im Verzeichnis Bilder/Lightroom-Katalog ab und wird beim Festplatten-Cloning ebenfalls wieder automatisch auf die zweite, externe Festplatte geschrieben.




Cloud-Speicher und RAID-Systeme

Beides sind modernere Technik von beiden ich allerdings auch nicht viel halte. Für die Datenübertragung von Laptop auf Smartphone verwende ich oft Dropbox, aber nicht wirklich zur Speicherung. In meinen Augen ist der Online-Speicher sehr gegen unbefugten Zugriff ausgesetzt. Auch wenn Gigabytes über die Internetleitung transportiert werden, kann es in Hotels mit einer miserablen Verbindungsrate Wochen dauern. Das Speichern der Daten auf der ersten, externen Festplatte führe meistens schon im Urlaub durch.

RAID-Systeme, insbesondere das RAID 1-System, spiegeln Festplatten durchgehend. Sie stehen in einem Geräteverbund und sind über das Netzwerk zugänglich. Das heißt sie müssen sich fast durchgängig im Betrieb befinden und abhängig von der Steuerung des RAID-Systems. Die Anschaffungskosten, Instandsetzungskosten sowie die Betriebszeiten können mich absolut nicht für eine Beschaffung eines RAID-Systems überzeugen.

 

 

5 Tipps machen Deine Fotos interessanter

Extreme – Horizont muss nicht immer gerade sein

Motorroller in Wuppertal - Schräger Horizont

Motorroller in Wuppertal – Schräger Horizont

Einige haben es sicherlich bemerkt, dass ich es in letzter Zeit sehr mit dem schiefen Foto überspitzt habe. Man hört viel davon, dass man darauf achten soll. Pusterkuchen! Wenn man etwas anders machen soll, dann sollte man es auch in die Extreme ausüben. Z.B.:

  • Kippe das Bild direkt in einen 45°-Winkel anstatt einer nur etwas schiefen Lage.
  • Gehe noch näher an das Motiv wenn Du meinst Du bist nah dran.
  • Halte die Kamera auf dem Asphalt, wenn Du meinst Du bist schon tief genug.
  • Wenn Du meinst Dein Foto ist bunt, jag die Sättigung weiter rauf

Dazu gibt es noch viele, weitere Beispiele. Was ich damit sagen möchte, unterstreiche damit den Effekt / die Wirkung. Auch der Fotografie-Lerneffekt ist durch diese Methodik gegeben. Es ist auch völlig egal, ob 2-3 Bilder mehr machst, die Zeiten mit dem 36er-Film sind vorbei. Probiere mehr aus. Löschen kannst Du immer noch. 😉




Achtung vor einstürzenden Gebäuden

St. Joseph Lünen - Der Turm kippt nach hinten - Stürzende Linien

St. Joseph Lünen – Der Turm kippt nach hinten – Stürzende Linien

Ich habe oft gesehen, dass das Smartphone oder die Kamera schräg zum Gebäude gehalten wird. Das macht nur Sinn, wenn man auch aus einer näheren Distanz das ganze Gebäude ablichten möchte. Dabei entsteht aber oft der nicht gewünschte „Das-Haus-kippt-nach-hinten“-Effekt. Also dass das Gebäude oben dünner wird. Gehe lieber einige Schritte zurück und halte das Smartphone bzw. die Kamera parallel bzw. gerade bzw. ohne Kippstellung zum Gebäude. Bei einem Weitwinkelobjektiv gibt es zusätzlich mehr Verzeichnung. Achte dann darauf, dass Du das Gebäude dann mittig im Bild platzierst.

Szenerie mit Vordergrund

Frankfurt - Eisener Steg

Frankfurt – Eisener Steg

Schieße das Bild nicht immer direkt mit freier Sicht von einer Brücke. Versuche wenn möglich ein Teil der Brücke z.B. ein Brückenpfeiler oder einige Liebesschlösser mit in Deinem Bildaufbau aufzunehmen. Der Vordergrund kann auch helfen Relationen besser zu zeigen. Bspw. ein alleinstehender Leuchtturm kann zwar gut aussehen, aber man kann die Höhe nicht wirklich erkennen. Lichte im Vordergrund eine Person ab, so ist das Größenverhältnis für den Betrachter besser erkennbar.




Eckenläufer

Hässlicher Wasserschlauch macht als Eckenläufer dennoch das Bild interessant - Herbstlichtgarten im Sauerlandpark Hemer

Hässlicher Wasserschlauch macht als Eckenläufer dennoch das Bild interessant – Herbstlichtgarten im Sauerlandpark Hemer

Sobald ein Motiv in die Ecken verschwindet, so täuscht dieses dem Betrachter vor, dass das Motiv auch neben dem Foto weitergeführt wird. Sei es ein Seil, eine Rolltreppe oder ein langweiliger Wasserschlauch, diese Vorgehensweise hat fast eine 100%-Erfolgsgarantie. Es ist eine Illusion die das Bild noch plastischer wirken lässt.




Spiele mit der Zeit

Lange Verschlusszeit ergibt Wasserschleier - Gebirgsbach in der Slowakei

Lange Verschlusszeit ergibt Wasserschleier – Gebirgsbach in der Slowakei

Mit einer Spiegelreflex- oder Systemkamera bist Du Dank Zeitvorwahl- oder manuellen Modus zugleich der Herr über die Zeit. Fotografiere die gleiche Szenerie mal mit einer kurzen und mit einer langen Belichtungszeit. Somit können unglaublich geniale und irreale Fotos entstehen.

Wähle besonders kurze Belichtungszeiten (ca. 1/2.000-1/4.000 Sek) um Wassertropfen „einzufrieren“. Es ist nicht ganz unüblich, dass Du die ISO dabei höher einstellen musst um eine kurze Belichtungszeit bei einer möglichst nicht zu offenen Blende (optimal Blende f/8-f/11) einstellen zu können. Ich verwende dafür meistens die ISO-Automatik. Mögliche Szenerien wären z.B. Springbrunnen oder Regentropfen, die von irgendwo heruntertropfen oder abperlen.

Rotwein-Splash, aufgenommen mit sehr kurzer Verschlusszeit

Rotwein-Splash, aufgenommen mit sehr kurzer Verschlusszeit

Lange Belichtungszeiten sind geeignet bei fahrenden Autos mit beleuchteten Rücklichtern oder Wasserfälle, die dann wie ein märchenhafter Schleier wirken. Letzteres wird oft tagsüber fotografiert und da muss man künstlich abdunkeln. Dieses wird in der Regel mit einem Neutral-Dichte-Filter bzw. ND-Filter erreicht, die man auf dem Objektiv schraubt oder steckt. Achte bei beiden Varianten auf den Durchmesser Deines Objektivs.

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Fotografieren mit Stahlwolle

Fotografieren mit Stahlwolle an der Jahrhnderthalle in Bochum

Fotografieren mit Stahlwolle an der Jahrhnderthalle in Bochum

Fotografieren mit Stahlwolle, auch fällt dabei oft der Begriff Steelwool Spinning, macht extrem viel Spaß. Nicht nur die Action bei der Aufnahme, sondern vor allem das fertige Bild garantiert einen Wow-Effekt.

Was aber so spektakulär auf dem Bild erscheint, so sieht es aber während der Aufnahme nur annähernd aus. Deswegen wird beim Schleudern von Stahlwolle sehr lange belichtet.

Objektiv, Hintergrund, Bildausschnitt und Fokussierung

Ich verwende grundsätzlich ein Weitwinkel-Objektiv (Brennweite meistens zwischen 14-35mm) um die Gesamtszenerie  einfangen zu können. Beim Fotografieren mit Stahlwolle sollte unbedingt auf den Hintergrund geachtet werden. Schöne, alte Industrieanlagen z.B. Landschaftspark Duisburg-Nord oder an der Jahrhunderthalle in Bochum eignen sich hervorragend dafür, die nachts mit bunten Lichtern angestrahlt werden. Auch sehr gut eignen sich Wasserstellen u.a. Pfützen, Wasserbecken, etc. Stelle Dich einfach davor beim Schleudern der Stahlwolle und der Funkenflug wird sich wunderbar darin spiegeln.

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Achte darauf, dass Du mit der Stahlwolle im Goldenen Schnitt stehst und fokussiere manuell darauf. Versuche weitere Stilmittel u.a. geometrische Formen, führende Linien und Eckenläufer. Alles kannst Du in meinem Artikel Stimmungsvolle Bilder nochmals nachlesen, um Deinen Fotos nochmals einen letzten Schliff zu verleihen. Das funktioniert auch mit Bildern ohne Stahlwolle. 😉

Welche Einstellungen wähle ich für das Fotografieren mit Stahlwolle?

Generell verwende ich keine fixe Vorgabe der Belichtungszeit, sondern bestimme je nach Effektdauer flexibel die Aufnahmedauer. Das kann mal 30 Sekunden dauern, manchmal sogar bis über einer Minute. Dieser Belichtungsmodus heißt Bulb (dt. Blasebalg) und ist bei Canon-Kameras auf dem Modus-Auswahlrad unter dem Modus B zu finden. Bei Sony- und Nikon erreicht Ihr den Bulb-Modus, wenn Ihr im Manuellen Modus (Modus M) den Wert links neben den 30 Sekunden auswählt, also ganz nach links dreht.

Starten und Stoppen der Aufnahme wird über einen Funk- oder Kabel-Auslöser durchgeführt, der auch die Bulb-Funktion unterstützt. Dieses ist sehr wichtig beim Kauf darauf zu achten, ebenso welche Batterien hineingehören und zu welchem Kameraanschluss das Anschlusskabel ist. Auch unter den Herstellern gibt es unterschiedliche Anschlussbuchsen.

Folgende Fernauslöser eignen sich für das Bulb(en):

Kommen wir nun zur Blende. Da wir lange belichten und Feuer sehr hell ist, darf etwas abgeblendet werden. Ich empfehle Blende f/9,5-f/11.




Die unnötige Funktion in der Kamera „Rauschunterdrückung“ benötigen wir nicht und sollte deaktiviert werden. Dadurch bearbeitet die Kamera das Bild nachträglich und sie steht in dieser Zeit für weitere Aufnahmen nicht zur Verfügung. Meistens ist das Resultat nach dieser Bearbeitung auch nicht optimal. Bei ISO 100 haben wir eh kaum bis gar kein Rauschen, so dass wir diese Funktion wirklich nicht brauchen.

Wir fotografieren von einem stabilen Stativ und da muss der Bild-Stabilisator am Objektiv (ggf. /wenn vorhanden auch für den Sensor) deaktiviert sein. Der Weißabgleich passt meistens auf der Einstellung „sonnig“. Solltest Du im RAW-Format die Fotos erstellen, so kannst Du auch auf Automatik stellen, das spielt keine Rolle. Dennoch empfehle ich die Einstellung „sonnig“, da ich finde, dass das Vorschaubild auf dem Display dann am ehesten von der Farbtemperatur passt.

Welche Stahlwolle ist die Beste?

Viele schwören dass je feiner die Stahlwolle ist, desto besser ist das Ergebnis. Nein, stimmt nicht ganz. Sie sollte zwar fein sein, aber meine Tests durch fast alle Feinheitsgrade haben gezeigt, dass die feinsten Fasern nicht wirklich gut aussehen.

Ich persönlich finde die Stärke 00 am geeignetsten für das Steelwool Spinning. Sie verglüht gut und fliegt sehr weit. Ich verwende fast immer die von Rakso, die Du bei amazon oder mit etwas Glück in Deinem Baumarkt findest. Oft kommst Du schon mit einer Packung sehr lange damit aus.

Stahlwolle gibt es in den gängigsten Abstufungen 3, 2, 1, 0, 00, 000 und 0000. Dazu musst Du nur wissen, dass je höher (positiver) die Zahlen sind, desto gröber und je mehr Nullen auf der Packung stehen, desto feiner ist die Stahlwolle. Also kannst Du ruhig die Stahlwolle 3, 2, 1 und 0 im Baumarkt-Regal liegen lassen bzw. nicht beachten.

Achte ebenfalls darauf, dass Du keine Stahlwolle erwischt, in der Öle oder andere Substanzen beigemischt sind. Die rußen mehr und die Dämpfe sind sicherlich auch nicht gerade gesund und angenehm.

Die erste Schleuder

Im Prinzip ist es recht einfach und nicht kostspielig eine Schleuder für die glühende Stahlwolle zu basteln. Es reicht schon ein Schneebesen aus Metall aus, an dem Du unten am Griff eine Paketschnur befestigen kannst. Damit erzielt man schon gute Ergebnisse und habe im ersten Jahr fast nur so auf diesem Wege meine Steelwool Spinning-Fotos erstellt. Vorübergehend habe ich ebenso einen Lenyard aus Stoff verwendet.

Nehme nun einen Ballen Stahlwolle aus der Packung und bausche ihn auf, so dass später beim Schleudern mit glühender Stahlwolle mehr Sauerstoff an die Fasern gelangt. Dann pfriemelst Du diesen Ballen in das Gestrebte des Schneebesens und schon wäre Deine Schleuder betriebsbereit.




Die richtige Schleudertechnik

Die gibt es nicht wirklich und es kommt wie meist doch in der Fotografie auf den eigenen, persönlichen Geschmack an. Es gibt viele mögliche Figuren, die mit glühender Stahlwolle zu erstellen sind. Drei gängigste Varianten möchte ich im Nachfolgenden näher beschreiben.

Das Lasso  des Cowboys

Ich persönlich finde am Schönsten, wenn die Schleuder wie ein Lasso über den Kopf gedreht wird und der vordere Teil ca. 45° nach oben geneigt ist. So erhält man sehr viel Tiefe im Bild bzw. das Bild wirkt plastischer / lebendiger. Beim Drehen achte ich darauf, dass ich mich selbst nicht mehr bewege und versuche die Drehbewegung der Schleuder nur aus dem Handgelenk zu erzeugen.

Tetraeder in Bottrop

Tetraeder in Bottrop

The Ring

Anders als beim Lasso ist dieses eine zwei-dimensionale Figur. Dabei wird ein Kreis parallel zur Kamera-Linse gedreht. Ebenso wie beim Lasso sollte man auch hierbei sich möglichst nicht bewegen und die Kreisbewegungen nur mit dem Handgelenk ausüben.

Für die Figur The Ring eignen sich ebenfalls Garagen, Unterführungen und Tunneln. Dabei prallen die Funken von den Wänden und Decken ab, was wiederum einen coolen Effekt verspricht.

Fotografieren mit Stahlwolle auf einer ehemaligen Zeche

Fotografieren mit Stahlwolle auf einer ehemaligen Zeche

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Auto und Stahlwolle

Auto und Stahlwolle

Orb (Kugel)

Diese Figur ist die schwierigste Figur und sie muss sehr sorgfältig ausgeführen werden. Die Idee entstammt aus dem Lightpainting (siehe Artikel Lightpainting Workshop mit Profis). Ziel ist es eine Kugel mit der glühenden Stahlwolle zu kreieren. Während der Aufnahme ziehst Du vertikale Kreise, wie bei der Figur The Ring und musst dann schön gleichmäßig diesen Ring um seine eigene Achse rotieren lassen. Ganz wichtig: Um die Achse des Rings und nicht um Dich selbst rotieren lassen. Lege bestenfalls einen kleinen Gegenstand z.B. eine 2-Euro-Münze vor dir hin und umkreise ihn wenn Du Deine Ringe mit der Stahlwolle machst. Also umwandere die Münze und achte darauf, dass die Achse des Stahlwolle-Rings stets vertikal auf der Münze zeigt. Nach jedem Ringdreher machst Du einen kleinen Tippelschritt entweder im oder gegen den Uhrzeigersinn.

Orb mit Stahwolle am Tetraeder in Bottrop

Orb mit Stahwolle am Tetraeder in Bottrop

…aaaand Action!

Die erste Schleuder ist gebaut, Zeit etwas zum Ablauf der Aufnahme zu schreiben. Am einfachsten ist es, wenn Du mindestens noch eine Person dabei hast. So könnt Ihr Euch bei den Aufnahmen gegenseitig helfen und abwechseln. Während die eine Person sich in Position begibt, kann die andere Person beide Auslöser in die Hand nehmen. Nehme nun Feuerzeug und Schneebesen in die Hand und halte kurz einen Rand der Stahlwolle in die Flamme des Feuerzeugs. Sobald es glimmt, kann mit dem Schleudern begonnen werden. Ausgelöst wird, sobald die Stahlwolle rotiert wird, am besten nach der ersten, zweiten Umdrehung, da die Schleuder meistens sich in der Bahn noch eintrudeln muss. Beendet wird die Belichtung sobald die Stahlwolle nicht mehr glimmt.

Wenn Du alleine bist, dann nehme den Fernauslöser mit und löse selbst aus. Da Du nicht drei Hände hast, löse aus und stelle Dich mit dem Rücken zur Kamera. Zünde so die Stahlwolle an um nicht vorzeitig Lichtspuren in Deine Aufnahme zu zeichnen. Jetzt muss alles sehr schnell passieren. Lasse den Schneebesen fallen, gleichzeitig drehst Du Dich mit einer halben Umdrehung zur Kamera und versuchst ohne Umwege direkt die Schleuder in die gewünschte Umlaufbahn zu bringen. Sobald die Stahlwolle vollständig verglimmt ist, hörst Du mit dem Schleudern auf und beendest die Belichtung per Knopfdruck.




Vom Schneebesen zum Futterkorb für Nagetiere

Ob Paketschnur oder dieser Lenyard, sie hatten beide einen bösen Nachteil. Beim Schleudern habe ich mir fast immer eine Brandblase geholt. Dieses Scheuern am Finger darfst Du in keinem Fall unterschätzen. Entweder verwendest Du dafür schnittfeste Handschuhe oder man baut die Schleuder um. Und genau diesen Schritt bin ich gegangen.

Ich besuchte meinen Baumarkt in der Nachbarschaft und habe mir zunächst eine 1m lange schwarze Kette ausgesucht. Im Baumarkt ging der kreative Prozess weiter und habe gegenüber von den Ketten Montagehaken entdeckt. Diese hakenförmigen Halterungen sollten als sicheren und komfortablen Griff dienen. Zur schnellen Montage nahm ich noch eine Packung Schlüsselringe, sowie zwei Drehgelenke, damit sich die Klette beim Drehen sich nicht verdreht, mit.

Den Schneebesen habe ich durch ein Futterkörbchen für Nagetiere erlöst. Ich musste nur etwas den kleinen Hebel fürs Türchen umbiegen, damit sie sich im Schwung nicht öffnet. Die Stahlwolle liegt darin gleichmäßiger verteilt und es passt auch etwas mehr rein.

Fotografieren mit Stahlwolle - Die neue Schleuder

Fotografieren mit Stahlwolle – Die neue Schleuder

…und weiter geht‘s

Derzeitig habe ich sehr viele Fotos auf Facebook und Instagram gesehen, auf denen die glühende Stahlwolle herumgewirbelt wurde. Total Mainstream! 😉 Deswegen versuche ich nun etwas mehr Effekte beim Fotografieren mit Stahlwolle zu integrieren.

Der Anfang zum Neuen machte Magnesiumband. Das Magnesiumband wird in kleine Stücke abgetrennt und in die Stahlwolle platziert bzw. eingewickelt. Magnesium verbrennt wesentlich heller als Stahlwolle und zieht neben den üblichen, rot-orangen Stahlwollspuren knall-weiße Linien dazu.

Magnesiumband

Magnesiumband

Vertikaler Kreis ist Magnesiumband, der Horizontale Stahlwolle

Vertikaler Kreis ist Magnesiumband, der Horizontale Stahlwolle

Mein bisher letzter Schritt war die Kombination aus Stahlwolle, Magnesiumband und einem Vulkanfeuerwerkskörper in einem Schneebesen. Dieses habe ich auch erst einmal gezündet und es ging leider etwas schief. Im oberen Bereich zündete ich die Stahlwolle zusammen mit der Lunte des Feuerwerkskörpers an und begann die Schleuder zu rotieren. Der Effekt war unerwartet, eher spärlich. Als es fast erloschen war, legte ich die Schleuder unweit von mir weg und dann erst begann plötzlich das Teil zu explodieren.

Fotografieren mit Stahlwolle, Magnesiumband und Pyro

Fotografieren mit Stahlwolle, Magnesiumband und Pyro

Sicherheitshinweise und Anzeige

Bei allen Versuchen sollte Dir bewusst sein, dass Du mit dem Feuer spielst. Deswegen ist von brennbarer Kleidung abzuraten und empfehle eine Kopfbedeckung z.B. Kapuze und/oder eine Mütze. Achte darauf, dass die Funken Dir nicht hinter der Kleidung geraten, denn Stahlwolle und Magnesium können richtig heiße Funken sprühen. Für den Einsatz von Pyrotechnik, da mehr unkontrollierte Funken fliegen können, ist eine Schutzbrille nicht verkehrt. Informiere Dich bei Deiner Verwaltung über eine möglich, notwendige einzureichende Anzeige zum Abbrennen eines Feuerwerks (Abbrennanzeige) denn dieses ist außerhalb von Sylvester und Neujahr meldepflichtig.

So habe ich angefangen

Erste Schritte mit Stahlwolle

Erste Schritte mit Stahlwolle

Erste Schritte mit Stahlwolle

Erste Schritte mit Stahlwolle

In einer alten Werkshalle einer ehemaligen Zeche in Nordrhein-Westfalen, nennen wir sie mal Zeche Ruine, bereitete ich mich auf das außergewöhnliche Shooting vor. In der Dämmerung packte ich das Weitwinkelobjektiv auf die Kamera, die Kamera auf das Stativ und richtete es aus. Anschließend habe ich die Einstellungen vorgenommen, fokussiert auf die Stelle wo ich später die Stahlwolle drehen werde und auf 10-Sek-Auslöser gestellt. Dann bereitete ich die Schleuder mit der Stahlwolle (Größe 00) vor und drückte auf den Auslöser. Nun hatte ich 10 Sekunden Zeit ins Bild zu springen, die Stahlwolle anzuzünden und den ersten Schwung der Schleuder auszuüben.

In bin dem Shooting entspannt entgegengegangen bzw. habe es als Versuch gesehen. Entweder klappt es, oder auch nicht. Ich muss sagen, dass die ersten Gehversuche beim Fotografieren mit Stahlwolle nicht schlecht geworden sind.

Photostars on Stage 2018

Photostars on Stage 2018 im Cinemaxx in Essen

Photostars on Stage 2018 im Cinemaxx in Essen

Am 27.01.2018 fand die zweite Auflage des Events, die Photostars in Stage 2018, statt. Während im letzten Jahr Calvin Hollywood, Alexander Heinrichs, Pavel Kaplun und Laura Helena die Massen unterhielten, waren in diesem Jahr im Cinemaxx in Essen Jens Burger, Felix Rachor, Matthias Schwaighofer und Jean Noir am Start.




Jens Burger begann mit seinem Model Tessa Achtermann sein Live-Shootingakt „Crazy“. Er präsentierte, wie man mit einfachen Materialien, die man oft im Baumarkt findet, und einer größeren Ringleuchte abgefahrene Shootings durchziehen kann. Jens Burger ist ein fantastischer Entertainer, ihn sollte man auf jeden Fall mal besuchen. Dieser Programmpunkt zu Beginn war perfekt und inspirierend zugleich.

 

Felix Rachor führte nach einer Mittagspause seine Challenge aus. In 90 Minuten wollte der Fotograf und Make-Up Artist sein Model Jill Mo schminken, ablichten und das Foto produktionsfertig in Photoshop bearbeiten. Bei seiner Challenge hat er vor allem im Bereich Kosmetik gute Tipps verraten und geriet sehr wahrscheinlich dadurch auch in Zeitdruck. Er hat es allerdings in seiner vorgegebenen Zeit geschafft und uns ein Cover-taugliches Foto präsentieren können.

Photoshop-Guru Matthias Schwaighofer bombadierte uns mit vielen, genialen, kreativen Bonbons. In seinem Programm „Die Kunst zu bescheißen (oder klauen wie ein Profi)“ zeigte der Künstler aus Tirol uns, wie und wo man neue Inspirationen schöpfen kann und vorhandene Ideen neu interpretieren kann. Ergänzend dazu erklärt er seinen Werdegang und wie er es geschafft hat Erfolg zu haben. Eine Mega-Show!

Matthias Schwaighofer bei Photostars on Stage 2018 Matthias Schwaighofer bei Photostars on Stage 2018
Völlig unerwartet bot Jean Noir eine kritische Show. Er selbst wurde durch die sozialen Medien gepushet und dadurch erst richtig bekannt geworden. Er kritisierte das Verhalten der Gesellschaft in den sozialen Medien, dass wir „abhängig“ von Facebook und Instagramm sind und ein Algorithmus schon fast unser Leben bestimmt. Er hat zwar recht, dass wir in dieser Zeit nicht mehr so stark auf unsere Umwelt achten und wir kaum Selbstreflexion betreiben. Einige Punkte werde ich sicherlich zukünftig beachten, weil ich vor dem Workshop eine ähnliche Sichtweise vertreten habe und dieser Vortrag mich jetzt sogar noch mehr bestärkt alles auch nochmal zu überdenken.




Ich hoffe doch sehr, dass dieses Event auch in 2019 fortgesetzt wird. Der Gastgeber Frank Beckmann hat angekündigt 2019 evtl. dieses Format zu überarbeiten und Vorträge mit 1-2 Speakers zu organisieren. Ich bin gespannt wie er sich in 2019 entscheiden wird.

Weitere Artikel

Sony Zeitraffer-App (Play Memory Apps)

Sony Zeitraffer-App im Einsatz

Sony Zeitraffer-App im Einsatz

Nun bin ich schon ein halbes Jahr dabei mit einer Sony Systemkamera, der Sony Alpha 7 S II zu fotografieren und möchte Euch etwas über die SONY Zeitraffer-App von berichten. Zunächst eine allgemeine Information zu den Kameras, eher Systemkameras, des Herstellers Sony, der ein besonderes Feature den Anwendern bereitstellt. Es können zusätzliche Apps aus dem Play Memory App Store bezogen und auf die Kamera installiert werden. Ähnliches Vorgehen wie beim App Store bzw. Google Play Store bei Smartphones. Eine Übersicht der Apps könnt Ihr auf dieser Seite überblicken.




Was ich davon halte und der erste Eindruck von der Zeitraffer-App

Eigentlich sollte ich meine erste Meinung hier nicht nennen, aber ich tue es dennoch. Ich dachte erst, dass die App bereits meine vorgenommen Kamera-Einstellungen überschreibt, selbst Einstellungen zur Belichtung vornimmt und leider keine Bilderstrecken in JPEG, noch besser in RAW, erstellt. Angewendet habe ich die App erstmalig und ad hoc über einer A40-Autobahnbrücke in Essen und habe mich schon über zwei Punkte geärgert. Punkt 1, die Blende wurde auf 2.8 gestellt (deswegen die sehr geringe Schärfentiefe in der Timelapse) und die Belichtung dennoch zu dunkel. Punkt 2, ich habe später (Zuhause) feststellen müssen, dass ich keine Bilder im Kasten hatte, sondern ein bereits fertiggestelltes Video im avi-Format.

Die Erleuchtung

Zuhause ist mir dann der Groschen gefallen. Ich habe mich dann intensiver mit der Zeitraffer-App beschäftigt und festgestellt, dass die App auch meine Wünsche nicht offen lässt. Zunächst zu Punkt 1. Ich weiß jetzt nicht mehr, was ich für ein Programm in der App gewählt habe, vermutlich „Standard“. Das Programm „Custom“ hätte (ohne Fahrradkette) ich wählen sollen, denn damit sind alle Belichtungseinstellungen (Blende, Belichtungszeit und ISO) möglich gewesen. Weitere Programme unterstützen bei der Erstellung einer Timelapse bei z.B. Sonnenaufgang und -untergang und bei Nacht. Auch für Laien eine super Hilfe, da die Belichtung automatisiert von der App nachjustiert wird.

Auch Punkt 2 ist hinfällig, denn in den Grundeinstellungen der Timelapse-App kann festgelegt werden ob die Timelapse als fertiges Video (avi), als Fotostrecke (JPEG und/oder RAW) oder sogar beides abgespeichert wird. Ich persönlich finde die Erstellung in RAW-Einzelfotos interessant, da ich wie bisher auch die Fotos in Adobe Lightroom optimiere. Für viele ist aber die direkte Abspeicherung der Timelapse als Video eine praktische und schnelle Lösung.




On Location ging alles rund um den ersten Versuch zu schnell. Erst beim genaueren Ausprobieren Zuhause bin ich zu 100% von der Timelapse-App überzeugt. Für den Zweck zur Erstellung von Timelapse(n) benötige ich keinen externen Timer mehr und lasse ihn demnächst einfach Zuhause liegen. Neben einer Reduzierung der Kameratasche um wenige Gramm gibt es noch einen weiteren Vorteil. Mit dem Verzicht des Auslösers ist der Micro-USB-Eingang nun unbesetzt. Eine Speisung mit Strom (Steckdose oder Powerbank) kann nun auch eine Timelapse über mehreren Tage ermöglichen.

Installation

Grundvoraussetzung ist, Du hast eine neuere Sony Systemkamera. Zunächst musst Du Dich auf der Seite Play Memory Apps registrieren um ein Benutzerkonto zu erhalten. Logge Dich dann ein und schließe Deine Kamera mit dem mitgelieferten USB-Kabel an. Aktiviere im Menü der Kamera den USB-Modus USB-Debugging Nun kannst Du eine App, wie z.B. die Zeitraffer-App, erwerben und direkt auf die Kamera installieren.

Siehe auch:

Jahresrückblick 2017

Jahresrückblick 2018 - Lünen bei Nacht

Jahresrückblick 2018

Alle Jahre wieder gibt es auch zum Ende dieses Jahres einen Jahresrückblick 2017. Trotz das wieder sehr viel passiert ist, habe ich mir vorgenommen mich so kurz wie nur möglich zu fassen. Ich versuche es einfach mal. 🙂

Aber bevor es zu spät ist möchte ich mich bei Dir für dieses turbulente Jahr bedanken. Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute für das anstehende 2018. Schaffe alles was Du Dir für nächstes Jahr vornimmst oder in Erfüllung geht, was Du Dir wünschst. Bleibe gesund und munter.

Januar

Im Januar bin ich mit meiner neuen Internetseite online gegangen. Erstmalig habe ich für chris-schwarz.de ein eigenes WordPress-Theme erstellt und es gegen das WordPress-Standardtheme Twenty Fourteen ausgetauscht. Dieses war aufgrund vielen Nachfragen zwingend nötig, da ich Webseiten-Erstellung als meine Dienstleistung seit Anfang 2016 gewerblich anbiete und dieses als erstes Aushängeschild dienen sollte. Der Augenmerk bei der Erstellung lag bei modernem Responsive Webdesign sowie Barrierefreiheit.

Responsive Webdesign chris-schwarz.de

Meine neue Homapage

Den Auftakt zum Thema Fotografie war der Besuch der ersten Ausgabe von Photostars On Stage im CineMaXX Bielefeld. Host der Veranstalter war der Fotograf Frank Beckmann und ließ eine ganze Armada der Foto-Szene auflaufen, die zum Themen rund um die Fotografie gehalten haben. Mit dabei waren Alexander Heinrichs, Calvin Hollyood, Pavel Kaplun und Laura Helena. Insgesamt eine sehr gute Veranstaltung.

Photostars on Stage u.a. mit Pavel Kaplun

Bei der Veranstaltung Photostars On Stage 2017

Mitte Januar beschloss ich mich mehr auf Instagram (zu meinem Account) zu konzentieren als auf Facebook. Mein Ziel war es viele Beiträge zu liefern und dabei auch immer bessere Qualität bei der Fotografe zu erlangen. Somit initiierte ich mein 365-Tage-Projekt, d.h. ein Jahr lang täglich ein Beitrag von mir (optional mit Storytelling). Dieses Projekt hat mir sehr geholfen und kann dieses unbedingt weiterempfehlen. Ich habe es etwas locker gehalten. Z.B. wenn ich an einem Tag nicht konnte, so habe ich am Folgetag gleich zwei Beiträge rausgehauen. Klar könnt Ihr das Vorhaben modifizieren und alles ein Jahr lang mit dem Smartphone zu fotografieren oder jeden Monat mindestens ein Foto von Deiner Stadt. Sei kreativ, bleib kreativ!




Februar

Bislang kam ich ganz gut mit Adobe Lightroom und dem Open-Source-Bildbearbeitungsprogramm GIMP zurecht. Da ich aber nach und nach an die Grenzen von Gimp gestoßen bin, habe ich dann doch den Beschluss gefasst, dass ich nun auch auf der Adobe Creative Cloud schweben möchte. Es war keine Fehlentscheidung, denn ab diesem Zeitpunkt erstellte ich viel mehr Composings als zuvor. Ebenso eignete ich mir auch immer mehr Techniken in der Bildbearbeitung an.

Carfall am Kamener Kreuz

Carfall am Kamener Kreuz

März

Im März war ich mehr mit der Kamera in der Landschaft und auch erstmalig wieder in einem Zoo unterwegs gewesen. Im Rahmen der Chinesischen Lichter im Allwetterzoo Münster habe ich zuvor eine Menge Tierportraits machen können.

China Lights

China Lights

China Lights

China Lights

April

In Frankfurt am Main durfte ich einen SEO-Workshop besuchen und habe dabei vieles über Suchmaschinenoptimierung und Social Media-Strategien gelernt. Am Abend blieb dann noch genug Zeit mich mit Marcel (Instagram-Profil) fotografisch in Frankfurt auszutoben und konnte mir dabei Gedanken machen, welche Ziele aus dem SEO-Workshop kann ich für mein Gewerbe auf meiner Website und in den Social Media-Kanäle definieren und nutzen. Ich diente in meinem Hauptjob als Wissens-Multiplikator für die Sachbearbeiter- und Sachbearbeiterinnen in unseren Kommunalverwaltungen. Neben einem Workshop erstellte ich eine allgemeine Handlungsempfehlung die Sinn und Nutzen genauer herüberbringen sollte. Siehe dazu auch meine Blog-Beiträge Mehr Reichweite über Social Media und Fotowalk Frankfurt.

Skyline von Frankfurt an der Schönen Aussicht mit Abendrot

Skyline von Frankfurt an der Schönen Aussicht mit Abendrot

Westhafen Tower in Frankfurt am Main

Westhafen Tower in Frankfurt am Main

Erstmalig habe ich an einem Insta-Walk, abgeleitet von Foto-Walk mit Instagramm-Benutzer, teilgenommen. Mit einigen Personen trafen wir uns auf dem Gelände des Landschaftspark-Nords in Duisburg zum Rudelshooten, bis hinein in den Ersten Mai.

Das grüne Krokodil des Landschaftsparks Duisburg-Nord

Landschaftspark Duisburg-Nord




Mai

Der Mai war dann mein erster Reisemonat. Zunächst zwang ich mich wieder nach langer Zeit wieder aufs Fahrrad und fuhr über ein verlängertes Wochenende mit zwei Arbeitskollegen die erste Hälfte der Römer-Lippe-Route von Herford über Detmold, Hoorn-Bad Meinberg, Paderborn, Hamm bis nach Lünen. Diese Tortour habe ich locker überstanden, obwohl ich über einem Jahr kein Rad mehr gefahren bin (zum Beitrag Römer-Lippe-Route (Teil 1)).

Externsteine mit Spiegelung bei Horn - Bad Meinberg

Externsteine bei Horn – Bad Meinberg

Eins der Jahres-Highlights war meine Reise zum Fotofestival <horizonte zingst> auf Deutschlands schönster Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Ich habe bei besten Wetter sehr viel erlebt und freue mich umso mehr, dass wir 2018 mit sieben Instagram-Benutzer (aktueller Stand) die Halbinsel unsicher machen werden. Im Anschluss machte ich einen Tagesausflug in den Nationalpark Jasmund auf Rügen zu den Kreidefelsen und machten abschließend noch 5 Tage Urlaub auf der polnischen Seite der Insel Swinemünde (Świnoujście).

Beleuchtete Seebrücke Zingst während des Foto-Events horizonte zingst

Seebrücke Zingst während des Foto-Events horizonte zingst

Strandfotos - Multivisionsshow an der Seebruecke in Zingst

Strandfotos – Multivisionsshow an der Seebruecke in Zingst

Juni

Im Juni besuchte ich den tollen Zoo Dortmund. Ein befreundeter Fotograf aus Dortmund wollte einen Workshop mit einer Gruppe durchführen und hat in der Runde nach einem Verleih-Teleobjektiv für einen Flüchtlingsjungen gefragt. Er erklärte mich bereit und durfte die Gruppe begleiten.

Leopard im Dortmunder Zoo

Leopard im Dortmunder Zoo

Löwe

Löwe

Erdmännchen

Erdmännchen

Eine sehr „coole“ Anschaffung in diesem Jahr war sicherlich der Luftbefeuchter (zum Artikel). Dieser steht seitdem in meinem Büro in Recklinghausen und konnte bereits zwei Aufgaben abdecken. Zum einen was ein Luftbefeuchter auch so macht, die Luft befeuchten. Mit diesem kleinen Gerät ist es möglich die Luftfeuchtigkeit im trockenen Büro bis über 70% zu treiben. Das ist der Moment in dem es tatsächlich diesig wird im Raum. Außerdem gelingt es im Sommer, wenn die Luft heiß und trocken ist, die Raumtemperatur auf ca. 2 Grad zu senken, ganz im Gesetz des Wärmeaustausches.

Luftbefeuchter Sparoma

Luftbefeuchter Sparoma

Photo+Adventure (zum Beitrag) ist das größte Event in Deutschland zum Thema Fotografie und Outdoor. Ich habe die drei Workshops Tierfotografie mit Pavel Kaplun, Pimp your Portfolio mit Jochen Koch und Janina Schiedlofsky sowie Lightpainting für Fortgeschrittene mit Zolaq besucht. Der Ausflug in die People- bzw. Portraitfotografie war sehr interessant und lehrreich. Auf der Messe selbst habe ich mich bei Foto Leistenschneider über die Sony Alpha 7S II informiert und stand kurz vor dem Kauf zum Messepreis.

Koala Goodfellow-Baumkanguru Lemure Schneeeule

Janina SchiedlofskyLightpainting Lightpainting mit Person




Und dann habe ich mir doch die Sony Alpha 7S II (zum Beitrag) gekauft und kann seitdem bessere Fotos in der Nacht machen.

Sony Alpha S7 II

Sony Alpha S7 II

Juli

Nun ging es an das Austesten der neuen Kamera, egal ob zum Phoenixsee Dortmund, zum Fotowalk nach Düsseldorf oder Köln, die Kamera hat sehr gute Ergebnisse geliefert. Allein auch im dunklen Kölner Dom konnte ich ohne Stativ gute Fotos schiessen.

Köln zur Goldenen Stunde

Köln zur Goldenen Stunde

Köln bei Nacht

Köln bei Nacht

Ein neues Gebiet war für mich das Schießen von Gruppenfotos, was ich auch im Laufe des Jahres vermehrt auch vorkam. Auch dazu habe ich einige Beiträge mit Tipps & Tricks für meinen Blog erstellt.

Gruppenfoto - Mein Setup

Gruppenfoto – Mein Setup

August

Im August habe ich das gut angenommene Thema Stimmungsvolle Fotos zu Papier gebracht. Ich hoffe dadurch vielen von Euch geholfen zu haben, das Ablichten einer Szenerie etwas anders zu sehen.

Ruhrviadukt am Harkortsee, Herdecke

Ruhrviadukt am Harkortsee, Herdecke

In der zweiten Monatshälfte ist meine Internetseite umgezogen (Internetseite zieht um), da ich mit meinem bisherigen Web-Hoster nicht mehr zufrieden war. Server wurden nicht aktualisiert, der Preis war zu hoch und in letzter Zeit schwankte es mit der Erreichbarkeit meiner Seite. Jetzt zahle ich mit einem SSL-Zertifikat deutlich weniger und bin mit der Erreichbarkeit sehr zufrieden. Den Umzug habe ich im Voraus vorbereitet, so dass der tatsächliche Umzug nur wenige Minuten andauerte.

September

Ich startete meine neue Reihe zum Thema Lightroom Tipps & Tricks, bei der ich regelmäßig etwas berichten werde.

In diesem Monat startete meine GoEast Tour. Dabei besuchte ich die ehemalige Heilanstalt Beelitz, die ehemalige Abhörstation Teufelsberg am Rande Berlins, Berlin selbst, Warschau und die hohe Tatra in der Slowakei. Meine persönlichen Highlights waren das Ablichten der Michstraße und die Begegnung mit einem Fuchs beim Aufstieg eines Berges. Dieser näherte sich tatsächlich bis zu einem Meter heran. Ein wirklich sehr schönes Tier.

Lightpainting in Beelitz - mit zolaq und go2know

Lost Places Beelitz Lost Places Beelitz Lost Places Beelitz

Brandenburger Tor in Berlin in der Nacht als Lanzzeitbelichtung

Brandenburger Tor, Berlin

Berlin - Tag 1 Berlin - Tag 2 Berlin - Tag 1 Berlin - Tag 2

Bode-Museum

Bode-Museum

Berliner Dom

Berliner Dom

Berlin - Tag 2

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin

Siegessäule in der Nacht

Siegessäule in der Nacht

Warschau - Kulturpalast (Pałac Kultury i Nauki)

Skyline von Warschau

Skyline von Warschau

Stadion Narodowy - Nationalstadion Altstadt von Warschau




Artikel meiner Reise

Oktober/November

Da ich zuvor auf Tour war, konnte ich an den ersten Treffen des neuen Insta-Stammtisches nicht teilnehmen und konnte es erstmals beim ersten, gemeinsamen Fotowalk am Phoenixsee wahrnehmen. Seitdem war ich regelmäßig im Unperfekthaus in Essen dabei.

Es folgten viele, gemeinsame Projekte u.a. die Instawalk in Kooperation mit dem Planetarium in Bochum sowie der Messe Essen im Rahmen der größten Verbrauchermesse NRWs MODE HEIM HANDWERK.

Auf mein Cityscape von Lünen wurde die Stadtwerke Lünen aufmerksam und verwendete nach einem netten Kontakt das Bild nun für die Landing-Page Smartmeter. Außerdem soll dieses Foto für den Familienkalender 2018 verwendet werden.

Lünen in der Nacht

Lünen in der Nacht, dieses Foto erscheint im Jahreskalender 2018 der Stadtwerke Lünen




Dezember

Heike hat mich zu dem nächsten Insta-Walk im Rahmen der Essen-Motor-Show eingeladen. Die Veranstaltung sowie Heikes durchdachten Plan war perfekt. Vielen lieben Dank nochmal für den besonders schönen Tag (zum Beitrag).

Essen Motor Show 2017 - Drift-Taxi JP Performance

WRX Weltmeister Johan Kristoffersson

WRX Weltmeister Johan Kristoffersson

Mit Wuppertal Marketing ging es dann zu den Highlights der bergischen Stadt Wuppertal. Neben der Historischen Stadthalle wurden uns die Innenstadt, ein Villenviertel und der mittelalterliche Weihnachtsmarkt gezeigt. Im Anschluss ging es kreuz-und-quer mit der berühmten Schwebebahn (zum Beitrag).

Schwebebahn Wuppertal Schwebebahn Wuppertal Schwebebahn Wuppertal

Ich habe meinen bisherigen Newsletter abgelöst. Ab nun an möchte ich den Newsletter 1-3x im Quartal versenden und inhaltlich sich stark vom Alten unterscheiden. Neben News, Infos und wichtigen Termine möchte ich noch weitere, interessante Themen im Newsletter hineinpacken. Meldet Euch direkt an und Ihr habt die Chance einen IKEA-Gutschein im Wert von 22,22 EUR zu gewinnen. Das Los entscheidet am 31.03.2018 und wünsche Dir viel Glück.

Stadtwerke Lünen – Kalender 2018

Familienkalender der Stadtwerke Lünen

Familienkalender der Stadtwerke Lünen für das Jahr 2018

Familienkalender der Stadtwerke Lünen für das Jahr 2018

Vor wenigen Tagen habe ich bereits ein Preview-Exemplar des Familienkalenders 2018 der Stadtwerke Lünen erhalten. Jahr für Jahr erstellt die Stadtwerke schon im sechsten Jahr diese themenbezogene Kalender für Ihre Kunden. In diesem Jahr zu dem Thema „Lünen bei Nacht, Licht ist Energie“ bezog erstmalig die Stadtwerke Lünen ein Bild von mir. Auf großes Interesse stoß mein nächtliches Cityscape-Bild von der Kurt-Schumacher-Straße in Lünen, ein Composing aus sechs Einzelbildern, hauptsächlich erstellt mit der Digital-Blending-Methode. Dieses Bild ziert nun das Monatsblatt Juli 2018.

Lünen in der Nacht

Lünen in der Nacht, dieses Foto erscheint im Jahreskalender 2018 der Stadtwerke Lünen



Themen-Website „Smartmeter“

Neben dem Bezug für den Familienkalender 2018 dient das Bild außerdem für die Themen-Website zum Smartmeter als Hintergrundbild.

Kann ich Ihnen helfen?

Haben Sie vor in nächster Zeit ein neues Webprojekt umzusetzen oder benötigen Sie für Ihre Online- und Printmedien interessante Stadt- und Landschaftsaufnahmen zu jeder Tageszeit? Ich würde mich sehr auf Ihre Zusammenarbeit freuen. Gerne können Sie Ihre Ideen und Vorhaben oder vorab eine  unverbindliche Preisinformation von mir erhalten. Verwenden Sie dazu einfach mein Kontaktformular und ich werde mich zeitnahe mich mit Ihnen in Verbindung setzen.


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