Datensicherung (Backup) – Fotos unterwegs sichern | #chrizschwarz

Datensicherung (Backup) – Fotos unterwegs sichern

Daten weg? DatensicherungThema Datensicherung (Backup). Aus meiner Sicht ist dieses Thema sehr wichtig und ich weiß, es wird von Euch sehr unterschiedlich gehandhabt. Den einen ist es völlig egal, den anderen hingegen speichern alles zehnfach in fünf verschiedenen Online-Speichern (Clouds) in der ganzen Welt ab. Das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab z.B. von keinen Bock auf Backups haben, unter Angsthasen-Syndrom leiden und selbstverständlich, es ist eine Frage von Zeit sowie Budget jedes Einzelnen.

Für mich ist allein der Gedanke ein Alptraum, wenn Fotos plötzlich nicht mehr abzurufen sind. Die Bilddateien sind plötzlich defekt oder wurden aus mysteriösen Gründen gelöscht, dahin sind die Erinnerungen an Orte, die man so schnell nicht mehr wieder besucht, plötzlich futsch. Wenn überhaupt. Deshalb möchte ich meinen Mittelweg zu dem Thema Datensicherung unterwegs in diesem Beitrag genauer erklären.

Vor der Datensicherung kommt die Ordnung

Nichts ist schlimmer alles irgendwo abzulegen, wo man die Bilder zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr finden kann. Die Katastrophe ist schon fast damit vorprogrammiert. Deswegen richte ich mir auf meiner Festplatte im Laptop ein geeignetes Datensystem an und führe diese Systematik nun in folgender Weise weiter fort. In dem Verzeichnis Bilder lege ich auf der Laptop-Festplatte mir Unterverzeichnisse an, und benenne sie nach dem Jahr der Aufnahmen. In den Jahres-Ordner lege ich mir dann Monats-Ordner an. Aufgrund der Sortierung benenne ich sie immer zweistellig z.B. 01, 02,…,11 und 12. In den Monats-Ordnern lege ich dann weitere Verzeichnisse nach folgendem Schema an:

yyyy-mm-dd-Ort-Stichwort1-Stichwort2-Stichwort3

yyyy = Jahresangabe, vierstellig

mm = Monat, zweistellig

dd = Tag, zweistellig

Stichwort = geeignet sind Ort, Art der Aufnahme (Cityscape, Portrait, Street, …),ggf. Tageszeit, Wetter und Event (z.B. Fotowalk)

Meine Datenstruktur

Meine Datenstruktur

Demnach kann es einen oder auch mehrere Verzeichnisse für einen einzigen Tag geben, wenn ich bspw. an demselben Tag in Dortmund und dann in Bochum fotografieren war. Dann erstelle ich auch zwei Ordner. Ich erstelle auch unterschiedliche Ordner, wenn es von der Verschlagwortung nicht mehr passt, z.B. für Bochum tagsüber und in der Nacht.




Auf dieser Weise kann alles sehr schnell über die Suche des Betriebssystems (Windows, MacOS, Linux, …) gefunden werden. Sind die für die Übertragung notwenigen Verzeichnisse auf der Festplatte des Laptops bzw. Arbeitsgeräts erstellt, so werden von der SD-Karte die entsprechenden Bilder (ich verwende nur das RAW-Format) dort hineinkopiert.

In diesen Ordner lege ich, sofern das Material vorhanden ist, drei weitere Verzeichnisse an.

  • Lightroom (aus Lightroom exportierte und bearbeitete JPG-Bilder)
  • PS (bearbeitete .psd-Dateien aus Adobe Photoshop mit Ebenen)
  • Video

Lightroom kann doch auch Ordnung verschafffen. Oder doch nicht?

In der Tat. Mit Adobe Lightroom können Bilder in Sammlungen abgelegt werden und auch verschlagwortet werden. Auch die Suche mit den vielen verschiedenen Filteroptionen funktioniert super. Aber das Fundament für die ganze Vorarbeit wird in dem o.g. Schritt gegossen und so ist man auch von Adobe Lightroom nicht abhängig. Es ist sogar möglich, dass in 2-5 Jahren Lightroom für Dich keinen Stellwert mehr hat.

Vielleicht pfeifst Du dann generell auf Bildbearbeitung, weil das Leben Dich doch andere Prioritäten setzen lässt oder verwendest ein völlig anderes Programm wie z.B. Luminar oder Software von DxO.

Mit der Vorarbeit hast Du einen entscheidenden Vorteil. In Lightroom kannst Du die Bilder direkt über den Ordnerbaum unter Bilder finden. Sollten die Bilder bereits auf einer Festplatte ausgelagert worden sein, so kannst Du von Deiner externen Festplatte z.B. das Verzeichnis 07 aus dem Verzeichnis 2017 auf die Festplatte des Laptops bzw. Arbeitsgeräts kopieren. Solltest Du dann in dem Verzeichnis Änderungen vorgenommen haben, so musst Du logischer Weise diesen Ordner (mit dem aktuellen Stand) wieder auf die externe Festplatte (über-)schreiben.




Arbeit mit zwei externen Festplatten

Der Speicher auf dem Arbeitsgerät ist eher begrenzt und lagere die Bilder meistens nach der Bearbeitung der Bilder in dem jeweiligen Ordner direkt auf einer externen Festplatte aus. Dazu brauch ich dann immer nur die entsprechenden Monats-Ordner kopieren, da ich auf der externen Festplatte das gleiche Datensystem (Bilder/Jahr/Monat/Tagesordner) verwende. Damit entfällt die ganze Sucherei.

Monatlich erstelle ich dann nochmal eine 1:1 Kopie von dieser externen Festplatte (erste, externe Festplatte) auf eine weitere externe Festplatte (zweite, externe Festplatte) zur doppelten Sicherheit falls mir die erste, externe Festplatte einmal abraucht. Dafür, für das Festplatten-Cloning, verwende ich das sehr leicht zu bedienende Programm Acronis, welches ich für den Wechsel meiner Systemfestplatte im Laptop gekauft und verwendet habe. Ich kann das Programm absolut weiterempfehlen. Auch meine Laptop-Sicherung funktioniert vollautomatisiert über Acronis.

Beide externe Festplatten sind die Maxtor M3 4TB.

Daten auf Kamera-Speicherkarte der Kamera bzw. SD-Karte löschen

Die SD-Karte lösche ich dann immer erst, sobald die Daten auf beiden externen Festplatten vorhanden sind. Durch diese Redundanz kann ich nämlich viel besser schlafen.

Sicherung des Lightroom-Katalogs

Es bleibt oft vergessen, aber Du solltest auch Deinen Lightroom-Katalog in regelmäßigen Abständen sichern. In dem Lightroom-Katalog befinden sich zwar nicht die Bilder, aber Dein eigentlicher und eigener Fleiß. Es befinden sich darin Deine Einstellungen zu den RAW-Bildern, die Du über die Jahre in Lightroom vorgenommen hast u.a. Weißabgleich, stürzende Linien, Höhen- und Tiefenwerte, uvm. Ich speichere den Katalog ebenfalls auf meiner ersten, externen Festplatte im Verzeichnis Bilder/Lightroom-Katalog ab und wird beim Festplatten-Cloning ebenfalls wieder automatisch auf die zweite, externe Festplatte geschrieben.




Cloud-Speicher und RAID-Systeme

Beides sind modernere Technik von beiden ich allerdings auch nicht viel halte. Für die Datenübertragung von Laptop auf Smartphone verwende ich oft Dropbox, aber nicht wirklich zur Speicherung. In meinen Augen ist der Online-Speicher sehr gegen unbefugten Zugriff ausgesetzt. Auch wenn Gigabytes über die Internetleitung transportiert werden, kann es in Hotels mit einer miserablen Verbindungsrate Wochen dauern. Das Speichern der Daten auf der ersten, externen Festplatte führe meistens schon im Urlaub durch.

RAID-Systeme, insbesondere das RAID 1-System, spiegeln Festplatten durchgehend. Sie stehen in einem Geräteverbund und sind über das Netzwerk zugänglich. Das heißt sie müssen sich fast durchgängig im Betrieb befinden und abhängig von der Steuerung des RAID-Systems. Die Anschaffungskosten, Instandsetzungskosten sowie die Betriebszeiten können mich absolut nicht für eine Beschaffung eines RAID-Systems überzeugen.

 

 

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