Sigma 150-600mm Contemporary

Sigma Contemporary 150-600mm

Sigma Contemporary 150-600mm

Das Sigma 150-600mm Contemporary ist mein neues Wildlife-Teleobjektiv und löst nun meinen ständigen Zoobegleiter, das Tamron 16-300mm, ab. Vielleicht hast Du es schon richtig erkannt, es ist ein neues Objektiv für meine alte Canon EOS 70D (Vorgängermodell der Canon EOS 80D) und nicht für meine neuere SONY ALPHA 7S II.

Warum? Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Der wichtigste Faktor ist der Crop-Faktor bei der Canon EOS 70D von 1,6x. Somit können Objekte noch näher herangeholt werden, als es bei einer Vollformatkamera der Fall ist.

Der Crop-Faktor ist in diesem Sinne nur der relative Faktor des Bildbeschnitts und verlängert nicht wie oft gedacht die Brennweite. Richtig wäre es zu behaupten, dass der Bildausschnitt aus einer Kamera mit APS-C-Sensor und einem dazu verwendeten 300mm-Teleobjektiv dem entspricht, wie die einer Kombi aus 480mm-Teleobjektiv auf einem Vollformat-Kamera. So entsteht bei einer APS-C-Kamera der „Ich bin näher dran“-Effekt. Demnach ein kleinerer Bildausschnitt bei hoher Pixeldichte. Bitte bedenke aber, dass die Umrechnung des Crop-Faktors nicht die perspektivischen Eigenschaften wie z.B. die stürzenden Linien, Verdichtung des Hintergrunds (bei Tele), etc. verstärkt oder vermindert bzw. beeinflusst. Das ist völlig egal ob es ein 16mm-, 50mm oder 105mm-Objektiv ist, diese Eigenschaften bleiben bei Vollformat und APS-C-Sensoren unverändert. Es ist nur der Bildausschnitt der sich verändert (siehe Abb.).

Cropvergleich - Brennweite 388mm an Vollformat- und APS-C-Sensor

Cropvergleich – Brennweite 388mm an Vollformat- und APS-C-Sensor

Nun zurück zum Sigma 150-600mm Contemporary. Mit dieser Linse kann ich nochmal das Doppelte am Tier heran wie bislang. Ich habe das Sigma 150-600mm Contemporary dem Tamron 150-600mm G2 vorgezogen, da ich finde dass das Sigma noch eine bessere Schärfenabbildung verspricht. Dazu habe ich auf vielen Testportale mir die Testaufnahmen beider Linsen angesehen uns bin dann zu meiner Entscheidung gekommen. In sämtlichen Tests ist auch die Benotung „sehr gut“ vergeben worden. Außerdem ist das Sigma auch noch wesentlich günstiger als das Tamron 150-600mm G2 mit dem gleichen Funktionsumfang.




Von der Größe und Gewicht ist es schon ein wahrer „Oschi“. Das 1,9Kg schwere Sigma 150-600mm Contemporary ist 26cm lang und hat einen Außendurchmesser von 105mm mit einem Filtergewinde von 95mm. Also ein echter Brummer im Gegensatz zu meiner bisherigen „Reisezoom“-Linse.

Durch einen Schalter kann man verhindern, dass der Autofokus den Schärfepunkt durch alle Fokusbereiche durchpumpt. Wahlweise kann man den Autofokus deaktivieren, aktivieren für den gesamten Bereich oder wahlweise für die Fokusbereiche 2,8m-10m und 10m-∞ (unendlich). Unter 2,8m kann das Objektiv nicht scharfstellen, bei dem Tamron ist die Fokussierung erst bei 3,5m möglich. Also ein weiterer Pluspunkt für das Sigma 150-600mm Contemporary.

Der Schalter für die Bildstabilisierung hat drei Modi: Bildstabilisierung aus, Mode 1 und Mode 2. Mode 1 kompensiert alle Vibrationen in allen Richtungen. Im Mode 2 findet eine Kompensierung z.B. von vertikalem Kameraverwackeln bei Folgeaufnahmen in horizontaler Richtung statt. Dieses wird für bewegte Objekte wie rennende Wildkatzen oder rasende Formel 1-Boliden benötigt.

Ein weiterer Schalter, der Custom-Schalter, werde ich zunächst nicht nutzen. Damit können persönliche Voreinstellungen per PC konfiguriert werden.




Mit im Lieferumfang waren eine Bedienungsanleitung, die abnehmbare Objektivschelle für die Befestigung an ein Stativ, Ein Gummiring (wenn die Schelle abmontiert wird, ein großer Objektivköcher sowie eine passende Gegenlichtblende und ein Gurt.

Fotografieren mit Stahlwolle

Fotografieren mit Stahlwolle an der Jahrhnderthalle in Bochum

Fotografieren mit Stahlwolle an der Jahrhnderthalle in Bochum

Fotografieren mit Stahlwolle, auch fällt dabei oft der Begriff Steelwool Spinning, macht extrem viel Spaß. Nicht nur die Action bei der Aufnahme, sondern vor allem das fertige Bild garantiert einen Wow-Effekt.

Was aber so spektakulär auf dem Bild erscheint, so sieht es aber während der Aufnahme nur annähernd aus. Deswegen wird beim Schleudern von Stahlwolle sehr lange belichtet.

Objektiv, Hintergrund, Bildausschnitt und Fokussierung

Ich verwende grundsätzlich ein Weitwinkel-Objektiv (Brennweite meistens zwischen 14-35mm) um die Gesamtszenerie  einfangen zu können. Beim Fotografieren mit Stahlwolle sollte unbedingt auf den Hintergrund geachtet werden. Schöne, alte Industrieanlagen z.B. Landschaftspark Duisburg-Nord oder an der Jahrhunderthalle in Bochum eignen sich hervorragend dafür, die nachts mit bunten Lichtern angestrahlt werden. Auch sehr gut eignen sich Wasserstellen u.a. Pfützen, Wasserbecken, etc. Stelle Dich einfach davor beim Schleudern der Stahlwolle und der Funkenflug wird sich wunderbar darin spiegeln.

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Achte darauf, dass Du mit der Stahlwolle im Goldenen Schnitt stehst und fokussiere manuell darauf. Versuche weitere Stilmittel u.a. geometrische Formen, führende Linien und Eckenläufer. Alles kannst Du in meinem Artikel Stimmungsvolle Bilder nochmals nachlesen, um Deinen Fotos nochmals einen letzten Schliff zu verleihen. Das funktioniert auch mit Bildern ohne Stahlwolle. 😉

Welche Einstellungen wähle ich für das Fotografieren mit Stahlwolle?

Generell verwende ich keine fixe Vorgabe der Belichtungszeit, sondern bestimme je nach Effektdauer flexibel die Aufnahmedauer. Das kann mal 30 Sekunden dauern, manchmal sogar bis über einer Minute. Dieser Belichtungsmodus heißt Bulb (dt. Blasebalg) und ist bei Canon-Kameras auf dem Modus-Auswahlrad unter dem Modus B zu finden. Bei Sony- und Nikon erreicht Ihr den Bulb-Modus, wenn Ihr im Manuellen Modus (Modus M) den Wert links neben den 30 Sekunden auswählt, also ganz nach links dreht.

Starten und Stoppen der Aufnahme wird über einen Funk- oder Kabel-Auslöser durchgeführt, der auch die Bulb-Funktion unterstützt. Dieses ist sehr wichtig beim Kauf darauf zu achten, ebenso welche Batterien hineingehören und zu welchem Kameraanschluss das Anschlusskabel ist. Auch unter den Herstellern gibt es unterschiedliche Anschlussbuchsen.

Folgende Fernauslöser eignen sich für das Bulb(en):

Kommen wir nun zur Blende. Da wir lange belichten und Feuer sehr hell ist, darf etwas abgeblendet werden. Ich empfehle Blende f/9,5-f/11.




Die unnötige Funktion in der Kamera „Rauschunterdrückung“ benötigen wir nicht und sollte deaktiviert werden. Dadurch bearbeitet die Kamera das Bild nachträglich und sie steht in dieser Zeit für weitere Aufnahmen nicht zur Verfügung. Meistens ist das Resultat nach dieser Bearbeitung auch nicht optimal. Bei ISO 100 haben wir eh kaum bis gar kein Rauschen, so dass wir diese Funktion wirklich nicht brauchen.

Wir fotografieren von einem stabilen Stativ und da muss der Bild-Stabilisator am Objektiv (ggf. /wenn vorhanden auch für den Sensor) deaktiviert sein. Der Weißabgleich passt meistens auf der Einstellung „sonnig“. Solltest Du im RAW-Format die Fotos erstellen, so kannst Du auch auf Automatik stellen, das spielt keine Rolle. Dennoch empfehle ich die Einstellung „sonnig“, da ich finde, dass das Vorschaubild auf dem Display dann am ehesten von der Farbtemperatur passt.

Welche Stahlwolle ist die Beste?

Viele schwören dass je feiner die Stahlwolle ist, desto besser ist das Ergebnis. Nein, stimmt nicht ganz. Sie sollte zwar fein sein, aber meine Tests durch fast alle Feinheitsgrade haben gezeigt, dass die feinsten Fasern nicht wirklich gut aussehen.

Ich persönlich finde die Stärke 00 am geeignetsten für das Steelwool Spinning. Sie verglüht gut und fliegt sehr weit. Ich verwende fast immer die von Rakso, die Du bei amazon oder mit etwas Glück in Deinem Baumarkt findest. Oft kommst Du schon mit einer Packung sehr lange damit aus.

Stahlwolle gibt es in den gängigsten Abstufungen 3, 2, 1, 0, 00, 000 und 0000. Dazu musst Du nur wissen, dass je höher (positiver) die Zahlen sind, desto gröber und je mehr Nullen auf der Packung stehen, desto feiner ist die Stahlwolle. Also kannst Du ruhig die Stahlwolle 3, 2, 1 und 0 im Baumarkt-Regal liegen lassen bzw. nicht beachten.

Achte ebenfalls darauf, dass Du keine Stahlwolle erwischt, in der Öle oder andere Substanzen beigemischt sind. Die rußen mehr und die Dämpfe sind sicherlich auch nicht gerade gesund und angenehm.

Die erste Schleuder

Im Prinzip ist es recht einfach und nicht kostspielig eine Schleuder für die glühende Stahlwolle zu basteln. Es reicht schon ein Schneebesen aus Metall aus, an dem Du unten am Griff eine Paketschnur befestigen kannst. Damit erzielt man schon gute Ergebnisse und habe im ersten Jahr fast nur so auf diesem Wege meine Steelwool Spinning-Fotos erstellt. Vorübergehend habe ich ebenso einen Lenyard aus Stoff verwendet.

Nehme nun einen Ballen Stahlwolle aus der Packung und bausche ihn auf, so dass später beim Schleudern mit glühender Stahlwolle mehr Sauerstoff an die Fasern gelangt. Dann pfriemelst Du diesen Ballen in das Gestrebte des Schneebesens und schon wäre Deine Schleuder betriebsbereit.




Die richtige Schleudertechnik

Die gibt es nicht wirklich und es kommt wie meist doch in der Fotografie auf den eigenen, persönlichen Geschmack an. Es gibt viele mögliche Figuren, die mit glühender Stahlwolle zu erstellen sind. Drei gängigste Varianten möchte ich im Nachfolgenden näher beschreiben.

Das Lasso  des Cowboys

Ich persönlich finde am Schönsten, wenn die Schleuder wie ein Lasso über den Kopf gedreht wird und der vordere Teil ca. 45° nach oben geneigt ist. So erhält man sehr viel Tiefe im Bild bzw. das Bild wirkt plastischer / lebendiger. Beim Drehen achte ich darauf, dass ich mich selbst nicht mehr bewege und versuche die Drehbewegung der Schleuder nur aus dem Handgelenk zu erzeugen.

Tetraeder in Bottrop

Tetraeder in Bottrop

The Ring

Anders als beim Lasso ist dieses eine zwei-dimensionale Figur. Dabei wird ein Kreis parallel zur Kamera-Linse gedreht. Ebenso wie beim Lasso sollte man auch hierbei sich möglichst nicht bewegen und die Kreisbewegungen nur mit dem Handgelenk ausüben.

Für die Figur The Ring eignen sich ebenfalls Garagen, Unterführungen und Tunneln. Dabei prallen die Funken von den Wänden und Decken ab, was wiederum einen coolen Effekt verspricht.

Fotografieren mit Stahlwolle auf einer ehemaligen Zeche

Fotografieren mit Stahlwolle auf einer ehemaligen Zeche

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Auto und Stahlwolle

Auto und Stahlwolle

Orb (Kugel)

Diese Figur ist die schwierigste Figur und sie muss sehr sorgfältig ausgeführen werden. Die Idee entstammt aus dem Lightpainting (siehe Artikel Lightpainting Workshop mit Profis). Ziel ist es eine Kugel mit der glühenden Stahlwolle zu kreieren. Während der Aufnahme ziehst Du vertikale Kreise, wie bei der Figur The Ring und musst dann schön gleichmäßig diesen Ring um seine eigene Achse rotieren lassen. Ganz wichtig: Um die Achse des Rings und nicht um Dich selbst rotieren lassen. Lege bestenfalls einen kleinen Gegenstand z.B. eine 2-Euro-Münze vor dir hin und umkreise ihn wenn Du Deine Ringe mit der Stahlwolle machst. Also umwandere die Münze und achte darauf, dass die Achse des Stahlwolle-Rings stets vertikal auf der Münze zeigt. Nach jedem Ringdreher machst Du einen kleinen Tippelschritt entweder im oder gegen den Uhrzeigersinn.

Orb mit Stahwolle am Tetraeder in Bottrop

Orb mit Stahwolle am Tetraeder in Bottrop

…aaaand Action!

Die erste Schleuder ist gebaut, Zeit etwas zum Ablauf der Aufnahme zu schreiben. Am einfachsten ist es, wenn Du mindestens noch eine Person dabei hast. So könnt Ihr Euch bei den Aufnahmen gegenseitig helfen und abwechseln. Während die eine Person sich in Position begibt, kann die andere Person beide Auslöser in die Hand nehmen. Nehme nun Feuerzeug und Schneebesen in die Hand und halte kurz einen Rand der Stahlwolle in die Flamme des Feuerzeugs. Sobald es glimmt, kann mit dem Schleudern begonnen werden. Ausgelöst wird, sobald die Stahlwolle rotiert wird, am besten nach der ersten, zweiten Umdrehung, da die Schleuder meistens sich in der Bahn noch eintrudeln muss. Beendet wird die Belichtung sobald die Stahlwolle nicht mehr glimmt.

Wenn Du alleine bist, dann nehme den Fernauslöser mit und löse selbst aus. Da Du nicht drei Hände hast, löse aus und stelle Dich mit dem Rücken zur Kamera. Zünde so die Stahlwolle an um nicht vorzeitig Lichtspuren in Deine Aufnahme zu zeichnen. Jetzt muss alles sehr schnell passieren. Lasse den Schneebesen fallen, gleichzeitig drehst Du Dich mit einer halben Umdrehung zur Kamera und versuchst ohne Umwege direkt die Schleuder in die gewünschte Umlaufbahn zu bringen. Sobald die Stahlwolle vollständig verglimmt ist, hörst Du mit dem Schleudern auf und beendest die Belichtung per Knopfdruck.




Vom Schneebesen zum Futterkorb für Nagetiere

Ob Paketschnur oder dieser Lenyard, sie hatten beide einen bösen Nachteil. Beim Schleudern habe ich mir fast immer eine Brandblase geholt. Dieses Scheuern am Finger darfst Du in keinem Fall unterschätzen. Entweder verwendest Du dafür schnittfeste Handschuhe oder man baut die Schleuder um. Und genau diesen Schritt bin ich gegangen.

Ich besuchte meinen Baumarkt in der Nachbarschaft und habe mir zunächst eine 1m lange schwarze Kette ausgesucht. Im Baumarkt ging der kreative Prozess weiter und habe gegenüber von den Ketten Montagehaken entdeckt. Diese hakenförmigen Halterungen sollten als sicheren und komfortablen Griff dienen. Zur schnellen Montage nahm ich noch eine Packung Schlüsselringe, sowie zwei Drehgelenke, damit sich die Klette beim Drehen sich nicht verdreht, mit.

Den Schneebesen habe ich durch ein Futterkörbchen für Nagetiere erlöst. Ich musste nur etwas den kleinen Hebel fürs Türchen umbiegen, damit sie sich im Schwung nicht öffnet. Die Stahlwolle liegt darin gleichmäßiger verteilt und es passt auch etwas mehr rein.

Fotografieren mit Stahlwolle - Die neue Schleuder

Fotografieren mit Stahlwolle – Die neue Schleuder

…und weiter geht‘s

Derzeitig habe ich sehr viele Fotos auf Facebook und Instagram gesehen, auf denen die glühende Stahlwolle herumgewirbelt wurde. Total Mainstream! 😉 Deswegen versuche ich nun etwas mehr Effekte beim Fotografieren mit Stahlwolle zu integrieren.

Der Anfang zum Neuen machte Magnesiumband. Das Magnesiumband wird in kleine Stücke abgetrennt und in die Stahlwolle platziert bzw. eingewickelt. Magnesium verbrennt wesentlich heller als Stahlwolle und zieht neben den üblichen, rot-orangen Stahlwollspuren knall-weiße Linien dazu.

Magnesiumband

Magnesiumband

Vertikaler Kreis ist Magnesiumband, der Horizontale Stahlwolle

Vertikaler Kreis ist Magnesiumband, der Horizontale Stahlwolle

Mein bisher letzter Schritt war die Kombination aus Stahlwolle, Magnesiumband und einem Vulkanfeuerwerkskörper in einem Schneebesen. Dieses habe ich auch erst einmal gezündet und es ging leider etwas schief. Im oberen Bereich zündete ich die Stahlwolle zusammen mit der Lunte des Feuerwerkskörpers an und begann die Schleuder zu rotieren. Der Effekt war unerwartet, eher spärlich. Als es fast erloschen war, legte ich die Schleuder unweit von mir weg und dann erst begann plötzlich das Teil zu explodieren.

Fotografieren mit Stahlwolle, Magnesiumband und Pyro

Fotografieren mit Stahlwolle, Magnesiumband und Pyro

Sicherheitshinweise und Anzeige

Bei allen Versuchen sollte Dir bewusst sein, dass Du mit dem Feuer spielst. Deswegen ist von brennbarer Kleidung abzuraten und empfehle eine Kopfbedeckung z.B. Kapuze und/oder eine Mütze. Achte darauf, dass die Funken Dir nicht hinter der Kleidung geraten, denn Stahlwolle und Magnesium können richtig heiße Funken sprühen. Für den Einsatz von Pyrotechnik, da mehr unkontrollierte Funken fliegen können, ist eine Schutzbrille nicht verkehrt. Informiere Dich bei Deiner Verwaltung über eine möglich, notwendige einzureichende Anzeige zum Abbrennen eines Feuerwerks (Abbrennanzeige) denn dieses ist außerhalb von Sylvester und Neujahr meldepflichtig.

So habe ich angefangen

Erste Schritte mit Stahlwolle

Erste Schritte mit Stahlwolle

Erste Schritte mit Stahlwolle

Erste Schritte mit Stahlwolle

In einer alten Werkshalle einer ehemaligen Zeche in Nordrhein-Westfalen, nennen wir sie mal Zeche Ruine, bereitete ich mich auf das außergewöhnliche Shooting vor. In der Dämmerung packte ich das Weitwinkelobjektiv auf die Kamera, die Kamera auf das Stativ und richtete es aus. Anschließend habe ich die Einstellungen vorgenommen, fokussiert auf die Stelle wo ich später die Stahlwolle drehen werde und auf 10-Sek-Auslöser gestellt. Dann bereitete ich die Schleuder mit der Stahlwolle (Größe 00) vor und drückte auf den Auslöser. Nun hatte ich 10 Sekunden Zeit ins Bild zu springen, die Stahlwolle anzuzünden und den ersten Schwung der Schleuder auszuüben.

In bin dem Shooting entspannt entgegengegangen bzw. habe es als Versuch gesehen. Entweder klappt es, oder auch nicht. Ich muss sagen, dass die ersten Gehversuche beim Fotografieren mit Stahlwolle nicht schlecht geworden sind.

Strandfotos

Strandfotos - Multivisionsshow an der Seebruecke in Zingst

Strandfotos – Multivisionsshow an der Seebruecke in Zingst

Strandfotos

Strandfotos sind meistens eine sehr schöne Erinnerung von einem Urlaub an der See. Meistens entpuppt sich es aber als eine riesige Herausforderung für das Material. Da ja bald Weihnachten ist, möchte ich Euch einige Sachen vorstellen, die für den nächsten Trip am Strand meiner Meinung nach Sinn machen. Ich bin nach einigen Foto-Reisen am Meer schon erfahren und es geht auch 2018 wieder wie 2017 zur Ostsee zum Fotofestival horizonte zingst nach Zingst.

Was dem Fotografen am meisten ärgert ist Wind, Salzwasser, Sand und vielleicht auch Möwen. Gut, gegen Möwen lässt sich kaum etwas unternehmen, aber gegen den Rest schon.

Fototasche statt Rucksack

Ich habe mir hauptsächlich für Fotoreisen am Strand die Fototasche von Kalahari gekauft und lasse lieber die Foto-Rucksäcke (Manfrotto 26 Pro Light, Mantona) Zuhause oder in der Unterkunft. Eine Fototasche kam man ohne Bedenken in den Sand abstellen ohne Panik zu schieben, dass die Tasche umfällt und dass das Foto-Equipment mit dem Sand nicht kontaminiert wird. Foto-Equipment ist nun mal empfindlich und teuer, deswegen sollte man in diesem Punkt nicht sparen. Die Kalahari-Tasche kann oben, unterhalb der Lasche, verschlossen werden, so das Sand und die salzhaltige Meeresluft nicht in die Tasche gelangen.




Stativ

Der zweitwichtigste Gegenstand ist das Stativ. Das Stativ darf keinesfalls mit der Kamera in den Sand oder sogar ins Wasser fallen. Vor allem das Zweitere wäre der absolute Kamera-Tod. Ein Stativ für Strandfotos sollte in jedem Fall A: massiv, ggf. mit einem Gewicht beschwert werden, sein sowie B: bestenfalls nicht bei Salzwasser korrodieren. Ich habe keins, aber Profis schwören für einen Strandeinsatz auf Holzstative u.a. von diesem Hersteller. Ich werde weiterhin mein Manfrotto-Stativ verwenden, denn es hat noch einen weiteren Vorteil, nämlich Hebelverschlüsse. Sie sind für den Einsatz besser geeignet als Twist-Lock-Verschlüsse (Drehverschlüsse). Twist-Lock-Verschlüsse können sind ordnungsgemäß verschlossen/geöffnet werden, wenn Sand, Schmutz, Salz und/oder Wasser in das Gewinde der Verschlüsse eindringt. Trotzdem ist Pflege das A und O. Sobald ich von meinem Shooting in der Unterkunft zurückgekehrt bin, stelle ich mein Stativ in die Dusche und brause es ordentlich mit warmen Wasser ab.

Stativ-Hilfe

Nun haben wir ein schweres Stativ und stehen nun vor einer weiteren Herausforderung, es ist der nasse Sand, der das Stativ regelrecht einsickern lässt. Auch das Fotografieren in den Ausläufern der Wellen umspült das Stativ und gräbt das Stativ immer tiefer ein. Was kann dagegen helfen? Zu einem ein niedriger Schwerpunkt sowie die bessere Verteilung der punktuellen Bodenbelastung. D.h. es muss eine Stativ-Unterlage z.B. ein Brett oder ähnliches sein, damit das Eingraben zumindest etwas gebremst wird und man in der Lage ist bessere und längere Langzeitaufnahmen fotografieren zu können.




Fernauslöser

Steht die Kamera stabil im Sand, sollte die Kamera auch dann nicht mehr angefasst werden. Dazu solltest Du immer einen Fernauslöser verwenden.

Blasebalg und Fotoputztuch

Damit die Kamera von Schmutzpartikel gereinigt werden kann, sollte in die Fototasche stets Blasebalg und Fotoputztücher mit eingepackt werden.

Sensorreinigungsset

Auch wenn man den Objektiv-Wechsel nicht direkt am Strand praktizieren sollte, sind seit Zingst in diesem Jahr die Fotoreinigungssets von Rollei mit dabei. Wer sich diesen Akt nicht zutraut, der sollte es auch am besten über einen Fachmann durchführen lassen. Falls Du Dich zutraust, dann solltest schon beim Kauf des Reinigungssets darauf achten, ob es für MFT-, APS-C- oder Vollformat geeignet ist. Kostenpunkt 20-30 EUR für 12 Reinigungen. Auch dazu habe ich in meinem Blog einen Artikel „Sensorreinigung“ geschrieben.




Filter

Hauptsächlich werden am Strand Langzeitaufnahmen gemacht und am Tage muss man abdunkeln. Dieses erreicht man mit Neutraldichte-Filter, kurz ND-Filter. Sie gibt es in unterschiedlichen Stärken, die gängigsten sind 8-fach, 64-fach und 1000-fach. Sie gibt es als Schraub- und Steckfilter. Ob Schraub- oder Steckfilter, beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Ich arbeite mit beiden Arten, allerdings komme ich persönlich mit Schraubfilter besser und schneller on Location zurecht. Beim Kauf von Filtern, ob es der Adapterring oder der Schraubfilter ist, solltest Du auf den Durchmesser achten. Dieser muss zu dem Durchmesser des Objektiv-Gewindes entsprechen.

Fotografiert man am Wasser, so sind Reflektionen auf der Wasseroberfläche oder in der Welle vorprogrammiert. Dazu verwende ich einen zirkulären Polarisationsfilter (C-Pol-Filter) ein. Durch die Drehung des Schraubfilters in einer Viertelstellung kann der Filter aktiviert oder deaktiviert werden. Je nachdem ob man Spiegelungen im Bild benötigt oder nicht. Außerdem trägt der Polfilter zu einem kontrastreicheren Foto bei.

Auf Grauverlaufsfilter verzichte ich. Ich fotografiere durchgehend in Raw und meistens erstelle ich eine Belichtungsreihe um das Maximum aus der fotografieren Szene herauszuholen. Größter Knackpunkt ist meistens der Himmel, vor allem bei Gegenlichtaufnahmen. Persönlich finde ich, dass der Grad des Grauverlaufsfilters oft sehr unschön bzw. unpassend auf den Fotos aussieht. Ebenso verzichte ich auf Farbverlaufsfilter, die so gut wie immer zu einem sehr miserablen Foto führen. Für diesen Effekt u.a. auch Tönungen gibt es Adobe Lightroom. Siehe mehr dazu meinen Artikel „Stimmungsvolle Fotos“.

Kamera

Canon EOS 70D

Canon EOS 70D

Ich nehme eher die Canon EOS 70D an den Strand mit, weil sie durch den mechanischen Verschluss etwas staub- und sandunempfindlicher ist als die SONY Alpha 7 S II. Die Canon hat mehr Pixel und sie ist die günstigere Anschaffung, so dass ich beim Fotografieren an der See ein höheres Risiko eingehen kann. Also für das bessere Wohlfühlgefühl. Die SONY 7 S II hat ihre Stärken in der Nacht, in der ich am Strand eher keine Fotos schieße.




Mit dabei ist auch immer meine Action-Cam, die ich nebenbei z.B. direkt am Stativ mit dem Manfrotto Micro Friction-Arm-Kit zum Zeitrafferaufnahmen verwende oder Sie halb Unterwasser halte und den Auflöser drücke.

Powerbank

Anker PowerCore 20100 - Aufladen des Canon Kamera-Akkus

Anker PowerCore 20100 – Aufladen des Canon Kamera-Akkus

Ob Stromversorgung für die Kameras, Aufladend er Akkus, dem Handy, etc. ist auch immer meine Powerbank mit an Bord. Sie hat genügend Power um z.B. weitere Workshop-Teilnehmer mit Strom zu versorgen. Ich will sie nicht mehr missen.

 

Schnee-Fotografie – So fotografierst Du Schnee richtig

Schnee-Fotografie - So fotografierst Du Schnee richtig

Schnee-Fotografie – So fotografierst Du Schnee richtig

In diesem Beitrag zum Thema Schnee-Fotografie – So fotografierst Du Schnee richtig erfährst Du die wichtigsten Tipps für ein gelungenes Winterfoto.

Welches Objektiv für die Schnee-Fotografie?

Ziel soll es ja sein, dass man so viele Flocken auf dem Foto einfängt, wie möglich. Also ist meiner Meinung nach ein Teleobjektiv, je höher die Brennweite desto besser, dazu bestens geeignet. Das es aber auch anders geht und man auch mehr von der Umgebung sehen möchte, das beweist das Titelfoto des Posts. Dieses habe ich mit meinem lichtstarken Tamron-Objektiv mit 35mm an der Canon EOS 70D fotografiert.

Einstellung an der Kamera

Viele Wege führen nach Rom. Wichtig ist es beim Schneeflocken einfrieren, dass die Belichtungszeit nicht unter 1/750Sek liegt. Um eine sehr kurze Belichtungszeit zu erreichen, solltet Ihr die Blende auf einen sehr niedrigen Wert, z.B. f/2.8 stellen. Wenn Ihr immer noch nicht so eine kurze Belichtungszeit erreicht oder das Foto immer noch zu dunkel ist, dann könnt Ihr als letztes Mittel die ISO erhöhen. Generell lasse ich sie immer auf 100 und stelle sie nur in diesen Grenzsituationen höher ein.




Wenn Du noch am Anfang der Fotografie stehst und die Einstellungen Dich noch überfodern, dann probiere Folgendes. Stelle den Kamera-Modus auf Zeitpriorität (Tv oder T) und wähle eine Verschlusszeit von 1/750Sek. oder etwas schneller. Stelle ebenso in Deiner Kamera auf ISO-Automatik. So brauchst Du Dich nicht weiter mit den Belichtungseinstellungen beschäftigen und kannst einfach drauf fotografieren.

Nachbearbeitung

Weißabgleich

Die Kamera hat keine Ahnung, was Weiß ist und stellt Weiß auch nicht immer als korrekten Weißton dar. Deswegen mache ich immer im Nachgang einen genauen Weißabgleich, dieser in jedem richtigen Bildbearbeitungsprogramm oder Foto-App wie z.B. Snapseed schnell und effektiv durchgeführt werden kann. Wenn Du die Möglichkeit hast im RAW-Format zu fotografieren, dann solltest Du es auch machen. Wenn nicht, mache zunächst Probeaufnahmen und bewerte sie, welche Einstellung (sonnig, bewölkt oder per manueller Kelvin-Eingabe) den Schnee auch ohne Farbstiche perfekt in Weiß darstellen lässt. Ok, gelber Schnee kann schonmal vorkommen und sollte die Finger von lassen. 😀

Weißabgleich in der Smwartphone-App Snapseed

Weißabgleich in der Smwartphone-App Snapseed

Sättigung

Ich persönlich bevorzuge es die Sättigung von Schneefotos etwas zu reduzieren, um etwa -50% bis -65%. Diese unterstreicht auch nochmal, dass die schneebedeckte Landschaft auch weiß ist.




Möchtest Du weitere, praktische Tipps zum Thema Fotografie, Video und Bearbeitung erhalten, so freue ich mich auf jedes Feedback / jeden Kommentar. Schaue Dir auch meine Tipps und Tricks zum Thema Adobe Lightroom an.

Nun bleibt mir nur noch zu schreiben „Tschüss“ und wünsche Dir mit Deinen Lieben eine schöne Adventszeit.

Vertical Shots

In diesem Beitrag möchte ich Euch meinen Aufbau vorstellen, mit dem ich Vertical Shots schieße. Vorab möchte ich noch erwähnen, dass ich keine besondere Ausrüstung speziell für Vertical Shots besitze, sondern einfach auf meine bisherige Ausrüstung zurückgreife. Ich habe mir einen eigenen und einfachen Aufbau für Vertical Shots ausgedacht, der die Kamera in einer sehr zuverlässigen und sicheren Weise frei über Fensterbänke oder Geländer hinaus hält.

Mein Aufbau für Vertical Shots

Mein Aufbau für Vertical Shots

Für den Aufbau habe ich folgendes Equipment verwendet:

Zunächst werden alle Stativ-Beine ausgefahren. Zwei Beine verbleiben in der gewohnten Position, so wie das Stativ im Normalfall verwendet wird. Das dritte Bein wird im etwa 90°-Winkel zur Mittelsäule abgespreizt. Am Ende des dritten Stativ-Beins habe ich die Nano-Clamp mit dem Verdrehschutz und Fritionarm befestigt. Am anderen Ende des Manfrotto Frictionarms habe ich auf dem Stativgewinde die Canon EOS 70D (wegen dem praktischen Dreh-Bildschirm) mitsamt des Empfängers des Funkauslösers (einschalten!) festgeschraubt. Zuletzt musste dann nur noch um den 3-Wege-Neiger am Stativ der Rucksack umgelegt werden um ein Kontergewicht zu haben und habe den gesamten Aufbau ausgerichtet.




In dem oberen Beispiel lag das Stativbein stabil auf dem Fensterrahmen. Bei dieser Auftragsarbeit habe ich die Mitarbeiterschaft aus der sechsten Etage von oben fotografiert. Das Ergebnis war echt spektakulär und perfekt zugleich.

Solltest Du auch schon mal Vertical Shots angefertigt haben, würde ich mich auf eine kurze Beschreibung Deines Aufbaus freuen. Hast Du Vertrauen in den Aufbau, der Deine Kamera in luftiger Höhe hält? Schreib es doch einfach als Kommentar, so kann man voneinander lernen.

Sun Sniper Rotaball Pro

Sun Sniper Rotaball Pro

Sun Sniper Rotaball Pro

Ich habe wahre Verluste der letzten Reise zu beklagen. Zunächst mussten meine geliebten Trekking-Schuhe Jack Wolfskin Vojo Hike umgehend gegen die Salomon Speedcross 4 GTX (Wow haben die einen Grip!) ersetzt werden. Die Wolfskin-Treter haben viel von der Welt gesehen, aber die Sohle ist nun einfach durch.

Das richtig ärgerliche war allerdings, dass ich vermutlich in der Berghütte Zamkovského oder im Berg-Restaurant auf dem Berg Hrebienok meinen Kamera-Gurt Sun Sniper The „Pro-II“ Steel & Bear zurückgelassen habe. Eine Antwort auf meine E-Mails an die beiden Gastro-Betriebe blieb bislang leider erfolglos.




Was ich an den Sun Sniper Kameragurte klasse finde ist, dass sie durch das eingearbeitete Stahlseil sehr sicher bzgl. eines möglichen Diebstahls sind und der Tragekomfort wesentlich besser als die Standard-Gurte vom Kamera-Hersteller. Die Kamera hängt immer schussbereit in Hüfthöhe. Der Gurt wird direkt mit dem Stativgewinde verschraubt.

Da ich aber nicht mehr daran glaube, dass mein alter Sun Sniper zurück nach Hause findet, habe ich auch gleich ein Upgrade getätigt. Seit letzter Woche habe ich nun den Sun Sniper Rotaball Pro im Einsatz. Zusätzlich neben den o.g. Merkmalen besitzt dieser Gurt einen zusätzlichen Unterarmgurt, der ein Verrutschen des Gurts verhindert. Gegen ein unbefugtes Herausdrehen am Konnektor sorgt nun zusätzlich ein Blocker an der Feststellschraube. Durch den kugelgelagerten Rotaball ist der Gurt auch in Höhe des Konnektors flexibler denn je. Damit die Kamera nicht hinter dem Rücken pendelt, sorgt nun ein Gurt-Stopper, der die Position der Kamera in der Hüfte hält.




Der Sun Sniper Rotaball Pro ist beim Tragen eines Rucksacks eher hinderlich. Da sollte man entweder den Unterarmgurt nicht schließen oder gleich zu einem günstigeren Gurt wie zum Rotaball One zurückgreifen, der erst keinen Unterarmgurt hat. Es gibt viele Tragesysteme und Gurte für Kameras. Meiner Meinung sind die Gurte von Sun Sniper am komfortabelsten, sichersten und durchdachtesten zugleich.

Foto-Reisen – Das Abenteuer beginnt mit dem Rucksack

Foto-Reisen Packliste

Foto-Reisen Packliste

Du bist oft mit Kamera und Linsen unterwegs und hast keinen Plan was bei Foto-Reisen ins Gepäck soll? In den letzten vier Jahren war ich sehr häufig mit der Kamera in der Welt auf Tour und werde auch in Kürze wieder einen Trip nach den Anderen hinterher jagen. Deshalb möchte ich Dir meine praktischsten Tipps, speziell für Tages- und Wochenendtouren, mit auf den Weg geben.

Sollte Deine Reise etwas länger dauern, dann ist eine ganze Reihe mehr zu beachten. Dazu findest Du eine ausführliche Packliste, die ich bereits vor einigen Monaten veröffentlicht habe und sie auch gut besucht wurde.

Packliste für Tages- und Wochenendtouren

Rucksack

Die Verpackung ist das A und O auf der Tour, d.h. zunächst muss ein Rucksack oder eine Tasche her. Wichtig ist es, dass das Gepäck auch über einige Kilometer zu Fuß bequem transportiert werden kann. Du sollst Dich auch wohlfühlen und somit Spaß an der Tour haben. Deshalb bin ich in eher sicheren Orten mit einem „normalen“ Rucksack (Perfect Day von Jack Wolfskin) unterwegs. In eher unsicheren Gegenden greife ich auf meinen Mantona Kamera-Rucksack zurück, wobei der Reißverschluss zum Hauptfach sich auf der Rückenseite befindet.



Kamera und Objektiv

Unabhängig ob Spiegelreflexkamera oder spiegellose Systemkamera, sollte immer ein Reisezoom-Objektiv dabei sein. Auf meiner Canon (mit APS-C-Sensor) habe ich deshalb immer das Tamron 16-300mm f/3.5-6.3 Di II dabei. Klar ist es qualitativ nicht so gut wie eine Festbrennweite, aber dieses neuere Tamron ist trotz mächtigem Brennweitebereich schon sehr gut in der Abbildung. Außerdem ist bei einer City-Tour die Motiv-Vielfalt so umfangreich, dass ich Mal eine geringere oder eine sehr hohe Brennweite benötige. Eine Detailaufnahme vom Zifferblatt des Big Bens in London erzielt man auch nicht über einen Fuß-Zoom bei einer Festbrennweite. Oft packe ich auch das Tamron 10-24mm f/3.5-4.5 SP Di II Weiwinkelobjektiv bei, damit man auch etwas mehr von Plätzen oder Landschaften auf das Foto bekommt. Für das Weitwinkelobjektiv werfe ich auch das Etui mit meinen Filtern (3xND-, Pol- und Grau-Verlaufsfilter) in den Rucksack.

Zubehör

Extra für diese Touren habe ich mir das praktische, leichte Reisestativ Rollei Traveller No. I Carbon beschafft. Mit der geringen Packmasse passt es problemlos in den Rucksack oder klemme es mir zwischen einen Gurt des Rucksacks. Und wenn man nur ein Einbein-Stativ benötigt, dieses Stativ lässt sich dazu schnell umbauen bzw. umschrauben.

Außerdem ist auch immer ein Selbstauslöser bei. Damit ich auf Reisen viel freie Kapazität habe, wechselte ich vor einiger Zeit auf schnelle SD-Karten mit einer sehr großen Speicherkapazität und nehme immer zwei Karten sicherheitshalber mit. Ersatz-Akku und ein kleines Microfaser-Tuch schließen meine Basis-Packliste ab. Oft habe ich auch mein kleines Klemmstativ mit und kann die Kamera dort montieren, wo ich mit dem Stativ nicht so einfach hinkomme. Ob Brücken-Geländer oder Gebäudekanten, diese Klammer ist flexibel einsetzbar und unersätzlich.

Tragekomfort erhöhen

Ob beim Kauf einer Canon-, Nikon- oder SONY-Kamera, die Schultergurte sind einfach nur schlecht. Sie sind schmal, teils scharfkantig und schrammen schön in den Nacken. Es geht auch anders. Gleich nach dem Kauf meiner ersten Kamera habe ich mir den SunSniper Pro-II beschafft. Er macht das Tragen der Kamera viel angenehmer, verdreht nicht und ist auch durch das eingearbeitete Stahlseil diebstahlgesichert. Da beim Tragen die Kamera sich mit der Linse leicht gekippt nach unten befindet, ist sie auch gut geschützt vor Niesselregen.

Kraftwerk ist immer dabei

Da ich auch andere Strom-Verbraucher wie mein Smartphone dabei habe und es auch oft zum Tracking benutze, habe ich für mich eine sehr geniale Lösung gefunden. Mit dabei ist meine große ANKER Powerbank, mit der ich das Smartphone sehr schnell laden kann. Über das Ladegerät mit Micro-USB-Eingang kann auch der verbrauchte Zusatz-Akku der Kamera einfach aufgeladen werden.



Etwas Old-School

Für die Orientierung, vor allem im Ausland, habe ich im Nebenfach einen Stadtplan und/oder Reiseführer eingesteckt. Somit kann ich schnell nach weiteren Sehenswürdigkeiten in der Nähe finden.

Und was ist mit Deiner Sony?

Ab-und zu nehme ich auch statt meiner Canon meine Sony Alpha 7S II mit, wenn ich weiß, dass ich auch in der Nacht oder dunkle, sakrale Gebäude wie Kathedralen oder Tempelanlagen besuche. Die Sony hat eine geringere Auflösung, ist aber mein Spezialwerkzeug für Low-Light-Situationen.

Weitere, passende Artikel

Gruppenfoto (Mein Setup)

Gruppenfoto – Die Basics

Gruppenfoto - Mein Setup

Es kamen in letzter Zeit doch einige Aufträge für Gruppenfotos hinzu und habe während der Durchführung wieder etwas dazugelernt.

Vor allem das Setup bei gestaffelten Gruppenfotos, d.h. die Personen sind in mehreren Reihen hintereinander aufgereiht, ist nicht Mal soeben erledigt. Es ist darauf zu achten, dass alle Personen gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Ebenso sollte auch auf mögliche Schattenwürfe durch die Belichtung entgegengewirkt werden. Dieses passiert wenn zwischen Lichtquelle und der Person sich andere Personen befinden, deren Schatten in die Gruppe fallen. Deshalb platziere ich Gruppen auch sehr gerne in Form eines gefüllten Dreiecks, damit das seitliche Licht bestenfalls alle erreicht. Die wichtigste(n) Person(en), bei Geburtstagen, Familienfesten, Ausständen, usw., sollte/sollten sich ganz vorne befinden. Dahinter dann z.B. 3, danach 5 Personen, usw.

Generell platziere ich jeweils Rechts und Links, leicht oberhalb der Gruppe einen Lichtformer, die die Gruppe seitlich ausleuchten. Wichtig ist, dass die Gruppe nicht direkt an der Wand steht und das Licht nicht zu steil auf die Wand fällt. Somit werden nicht gewünschte Lichtspots direkt ausgeschlossen. Zum Einsatz kommen meine Yongnuo Aufsteckblitze YN568EXII und steuere sie mit meinem Funksteuerungs-System (Yongnuo YN622C-TX und 3x YN622C) an. Als Lichtformer verwende ich die Speedbox D70 II von SMDV sowie den sehr praktischen Beauty Dish von der Firma Roundflash, die ich auf erschwinglichen Walimex Lampenstative montiere. Mittelfristig werde ich für dieses Setup den Beauty Dish gegen eine zweite Speedbox tauschen, um das Licht von beiden Seiten gleichmäßig zu formen.




Nun geht es darum eine gleichmäßige Ausleuchtung zu erreichen und mögliche Schattenwürfe durch einzelne Köpfe zu vermeiden. Draußen erreicht das Licht der Sonne (auch an bewölkten Tagen) die Köpfe der Gruppe, so dass die durch die seitliche Ausleuchtung herbeigeführten Schatten gar nicht bis kaum wahrzunehmen sind. In diesem Fall müssen keine weiteren Maßnahmen getroffen werden.

In geschlossenen Räumen ist das schon wieder ein wenig anders. Dort platziere ich einen weiteren Blitz vor der Kamera (nicht im Sichtbereich der Kamera), der das Licht vor der Gruppe die Decke anstrahlt und gleichmäßig per Reflektion im 45-Grad-Winkel die Köpfe der Personen erreicht. Bestenfalls ist die Decke weiß, oder ist mit etwas weißem Stoff, Reflektor, etc. bestückt. Für diesen Blitz sollte die Brennweite möglichst niedrig gehalten werden und die Streulichtscheibe ausgeklappt werden, um eine möglichst flächige Ausleuchtung von Oben zu erhalten.

Die Vorbereitung

Mindestens eine halbe Stunde vor dem Eintreffen der Gruppe bin ich Vorort, baue das Setup zusammen, überprüfe die Technik und messe die Technik ein. Meistens platziere ich einen Gegenstand, z.B. einen Stuhl, um vorab zu fokussieren und stelle mich dann für erste Probeschüsse selbst hin und drücke auf dem Fernauslöser-Knopf, schalte aber auch dann Kamera, Blitze und andere Geräte erstmal ab. Diese Vorbereitungsarbeit erleichtert mir später die tatsächliche Durchführung enorm und automatisch vermittelt man der Gruppe dann auch, dass alles unter Kontrolle ist. Die Gruppe sollte sich bei dem Fototermin wohl und gut aufgehoben fühlen. Begrüße zunächst jede einzelne Person und überlege schon, wen Du wo platzieren möchtest. Getränke im Sommer sind auch immer gut zu haben und biete sie zunächst etwas an. Führe einen kleinen Smalltalk und schalte dabei die Geräte ein, die Du zuvor ausgeschaltet hast, ein. Weise dann die vorderen(n) Person/en ein, wo sie mittig zu stehen haben. Alle anderen Personen sollen sich dann dahinter (möglichst mit Kontakt) in Form eines gefüllten Dreiecks anreihen. Die Größeren stellen sich nach hinten, die Kleineren nach vorne. Jetzt bist Du der Dirigent und weise die Personen so ein, dass niemand verdeckt ist. Weise unter anderen die Personen ein, so dass sie z.B. enger zusammenrücken (nach dem Motto „Zusammengehörigkeit/Einigkeit in der Familie / im Team“) und einen Schritt von der hinteren Wand treten sollen. Passt alles, drücke ab.



Kameraeinstellung

Es ist sehr wichtig, dass alle Personen scharf fotografiert wurden. Nehme deshalb eine eher geschlossene Blende wie z.B. 11 bis max. 16 und stelle die Verschlusszeit auf 250/Sek. Sind die Blitze ca. 2m von dem Rand der Gruppe entfernt, kannst Du die Blitzpower der seitlichen Blitze wie auf dem Aufbau auf dem o. Foto auf ½ stellen. Den zentralen Blitz, der gegen die Decke blitzt, kann auf 1/1 gestellt werden. Gerne arbeite ich auf einem Stativ und gehe dabei meistens in eine niedrigere Position. Knienen Personen in der vorderen Reihe, so gehe ich auf die Höhe deren Gesichter.

Weitere Artikel/Seiten:


^