Sigma 150-600mm Contemporary

Sigma Contemporary 150-600mm

Sigma Contemporary 150-600mm

Das Sigma 150-600mm Contemporary ist mein neues Wildlife-Teleobjektiv und löst nun meinen ständigen Zoobegleiter, das Tamron 16-300mm, ab. Vielleicht hast Du es schon richtig erkannt, es ist ein neues Objektiv für meine alte Canon EOS 70D (Vorgängermodell der Canon EOS 80D) und nicht für meine neuere SONY ALPHA 7S II.

Warum? Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Der wichtigste Faktor ist der Crop-Faktor bei der Canon EOS 70D von 1,6x. Somit können Objekte noch näher herangeholt werden, als es bei einer Vollformatkamera der Fall ist.

Der Crop-Faktor ist in diesem Sinne nur der relative Faktor des Bildbeschnitts und verlängert nicht wie oft gedacht die Brennweite. Richtig wäre es zu behaupten, dass der Bildausschnitt aus einer Kamera mit APS-C-Sensor und einem dazu verwendeten 300mm-Teleobjektiv dem entspricht, wie die einer Kombi aus 480mm-Teleobjektiv auf einem Vollformat-Kamera. So entsteht bei einer APS-C-Kamera der „Ich bin näher dran“-Effekt. Demnach ein kleinerer Bildausschnitt bei hoher Pixeldichte. Bitte bedenke aber, dass die Umrechnung des Crop-Faktors nicht die perspektivischen Eigenschaften wie z.B. die stürzenden Linien, Verdichtung des Hintergrunds (bei Tele), etc. verstärkt oder vermindert bzw. beeinflusst. Das ist völlig egal ob es ein 16mm-, 50mm oder 105mm-Objektiv ist, diese Eigenschaften bleiben bei Vollformat und APS-C-Sensoren unverändert. Es ist nur der Bildausschnitt der sich verändert (siehe Abb.).

Cropvergleich - Brennweite 388mm an Vollformat- und APS-C-Sensor

Cropvergleich – Brennweite 388mm an Vollformat- und APS-C-Sensor

Nun zurück zum Sigma 150-600mm Contemporary. Mit dieser Linse kann ich nochmal das Doppelte am Tier heran wie bislang. Ich habe das Sigma 150-600mm Contemporary dem Tamron 150-600mm G2 vorgezogen, da ich finde dass das Sigma noch eine bessere Schärfenabbildung verspricht. Dazu habe ich auf vielen Testportale mir die Testaufnahmen beider Linsen angesehen uns bin dann zu meiner Entscheidung gekommen. In sämtlichen Tests ist auch die Benotung „sehr gut“ vergeben worden. Außerdem ist das Sigma auch noch wesentlich günstiger als das Tamron 150-600mm G2 mit dem gleichen Funktionsumfang.




Von der Größe und Gewicht ist es schon ein wahrer „Oschi“. Das 1,9Kg schwere Sigma 150-600mm Contemporary ist 26cm lang und hat einen Außendurchmesser von 105mm mit einem Filtergewinde von 95mm. Also ein echter Brummer im Gegensatz zu meiner bisherigen „Reisezoom“-Linse.

Durch einen Schalter kann man verhindern, dass der Autofokus den Schärfepunkt durch alle Fokusbereiche durchpumpt. Wahlweise kann man den Autofokus deaktivieren, aktivieren für den gesamten Bereich oder wahlweise für die Fokusbereiche 2,8m-10m und 10m-∞ (unendlich). Unter 2,8m kann das Objektiv nicht scharfstellen, bei dem Tamron ist die Fokussierung erst bei 3,5m möglich. Also ein weiterer Pluspunkt für das Sigma 150-600mm Contemporary.

Der Schalter für die Bildstabilisierung hat drei Modi: Bildstabilisierung aus, Mode 1 und Mode 2. Mode 1 kompensiert alle Vibrationen in allen Richtungen. Im Mode 2 findet eine Kompensierung z.B. von vertikalem Kameraverwackeln bei Folgeaufnahmen in horizontaler Richtung statt. Dieses wird für bewegte Objekte wie rennende Wildkatzen oder rasende Formel 1-Boliden benötigt.

Ein weiterer Schalter, der Custom-Schalter, werde ich zunächst nicht nutzen. Damit können persönliche Voreinstellungen per PC konfiguriert werden.




Mit im Lieferumfang waren eine Bedienungsanleitung, die abnehmbare Objektivschelle für die Befestigung an ein Stativ, Ein Gummiring (wenn die Schelle abmontiert wird, ein großer Objektivköcher sowie eine passende Gegenlichtblende und ein Gurt.

Fotografieren mit Stahlwolle

Fotografieren mit Stahlwolle an der Jahrhnderthalle in Bochum

Fotografieren mit Stahlwolle an der Jahrhnderthalle in Bochum

Fotografieren mit Stahlwolle, auch fällt dabei oft der Begriff Steelwool Spinning, macht extrem viel Spaß. Nicht nur die Action bei der Aufnahme, sondern vor allem das fertige Bild garantiert einen Wow-Effekt.

Was aber so spektakulär auf dem Bild erscheint, so sieht es aber während der Aufnahme nur annähernd aus. Deswegen wird beim Schleudern von Stahlwolle sehr lange belichtet.

Objektiv, Hintergrund, Bildausschnitt und Fokussierung

Ich verwende grundsätzlich ein Weitwinkel-Objektiv (Brennweite meistens zwischen 14-35mm) um die Gesamtszenerie  einfangen zu können. Beim Fotografieren mit Stahlwolle sollte unbedingt auf den Hintergrund geachtet werden. Schöne, alte Industrieanlagen z.B. Landschaftspark Duisburg-Nord oder an der Jahrhunderthalle in Bochum eignen sich hervorragend dafür, die nachts mit bunten Lichtern angestrahlt werden. Auch sehr gut eignen sich Wasserstellen u.a. Pfützen, Wasserbecken, etc. Stelle Dich einfach davor beim Schleudern der Stahlwolle und der Funkenflug wird sich wunderbar darin spiegeln.

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Achte darauf, dass Du mit der Stahlwolle im Goldenen Schnitt stehst und fokussiere manuell darauf. Versuche weitere Stilmittel u.a. geometrische Formen, führende Linien und Eckenläufer. Alles kannst Du in meinem Artikel Stimmungsvolle Bilder nochmals nachlesen, um Deinen Fotos nochmals einen letzten Schliff zu verleihen. Das funktioniert auch mit Bildern ohne Stahlwolle. 😉

Welche Einstellungen wähle ich für das Fotografieren mit Stahlwolle?

Generell verwende ich keine fixe Vorgabe der Belichtungszeit, sondern bestimme je nach Effektdauer flexibel die Aufnahmedauer. Das kann mal 30 Sekunden dauern, manchmal sogar bis über einer Minute. Dieser Belichtungsmodus heißt Bulb (dt. Blasebalg) und ist bei Canon-Kameras auf dem Modus-Auswahlrad unter dem Modus B zu finden. Bei Sony- und Nikon erreicht Ihr den Bulb-Modus, wenn Ihr im Manuellen Modus (Modus M) den Wert links neben den 30 Sekunden auswählt, also ganz nach links dreht.

Starten und Stoppen der Aufnahme wird über einen Funk- oder Kabel-Auslöser durchgeführt, der auch die Bulb-Funktion unterstützt. Dieses ist sehr wichtig beim Kauf darauf zu achten, ebenso welche Batterien hineingehören und zu welchem Kameraanschluss das Anschlusskabel ist. Auch unter den Herstellern gibt es unterschiedliche Anschlussbuchsen.

Folgende Fernauslöser eignen sich für das Bulb(en):

Kommen wir nun zur Blende. Da wir lange belichten und Feuer sehr hell ist, darf etwas abgeblendet werden. Ich empfehle Blende f/9,5-f/11.




Die unnötige Funktion in der Kamera „Rauschunterdrückung“ benötigen wir nicht und sollte deaktiviert werden. Dadurch bearbeitet die Kamera das Bild nachträglich und sie steht in dieser Zeit für weitere Aufnahmen nicht zur Verfügung. Meistens ist das Resultat nach dieser Bearbeitung auch nicht optimal. Bei ISO 100 haben wir eh kaum bis gar kein Rauschen, so dass wir diese Funktion wirklich nicht brauchen.

Wir fotografieren von einem stabilen Stativ und da muss der Bild-Stabilisator am Objektiv (ggf. /wenn vorhanden auch für den Sensor) deaktiviert sein. Der Weißabgleich passt meistens auf der Einstellung „sonnig“. Solltest Du im RAW-Format die Fotos erstellen, so kannst Du auch auf Automatik stellen, das spielt keine Rolle. Dennoch empfehle ich die Einstellung „sonnig“, da ich finde, dass das Vorschaubild auf dem Display dann am ehesten von der Farbtemperatur passt.

Welche Stahlwolle ist die Beste?

Viele schwören dass je feiner die Stahlwolle ist, desto besser ist das Ergebnis. Nein, stimmt nicht ganz. Sie sollte zwar fein sein, aber meine Tests durch fast alle Feinheitsgrade haben gezeigt, dass die feinsten Fasern nicht wirklich gut aussehen.

Ich persönlich finde die Stärke 00 am geeignetsten für das Steelwool Spinning. Sie verglüht gut und fliegt sehr weit. Ich verwende fast immer die von Rakso, die Du bei amazon oder mit etwas Glück in Deinem Baumarkt findest. Oft kommst Du schon mit einer Packung sehr lange damit aus.

Stahlwolle gibt es in den gängigsten Abstufungen 3, 2, 1, 0, 00, 000 und 0000. Dazu musst Du nur wissen, dass je höher (positiver) die Zahlen sind, desto gröber und je mehr Nullen auf der Packung stehen, desto feiner ist die Stahlwolle. Also kannst Du ruhig die Stahlwolle 3, 2, 1 und 0 im Baumarkt-Regal liegen lassen bzw. nicht beachten.

Achte ebenfalls darauf, dass Du keine Stahlwolle erwischt, in der Öle oder andere Substanzen beigemischt sind. Die rußen mehr und die Dämpfe sind sicherlich auch nicht gerade gesund und angenehm.

Die erste Schleuder

Im Prinzip ist es recht einfach und nicht kostspielig eine Schleuder für die glühende Stahlwolle zu basteln. Es reicht schon ein Schneebesen aus Metall aus, an dem Du unten am Griff eine Paketschnur befestigen kannst. Damit erzielt man schon gute Ergebnisse und habe im ersten Jahr fast nur so auf diesem Wege meine Steelwool Spinning-Fotos erstellt. Vorübergehend habe ich ebenso einen Lenyard aus Stoff verwendet.

Nehme nun einen Ballen Stahlwolle aus der Packung und bausche ihn auf, so dass später beim Schleudern mit glühender Stahlwolle mehr Sauerstoff an die Fasern gelangt. Dann pfriemelst Du diesen Ballen in das Gestrebte des Schneebesens und schon wäre Deine Schleuder betriebsbereit.




Die richtige Schleudertechnik

Die gibt es nicht wirklich und es kommt wie meist doch in der Fotografie auf den eigenen, persönlichen Geschmack an. Es gibt viele mögliche Figuren, die mit glühender Stahlwolle zu erstellen sind. Drei gängigste Varianten möchte ich im Nachfolgenden näher beschreiben.

Das Lasso  des Cowboys

Ich persönlich finde am Schönsten, wenn die Schleuder wie ein Lasso über den Kopf gedreht wird und der vordere Teil ca. 45° nach oben geneigt ist. So erhält man sehr viel Tiefe im Bild bzw. das Bild wirkt plastischer / lebendiger. Beim Drehen achte ich darauf, dass ich mich selbst nicht mehr bewege und versuche die Drehbewegung der Schleuder nur aus dem Handgelenk zu erzeugen.

Tetraeder in Bottrop

Tetraeder in Bottrop

The Ring

Anders als beim Lasso ist dieses eine zwei-dimensionale Figur. Dabei wird ein Kreis parallel zur Kamera-Linse gedreht. Ebenso wie beim Lasso sollte man auch hierbei sich möglichst nicht bewegen und die Kreisbewegungen nur mit dem Handgelenk ausüben.

Für die Figur The Ring eignen sich ebenfalls Garagen, Unterführungen und Tunneln. Dabei prallen die Funken von den Wänden und Decken ab, was wiederum einen coolen Effekt verspricht.

Fotografieren mit Stahlwolle auf einer ehemaligen Zeche

Fotografieren mit Stahlwolle auf einer ehemaligen Zeche

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Fotografieren mit Stahlwolle im Landschaftspark Duisburg-Nord

Auto und Stahlwolle

Auto und Stahlwolle

Orb (Kugel)

Diese Figur ist die schwierigste Figur und sie muss sehr sorgfältig ausgeführen werden. Die Idee entstammt aus dem Lightpainting (siehe Artikel Lightpainting Workshop mit Profis). Ziel ist es eine Kugel mit der glühenden Stahlwolle zu kreieren. Während der Aufnahme ziehst Du vertikale Kreise, wie bei der Figur The Ring und musst dann schön gleichmäßig diesen Ring um seine eigene Achse rotieren lassen. Ganz wichtig: Um die Achse des Rings und nicht um Dich selbst rotieren lassen. Lege bestenfalls einen kleinen Gegenstand z.B. eine 2-Euro-Münze vor dir hin und umkreise ihn wenn Du Deine Ringe mit der Stahlwolle machst. Also umwandere die Münze und achte darauf, dass die Achse des Stahlwolle-Rings stets vertikal auf der Münze zeigt. Nach jedem Ringdreher machst Du einen kleinen Tippelschritt entweder im oder gegen den Uhrzeigersinn.

Orb mit Stahwolle am Tetraeder in Bottrop

Orb mit Stahwolle am Tetraeder in Bottrop

…aaaand Action!

Die erste Schleuder ist gebaut, Zeit etwas zum Ablauf der Aufnahme zu schreiben. Am einfachsten ist es, wenn Du mindestens noch eine Person dabei hast. So könnt Ihr Euch bei den Aufnahmen gegenseitig helfen und abwechseln. Während die eine Person sich in Position begibt, kann die andere Person beide Auslöser in die Hand nehmen. Nehme nun Feuerzeug und Schneebesen in die Hand und halte kurz einen Rand der Stahlwolle in die Flamme des Feuerzeugs. Sobald es glimmt, kann mit dem Schleudern begonnen werden. Ausgelöst wird, sobald die Stahlwolle rotiert wird, am besten nach der ersten, zweiten Umdrehung, da die Schleuder meistens sich in der Bahn noch eintrudeln muss. Beendet wird die Belichtung sobald die Stahlwolle nicht mehr glimmt.

Wenn Du alleine bist, dann nehme den Fernauslöser mit und löse selbst aus. Da Du nicht drei Hände hast, löse aus und stelle Dich mit dem Rücken zur Kamera. Zünde so die Stahlwolle an um nicht vorzeitig Lichtspuren in Deine Aufnahme zu zeichnen. Jetzt muss alles sehr schnell passieren. Lasse den Schneebesen fallen, gleichzeitig drehst Du Dich mit einer halben Umdrehung zur Kamera und versuchst ohne Umwege direkt die Schleuder in die gewünschte Umlaufbahn zu bringen. Sobald die Stahlwolle vollständig verglimmt ist, hörst Du mit dem Schleudern auf und beendest die Belichtung per Knopfdruck.




Vom Schneebesen zum Futterkorb für Nagetiere

Ob Paketschnur oder dieser Lenyard, sie hatten beide einen bösen Nachteil. Beim Schleudern habe ich mir fast immer eine Brandblase geholt. Dieses Scheuern am Finger darfst Du in keinem Fall unterschätzen. Entweder verwendest Du dafür schnittfeste Handschuhe oder man baut die Schleuder um. Und genau diesen Schritt bin ich gegangen.

Ich besuchte meinen Baumarkt in der Nachbarschaft und habe mir zunächst eine 1m lange schwarze Kette ausgesucht. Im Baumarkt ging der kreative Prozess weiter und habe gegenüber von den Ketten Montagehaken entdeckt. Diese hakenförmigen Halterungen sollten als sicheren und komfortablen Griff dienen. Zur schnellen Montage nahm ich noch eine Packung Schlüsselringe, sowie zwei Drehgelenke, damit sich die Klette beim Drehen sich nicht verdreht, mit.

Den Schneebesen habe ich durch ein Futterkörbchen für Nagetiere erlöst. Ich musste nur etwas den kleinen Hebel fürs Türchen umbiegen, damit sie sich im Schwung nicht öffnet. Die Stahlwolle liegt darin gleichmäßiger verteilt und es passt auch etwas mehr rein.

Fotografieren mit Stahlwolle - Die neue Schleuder

Fotografieren mit Stahlwolle – Die neue Schleuder

…und weiter geht‘s

Derzeitig habe ich sehr viele Fotos auf Facebook und Instagram gesehen, auf denen die glühende Stahlwolle herumgewirbelt wurde. Total Mainstream! 😉 Deswegen versuche ich nun etwas mehr Effekte beim Fotografieren mit Stahlwolle zu integrieren.

Der Anfang zum Neuen machte Magnesiumband. Das Magnesiumband wird in kleine Stücke abgetrennt und in die Stahlwolle platziert bzw. eingewickelt. Magnesium verbrennt wesentlich heller als Stahlwolle und zieht neben den üblichen, rot-orangen Stahlwollspuren knall-weiße Linien dazu.

Magnesiumband

Magnesiumband

Vertikaler Kreis ist Magnesiumband, der Horizontale Stahlwolle

Vertikaler Kreis ist Magnesiumband, der Horizontale Stahlwolle

Mein bisher letzter Schritt war die Kombination aus Stahlwolle, Magnesiumband und einem Vulkanfeuerwerkskörper in einem Schneebesen. Dieses habe ich auch erst einmal gezündet und es ging leider etwas schief. Im oberen Bereich zündete ich die Stahlwolle zusammen mit der Lunte des Feuerwerkskörpers an und begann die Schleuder zu rotieren. Der Effekt war unerwartet, eher spärlich. Als es fast erloschen war, legte ich die Schleuder unweit von mir weg und dann erst begann plötzlich das Teil zu explodieren.

Fotografieren mit Stahlwolle, Magnesiumband und Pyro

Fotografieren mit Stahlwolle, Magnesiumband und Pyro

Sicherheitshinweise und Anzeige

Bei allen Versuchen sollte Dir bewusst sein, dass Du mit dem Feuer spielst. Deswegen ist von brennbarer Kleidung abzuraten und empfehle eine Kopfbedeckung z.B. Kapuze und/oder eine Mütze. Achte darauf, dass die Funken Dir nicht hinter der Kleidung geraten, denn Stahlwolle und Magnesium können richtig heiße Funken sprühen. Für den Einsatz von Pyrotechnik, da mehr unkontrollierte Funken fliegen können, ist eine Schutzbrille nicht verkehrt. Informiere Dich bei Deiner Verwaltung über eine möglich, notwendige einzureichende Anzeige zum Abbrennen eines Feuerwerks (Abbrennanzeige) denn dieses ist außerhalb von Sylvester und Neujahr meldepflichtig.

So habe ich angefangen

Erste Schritte mit Stahlwolle

Erste Schritte mit Stahlwolle

Erste Schritte mit Stahlwolle

Erste Schritte mit Stahlwolle

In einer alten Werkshalle einer ehemaligen Zeche in Nordrhein-Westfalen, nennen wir sie mal Zeche Ruine, bereitete ich mich auf das außergewöhnliche Shooting vor. In der Dämmerung packte ich das Weitwinkelobjektiv auf die Kamera, die Kamera auf das Stativ und richtete es aus. Anschließend habe ich die Einstellungen vorgenommen, fokussiert auf die Stelle wo ich später die Stahlwolle drehen werde und auf 10-Sek-Auslöser gestellt. Dann bereitete ich die Schleuder mit der Stahlwolle (Größe 00) vor und drückte auf den Auslöser. Nun hatte ich 10 Sekunden Zeit ins Bild zu springen, die Stahlwolle anzuzünden und den ersten Schwung der Schleuder auszuüben.

In bin dem Shooting entspannt entgegengegangen bzw. habe es als Versuch gesehen. Entweder klappt es, oder auch nicht. Ich muss sagen, dass die ersten Gehversuche beim Fotografieren mit Stahlwolle nicht schlecht geworden sind.

Feuerwerk fotografieren

Feuerwerk fotografieren - Feuerwerk bei der Internationalen Warsteiner Mongolfiade

Feuerwerk fotografieren an Silvester – Was muss man beachten für ein perfektes Foto?

In wenigen Tagen ist Silvester und viele Fragen sich, wie man optimal ein Feuerwerk fotografieren kann? Viele von Euch haben zu Weihnachten eine neue, vielleicht auch die erste, Kamera erhalten. Deswegen gehe ich in diesem Artikel weniger in die Basics der Fotografie ein und werde an dieser Stelle eine Art Standard-Rezept mit auf dem Weg geben. Damit gelangt Ihr zu genialen Ergebnisse, mit den Ihr dann bei Freunden, Mama, Papa und Oma (Grüße an Pavel ;)) glänzen könnt.

Feuerwerk fotografieren

Feuerwerk fotografieren

Feuerwerk fotografieren

Feuerwerk fotografieren

Egal ob System-, Spiegelreflex-, Bridge- oder moderner Kompaktkamera, wir müssen auf jeden Fall die Kamera in die Langzeitbelichtung einstellen. Aber das wichtigste vorab, wir dürfen dabei die Kamera mal 8-15 Sekunden nicht bewegen. Das schafft kein Sterblicher und somit ist es klar, Du brauchst ein STATIV.




Und noch vorher musst Du wissen, ob Du ein Weitwinkelobjektiv für das Einfangen der Gesamtszenerie des Feuerwerks, oder eher mit dem Teleobjektiv einzelne Effekte einfangen möchtest. Ich persönlich mag eher die Gesamtszenerie und je mehr Effekte auf dem Foto eingefangen werden, umso besser. Meistens bin ich bei einem Feuerwerk mit zwei Kamera-Kombinationen unterwegs.

Kombi A: Sony Alpha 7S II, Samyang 14mm 2.8 AF, Rollei Traveller No 1 Carbon, Fernauslöser

Kombi B: Canon EOS 70D, Tokina 11-16mm ,Manfrotto-Stativ, Manfrotto 3-W-Neiger, als Backup (wenn das Feuerwerk doch zu weit entfernt ist) das Reisezoom Tamron 16-300mm, Fernauslöser

Die genaueren Einstellungen führe ich weiter unten auf, die Du selbstverständlich auch schon Zuhause vornehmen kannst. Was Du Zuhause schon einstellen kannst, wäre die Speicherung in RAW-Format um auch nachher in einer möglichen Bildnachbearbeitung das Maximum aus den Bildinformationen herauszuholen. Auch wenn Du im RAW-Format fotografierst solltest Du auf den korrekten Weißabgleich (WA) bzw. White Balance (WB) achten und auch wählen. So kannst Du zwischen den Aufnahmen rasch und viel besser auf dem kleinen Monitor beurteilen. Denn dort wird das Vorzeigebild mit dem eingestellten Weißabgleich dargestellt.

Vor allem betrifft es die von Euch, die mit einer System- oder Spiegelreflexkamera unterwegs sind. Deaktiviert die gewöhnliche Rauschunterdrückung und ggf. die High-ISO-Rauschunterdrückung.

  • Canon: Rauschred. bei Langzeitbel. OFF und High ISO Rauschredutierung OFF
  • SONY: Langzeit-RM Aus und Hohe ISO-RM Aus
Sony - Rauschreduzierung deaktivieren

Sony – Rauschreduzierung deaktivieren

Canon - Rauschreduzierung deaktivieren

Canon – Rauschreduzierung deaktivieren

Diese Funktionen zeichnen die Fotos viel zu weich und nach der Verschlusszeit wird meistens noch die gleiche Dauer für die Verarbeitung in der Kamera fällig.

Um es auch später nicht zu vergessen, schalte jetzt schon den Bildstabilisator aus. Ein aktivierter Bildstabilisator kann tatsächlich Dein gesamtes Vorhaben zunichtemachen, deshalb solltest Du immer den Bildstabilisator ausstellen, wenn Du mit dem Stativ arbeiten solltest.




Nicht zu unterschätzen ist die Wahl des richtigen Standpunkts. Erstens solltest Du Dir einen Standpunkt auswählen, an dem Du am besten das Feuerwerk blicken kannst. Optimal wäre eine Erhebung ohne Bebauung und Vegetation (Bäume und Sträucher) dazwischen. Zweitens wäre die Wetterkunde. Stelle die Windrichtung fest und orientiere Dich an der Ecke, wo der Wind später das Feuerwerk trifft. Somit stellst Du sicher, dass der dabei entstehende Rauch Dir nach 2-3 Raketen die Sicht neben wird.

Feuerwerk mit Rauch

Feuerwerk mit Rauch

Sobald Du die Kamera stabil auf das Stativ montiert hast und den Fernauslöser vorbereitet hast, wähle den bestmöglichsten Filmausschnitt und stelle auf MF (manueller Fokus). Diese Einstellung führst Du per Schalter am Objektiv, und/oder bei einigen Kameramodellen u.a. bei Sony im Kameramenü durch. Fokussiere nun auf „unendlich“. Stelle das Objektiv so ein, dass sich auf der Objektiv-Einstellungsskala die liegende Acht (Zeichen für Unendlichkeit) auf der Markierung befindet.

Stelle die Kamera nun in den manuellen Modus (Modus M) und gebe folgende Einstellungen vor

  • Sensorempfindlichkeit: ISO 100
  • Blende: f/11 (wenn Bild zu dunkel, dann Blende f/9,5 oder f/8)
  • Verschlusszeit: 15‘‘ (wenn Bild zu hell 8‘‘-10‘‘)
Feuerwerk fotografieren - Einstellung in der Sony Alpha 7S II

Feuerwerk fotografieren – Einstellung in der Sony Alpha 7S II

Feuerwerk fotografieren - Einstellung in der Canon EOS 70D

Feuerwerk fotografieren – Einstellung in der Canon EOS 70D

Natürlich kommt es auch auf das Timing an, was während der Aufnahme am Himmel passiert. Klar ist auch immer etwas Glück dabei, denn man kann die Helligkeit nicht Just-in-Time exakt bestimmen. Es hängt davon ab, wie viel Feuerwerk während der Aufnahme „explodiert“ und welche Farben verwendet werden. Silber und Weiß sind die hellsten Farben, dann kommen Blau, Rot und Grün. Auch bei der Technik (Kamera und Objektiv) kann das Abbildungsschwankungen geben.

Notfallplan bei starkem Wind

Bei starkem Wird fransen die Feuerwerksmuster am Himmel sehr schnell aus und es sieht auf der Langzeitbelichtung nicht mehr gut aus. Die einzige Möglichkeit wäre dann der Ausweg über eine kurze Verschlusszeit und dabei benötigen wir mehr Licht. Nun kommt es auf das Timing bei der Auslösung an, die direkt bei der Ausdehnung der Feuerwerks-Blüte passieren sollte.

  • Sensorempfindlichkeit: ISO 800
  • Blende: f/8
  • Verschlusszeit: 0,5‘‘-1‘‘




Sehr gerne erstelle ich bei Feuerwerks-Bilder Composings in Adobe Photoshop. Bei der Überblendung von mehreren Aufnahmen, beim sogenannten Stacking, können noch exposivere Bilder erstellt werden. Gerne, sofern es von Euch gewünscht wird, kann ich auch dazu ein Tutorial erstellen.

Feuerwerk ist nur Silvester und Neujahr erlaubt

Kann man denken, aber das ist nicht ganz richtig. Vom 02.01.-30.-12. kann Feuerwerk mit einer Sondergenehmigung, die man bei zuständigen Stadtverwaltung beantragen kann. Finden könnt Ihr es z.B. als Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie II gemäß § 23 Abs. 1 und § 24 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) in Verbindung mit § 11 Abs. 1 und 2 des Landes-Immissionsschutzgesetzes (LImschG). Für die Geehmigung wird meistens eine Veraltungsgebühr veranschlagt. Über die Kosten solltest Du Dich schon im Voraus informieren. Die meisten Verwaltungen stellen Informationen und Anträge auf deren Internetauftritten zur Verfügung.

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Welches Objektiv für die Schnee-Fotografie?

Ziel soll es ja sein, dass man so viele Flocken auf dem Foto einfängt, wie möglich. Also ist meiner Meinung nach ein Teleobjektiv, je höher die Brennweite desto besser, dazu bestens geeignet. Das es aber auch anders geht und man auch mehr von der Umgebung sehen möchte, das beweist das Titelfoto des Posts. Dieses habe ich mit meinem lichtstarken Tamron-Objektiv mit 35mm an der Canon EOS 70D fotografiert.

Einstellung an der Kamera

Viele Wege führen nach Rom. Wichtig ist es beim Schneeflocken einfrieren, dass die Belichtungszeit nicht unter 1/750Sek liegt. Um eine sehr kurze Belichtungszeit zu erreichen, solltet Ihr die Blende auf einen sehr niedrigen Wert, z.B. f/2.8 stellen. Wenn Ihr immer noch nicht so eine kurze Belichtungszeit erreicht oder das Foto immer noch zu dunkel ist, dann könnt Ihr als letztes Mittel die ISO erhöhen. Generell lasse ich sie immer auf 100 und stelle sie nur in diesen Grenzsituationen höher ein.




Wenn Du noch am Anfang der Fotografie stehst und die Einstellungen Dich noch überfodern, dann probiere Folgendes. Stelle den Kamera-Modus auf Zeitpriorität (Tv oder T) und wähle eine Verschlusszeit von 1/750Sek. oder etwas schneller. Stelle ebenso in Deiner Kamera auf ISO-Automatik. So brauchst Du Dich nicht weiter mit den Belichtungseinstellungen beschäftigen und kannst einfach drauf fotografieren.

Nachbearbeitung

Weißabgleich

Die Kamera hat keine Ahnung, was Weiß ist und stellt Weiß auch nicht immer als korrekten Weißton dar. Deswegen mache ich immer im Nachgang einen genauen Weißabgleich, dieser in jedem richtigen Bildbearbeitungsprogramm oder Foto-App wie z.B. Snapseed schnell und effektiv durchgeführt werden kann. Wenn Du die Möglichkeit hast im RAW-Format zu fotografieren, dann solltest Du es auch machen. Wenn nicht, mache zunächst Probeaufnahmen und bewerte sie, welche Einstellung (sonnig, bewölkt oder per manueller Kelvin-Eingabe) den Schnee auch ohne Farbstiche perfekt in Weiß darstellen lässt. Ok, gelber Schnee kann schonmal vorkommen und sollte die Finger von lassen. 😀

Weißabgleich in der Smwartphone-App Snapseed

Weißabgleich in der Smwartphone-App Snapseed

Sättigung

Ich persönlich bevorzuge es die Sättigung von Schneefotos etwas zu reduzieren, um etwa -50% bis -65%. Diese unterstreicht auch nochmal, dass die schneebedeckte Landschaft auch weiß ist.




Möchtest Du weitere, praktische Tipps zum Thema Fotografie, Video und Bearbeitung erhalten, so freue ich mich auf jedes Feedback / jeden Kommentar. Schaue Dir auch meine Tipps und Tricks zum Thema Adobe Lightroom an.

Nun bleibt mir nur noch zu schreiben „Tschüss“ und wünsche Dir mit Deinen Lieben eine schöne Adventszeit.

Gruppenfoto (Mein Setup)

Gruppenfoto – Die Basics

Gruppenfoto - Mein Setup

Es kamen in letzter Zeit doch einige Aufträge für Gruppenfotos hinzu und habe während der Durchführung wieder etwas dazugelernt.

Vor allem das Setup bei gestaffelten Gruppenfotos, d.h. die Personen sind in mehreren Reihen hintereinander aufgereiht, ist nicht Mal soeben erledigt. Es ist darauf zu achten, dass alle Personen gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Ebenso sollte auch auf mögliche Schattenwürfe durch die Belichtung entgegengewirkt werden. Dieses passiert wenn zwischen Lichtquelle und der Person sich andere Personen befinden, deren Schatten in die Gruppe fallen. Deshalb platziere ich Gruppen auch sehr gerne in Form eines gefüllten Dreiecks, damit das seitliche Licht bestenfalls alle erreicht. Die wichtigste(n) Person(en), bei Geburtstagen, Familienfesten, Ausständen, usw., sollte/sollten sich ganz vorne befinden. Dahinter dann z.B. 3, danach 5 Personen, usw.

Generell platziere ich jeweils Rechts und Links, leicht oberhalb der Gruppe einen Lichtformer, die die Gruppe seitlich ausleuchten. Wichtig ist, dass die Gruppe nicht direkt an der Wand steht und das Licht nicht zu steil auf die Wand fällt. Somit werden nicht gewünschte Lichtspots direkt ausgeschlossen. Zum Einsatz kommen meine Yongnuo Aufsteckblitze YN568EXII und steuere sie mit meinem Funksteuerungs-System (Yongnuo YN622C-TX und 3x YN622C) an. Als Lichtformer verwende ich die Speedbox D70 II von SMDV sowie den sehr praktischen Beauty Dish von der Firma Roundflash, die ich auf erschwinglichen Walimex Lampenstative montiere. Mittelfristig werde ich für dieses Setup den Beauty Dish gegen eine zweite Speedbox tauschen, um das Licht von beiden Seiten gleichmäßig zu formen.




Nun geht es darum eine gleichmäßige Ausleuchtung zu erreichen und mögliche Schattenwürfe durch einzelne Köpfe zu vermeiden. Draußen erreicht das Licht der Sonne (auch an bewölkten Tagen) die Köpfe der Gruppe, so dass die durch die seitliche Ausleuchtung herbeigeführten Schatten gar nicht bis kaum wahrzunehmen sind. In diesem Fall müssen keine weiteren Maßnahmen getroffen werden.

In geschlossenen Räumen ist das schon wieder ein wenig anders. Dort platziere ich einen weiteren Blitz vor der Kamera (nicht im Sichtbereich der Kamera), der das Licht vor der Gruppe die Decke anstrahlt und gleichmäßig per Reflektion im 45-Grad-Winkel die Köpfe der Personen erreicht. Bestenfalls ist die Decke weiß, oder ist mit etwas weißem Stoff, Reflektor, etc. bestückt. Für diesen Blitz sollte die Brennweite möglichst niedrig gehalten werden und die Streulichtscheibe ausgeklappt werden, um eine möglichst flächige Ausleuchtung von Oben zu erhalten.

Die Vorbereitung

Mindestens eine halbe Stunde vor dem Eintreffen der Gruppe bin ich Vorort, baue das Setup zusammen, überprüfe die Technik und messe die Technik ein. Meistens platziere ich einen Gegenstand, z.B. einen Stuhl, um vorab zu fokussieren und stelle mich dann für erste Probeschüsse selbst hin und drücke auf dem Fernauslöser-Knopf, schalte aber auch dann Kamera, Blitze und andere Geräte erstmal ab. Diese Vorbereitungsarbeit erleichtert mir später die tatsächliche Durchführung enorm und automatisch vermittelt man der Gruppe dann auch, dass alles unter Kontrolle ist. Die Gruppe sollte sich bei dem Fototermin wohl und gut aufgehoben fühlen. Begrüße zunächst jede einzelne Person und überlege schon, wen Du wo platzieren möchtest. Getränke im Sommer sind auch immer gut zu haben und biete sie zunächst etwas an. Führe einen kleinen Smalltalk und schalte dabei die Geräte ein, die Du zuvor ausgeschaltet hast, ein. Weise dann die vorderen(n) Person/en ein, wo sie mittig zu stehen haben. Alle anderen Personen sollen sich dann dahinter (möglichst mit Kontakt) in Form eines gefüllten Dreiecks anreihen. Die Größeren stellen sich nach hinten, die Kleineren nach vorne. Jetzt bist Du der Dirigent und weise die Personen so ein, dass niemand verdeckt ist. Weise unter anderen die Personen ein, so dass sie z.B. enger zusammenrücken (nach dem Motto „Zusammengehörigkeit/Einigkeit in der Familie / im Team“) und einen Schritt von der hinteren Wand treten sollen. Passt alles, drücke ab.



Kameraeinstellung

Es ist sehr wichtig, dass alle Personen scharf fotografiert wurden. Nehme deshalb eine eher geschlossene Blende wie z.B. 11 bis max. 16 und stelle die Verschlusszeit auf 250/Sek. Sind die Blitze ca. 2m von dem Rand der Gruppe entfernt, kannst Du die Blitzpower der seitlichen Blitze wie auf dem Aufbau auf dem o. Foto auf ½ stellen. Den zentralen Blitz, der gegen die Decke blitzt, kann auf 1/1 gestellt werden. Gerne arbeite ich auf einem Stativ und gehe dabei meistens in eine niedrigere Position. Knienen Personen in der vorderen Reihe, so gehe ich auf die Höhe deren Gesichter.

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Zoo Dortmund

Leopard im Zoo Dortmund

Leopard im Zoo Dortmund

Besuch des Zoo Dortmund

Obwohl ich davor das Wochenende im Rahmen der Photo+Adventure den Tierfotografie-Work mit Pavel Kaplun und Miho Birimisa besucht habe (siehe Artikel Photo+Adventure), besuchte ich dieses Wochenende den Zoo Dortmund. Es war nicht wirklich geplant und habe mich sehr spontan dazu entschieden.




Wie kam es denn dazu? Dazu möchte ich zunächst wenige Zeilen schreiben. Ich wusste, dass der Dortmunder Fotograf Roland Klecker von der Dortmunder Fotoschule und Fotostudio dofoto oft auch Foto-Touren mit Flüchtlinge organisiert. Ich persönlich finde sein Projekt sehr vorbildlich und so kam der Moment, als Roland für einen Flüchtlings-Jungen ein Zoom-Objektiv mit einer größeren Brennweite für Canon-Kameras benötigte und den Aufruf bei Facebook startete. Ich habe mich direkt bereiterklärt, besuchte nach über 15 Jahren wieder in den Dortmunder Zoo und durfte seinen Workshop mit begleitet.

Südamerika

Der Zoo hat sich auf Südamerika spezialisiert und ist das (Haupt)-Thema des Zoos. Deshalb findet man im Zoo Dortmund überwiegend Tierarten, die auf dem Kontinent beheimatet sind. In den 6,5 Stunden haben wir auch einige Tiere gesehen, da das Wetter schon beinahe südamerikanische Verhältnisse hatte und diese Tiere sich wohlfühlten.

Der Rundgang

Dadurch, dass der Zoo Dortmund in den Rombergpark integriert ist, ist der Baumbestand dort ziemlich hoch, z.T. auch alt und man könnte deswegen denken, man steht mitten im Wald. Gerade der westliche Teil bietet sehr viel Schatten an zu heißen Tagen, wie es mit den 30 Grad auch an diesem Tage war. Von dort starteten wir die Tour und konnten u.a. Andenkondor, Flamingos, Leopard, Anden-Bär (ehemals Brillenbär), Onchilla, Riesenotter, Totenkopfäffchen und Zweizehen-Faultier fotografieren.




Ab- und zu waren auch Tiere aus den anderen Regionen der Erde zu finden, wie z.B. der Kalifonische Seelöwe, Karpaten-Luchs, Siamang und Orang-Utan.

Der östliche Teil des Zoos ist etwas freier gelegen. In diesem Teil findet man einige afrikanische Vertreter wie Löwe, Breitmaul-Nashorn und Angola-Giraffe, wo wegen dem Weltgiraffentag sehr viel los war.

In Kürze wird das Amazonas-Haus wegen Statik-Probleme erneuert. Ob es anschließend noch als Voliere verwendet werden kann, wird derzeit vom Zoo geprüft.

Eintritt und Parken

Wer viel Zoo für relativ wenig Geld sehen möchte, der ist im Zoo Dortmund absolut richtig. Hier zahlen Erwachsene 8,00 €, während sie in den benachbarten Zoos schon mehr als das Doppelte ausgeben müssen. Auch Verpflegungskosten für Besucher sind im Dortmunder Zoo geringer im Gegensatz bei anderen Tierparks.

Meine Empfehlung ist es, das Auto am westlichen Ende der Hacheneystraße auf den Parkplätzen zu parken, denn dieser ist kostenlos, bietet Schattenplätze und ist nur 5 Gehminuten vom Haupteingang entfernt.



Perfektes Fotografieren im Zoo

Nach den Workshops in den Zoos musste ich feststellen, dass das Kreativstudio Pavel Kaplun und Roland Klecker einige Male unterschiedliche Techniken und Kameraeinstellungen bevorzugen. Ich konnte erkennen, dass es nicht immer ein Richtig oder Falsch unter den Profis gibt und habe mir die Punkte ausgewählt, die mir persönlich helfen und mich ans bestmögliche Tierfoto mit meiner Spiegelreflex-Kamera und dem Teleobjektiv bringen. Und es sind genügend Tricks die ich mir nun angeeignet habe, die auch weit über das praktische Fotografieren hinausgehen.

Ich sollte mir über selbstgehaltene Workshops ernsthaft mir Mal einen Kopf machen.

Photo+Adventure

Photo+Adventure 2017 - Messehalle Kraftzentrale

Photo+Adventure 2017

Foto-und Reise-Event Photo+Adventure

Die Photo+Adventure im Landschaftspark Duisburg-Nord ist das größte und sicherlich auch das schönste Foto-Event in NRW, vielleicht sogar in Deutschland, rund um die Themen Fotografie und Reisen. Früher wo einst Stahl gegossen wurde findet jährlich auf dem ehemaligen Hochofen-Gelände im Duisburger Stadtteil Meiderich diese Veranstaltung statt. Zu den besonderen Highlights des Landschaftsparks zählt die bunte Beleuchtung der Industriekulisse, die allerdings nur am Wochenende zu bestaunen ist. Der Eintritt auf dem öffentlichen Gelände ist kostenlos, ebenso wird auch für das Parken auf dem großen Parkplatz an der Emscherstraße nicht kassiert. Allerdings kann dieser riesige Parkplatz während der Photo+Adventure wegen Überfüllung gesperrt sein und man muss eine Park-Alternative z.B. in der Siedlung rund um die Jugendherberge Duisburg suchen.

Foto- und Reisemesse

In der alten Kraftzentrale findet jedes Mal von Sa.-So. die Messe zu den Themen Foto und Reise statt. Der Eintrittspreis zur Messe beträgt in diesem Jahr 10 Euro bzw. kostenlos für Workshop-Teilnehmer dieser Photo+Adventure oder der im November letzten Jahres stattgefundenen Photo+Adventure intermezzo. Die Workshop-Teilnehmer erhielten Gutscheine für den kostenlosen Besuch.




Als ich am Samstag die Kraftzentrale betrat, habe ich einen Foto-Kollegen getroffen, während Pavel Kaplun Fotos und Composings auf der Live-Bühne vortrug, die er in seiner genialen Art anfertigt.

Es folgte ein Rundgang in der Kraftzentrale vorbei an sehr vielen Ausstellern u.a. Canon, Tamron, Ricoh/Pentax, Sony, Foto Erhardt, AC Foto, Süd-Afrika, Camper24, Rheinwerk Verlag und Saal Digital. Wer genauer schaute, konnte auch gute Schnäppchen zum Messepreis mit bis zu 50% Preisnachlass schlagen. Die Mutigen konnten sich per Slag Line von der einen Ecke der Messehalle zur Anderen befördern lassen.

Foto-Workshops, Seminare und Foto-Walks

Workshops, Seminare und Foto-Walks fanden bereits schon am Freitag statt. Einige wurden sogar bis Sonntag spät in der Nacht durchgeführt. Sie fanden auf dem Gelände des Landschaftsparks in Duisburg und den anliegenden Städten statt. Geführte Touren führten z.B. per Bus oder Schiff zu den Landmarken der Region oder bspw. zum Gasometer nach Oberhausen. Insgesamt war das Programm der Photo+Adventure sehr umfangreich, so dass jeder Besucher seine Zielrichtung der Fotografie fand oder sich in neuen Gebieten austesten können.

Für Tiefen- und Höhenrausch konnten Outdoor-Aktivitäten besucht werden. Angeboten wurden u.a. Schnupper-Tauchen im Gasometer des Landschaftsparks Duisburg-Nord und Hochseilparcours unter dem Hochofen-Dach.

Hochseilparcours unter dem Dach des Hochofens während der Photo+Adenture

Hochseilparcours unter dem Dach des Hochofens

Workshop Tierfotografie mit Kreativstudio Pavel Kaplun

Mein Workshop-Wochenende, ich habe insgesamt drei besucht, startete bereits am Freitag im Duisburger Zoo in Duisburg-Kaiserberg mit Pavel Kaplun und Miho Birimisa. Irgendwie müsste es einen geheimen Pakt zwischen Petrus und den beiden Workshop-Leitern gegeben haben, denn von 10-14 Uhr hat es geregnet, exakt die Zeit in der der Workshop stattgefunden hat.

Spaß bei Seite, was uns nicht umbringt macht uns stärker und Butter bei den Fischen, das Aquarium wartet auf uns. Schluß mit Flosskeln. 😉 Die Teilnehmer wurden in zwei gleichgroßen Gruppen eingeteilt. Ich wurde zunächst in Mihos Gruppe eingeteilt und wir besuchten das Giraffen-Haus, die Lemuren-Insel, Pelikane, Flamingos, Griechische Landschildkröte, und das Aquarium. An den Bären startete unsere Mittagspause und trafen uns alle in der regengeschützten Afrika Lodge zu Speis, Trank und Austauschgesprächen.




In der zweiten Hälfte ging es dann mit Pavel ins Affenhaus. Ich musste dort mein Tamron Zoom-Objektiv leider austauschen, da die Linse von Innen beschlagen war und ich damit nicht mehr fotografieren konnte. Im Affenhaus konnte man ebenso Schildkröten, Leguane und Chamäleons portraitieren. Wir entschieden uns dann die Down-Under-Abteilung zu besuchen und bekamen Bennettkängurus, ein Goodfellow-Känguru und Koalas vor die Linse.

Nach 14 Uhr zum Gruppenfoto hörte plötzlich der Regen auf und der Workshop wurde am Haupteingang beendet. Mit Dominik Baedorf (Instagram: @dominik.baedorf), den ich bei Instagram kennengelernt habe, zogen wir dann weitere zwei Stunden auf eigene Faust los um noch mehr aus dem Duisburger Zoo bei nun besten Wetter. Die Tricks zu noch besseren Tierfotos, die wir von Pavel und Miho während des Workshops erfahren haben, wurden direkt angewendet und es war sehr produktiv, auch wenn ich fast vom aggressiven Saruskranich zerhackt wurde.

Workshop Pimp my Portfolio mit Jochen Kohl

Pimp my Portfolio mit Jochen Kohl und den beiden Profi-Models Janina Schiedlofsky und Julia Smolik war mein zweiter Workshop am Freitag. Rein zufällig hatte Dominik Baedorf ebenso diesen Workshop gebucht und haben uns auch dort wieder getroffen. Direkt um 18 Uhr ging es in der Gleiswaage auf dem Landschaftspark Duisburg-Nord los und wurden ebenso in zwei Gruppen eingeteilt. Begonnen wurde draußen auf der Gleisanlage mit Blitz und Sonnenschein. Dort hat Janina sich mit professionellen Posen ihr Können unter Beweis gestellt, während wir Fotografen sich abwechselten um ihr eigenes Foto zu schießen.

Für anschließenden Available Light-Aufnahmen zog Janina ein Hochzeitskleid an und konnten z.B. sie mit einer Industriekulisse im Hintergrund ablichten. Für einen zusätzlichen Glanz wechselten wir ebenso den Reflektor durch und mussten uns mit den Fotos beeilen, da die Sonne schon fast hinter Hochofen 5 verschwand.

Janina Schiedlofsky

Janina Schiedlofsky

Zuletzt gingen wir dann in das Gebäude der alten Gleiswaage, die Jochen Kohl mit seinem Fotostudio-Equipment in ein Fotostudio verwandelt hat und machten eine kurze Besprechung zur Studiofotografie. Wir setzten das Licht und schossen einige Schwarz-Weiß-Portraits. In der Zwischenzeit hat Jochen einige Fotos von unserer Speicherkarte kopiert, optimiert und auf Fotopapier ausgedruckt. Es war schon nach 23 Uhr als der Workshop beendet war.




Lightpainting-Workshop für Fortgeschrittene mit ZOLAQ

Lightpainting bzw. mit Licht malen funktioniert erst so richtig, wenn es draußen dunkel ist. Deshalb startete dieser Workshop am Samstag auch erst um 22 Uhr. Nach einer kurzen Zusammenkunft mit Besprechung in der Fahrradhalle der Jugendherberge konnte es dann auf dem Gelände des Landschaftsparks losgehen.

Olaf Schieche, der Kopf von ZOLAQ, präsentiere uns in diesem Workshop, wie man erweiterte Orbs mit Feuer- und Pyrotechnik oder auch kaputte, gebrochene Orbs erstellt. Außerdem kamen zu den Basics, die uns bei dem Anfänger-Workshop (s. Artikel: Lightpainting – Workshop mit Profis) gezeigt wurden, weitere Lightpainting-Tools zum Einsatz um weitere Formen u.a. Light-Lamps und Ufos zu erstellen. Hauptsächlich hat Olaf uns die Schritte erklärt und das Lightpainting durchgeführt. Die Workshop-Teilnehmer mussten stets die Kamera auslösen, abdecken oder die Belichtung beenden.

Bei der Photo+Adventure intermezzo im letzten Jahr habe ich bereits den Anfänger-Workshop besucht und wiederum hat dieser Workshop eine Menge Spaß gemacht. Dabei habe ich wiederum viele neue Ideen und Inspirationen gewinnen können. Auf Amazon habe ich einige Sachen schon für meine Umsetzung bestellt. 🙂

Im Landschaftspark

Im Landschaftspark Duisburg-Nord konnte ich auch einige Bekannte aus vergangenen Workshops und sozialen Medien treffen. Mit Ralf Klette (Instagram-Profil: @pixelralli) zog ich direkt nach dem Besuch der Messe auf dem Gelände des Landschaftsparks. An dem Tag fokussierten wir uns auf die Wasserflächen im Park, da wir vor einem Monat privat einen Foto-Walk (s. Artikel: Fotowalk Landschaftspark Duisburg-Nord) unternommen hatten. Dabei haben wir auch bemerkt, dass viele Workshops zurzeit unterwegs waren.

An einem etwas abgelegenen Winkel des Parks kletterte ich in den Lauf der Alten Emscher und schraubte meine Filter (Pol– und ND-Filter) auf. Während der Langzeitaufnahme kamen die einen oder anderen Passanten oder Workshop-Gruppen vorbei und wurden mit der Aufnahme der kleinen Stromschnellen auf meinen Kamerachip gebrannt. Dadurch wirkten die Aufnahmen auch etwas interessanter.

Landschaftspark Duisburg-Nord - Alte Emscher

Landschaftspark Duisburg-Nord – Alte Emscher

Ich bin echt froh, dass ich zuvor meine leistungsstarke Powerbank gekauft habe. In der Kombination mit diesem Ladegerät konnte ich all meine Kamera-Akkus damit aufladen und für stets ein volles Smartphone sorgen. Nach Gegenlichtaufnahmen und Wasserspiegelungen-Einfangen kletterte ich dann auf die Aussichtsplattform des Hochofens. Von oben hat man einen herrlichen Überblick über Teile des Ruhrgebiets und kann doch bestaunen, dass es großflächig auch grün ist. Von oben kann man gut Gasometer Oberhausen, Centro Oberhausen, Duisburger Innenstadt, Tetraeder in Bottrop und die Mannesmann Hütten-Werke erkennen.

Freihand-Panorama, erstellt auf dem Hochofen 5

Freihand-Panorama, erstellt auf dem Hochofen 5

Anschließend hatte ich Hunger und hatte genügend Zeit bis zum nächsten Workshop. Ich habe eine Pizzeria an der Neumühler Str. gefunden. Genügend Möglichkeiten zur Stärkung befanden sich ebenso auf dem Gelände des Landschaftsparks, auf dem einige Food-Trucks etwas Festival-Charakter verliehen. Eine Gastronomie mit Biergarten ist ebenso auf dem Gelände am Haupteingang im Hauptschalthaus zu finden.




Mehr Photo+Adventure

Photo+Adventure Österreich

Wer nicht bis nächstes Jahr warten kann oder will, der besucht die Photo+Adventure in Österreich. Dieses Mal findet sie in der österreichischen Hauptstadt Wien vom 11.-12.11.2017 in der Messe statt.

Photo+Adventure Intermezzo

Auf der Photo+Adventure intermezzo findet keine Messe statt, aber beinhaltet ein umfangreiches Workshop- und Seminar-Programm. Sie findet vom 03.-04.11.2017 im Landschaftspark Duisburg-Nord statt.

Fazit

Der Blogartikel ist wieder einmal viel zu lang geraten, aber den Text kürzer zu fassen, das würde auch nicht funktionieren. Schließlich wollte ich ja meine Erlebnisse auch als Gesamtpaket wiedergeben.

Zuerst ein dickes, fettes Lob an die Veranstalter und Supporter der Photo+Adventure. Es ist echt schon Wahnsinn, was für dieses Wochenende auf die Beine gestellt wird. Es ist eine große, runde Sache die auch sehr gut in den Landschaftspark passt. Auf viele weiteren tollen Jahren.

Das meiste konnte ich für mich bei dem Workshop Pimp my Portfolio mit Jochen Koch mitnehmen. Es war das erste Mal wo ich wirklich mich mit People-Fotografie auseinander gesetzt habe und Mal hineinschnuppern konnte, wie andere Fotografen es machen. Jochen Kohl ist sehr kompetent in People- und Studiofotografie und kann sein Wissen sehr gut vermitteln. Es ist nicht ganz so abwegig, dass ich einen weiteren Workshop bei ihm buchen werde, da ich sehr gerne in diesem Bereich etwas mehr einsteigen möchte. Bis dahin war es neues Terrain für mich.




Selbstverständlich waren auch die beiden anderen Workshops sehr hilfreich und interessant. Ich konnte viele Inspirationen, Tipps und Tricks sammeln. Mein Horizont ist nach der Photo+Adventure auf jeden Fall wieder etwas gewachsen. Ich freue mich schon auf viele neue Veranstaltungen. 🙂

Weiterführende Links:

Fotowalk Landschaftspark Duisburg-Nord

Das grüne Krokodil im Landschaftpark Duisburg-Nord

Mit zwölf Foto-Jüngern sind wir per Fotowalk durch den Landschaftspark Duisburg-Nord in den Mai getanzt. Und es war genial! Der Landschaftspark, ein altes, stillgelegtes Hochofengelände im Stadtteil Meiderich, ist die Foto-Location in Deutschland schlecht hin. Hier findet jeder sein Motiv, egal ob Natur-, Landschafts-, Architektur-, Nacht- oder Makrofotografie.




Wann ist der Landschaftspark beleuchtet?

Der gesamte Gebäudekomplex des Landschaftsparks wird freitags, samstags und sonntags sowie an den Feiertagen bunt beleuchtet. Direkt zum Sonnenuntergang werden die Lampen der Lichtinstallation vom Künstler Jonathan Park eingeschaltet.

Beleuchteter Landschaftspark Duisburg-Nord

Landschaftspark Duisburg-Nord

Direkt nach einem kleinen Stell-Dich-Ein zum Sonnenuntergang im Biergarten neben dem Hauptschalthaus ging es auch schon direkt auf die Aufsichtsplattform des Hochofens Nr. 5 auf ca. 70 Metern Höhe. Von dort ist der Blick frei über das westliche Ruhrgebiet, den Niederrhein und selbstverständlich auf Duisburg. Auch heute sieht man von der Aussichtsplattform, wie der Anstich von Mannesmann Hüttenwerk und thyssenkrupp den Himmel kurzzeitig rot färben. Ebenso konnten vom Hochofen auch schöne Lighttrails von Autobahnen eingefangen werden. Ich probierte einige Langzeitbelichtungen aus.

Duisburg bei Nacht

Unten Angekommen fotografierten wir nonstopp erst auf dem Innenhof, dann in den Gängen der Möller-Bunker weiter. Vor allem der blaue Gang mit der ewigen Pfütze und den Stufen gefällt mir noch mehr als der Rote, der meiner Meinung nach schon zu oft fotografiert wurde bzw. totgeknipst.

Landschaftspark Duisburg-Nord - Blauer Möllerbunker

Nach einigen Fotos am grün-angeleuchteten Krokodil am Rundklärbecken und von den Ventilatoren des Kühlwerks, fingen wir noch nächtliche Reflexionsbilder von der Alten Emscher ein. Der Halbmond sorgte schon für ein perfektes Licht um die Konturen der Motive erkennen zu lassen.

Landschaftspark Duisburg-Nord - Spiegelung Alte Emscher

Zum Abschluss wanderten wir noch auf den Schlackeberg, lt. Open Street Map auch Monte Schlacko genannt, hinauf zur Landmarke, wo man die beste Panoramasicht auf das gesamte Industriedenkmal hat. Nun sind wir sicher in den Mai angekommen und sicherlich war es nicht unser letzter Fotowalk.

Auf dem Schlackeberg im Landschaftspark Duisburg-Nord

Der Landschaftspark feiert zur Extraschicht 2017 sein 20 jähriges Bestehen. Ein Grund mehr diese herrliche Parklandschaft zu erkunden.




Auch wenn ich von der anderen Seite des Ruhrpotts komme, ich war schon recht oft mit der Kamera im Landschaftspark Duisburg-Nord unterwegs. Hier sind noch weitere Artikel mit zahlreichen Fotos von meinen Erlebnissen in diesem Park


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