Foto-Reisen – Das Abenteuer beginnt mit dem Rucksack

Foto-Reisen Packliste

Foto-Reisen Packliste

Du bist oft mit Kamera und Linsen unterwegs und hast keinen Plan was bei Foto-Reisen ins Gepäck soll? In den letzten vier Jahren war ich sehr häufig mit der Kamera in der Welt auf Tour und werde auch in Kürze wieder einen Trip nach den Anderen hinterher jagen. Deshalb möchte ich Dir meine praktischsten Tipps, speziell für Tages- und Wochenendtouren, mit auf den Weg geben.

Sollte Deine Reise etwas länger dauern, dann ist eine ganze Reihe mehr zu beachten. Dazu findest Du eine ausführliche Packliste, die ich bereits vor einigen Monaten veröffentlicht habe und sie auch gut besucht wurde.

Packliste für Tages- und Wochenendtouren

Rucksack

Die Verpackung ist das A und O auf der Tour, d.h. zunächst muss ein Rucksack oder eine Tasche her. Wichtig ist es, dass das Gepäck auch über einige Kilometer zu Fuß bequem transportiert werden kann. Du sollst Dich auch wohlfühlen und somit Spaß an der Tour haben. Deshalb bin ich in eher sicheren Orten mit einem „normalen“ Rucksack (Perfect Day von Jack Wolfskin) unterwegs. In eher unsicheren Gegenden greife ich auf meinen Mantona Kamera-Rucksack zurück, wobei der Reißverschluss zum Hauptfach sich auf der Rückenseite befindet.



Kamera und Objektiv

Unabhängig ob Spiegelreflexkamera oder spiegellose Systemkamera, sollte immer ein Reisezoom-Objektiv dabei sein. Auf meiner Canon (mit APS-C-Sensor) habe ich deshalb immer das Tamron 16-300mm f/3.5-6.3 Di II dabei. Klar ist es qualitativ nicht so gut wie eine Festbrennweite, aber dieses neuere Tamron ist trotz mächtigem Brennweitebereich schon sehr gut in der Abbildung. Außerdem ist bei einer City-Tour die Motiv-Vielfalt so umfangreich, dass ich Mal eine geringere oder eine sehr hohe Brennweite benötige. Eine Detailaufnahme vom Zifferblatt des Big Bens in London erzielt man auch nicht über einen Fuß-Zoom bei einer Festbrennweite. Oft packe ich auch das Tamron 10-24mm f/3.5-4.5 SP Di II Weiwinkelobjektiv bei, damit man auch etwas mehr von Plätzen oder Landschaften auf das Foto bekommt. Für das Weitwinkelobjektiv werfe ich auch das Etui mit meinen Filtern (3xND-, Pol- und Grau-Verlaufsfilter) in den Rucksack.

Zubehör

Extra für diese Touren habe ich mir das praktische, leichte Reisestativ Rollei Traveller No. I Carbon beschafft. Mit der geringen Packmasse passt es problemlos in den Rucksack oder klemme es mir zwischen einen Gurt des Rucksacks. Und wenn man nur ein Einbein-Stativ benötigt, dieses Stativ lässt sich dazu schnell umbauen bzw. umschrauben.

Außerdem ist auch immer ein Selbstauslöser bei. Damit ich auf Reisen viel freie Kapazität habe, wechselte ich vor einiger Zeit auf schnelle SD-Karten mit einer sehr großen Speicherkapazität und nehme immer zwei Karten sicherheitshalber mit. Ersatz-Akku und ein kleines Microfaser-Tuch schließen meine Basis-Packliste ab. Oft habe ich auch mein kleines Klemmstativ mit und kann die Kamera dort montieren, wo ich mit dem Stativ nicht so einfach hinkomme. Ob Brücken-Geländer oder Gebäudekanten, diese Klammer ist flexibel einsetzbar und unersätzlich.

Tragekomfort erhöhen

Ob beim Kauf einer Canon-, Nikon- oder SONY-Kamera, die Schultergurte sind einfach nur schlecht. Sie sind schmal, teils scharfkantig und schrammen schön in den Nacken. Es geht auch anders. Gleich nach dem Kauf meiner ersten Kamera habe ich mir den SunSniper Pro-II beschafft. Er macht das Tragen der Kamera viel angenehmer, verdreht nicht und ist auch durch das eingearbeitete Stahlseil diebstahlgesichert. Da beim Tragen die Kamera sich mit der Linse leicht gekippt nach unten befindet, ist sie auch gut geschützt vor Niesselregen.

Kraftwerk ist immer dabei

Da ich auch andere Strom-Verbraucher wie mein Smartphone dabei habe und es auch oft zum Tracking benutze, habe ich für mich eine sehr geniale Lösung gefunden. Mit dabei ist meine große ANKER Powerbank, mit der ich das Smartphone sehr schnell laden kann. Über das Ladegerät mit Micro-USB-Eingang kann auch der verbrauchte Zusatz-Akku der Kamera einfach aufgeladen werden.



Etwas Old-School

Für die Orientierung, vor allem im Ausland, habe ich im Nebenfach einen Stadtplan und/oder Reiseführer eingesteckt. Somit kann ich schnell nach weiteren Sehenswürdigkeiten in der Nähe finden.

Und was ist mit Deiner Sony?

Ab-und zu nehme ich auch statt meiner Canon meine Sony Alpha 7S II mit, wenn ich weiß, dass ich auch in der Nacht oder dunkle, sakrale Gebäude wie Kathedralen oder Tempelanlagen besuche. Die Sony hat eine geringere Auflösung, ist aber mein Spezialwerkzeug für Low-Light-Situationen.

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Gabale – Der beste L-Winkel für SONY (Meine Meinung)

Roter L-Winkel Gabale für SONY ALPHA 7R III

Roter L-Winkel Gabale für SONY ALPHA 7R III

Leider wollte ich auf die Schnelle ein L-Winkel für die SONY ALPHA 7R III haben und habe bei der augenscheinlich erst-besten Lösung bei eBay zugeschlagen. Ein Fehler. Der L-Winkel von der Firma MENGS hat unter dem Batteriefach eine zu tiefe Einfassung und ist auch nicht gerade das leichteste Modell. Außerdem finde ich die vertikale Befestigung der Kamera nicht gerade sicher, so musste eine andere, bessere Lösung her.

Angeliefert wurde in dieser Woche der Gabale L-Winkel / L-Plate in einem metallischen Rot. Das sieht zu einem sehr funky aus, sticht aus der Menge heraus und hat einen viel besseren, ergonomischeren Sitz an der Kamera. Auch dieser L-Winkel wurde mit dem Arca-Swiss-Standard versehen und ist somit zu den meisten Stative u.a. mein Rollei Traveller No. 1 kompatibel. Anders als bei der MENGS L-Schiene sitzt bei der Gabale das Stativgewinde zentral. Das spielt eine sehr wichtige Rolle sofern mein Gimbal oder der Sun Sniper-Gurt daran montiert wird. Das Batteriefach wird einfach verlängert und verhindert somit diese tiefe Einfassung als bei meinem bisherigen L-Winkel von MENGS. Auch der Halt in der vertikalen Montierung der Kamera ist der Sitz wesentlich sicherer, da der Doppelbogen durchgängig gefertigt wurde.

Was ist ein L-Winkel?

Ein L-Winkel (oder auch L-Plate oder auch Quick Release-Plate oder auch Schnelwechselplate genannt) vereinfacht und beschleunigt in erster Linie die Arretierung der Kamera an einen Stativ-Kopf. Da diese Schiene L-förmig ist, kann die Kamera schnell in die horizontale oder vertikale Ausrichtung gewechselt werden. Da der L-Winkel dauerhaft montiert bleibt, wird die Stativplatte vollständig ersetzt und kann ab dann immer zuhause bleiben.

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Das Pixelmonster – SONY ALPHA 7R III

SONY ALPHA 7R III

SONY ALPHA 7R III

Das Pixelmonster, die Sony Alpha 7R III, ist mein neues Arbeitswerkzeug. Seit über einem Jahr erhalte ich Aufträge für Fotos für den professionellen Druck (Plakate, Flyer, Jahres-Kalender, etc.) und musste oftmals tricksen um die geforderten 300 dpi bei einer größeren Bildgröße liefern zu können.

Das ist mit der Sony Alpha 7R III nun gar kein Thema mehr, da sie Fotos bis zu einer max. Auflösung von 42.4 Megapixel erzeugen kann und das ist schon eine ganze Menge. Sie verdrängt ganz locker das Canon-Flaggschiff, die EOS 5D Mark IV, vor allem in Auflösung, geringerem Rauschen Dank neuem EXMOR R Sensor sowie unglaublichen Dynamikumfang. Überhaupt kenne ich derzeit keinen anderen Kamerahersteller der mehr Dynamikumfang liefert als SONY.

Ebenso als nützliches Feature ist der doppelte Speicherkarten-Slot, wovon ein Slot Speicherkarten der Spezifikation UHS-II unterstützt. Ich habe die spiegellose Systemkamera so eingestellt, dass sie auch Alles auf beiden Karten doppelt abspeichert. Somit bin ich auf der sicheren Seite, falls bei einem Shooting eine Speicherkarte sich verabschieden sollte.

Neue Funktionen wie z.B. der Pixel-Shift-Modus muss ich selbst noch austesten. Dieses verspricht noch eine enorme Verbesserung der Bildqualität bei Motiven, die sich nicht während der Aufnahme bewegen. Alle weiteren grundlegenden Funktionen und deren Bedienung sind sehr ähnlich zur SONY ALPHA 7S II und habe die Einstellungen inkl. Belegung der Benutzertasten fast 1:1 übernommen (siehe SONY ALPHA 7S II – Kamera-Einstellungen).

Zubehör. Eine passende L-Schiene des Herstellers MENGS ist bereits montiert. Obwohl der neue Sony-AKKU das Doppelte im Vergleich zur 2. Generation der 7er-Reihe halten soll, deswegen wurde die SONY APHA 7R III auch in das Gehäuse der etwas größeren SONY ALPHA 9 untergebracht, habe ich noch nach einem Ersatz-Akku Ausschau halten und ihn mit dem praktischen USB-Ladegerät bestellt. Im Gegensatz zur 2. Generation hat SONY auch leider nur einen AKKU dem Lieferumfang beigelegt anstatt zwei. Was ich noch in Kürze machen werde ist eine Schutzfolie auf das Kamera-Display zu kleben. Schließlich hat die Kamera ja auch nicht 3 Mark 50 gekostet. 😉




Nun habe ich drei Kameras, die meine drei wesentlichen Einsatzgebiete perfekt abdecken. Das neue Pixelmonster, die SONY ALPHA 7R III, das Nachtsichtgerät, die SONY ALPHA 7S II, für Nightscapes, ASTRO-Fotografie und Lightpainting sowie die Canon EOS 70D für Tier- und Wildlife-Fotografie Dank des Crop-Faktors.

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E-mount – Gute Neuigkeiten

Neue e-Mount Objektive von Sigma und TAMRON angekündigt

Neue e-Mount Objektive von Sigma und TAMRON angekündigt

Der E-mount ist der neuere Anschluss für SONYs modernen Systemkameras und lässt allmählich den A-mount ab. Die Auswahl an Objektiven für den E-mount-Anschluss ist bislang fast an zwei Händen abgezählt und demnach ist das Sortiment sehr überschaubar.

In vielen Fachzeitschriften wurde aber nun darüber berichtet, dass auch die Fremdanbieter TAMRON und Sigma Objektive für den E-mount-Anschluss herstellen werden. Das hört sich zunächst nach einem großen Segen an, denn damit könnte neben dem größeren Angebot von zusätzlichen Objektiven auch der Preis deutlich attraktiver werden. Endlich kann, wie lange erhofft, mit mehr Bewegung bei den Systemkameras des Hauses SONY gerechnet werden. Mit den Systemkameras a6, a7 und a9 gibt es jetzt schon sehr viele potenzielle Käufer.

TAMRON möchte zur Jahresmitte ein Standardzoom auf den Markt bringen. Die Firma Sigma wird sich zunächst auf Festbrennweiten konzentrieren.




Quellen:

SONY ALPHA 7 III / SONY ALPHA 7R III

SONY ALPHA 7 iii / SONY ALPHA 7R IIINachdem Sony seine dritte Auflage seines Pixelmonsters, die SONY ALPHA 7R III herausgebracht hat, folgte nun im März die Neuauflage des Allrounder-Modells, die SONY ALPHA 7 III.

In der Tat ist ein Vollformat-Sensor in einer Systemkamera heute noch eine wahre Rarität auf dem Markt. SONY teilt sich dieses Merkmal mit dem Kamerahersteller Leica, dessen Modell Leica Q nochmals das Doppelte zur SONY ALPHA 7 III kostet.

Der Exmor R Sensor mit Hintergrundbeleuchtung befindet sich nun auch in der SONY ALPHA 7 III, dieser zuvor der R-Reihe vorbehalten blieb. Ein wahrer Vorteil um die Bildqualität zu steigern. Dieses sorgt ebenfalls dem unerwünschten Bildrauschen entgegen. Der Vollformatsensor bildet bis zu 24,4 MP ab. Eine schnellere Abarbeitung der Bilder wird nun auch mit dem neuen Bildprozessor erreicht.

Eine Verbesserung gibt es auch beim Phasenfokus. Nun werden 93 Prozent des Bildfeldes abgedeckt und bietet eine Scharfstellung fast bis zum Bildrand hin. Sie erbt diese Eigenschaft von SONYs Flaggschiffmodel, der SONY ALPHA 9. Ebenso ist auf der neuen SONY ALPHA 7 III die Funktion des Augenautofokus enthalten. Dabei wird immer auf das der Kamera am nächsten zugewandten Auge fokussiert.




Die Serienbildfunktion ist mit bis zu 10 Bildern pro Sekunde mit AF/AE-Tracking auch leistungsfähiger geworden und kann bis zu ca. 117 Bildern in einem Rutsch durch den größeren Pufferspeicher fotografiert werden.

Zwei Kartenslots, ein Slot unterstützt die Spezifikation UHS-II. Demnach können SD-Karten eingesetzt werden, die z.B. 300 MB/s. schreiben und lesen können.

AF-On Taste befindet sich nun als Extra-Schalter auf der Body-Rückseite und teilt sich nicht mehr die Schaltfläche mit der Belichtungsmessung (AES). An dieser Stelle befindet sich nun eine Joystick-Schaltfläche mit der man perfekt den Fokuspunkt einstellen kann. Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich nun ein Touchscreen, der bislang bei SONY ausgeblieben ist.

Sie kann 4K-HDR mit Hybrid Log Gamma-Profil (HLG) und unterstützt S-Log2/3. Damit ist sie ganz klar auch eine perfekte Video-Kamera.




Ein Kritikpunkt des Vorgängermodells war die kurze AKKU-Laufzeit und dieses ist SONY mit der dritten Generation erfolgreich angegangen. Die AKKU-Laufzeit hat sich nun durch den leistungsstärkeren AKKU beinahe verdoppelt und katapultierte die Kamera nun in die Klasse der ausdauerstärksten Systemkameras. Ein Wermutstropfen gibt es. Die AKKUS der zweiten Generation passen in die SONY ALPHA 7 III und SONY ALPHA 7R III nicht hinein. Die neuen Z-AKKUS sind größer geworden, ein Punkt warum das Gehäuse auch etwas wachsen musste.

Ich bin im letzten Jahr glücklich von CANON auf SONY umgestiegen und bin seitdem Besitzer der lichtempfindlichen SONY ALPHA 7S II. Da ich nun vermehrt auch Anfragen und Aufträge für Print erhalte, werde ich mir zusätzlich die SONY ALPHA 7 R III oder SONY ALPHA 7 III anschaffen. Im Juni habe ich einen sehr guten Anlaufpunkt bei dem ich die Kameras erheblich günstiger erwerben kann.

Sony 16-35Z – Das neue Objektiv

Sony 16-35Z – Das neue Objektiv

Sony 16-35Z – Das neue Objektiv

Das Sony 16-35Z f/4 ist das dritte Objektiv im Bunde für meine Systemkamera SONY ALPHA 7S II. Ich habe durch dieses Ultraweitwinkel-Objektiv meine SONY-Ausstattung vervollständigt. Nun ist der Brennweitenbereich 14mm sowie 16-70mm im Vollformat abgedeckt. Eine weitere Investition in dem Telebereich, mehr als 70mm, strebe ich derzeit mit der Marke SONY nicht an. Das könnte sich aber ab Juni doch noch einmal ändern. Meine APS-C-Kamera hat aber dennoch wesentlich bessere Vorteile im Telebereich z.B. bei Tierportraits.

Faktoren zur Entscheidung

SONY hat für seinen noch neueren e-Mount-Anschluss oder eher gemeint ist der fe-Mount (fe kennzeichnet e-mount für Vollformat-Sensoren) bislang nur zwei Objektive als Ultraweitwinkelzoom im Sortiment. Einmal das 16-35mm f/2.8 GM und das 16-35mm Zeiss f/4. Der Preisunterschied beträgt etwas mehr als 1.000 EUR. Aber warum ist das so und worin liegt der Unterschied zwischen beiden Objektiven?

Allein schon die Blendenzahl verwendet SONY als preisliches, aussagekräftiges Argument. Je lichtstärker ist bzw. offenblendiger ein Objektiv sein kann, desto preislich wird es eher höher beim Händler zu finden sein. Dadurch wird die Bauart größer und das Objektiv schwerer, was für Dich ein Nachteil sein kann. Dafür ist mit dem 16-35mm f/2.8 GM auch im Ultraweitwinkelbereich eine geringe Schärfentiefe erzielbar, wobei man dadurch einen Bokeh-Effekt erreichen kann. Auch die Milchstraße ist bedingt besser durch das 16-35mm f/2.8 GM auf den Sensor zu bannen, da es lichtstärker ist.




Aber nur bedingt besser, denn mit dem 16-35mm Zeiss f/4 nimmt die Schärfe zum Bildrand nicht so schnell ab wie der teure Vertreter. Das liegt ganz in der Natur der offenblendigen Objektive. Es fängt deutlich das schärfere Bild ein wie sein teurer Kontrahent und ist im Einsatz bei Landschaftsaufnahmen deutlich besser.

Da es kompakter ist, also kleiner und leichter, und meine SONY ALPHA 7S II eh schon lichtempfindlich ist, fiel die Entscheidung ganz klar auf das SONY 16-35mm Zeiss f/4. Hauptsächlich verwende ich es bei Stadtbesichtigungen bei einer eher geschlossenen Blende bzw. hohen Blendenzahl. Durch das  leichtere Gewicht von Kamera und Linse ist es komfortabler durch die Straßenzüge zu tragen und der Brennweitenbereich  von 16-35mm perfekt für die Stadt ist, fiel die Entscheidung auf das SONY 16-35mm Zeiss f/4. Die hochqualitativen Linsen für dieses Objektiv wurden von der Firma Zeiss hergestellt. Bislang bin ich sehr mit diesem Objektiv zufrieden und habe es bei meinem Wochenend-Trip nach Amsterdam fast durchgehend verwendet.

Amsterdam - Spiegelgracht

Amsterdam – Spiegelgracht

Amsterdam - Westerkerk

Amsterdam – Westerkerk

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Sony Zeitraffer-App (Play Memory Apps)

Sony Zeitraffer-App im Einsatz

Sony Zeitraffer-App im Einsatz

Nun bin ich schon ein halbes Jahr dabei mit einer Sony Systemkamera, der Sony Alpha 7 S II zu fotografieren und möchte Euch etwas über die SONY Zeitraffer-App von berichten. Zunächst eine allgemeine Information zu den Kameras, eher Systemkameras, des Herstellers Sony, der ein besonderes Feature den Anwendern bereitstellt. Es können zusätzliche Apps aus dem Play Memory App Store bezogen und auf die Kamera installiert werden. Ähnliches Vorgehen wie beim App Store bzw. Google Play Store bei Smartphones. Eine Übersicht der Apps könnt Ihr auf dieser Seite überblicken.




Was ich davon halte und der erste Eindruck von der Zeitraffer-App

Eigentlich sollte ich meine erste Meinung hier nicht nennen, aber ich tue es dennoch. Ich dachte erst, dass die App bereits meine vorgenommen Kamera-Einstellungen überschreibt, selbst Einstellungen zur Belichtung vornimmt und leider keine Bilderstrecken in JPEG, noch besser in RAW, erstellt. Angewendet habe ich die App erstmalig und ad hoc über einer A40-Autobahnbrücke in Essen und habe mich schon über zwei Punkte geärgert. Punkt 1, die Blende wurde auf 2.8 gestellt (deswegen die sehr geringe Schärfentiefe in der Timelapse) und die Belichtung dennoch zu dunkel. Punkt 2, ich habe später (Zuhause) feststellen müssen, dass ich keine Bilder im Kasten hatte, sondern ein bereits fertiggestelltes Video im avi-Format.

Die Erleuchtung

Zuhause ist mir dann der Groschen gefallen. Ich habe mich dann intensiver mit der Zeitraffer-App beschäftigt und festgestellt, dass die App auch meine Wünsche nicht offen lässt. Zunächst zu Punkt 1. Ich weiß jetzt nicht mehr, was ich für ein Programm in der App gewählt habe, vermutlich „Standard“. Das Programm „Custom“ hätte (ohne Fahrradkette) ich wählen sollen, denn damit sind alle Belichtungseinstellungen (Blende, Belichtungszeit und ISO) möglich gewesen. Weitere Programme unterstützen bei der Erstellung einer Timelapse bei z.B. Sonnenaufgang und -untergang und bei Nacht. Auch für Laien eine super Hilfe, da die Belichtung automatisiert von der App nachjustiert wird.

Auch Punkt 2 ist hinfällig, denn in den Grundeinstellungen der Timelapse-App kann festgelegt werden ob die Timelapse als fertiges Video (avi), als Fotostrecke (JPEG und/oder RAW) oder sogar beides abgespeichert wird. Ich persönlich finde die Erstellung in RAW-Einzelfotos interessant, da ich wie bisher auch die Fotos in Adobe Lightroom optimiere. Für viele ist aber die direkte Abspeicherung der Timelapse als Video eine praktische und schnelle Lösung.




On Location ging alles rund um den ersten Versuch zu schnell. Erst beim genaueren Ausprobieren Zuhause bin ich zu 100% von der Timelapse-App überzeugt. Für den Zweck zur Erstellung von Timelapse(n) benötige ich keinen externen Timer mehr und lasse ihn demnächst einfach Zuhause liegen. Neben einer Reduzierung der Kameratasche um wenige Gramm gibt es noch einen weiteren Vorteil. Mit dem Verzicht des Auslösers ist der Micro-USB-Eingang nun unbesetzt. Eine Speisung mit Strom (Steckdose oder Powerbank) kann nun auch eine Timelapse über mehreren Tage ermöglichen.

Installation

Grundvoraussetzung ist, Du hast eine neuere Sony Systemkamera. Zunächst musst Du Dich auf der Seite Play Memory Apps registrieren um ein Benutzerkonto zu erhalten. Logge Dich dann ein und schließe Deine Kamera mit dem mitgelieferten USB-Kabel an. Aktiviere im Menü der Kamera den USB-Modus USB-Debugging Nun kannst Du eine App, wie z.B. die Zeitraffer-App, erwerben und direkt auf die Kamera installieren.

Siehe auch:

Feuerwerk fotografieren

Feuerwerk fotografieren - Feuerwerk bei der Internationalen Warsteiner Mongolfiade

Feuerwerk fotografieren an Silvester – Was muss man beachten für ein perfektes Foto?

In wenigen Tagen ist Silvester und viele Fragen sich, wie man optimal ein Feuerwerk fotografieren kann? Viele von Euch haben zu Weihnachten eine neue, vielleicht auch die erste, Kamera erhalten. Deswegen gehe ich in diesem Artikel weniger in die Basics der Fotografie ein und werde an dieser Stelle eine Art Standard-Rezept mit auf dem Weg geben. Damit gelangt Ihr zu genialen Ergebnisse, mit den Ihr dann bei Freunden, Mama, Papa und Oma (Grüße an Pavel ;)) glänzen könnt.

Feuerwerk fotografieren

Feuerwerk fotografieren

Feuerwerk fotografieren

Feuerwerk fotografieren

Egal ob System-, Spiegelreflex-, Bridge- oder moderner Kompaktkamera, wir müssen auf jeden Fall die Kamera in die Langzeitbelichtung einstellen. Aber das wichtigste vorab, wir dürfen dabei die Kamera mal 8-15 Sekunden nicht bewegen. Das schafft kein Sterblicher und somit ist es klar, Du brauchst ein STATIV.




Und noch vorher musst Du wissen, ob Du ein Weitwinkelobjektiv für das Einfangen der Gesamtszenerie des Feuerwerks, oder eher mit dem Teleobjektiv einzelne Effekte einfangen möchtest. Ich persönlich mag eher die Gesamtszenerie und je mehr Effekte auf dem Foto eingefangen werden, umso besser. Meistens bin ich bei einem Feuerwerk mit zwei Kamera-Kombinationen unterwegs.

Kombi A: Sony Alpha 7S II, Samyang 14mm 2.8 AF, Rollei Traveller No 1 Carbon, Fernauslöser

Kombi B: Canon EOS 70D, Tokina 11-16mm ,Manfrotto-Stativ, Manfrotto 3-W-Neiger, als Backup (wenn das Feuerwerk doch zu weit entfernt ist) das Reisezoom Tamron 16-300mm, Fernauslöser

Die genaueren Einstellungen führe ich weiter unten auf, die Du selbstverständlich auch schon Zuhause vornehmen kannst. Was Du Zuhause schon einstellen kannst, wäre die Speicherung in RAW-Format um auch nachher in einer möglichen Bildnachbearbeitung das Maximum aus den Bildinformationen herauszuholen. Auch wenn Du im RAW-Format fotografierst solltest Du auf den korrekten Weißabgleich (WA) bzw. White Balance (WB) achten und auch wählen. So kannst Du zwischen den Aufnahmen rasch und viel besser auf dem kleinen Monitor beurteilen. Denn dort wird das Vorzeigebild mit dem eingestellten Weißabgleich dargestellt.

Vor allem betrifft es die von Euch, die mit einer System- oder Spiegelreflexkamera unterwegs sind. Deaktiviert die gewöhnliche Rauschunterdrückung und ggf. die High-ISO-Rauschunterdrückung.

  • Canon: Rauschred. bei Langzeitbel. OFF und High ISO Rauschredutierung OFF
  • SONY: Langzeit-RM Aus und Hohe ISO-RM Aus
Sony - Rauschreduzierung deaktivieren

Sony – Rauschreduzierung deaktivieren

Canon - Rauschreduzierung deaktivieren

Canon – Rauschreduzierung deaktivieren

Diese Funktionen zeichnen die Fotos viel zu weich und nach der Verschlusszeit wird meistens noch die gleiche Dauer für die Verarbeitung in der Kamera fällig.

Um es auch später nicht zu vergessen, schalte jetzt schon den Bildstabilisator aus. Ein aktivierter Bildstabilisator kann tatsächlich Dein gesamtes Vorhaben zunichtemachen, deshalb solltest Du immer den Bildstabilisator ausstellen, wenn Du mit dem Stativ arbeiten solltest.




Nicht zu unterschätzen ist die Wahl des richtigen Standpunkts. Erstens solltest Du Dir einen Standpunkt auswählen, an dem Du am besten das Feuerwerk blicken kannst. Optimal wäre eine Erhebung ohne Bebauung und Vegetation (Bäume und Sträucher) dazwischen. Zweitens wäre die Wetterkunde. Stelle die Windrichtung fest und orientiere Dich an der Ecke, wo der Wind später das Feuerwerk trifft. Somit stellst Du sicher, dass der dabei entstehende Rauch Dir nach 2-3 Raketen die Sicht neben wird.

Feuerwerk mit Rauch

Feuerwerk mit Rauch

Sobald Du die Kamera stabil auf das Stativ montiert hast und den Fernauslöser vorbereitet hast, wähle den bestmöglichsten Filmausschnitt und stelle auf MF (manueller Fokus). Diese Einstellung führst Du per Schalter am Objektiv, und/oder bei einigen Kameramodellen u.a. bei Sony im Kameramenü durch. Fokussiere nun auf „unendlich“. Stelle das Objektiv so ein, dass sich auf der Objektiv-Einstellungsskala die liegende Acht (Zeichen für Unendlichkeit) auf der Markierung befindet.

Stelle die Kamera nun in den manuellen Modus (Modus M) und gebe folgende Einstellungen vor

  • Sensorempfindlichkeit: ISO 100
  • Blende: f/11 (wenn Bild zu dunkel, dann Blende f/9,5 oder f/8)
  • Verschlusszeit: 15‘‘ (wenn Bild zu hell 8‘‘-10‘‘)
Feuerwerk fotografieren - Einstellung in der Sony Alpha 7S II

Feuerwerk fotografieren – Einstellung in der Sony Alpha 7S II

Feuerwerk fotografieren - Einstellung in der Canon EOS 70D

Feuerwerk fotografieren – Einstellung in der Canon EOS 70D

Natürlich kommt es auch auf das Timing an, was während der Aufnahme am Himmel passiert. Klar ist auch immer etwas Glück dabei, denn man kann die Helligkeit nicht Just-in-Time exakt bestimmen. Es hängt davon ab, wie viel Feuerwerk während der Aufnahme „explodiert“ und welche Farben verwendet werden. Silber und Weiß sind die hellsten Farben, dann kommen Blau, Rot und Grün. Auch bei der Technik (Kamera und Objektiv) kann das Abbildungsschwankungen geben.

Notfallplan bei starkem Wind

Bei starkem Wird fransen die Feuerwerksmuster am Himmel sehr schnell aus und es sieht auf der Langzeitbelichtung nicht mehr gut aus. Die einzige Möglichkeit wäre dann der Ausweg über eine kurze Verschlusszeit und dabei benötigen wir mehr Licht. Nun kommt es auf das Timing bei der Auslösung an, die direkt bei der Ausdehnung der Feuerwerks-Blüte passieren sollte.

  • Sensorempfindlichkeit: ISO 800
  • Blende: f/8
  • Verschlusszeit: 0,5‘‘-1‘‘




Sehr gerne erstelle ich bei Feuerwerks-Bilder Composings in Adobe Photoshop. Bei der Überblendung von mehreren Aufnahmen, beim sogenannten Stacking, können noch exposivere Bilder erstellt werden. Gerne, sofern es von Euch gewünscht wird, kann ich auch dazu ein Tutorial erstellen.

Feuerwerk ist nur Silvester und Neujahr erlaubt

Kann man denken, aber das ist nicht ganz richtig. Vom 02.01.-30.-12. kann Feuerwerk mit einer Sondergenehmigung, die man bei zuständigen Stadtverwaltung beantragen kann. Finden könnt Ihr es z.B. als Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie II gemäß § 23 Abs. 1 und § 24 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) in Verbindung mit § 11 Abs. 1 und 2 des Landes-Immissionsschutzgesetzes (LImschG). Für die Geehmigung wird meistens eine Veraltungsgebühr veranschlagt. Über die Kosten solltest Du Dich schon im Voraus informieren. Die meisten Verwaltungen stellen Informationen und Anträge auf deren Internetauftritten zur Verfügung.

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