Farben verschieben (Lightroom-Tricks)

Amsterdam und sein Grachtengürtel

Amsterdam und sein Grachtengürtel

Pssst… das ist ein Geheimnis. Also nun schön aufpassen. 😉 Auf diesem Wege habe ich einen weiteren Corner Stone meines Bildbearbeitungs-Stils bei nächtlichen Aufnahmen gefunden. Dabei ist die Vorgehensweise sehr wirkungsvoll, ist sehr schnell und einfach umgesetzt.




Kamerakalibrierung in Lightroom

Kamerakalibrierung in Lightroom

Wenn es um die Beeinflussung der Farbgebung geht, dann denkt jeder zunächst an die HSL-Rubrik, in der Farbton, Sättigung und Helligkeit (Luminanz) angepasst werden können.

Ich habe für mich erneut die Kamerakalibrierung entdeckt, denn damit kann die Stimmung des Bildes perfekt und in der Gesamterscheinung verändert werden. Am meisten verschiebe ich die primären Rot- und Blauwerte. Mein Rot-Wert geht mehr in den Magenta-Ton (Wert: -15), der Blau-Wert in den Bereich von Aquamarin (Wert: -3). Aber das kann auch von Bild zu Bild unterschiedlich sein. Probiere diese Möglichkeit doch einfach selbst aus. Die Werte lassen sich auch schnell wieder mit Hilfe der ALT-Taste zurücksetzen.

Jedenfalls achte ich immer darauf, dass ich vor der Verschiebung der Farben einen korrekten Weißabgleich eingestellt habe. Ist es mir bei der Aufnahme schon aufgefallen, dass es kein Weiß im Bild gibt, mache ich zunächst ein Probefoto mit einer Weiß- bzw. Graukarte (in Photoshop) und übertrage die Werte des Weißabgleichs vom Probebild auf die zu bearbeitende Aufnahme (Einstellungen kopieren in Lightroom).

Datensicherung (Backup) – Fotos unterwegs sichern

Daten weg? DatensicherungThema Datensicherung (Backup). Aus meiner Sicht ist dieses Thema sehr wichtig und ich weiß, es wird von Euch sehr unterschiedlich gehandhabt. Den einen ist es völlig egal, den anderen hingegen speichern alles zehnfach in fünf verschiedenen Online-Speichern (Clouds) in der ganzen Welt ab. Das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab z.B. von keinen Bock auf Backups haben, unter Angsthasen-Syndrom leiden und selbstverständlich, es ist eine Frage von Zeit sowie Budget jedes Einzelnen.

Für mich ist allein der Gedanke ein Alptraum, wenn Fotos plötzlich nicht mehr abzurufen sind. Die Bilddateien sind plötzlich defekt oder wurden aus mysteriösen Gründen gelöscht, dahin sind die Erinnerungen an Orte, die man so schnell nicht mehr wieder besucht, plötzlich futsch. Wenn überhaupt. Deshalb möchte ich meinen Mittelweg zu dem Thema Datensicherung unterwegs in diesem Beitrag genauer erklären.

Vor der Datensicherung kommt die Ordnung

Nichts ist schlimmer alles irgendwo abzulegen, wo man die Bilder zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr finden kann. Die Katastrophe ist schon fast damit vorprogrammiert. Deswegen richte ich mir auf meiner Festplatte im Laptop ein geeignetes Datensystem an und führe diese Systematik nun in folgender Weise weiter fort. In dem Verzeichnis Bilder lege ich auf der Laptop-Festplatte mir Unterverzeichnisse an, und benenne sie nach dem Jahr der Aufnahmen. In den Jahres-Ordner lege ich mir dann Monats-Ordner an. Aufgrund der Sortierung benenne ich sie immer zweistellig z.B. 01, 02,…,11 und 12. In den Monats-Ordnern lege ich dann weitere Verzeichnisse nach folgendem Schema an:

yyyy-mm-dd-Ort-Stichwort1-Stichwort2-Stichwort3

yyyy = Jahresangabe, vierstellig

mm = Monat, zweistellig

dd = Tag, zweistellig

Stichwort = geeignet sind Ort, Art der Aufnahme (Cityscape, Portrait, Street, …),ggf. Tageszeit, Wetter und Event (z.B. Fotowalk)

Meine Datenstruktur

Meine Datenstruktur

Demnach kann es einen oder auch mehrere Verzeichnisse für einen einzigen Tag geben, wenn ich bspw. an demselben Tag in Dortmund und dann in Bochum fotografieren war. Dann erstelle ich auch zwei Ordner. Ich erstelle auch unterschiedliche Ordner, wenn es von der Verschlagwortung nicht mehr passt, z.B. für Bochum tagsüber und in der Nacht.




Auf dieser Weise kann alles sehr schnell über die Suche des Betriebssystems (Windows, MacOS, Linux, …) gefunden werden. Sind die für die Übertragung notwenigen Verzeichnisse auf der Festplatte des Laptops bzw. Arbeitsgeräts erstellt, so werden von der SD-Karte die entsprechenden Bilder (ich verwende nur das RAW-Format) dort hineinkopiert.

In diesen Ordner lege ich, sofern das Material vorhanden ist, drei weitere Verzeichnisse an.

  • Lightroom (aus Lightroom exportierte und bearbeitete JPG-Bilder)
  • PS (bearbeitete .psd-Dateien aus Adobe Photoshop mit Ebenen)
  • Video

Lightroom kann doch auch Ordnung verschafffen. Oder doch nicht?

In der Tat. Mit Adobe Lightroom können Bilder in Sammlungen abgelegt werden und auch verschlagwortet werden. Auch die Suche mit den vielen verschiedenen Filteroptionen funktioniert super. Aber das Fundament für die ganze Vorarbeit wird in dem o.g. Schritt gegossen und so ist man auch von Adobe Lightroom nicht abhängig. Es ist sogar möglich, dass in 2-5 Jahren Lightroom für Dich keinen Stellwert mehr hat.

Vielleicht pfeifst Du dann generell auf Bildbearbeitung, weil das Leben Dich doch andere Prioritäten setzen lässt oder verwendest ein völlig anderes Programm wie z.B. Luminar oder Software von DxO.

Mit der Vorarbeit hast Du einen entscheidenden Vorteil. In Lightroom kannst Du die Bilder direkt über den Ordnerbaum unter Bilder finden. Sollten die Bilder bereits auf einer Festplatte ausgelagert worden sein, so kannst Du von Deiner externen Festplatte z.B. das Verzeichnis 07 aus dem Verzeichnis 2017 auf die Festplatte des Laptops bzw. Arbeitsgeräts kopieren. Solltest Du dann in dem Verzeichnis Änderungen vorgenommen haben, so musst Du logischer Weise diesen Ordner (mit dem aktuellen Stand) wieder auf die externe Festplatte (über-)schreiben.




Arbeit mit zwei externen Festplatten

Der Speicher auf dem Arbeitsgerät ist eher begrenzt und lagere die Bilder meistens nach der Bearbeitung der Bilder in dem jeweiligen Ordner direkt auf einer externen Festplatte aus. Dazu brauch ich dann immer nur die entsprechenden Monats-Ordner kopieren, da ich auf der externen Festplatte das gleiche Datensystem (Bilder/Jahr/Monat/Tagesordner) verwende. Damit entfällt die ganze Sucherei.

Monatlich erstelle ich dann nochmal eine 1:1 Kopie von dieser externen Festplatte (erste, externe Festplatte) auf eine weitere externe Festplatte (zweite, externe Festplatte) zur doppelten Sicherheit falls mir die erste, externe Festplatte einmal abraucht. Dafür, für das Festplatten-Cloning, verwende ich das sehr leicht zu bedienende Programm Acronis, welches ich für den Wechsel meiner Systemfestplatte im Laptop gekauft und verwendet habe. Ich kann das Programm absolut weiterempfehlen. Auch meine Laptop-Sicherung funktioniert vollautomatisiert über Acronis.

Beide externe Festplatten sind die Maxtor M3 4TB.

Daten auf Kamera-Speicherkarte der Kamera bzw. SD-Karte löschen

Die SD-Karte lösche ich dann immer erst, sobald die Daten auf beiden externen Festplatten vorhanden sind. Durch diese Redundanz kann ich nämlich viel besser schlafen.

Sicherung des Lightroom-Katalogs

Es bleibt oft vergessen, aber Du solltest auch Deinen Lightroom-Katalog in regelmäßigen Abständen sichern. In dem Lightroom-Katalog befinden sich zwar nicht die Bilder, aber Dein eigentlicher und eigener Fleiß. Es befinden sich darin Deine Einstellungen zu den RAW-Bildern, die Du über die Jahre in Lightroom vorgenommen hast u.a. Weißabgleich, stürzende Linien, Höhen- und Tiefenwerte, uvm. Ich speichere den Katalog ebenfalls auf meiner ersten, externen Festplatte im Verzeichnis Bilder/Lightroom-Katalog ab und wird beim Festplatten-Cloning ebenfalls wieder automatisch auf die zweite, externe Festplatte geschrieben.




Cloud-Speicher und RAID-Systeme

Beides sind modernere Technik von beiden ich allerdings auch nicht viel halte. Für die Datenübertragung von Laptop auf Smartphone verwende ich oft Dropbox, aber nicht wirklich zur Speicherung. In meinen Augen ist der Online-Speicher sehr gegen unbefugten Zugriff ausgesetzt. Auch wenn Gigabytes über die Internetleitung transportiert werden, kann es in Hotels mit einer miserablen Verbindungsrate Wochen dauern. Das Speichern der Daten auf der ersten, externen Festplatte führe meistens schon im Urlaub durch.

RAID-Systeme, insbesondere das RAID 1-System, spiegeln Festplatten durchgehend. Sie stehen in einem Geräteverbund und sind über das Netzwerk zugänglich. Das heißt sie müssen sich fast durchgängig im Betrieb befinden und abhängig von der Steuerung des RAID-Systems. Die Anschaffungskosten, Instandsetzungskosten sowie die Betriebszeiten können mich absolut nicht für eine Beschaffung eines RAID-Systems überzeugen.

 

 

Photostars on Stage 2018

Photostars on Stage 2018 im Cinemaxx in Essen

Photostars on Stage 2018 im Cinemaxx in Essen

Am 27.01.2018 fand die zweite Auflage des Events, die Photostars in Stage 2018, statt. Während im letzten Jahr Calvin Hollywood, Alexander Heinrichs, Pavel Kaplun und Laura Helena die Massen unterhielten, waren in diesem Jahr im Cinemaxx in Essen Jens Burger, Felix Rachor, Matthias Schwaighofer und Jean Noir am Start.




Jens Burger begann mit seinem Model Tessa Achtermann sein Live-Shootingakt „Crazy“. Er präsentierte, wie man mit einfachen Materialien, die man oft im Baumarkt findet, und einer größeren Ringleuchte abgefahrene Shootings durchziehen kann. Jens Burger ist ein fantastischer Entertainer, ihn sollte man auf jeden Fall mal besuchen. Dieser Programmpunkt zu Beginn war perfekt und inspirierend zugleich.

 

Felix Rachor führte nach einer Mittagspause seine Challenge aus. In 90 Minuten wollte der Fotograf und Make-Up Artist sein Model Jill Mo schminken, ablichten und das Foto produktionsfertig in Photoshop bearbeiten. Bei seiner Challenge hat er vor allem im Bereich Kosmetik gute Tipps verraten und geriet sehr wahrscheinlich dadurch auch in Zeitdruck. Er hat es allerdings in seiner vorgegebenen Zeit geschafft und uns ein Cover-taugliches Foto präsentieren können.

Photoshop-Guru Matthias Schwaighofer bombadierte uns mit vielen, genialen, kreativen Bonbons. In seinem Programm „Die Kunst zu bescheißen (oder klauen wie ein Profi)“ zeigte der Künstler aus Tirol uns, wie und wo man neue Inspirationen schöpfen kann und vorhandene Ideen neu interpretieren kann. Ergänzend dazu erklärt er seinen Werdegang und wie er es geschafft hat Erfolg zu haben. Eine Mega-Show!

Matthias Schwaighofer bei Photostars on Stage 2018 Matthias Schwaighofer bei Photostars on Stage 2018
Völlig unerwartet bot Jean Noir eine kritische Show. Er selbst wurde durch die sozialen Medien gepushet und dadurch erst richtig bekannt geworden. Er kritisierte das Verhalten der Gesellschaft in den sozialen Medien, dass wir „abhängig“ von Facebook und Instagramm sind und ein Algorithmus schon fast unser Leben bestimmt. Er hat zwar recht, dass wir in dieser Zeit nicht mehr so stark auf unsere Umwelt achten und wir kaum Selbstreflexion betreiben. Einige Punkte werde ich sicherlich zukünftig beachten, weil ich vor dem Workshop eine ähnliche Sichtweise vertreten habe und dieser Vortrag mich jetzt sogar noch mehr bestärkt alles auch nochmal zu überdenken.




Ich hoffe doch sehr, dass dieses Event auch in 2019 fortgesetzt wird. Der Gastgeber Frank Beckmann hat angekündigt 2019 evtl. dieses Format zu überarbeiten und Vorträge mit 1-2 Speakers zu organisieren. Ich bin gespannt wie er sich in 2019 entscheiden wird.

Weitere Artikel

Strandfotos

Strandfotos - Multivisionsshow an der Seebruecke in Zingst

Strandfotos – Multivisionsshow an der Seebruecke in Zingst

Strandfotos

Strandfotos sind meistens eine sehr schöne Erinnerung von einem Urlaub an der See. Meistens entpuppt sich es aber als eine riesige Herausforderung für das Material. Da ja bald Weihnachten ist, möchte ich Euch einige Sachen vorstellen, die für den nächsten Trip am Strand meiner Meinung nach Sinn machen. Ich bin nach einigen Foto-Reisen am Meer schon erfahren und es geht auch 2018 wieder wie 2017 zur Ostsee zum Fotofestival horizonte zingst nach Zingst.

Was dem Fotografen am meisten ärgert ist Wind, Salzwasser, Sand und vielleicht auch Möwen. Gut, gegen Möwen lässt sich kaum etwas unternehmen, aber gegen den Rest schon.

Fototasche statt Rucksack

Ich habe mir hauptsächlich für Fotoreisen am Strand die Fototasche von Kalahari gekauft und lasse lieber die Foto-Rucksäcke (Manfrotto 26 Pro Light, Mantona) Zuhause oder in der Unterkunft. Eine Fototasche kam man ohne Bedenken in den Sand abstellen ohne Panik zu schieben, dass die Tasche umfällt und dass das Foto-Equipment mit dem Sand nicht kontaminiert wird. Foto-Equipment ist nun mal empfindlich und teuer, deswegen sollte man in diesem Punkt nicht sparen. Die Kalahari-Tasche kann oben, unterhalb der Lasche, verschlossen werden, so das Sand und die salzhaltige Meeresluft nicht in die Tasche gelangen.




Stativ

Der zweitwichtigste Gegenstand ist das Stativ. Das Stativ darf keinesfalls mit der Kamera in den Sand oder sogar ins Wasser fallen. Vor allem das Zweitere wäre der absolute Kamera-Tod. Ein Stativ für Strandfotos sollte in jedem Fall A: massiv, ggf. mit einem Gewicht beschwert werden, sein sowie B: bestenfalls nicht bei Salzwasser korrodieren. Ich habe keins, aber Profis schwören für einen Strandeinsatz auf Holzstative u.a. von diesem Hersteller. Ich werde weiterhin mein Manfrotto-Stativ verwenden, denn es hat noch einen weiteren Vorteil, nämlich Hebelverschlüsse. Sie sind für den Einsatz besser geeignet als Twist-Lock-Verschlüsse (Drehverschlüsse). Twist-Lock-Verschlüsse können sind ordnungsgemäß verschlossen/geöffnet werden, wenn Sand, Schmutz, Salz und/oder Wasser in das Gewinde der Verschlüsse eindringt. Trotzdem ist Pflege das A und O. Sobald ich von meinem Shooting in der Unterkunft zurückgekehrt bin, stelle ich mein Stativ in die Dusche und brause es ordentlich mit warmen Wasser ab.

Stativ-Hilfe

Nun haben wir ein schweres Stativ und stehen nun vor einer weiteren Herausforderung, es ist der nasse Sand, der das Stativ regelrecht einsickern lässt. Auch das Fotografieren in den Ausläufern der Wellen umspült das Stativ und gräbt das Stativ immer tiefer ein. Was kann dagegen helfen? Zu einem ein niedriger Schwerpunkt sowie die bessere Verteilung der punktuellen Bodenbelastung. D.h. es muss eine Stativ-Unterlage z.B. ein Brett oder ähnliches sein, damit das Eingraben zumindest etwas gebremst wird und man in der Lage ist bessere und längere Langzeitaufnahmen fotografieren zu können.




Fernauslöser

Steht die Kamera stabil im Sand, sollte die Kamera auch dann nicht mehr angefasst werden. Dazu solltest Du immer einen Fernauslöser verwenden.

Blasebalg und Fotoputztuch

Damit die Kamera von Schmutzpartikel gereinigt werden kann, sollte in die Fototasche stets Blasebalg und Fotoputztücher mit eingepackt werden.

Sensorreinigungsset

Auch wenn man den Objektiv-Wechsel nicht direkt am Strand praktizieren sollte, sind seit Zingst in diesem Jahr die Fotoreinigungssets von Rollei mit dabei. Wer sich diesen Akt nicht zutraut, der sollte es auch am besten über einen Fachmann durchführen lassen. Falls Du Dich zutraust, dann solltest schon beim Kauf des Reinigungssets darauf achten, ob es für MFT-, APS-C- oder Vollformat geeignet ist. Kostenpunkt 20-30 EUR für 12 Reinigungen. Auch dazu habe ich in meinem Blog einen Artikel „Sensorreinigung“ geschrieben.




Filter

Hauptsächlich werden am Strand Langzeitaufnahmen gemacht und am Tage muss man abdunkeln. Dieses erreicht man mit Neutraldichte-Filter, kurz ND-Filter. Sie gibt es in unterschiedlichen Stärken, die gängigsten sind 8-fach, 64-fach und 1000-fach. Sie gibt es als Schraub- und Steckfilter. Ob Schraub- oder Steckfilter, beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Ich arbeite mit beiden Arten, allerdings komme ich persönlich mit Schraubfilter besser und schneller on Location zurecht. Beim Kauf von Filtern, ob es der Adapterring oder der Schraubfilter ist, solltest Du auf den Durchmesser achten. Dieser muss zu dem Durchmesser des Objektiv-Gewindes entsprechen.

Fotografiert man am Wasser, so sind Reflektionen auf der Wasseroberfläche oder in der Welle vorprogrammiert. Dazu verwende ich einen zirkulären Polarisationsfilter (C-Pol-Filter) ein. Durch die Drehung des Schraubfilters in einer Viertelstellung kann der Filter aktiviert oder deaktiviert werden. Je nachdem ob man Spiegelungen im Bild benötigt oder nicht. Außerdem trägt der Polfilter zu einem kontrastreicheren Foto bei.

Auf Grauverlaufsfilter verzichte ich. Ich fotografiere durchgehend in Raw und meistens erstelle ich eine Belichtungsreihe um das Maximum aus der fotografieren Szene herauszuholen. Größter Knackpunkt ist meistens der Himmel, vor allem bei Gegenlichtaufnahmen. Persönlich finde ich, dass der Grad des Grauverlaufsfilters oft sehr unschön bzw. unpassend auf den Fotos aussieht. Ebenso verzichte ich auf Farbverlaufsfilter, die so gut wie immer zu einem sehr miserablen Foto führen. Für diesen Effekt u.a. auch Tönungen gibt es Adobe Lightroom. Siehe mehr dazu meinen Artikel „Stimmungsvolle Fotos“.

Kamera

Canon EOS 70D

Canon EOS 70D

Ich nehme eher die Canon EOS 70D an den Strand mit, weil sie durch den mechanischen Verschluss etwas staub- und sandunempfindlicher ist als die SONY Alpha 7 S II. Die Canon hat mehr Pixel und sie ist die günstigere Anschaffung, so dass ich beim Fotografieren an der See ein höheres Risiko eingehen kann. Also für das bessere Wohlfühlgefühl. Die SONY 7 S II hat ihre Stärken in der Nacht, in der ich am Strand eher keine Fotos schieße.




Mit dabei ist auch immer meine Action-Cam, die ich nebenbei z.B. direkt am Stativ mit dem Manfrotto Micro Friction-Arm-Kit zum Zeitrafferaufnahmen verwende oder Sie halb Unterwasser halte und den Auflöser drücke.

Powerbank

Anker PowerCore 20100 - Aufladen des Canon Kamera-Akkus

Anker PowerCore 20100 – Aufladen des Canon Kamera-Akkus

Ob Stromversorgung für die Kameras, Aufladend er Akkus, dem Handy, etc. ist auch immer meine Powerbank mit an Bord. Sie hat genügend Power um z.B. weitere Workshop-Teilnehmer mit Strom zu versorgen. Ich will sie nicht mehr missen.

 

Ansicht in Lightroom optimieren

Ich möchte nun wieder etwas für meine Lightroom-Trickkiste schreiben und zeige Euch ab heute, wie man die Ansicht in Lightroom für einen vielleicht für Dich besseren Workflow optimieren kann.

Modus-Ansicht in Lightroom reduzieren

Ansicht in Lightroom optimieren - Modus-Ansicht reduzieren

Ansicht in Lightroom optimieren – Modus-Ansicht reduzieren

Wir sehen oben, rechts in Lightroom laut Standard die Modi Bibliothek, Entwickeln, Karte, Buch, Diashow, Drucken und Web.

Die meisten von Euch benötigen aber nur 2-3 Modi und den Rest erst gar nicht. Deshalb empfehle ich die Modi auszublenden, die Du gar nicht verwendest. Das wäre z.B. Karte, Buch, Diashow, Drucken und Web.

Um beliebige Modi wieder ein- und ausgeblendet werden, klicke mit der rechten Maustaste direkt links neben der Modi-Leiste in die schwarze Fläche. Dort kannst Du ganz einfach die Modi ein- und ausblenden, so wie Du es möchtest und brauchst.




Bearbeitungsschritte automatisch ein- und ausklappen

Im Modus „Bearbeiten“ befindet sich auf der rechten Seite die verschiedenen, kleinen Fenster der jeweiligen Bearbeitungsschritte. Sofern alle gleichzeitig ausgeklappt sind, kann es schnell unübersichtlich werden. Adobe hat auch dafür eine kleine, versteckte Funktion zur Abhilfe hinterlegt. Diese Funktion sorgt dafür, dass immer ein aktives Fenster aufgeklappt ist. Sollte man ein anderes Fenster aufklappen, klappen die restlichen Fenster wieder zu. Das sorgt wieder für Ordnung.

Adobe Lightroom Solo-Modus

Adobe Lightroom Solo-Modus

Um diese Funktion ein- und auch wieder auszuschalten klicke mit der rechten Maustaste auf einen beliebigen Fenster-Reiter und aktiviere die Option Solomodus. Außerdem kann man dort beliebige Einstellungsbereiche ein- und ausblenden.

Siehe auch weitere, nützliche Lightroom Tipps und Tricks für Adobe Lightroom




Schnee-Fotografie – So fotografierst Du Schnee richtig

Schnee-Fotografie - So fotografierst Du Schnee richtig

Schnee-Fotografie – So fotografierst Du Schnee richtig

In diesem Beitrag zum Thema Schnee-Fotografie – So fotografierst Du Schnee richtig erfährst Du die wichtigsten Tipps für ein gelungenes Winterfoto.

Welches Objektiv für die Schnee-Fotografie?

Ziel soll es ja sein, dass man so viele Flocken auf dem Foto einfängt, wie möglich. Also ist meiner Meinung nach ein Teleobjektiv, je höher die Brennweite desto besser, dazu bestens geeignet. Das es aber auch anders geht und man auch mehr von der Umgebung sehen möchte, das beweist das Titelfoto des Posts. Dieses habe ich mit meinem lichtstarken Tamron-Objektiv mit 35mm an der Canon EOS 70D fotografiert.

Einstellung an der Kamera

Viele Wege führen nach Rom. Wichtig ist es beim Schneeflocken einfrieren, dass die Belichtungszeit nicht unter 1/750Sek liegt. Um eine sehr kurze Belichtungszeit zu erreichen, solltet Ihr die Blende auf einen sehr niedrigen Wert, z.B. f/2.8 stellen. Wenn Ihr immer noch nicht so eine kurze Belichtungszeit erreicht oder das Foto immer noch zu dunkel ist, dann könnt Ihr als letztes Mittel die ISO erhöhen. Generell lasse ich sie immer auf 100 und stelle sie nur in diesen Grenzsituationen höher ein.




Wenn Du noch am Anfang der Fotografie stehst und die Einstellungen Dich noch überfodern, dann probiere Folgendes. Stelle den Kamera-Modus auf Zeitpriorität (Tv oder T) und wähle eine Verschlusszeit von 1/750Sek. oder etwas schneller. Stelle ebenso in Deiner Kamera auf ISO-Automatik. So brauchst Du Dich nicht weiter mit den Belichtungseinstellungen beschäftigen und kannst einfach drauf fotografieren.

Nachbearbeitung

Weißabgleich

Die Kamera hat keine Ahnung, was Weiß ist und stellt Weiß auch nicht immer als korrekten Weißton dar. Deswegen mache ich immer im Nachgang einen genauen Weißabgleich, dieser in jedem richtigen Bildbearbeitungsprogramm oder Foto-App wie z.B. Snapseed schnell und effektiv durchgeführt werden kann. Wenn Du die Möglichkeit hast im RAW-Format zu fotografieren, dann solltest Du es auch machen. Wenn nicht, mache zunächst Probeaufnahmen und bewerte sie, welche Einstellung (sonnig, bewölkt oder per manueller Kelvin-Eingabe) den Schnee auch ohne Farbstiche perfekt in Weiß darstellen lässt. Ok, gelber Schnee kann schonmal vorkommen und sollte die Finger von lassen. 😀

Weißabgleich in der Smwartphone-App Snapseed

Weißabgleich in der Smwartphone-App Snapseed

Sättigung

Ich persönlich bevorzuge es die Sättigung von Schneefotos etwas zu reduzieren, um etwa -50% bis -65%. Diese unterstreicht auch nochmal, dass die schneebedeckte Landschaft auch weiß ist.




Möchtest Du weitere, praktische Tipps zum Thema Fotografie, Video und Bearbeitung erhalten, so freue ich mich auf jedes Feedback / jeden Kommentar. Schaue Dir auch meine Tipps und Tricks zum Thema Adobe Lightroom an.

Nun bleibt mir nur noch zu schreiben „Tschüss“ und wünsche Dir mit Deinen Lieben eine schöne Adventszeit.

Katalog (Lightroom-Tricks)

Heute geht es um das Thema wie man den Katalog in Adobe Lightroom wiederherstellen kann. Schnell ist es passiert, ein falscher Klick oder ein PC-Absturz und die Katalogdaten von Adobe Lightroom gehören ungewollt der Vergangenheit an. Deshalb sollte man die Kataloginhalte am besten durch Adobe Lightroom auch sichern lassen, wenn Du beim Beenden des Programms danach gefragt wirst. Die Häufigkeit des Sicherungsvorganges kannst Du in Adobe Lightroom unter dem Menüpunkt Bearbeiten -> Katalogeinstellungen anpassen.

Katalogeinstellungen in Adobe Lightroom

Katalogeinstellungen in Adobe Lightroom

Das Vorhandensein der Sicherungen ist enorm wichtig, denn ohne sie ist es logischer Weise nicht mehr möglich eine Wiederherstellung durchzuführen. Sind sie vorhanden, so können die alten Katalogdaten im Handumdrehen wieder hergestellt werden.




Zunächst öffne den Dateiexplorer (unter Windows die Tastenkombination Win-Taste + Taste E) und begebe Dich nicht über Los zu dem Speicherort, in dem sich die Sicherungsdateien befinden. Meistens ist es der Pfad C:\Users\[Dein Benutzername]\Pictures\Lightroom\Backups Darin befinden sich Ordner mit der Datumskennung der Sicherung. Gehe in das Verzeichnis und entpacke die darin befindende zip-Datei, bestenfalls im gleichen Ordner.

Katalog Backup-Dateien

Katalog Backup-Dateien

Öffne dann, falls noch nicht passiert, Adobe Lightroom und klicke im Modus Bibliothek auf die Menüpunkte Datei, anschließend auf Aus anderem Katalog importieren. Nun wählst Du im Dialogfenster die von Dir entpackte Sicherungs-Datei mit der Endung .lrcat und klickst auf „Wählen“. Es kann nun auch einige Minuten Datern, bis der alte Katalog wieder hergestellt ist.

Import aus Katalog wird vorbereitet



Metadatenvorgaben (Lightroom-Tricks)

Metadatenvorgabe bearbeiten

Metadatenvorgabe

Zu jedem Bild ist es möglich bestimmte, zusätzliche Informationen, die Metadaten, zu hinterlegen. Sicherlich stellen die Meisten von Euch die Frage, warum brauche ich so einen Quatsch? Ich gestehe Einige werden es auch nach dieser Anleitung nicht benötigen, aber möchte Euch den Sinn und Zweck sowie die schnelle Pflege dieser Metadaten näher bringen.

Die Metadaten bestehen aus drei wesentlichen Bereiche: technische Bildinformation, inhaltliche Bildbeschreibung und Rechteinformation.



Technische Bildinformation

Dazu zählen die grundlegenden, technischen Informationen u.a. wie Abmessung in Pixel, Aufnahmezeitpunkt, Kamera-Modell, verwendetes Objektiv, sonstige Aufnahmedaten, etc. Viele dieser Einstellungen werden bereits von der Kamera vordefiniert und können nur bedingt, z.B. bei dem Aufnahmezeitpunkt, direkt geändert werden. Wegen der späteren Sortierung würde ich immer auf eine korrekte Angabe in der Kamera (vor der Aufnahme) achten.

Inhaltliche Bildbeschreibung

Zu diesem Bereich gehören Informationen, die Du erst nachträglich in der Post-Produktion u.a. in Adobe Lightroom zum Bild hinzufügen kannst. Bildtitel, Bildbeschreibung, Bewertung, Verschlagwortung bzw. Tags, ggf. GPS-Koordinaten uvm. gehören zu dieser Kategorie der Metadaten. In vieler Hinsicht macht es Sinn diese Informationen der inhaltlichen Bildbeschreibung zu haben.

  • Wurde das Bild auf einer Internetseite hochgeladen, so kann Google dieses besser verarbeiten und Suchende finden Dein Bild. Bspw. ist in den Stichworten oder im Dateinamen Deines Bildes der Begriff „Zimmerbrunnen“ enthalten, so ist es möglich dass das Suchergebnis bei Google Dein Bild darstellt.
  • Ähnlich wie auf Google funktioniert es auch auf Stockphoto-Plattformen (Adobe Stock, Fotolia, etc.) oder auch Pressefoto-Agenturen, auf denen Du Deine Fotos zum Verkauf anbieten möchtest. Ähnliches Prinzip wie bei der Google-Suche, diese Informationen sind wichtig, damit die Bilder auch zu den treffenden Suchbegriffen des potenziellen Käufers dargestellt werden. Nur so kannst Du auf Deine Werke aufmerksam machen und sie auch verkaufen.
  • Mit den Informationen ist auch eine bessere Recherche selbst auf Lightroom möglich.
  • Für die Urlaubsfotografie ist die GPS-Information sehr praktisch. Sind die GPS-Informationen hinterlegt, so kannst Du in Adobe Lightroom noch Jahre später auf einer Google Maps-Karte nachvollziehen, wo Du die Aufnahmen gemacht hast.

Rechteinformationen

Dieser Punkt ist schnell erklärt. Hier gehören die Informationen zum Copyright-Inhaber sowie die Copyright-Bestimmungen eingetragen werden.



Wie kann ich eine Metadatenvorgabe erstellen?

In Adobe Lightroom kannst Du eine Standard-Vorgabe erstellen. Somit kannst Du den Bildern mit nur einem Mausklick sämtliche von Dir als Standard definierten Informationen setzen. Wähle dazu in Adobe Lightroom im Modus Bibliothek den Menüpunkt „Metadaten“ und darunter den Untermenüpunkt „Metadatenvorgaben bearbeiten…“ aus. Darunter kannst Du Deine Vorgaben eingeben und als Vorlage abspeichern. Felder die Du leer lässt, werden nicht überschrieben. Lasse Felder wie z.B. zum Erstelldatum leer, denn es macht wenig Sinn immer das gleiche Datum neu hinzuzufügen.

Metadatenvorgabe auswählen

Nach der Speicherung der Metadatenvorgabe steht sie auf der rechten Seite als Vorgabe zur Verfügung. Wähle nun Deine erstellte Vorgabe aus und schon werden die Standard-Informationen in das Bild geschrieben.

Für eine schnellere Stapelverarbeitung musst Du zunächst ein Bild wie o.g. mit den Informationen versehen. Markiere dieses Bild und wähle im Hauptmenü den Punkt „Metadaten“, anschließend „Metadaten kopieren“. Danach markierst Du die Bilder, die Du mit den gleichen Meta-Informationen versehen möchtest und wählst nun die Punkte „Metadaten“ und „Metadaten einfügen“ aus. Fertig. Sobald Du das Bild exportierst, beinhalten die Fotos diese zusätzlichen Bildinformationen bzw. Metadaten.




P.S.: Metadaten ist ein allgemeiner Begriff für diese zusätzlichen Bildinformationen. Oft stehen sie auch in Ihrer Klassifizierung EXIF-Daten oder IPTC in Verbindung. Aber das würde diesen Quick-Tipp sprengen. 😉


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