Römer-Lippe-Route (Teil 1)

Externsteine mit Spiegelung bei Horn - Bad Meinberg

Externsteine bei Horn – Bad Meinberg

Bevor ich ĂŒber die Römer-Lippe-Route berichte, wollte ich noch kurz den Grund nennen, warum ich eigentlich mit einem Blog angefangen habe. Viele wissen es nicht und es passt nun thematisch super hinein. UrsprĂŒnglich hatte ich die Idee diesen Blog aufzusetzen um ĂŒber meine Radtouren und Radreisen zu berichten. Es war tatsĂ€chlich das Fahrrad, das mich zu diesem Webprojekt gefĂŒhrt hat. Nun heißt es wieder Ride on und back on the rooty track.

Ziel war es, dass ich mit zwei Arbeitskollegen an einem Wochenende die erste HĂ€lfte der noch ziemlich neuen Römer-Lippe-Route mit den FahrrĂ€dern schaffe. Eine Radtour der besonderen Art, da ich seit 2 Jahren nicht mehr auf dem Fahrrad saß.




Nun war es endlich soweit. An einem Freitagnachmittag, direkt nach Dienstschluss, fuhren wir per Bahn zunĂ€chst nach Herford in Ostwestfalen um von dort die Radtour zu beginnen. Der Werre-Radweg fĂŒhrte oft an dem Fluss Werre entlang. Nach den StĂ€dten Bad Salzuflen, Lage und Detmold, sowie am Hermanns-Denkmal vorbei, haben wir das Ziel nach 46 Km in Bad Meinberg erreicht und quartierten uns im Bed & Bike Hotel Teutonia ein. Leider habe ich bei einem Anstieg vor Bad Meinberg zu krĂ€ftig in die Pedale getreten und merkte plötzlich stechende Schmerzen von den Muskelfasern in den Oberschenkeln. Dadurch waren die letzten 5 Km durch die HĂŒgellandschaft alles andere als einfach und der Optimismus der am nĂ€chsten Tag angepeilten 100 Km-Tour verpuffte ins Nichts.

Siehe die 1. Etappe von Herford nach Bad Meinberg auf runkeeper.com

Dank Magnesium und einer Oberschenkelmassage war am nĂ€chsten Morgen nichts mehr von meinen Muskelbeschwerden ĂŒbrig. Bor war ich froh! Wir stiegen auf unsere RĂ€der und fuhren zunĂ€chst hoch zu den Externsteinen in Horn-Bad Meinberg und gönnten uns dort einen Blick auf die riesigen Sandsteine.

Direkt hinter der Attraktion trafen wir erstmals auf die Römer-Lippe-Route und querten den Teutoburger Wald. Nach den Orten KohlstĂ€dt, wo sich ein schöner Rad-Rastplatz am Christophorus-Denkmal befindet (empfehlenswert!) und Schlangen wollten wir uns den Stadtkern der grĂ¶ĂŸere Kreisstadt Paderborn auslassen und Ă€nderte auf meinem GPS-Fahrrad-Navi auf den Senne-Radweg, der uns ĂŒber Bad Lippspringe direkt zum Schloss Neuhaus an der Lippe brachte. Weiter ging es erneut auf der Römer-Lippe-Route in östlicher Richtung ĂŒber Lippstadt und bogen dann nach ca. 10 Km in sĂŒdlicher Richtung ab um Soest anzusteuern. Auf der Strecke haben wir kein Hotel mehr gefunden, so dass ich vorher 3 Zimmer im CityMotel Soest reserviert habe. Insgesamt wurde an diesem Tag fast 100 Km zurĂŒckgelegt und anders als am ersten Tag ging es mir richtig gut. Etwas dizzy, aber dafĂŒr fit und hĂ€tte noch ein Paar Extra-Kilometer radeln können.




Siehe die 2. Etappe von Bad Meinberg nach Soest auf runkeeper.com

Abendrot in Soest

Abendrot in Soest

Den letzten Tag gingen wir sehr ruhig an und fuhren zunĂ€chst ca. 500 Meter in den Soester Norden zu dem nĂ€chsten BĂ€cker um zu FrĂŒhstĂŒcken. Nach ca. einer Stunde machten wir uns dann auf und fuhren ca. 10 Km Richtung Norden. Bei Lippborg trafen wir wieder auf die Römer-Lippe-Route und fuhren ĂŒber Hamm-Uentrop und Ahlen-Dolberg, wo ein Radrennen stattfand, Richtung Hamm. Direkt hinter dem Schloss Oberwerries im Stadtteil Hamm-Werries ĂŒberquerten wir die Lippe mit einer FĂ€hre, der FĂ€hre LUPIA.

Lippe FĂ€hre Lupia in Hamm

Lippe FĂ€hre Lupia in Hamm

Römer Boot bei LĂŒnen an der Lippe

Römer Boot bei LĂŒnen an der Lippe

Mit einer Kette mussten wir uns selbststĂ€ndig ĂŒber den Fluss ziehen. Es war schon eine spaßige Aktion und fuhren dann am Maximilian-Park in Hamm vorbei bis zum Hammer Zentrum und machten dort eine Rast mit Brötchen, die wir beim FrĂŒhstĂŒcks-BĂ€cker in Soest noch gekauft haben. Weiter ging es dem Datteln-Hamm-Kanal entlang und erreichten gegen 15 Uhr die Marina RĂŒnthe in Bergkamen-RĂŒnthe. Über Oberaden erreichten wir dann meine Heimatstadt LĂŒnen, wo der erste Teil der Römer-Lippe-Route endet.

Siehe die 3. Etappe von Soest nach LĂŒnen auf runkeeper.com

Im nĂ€chsten Jahr werden wir von LĂŒnen aus den Rest der Römer-Lippe-Route bis nach Xanten am Niederrhein abradeln.




Instagram Spezial – Radreise nach Venedig

Radreise nach Venedig

Ich weiß, die Radreise nach Venedig fand bereits schon 2013 statt. Unterm Strich war diese Reise bislang ein absolutes Highlight (Wiederholungsgefahr!!!) und habe sie damals schon ganz gut in meinen Blog beschrieben.




Deshalb habe ich auch diese Reise ausgewĂ€hlt und ziehe fĂŒr mind. eine Woche eine Instagram-Motto-Woche bzw. ein Instagram-Spezial durch. Das heißt auf Instagram werde ich chronologisch ab dem 27.06.2016 1-2 Bilder mit Beschreibung tĂ€glich zu dieser herrlichen Radreise hinzufĂŒgen. Die jeweiligen Beschreibungen sind in englischer und deutscher Sprache gefasst. Weitere Links z.B. zu dem Blog-Bericht der Radreise nach Venedig findet ihr ebenfalls in der Beschreibung auf Instagram.




In der kurzen Zeit ist die Resonanz durchaus positiv. RĂŒckmeldungen gab es bereits schon von den betreffenden Tourismus-Einrichtungen in Italien sowie Österreich, weltweite Themenportale und von der AusrĂŒster-Industrie. Herrlich, dass meine Idee noch zusĂ€tzlich gepushet wird. 🙂

Schaut doch einfach vorbei. Mein Account auf Instagram lautet @chrizschwarz

 

Garmin again – Dakota 20 funktioniert wieder

Gerade zum Beginn der Italien-Radreise streikte plötzlich mein Fahrradnavi. Ich war so sauer, dass ich beinahe es in den nĂ€chsten Gebirgsfluß gepfeffert hĂ€tte. Um diesmal eine schnellere und treffsichere Antwort von der Garmin-Crew zu erhalten, wĂ€hlte ich das Medium Facebook. Wenn es öffentlich ist, muss der Support ja besonders fix gehen. 😉 Falls Ihr mit einem Garmin GerĂ€t auch mal folgende Problematik habt, hier ist schon die Schilderung mit passender Antwort.

Christian Schwarz Hallo, auf meiner mehrtĂ€gigen Radtour von Brenner nach Venedig ist mein Dakota 20 gleich zu Beginn am 2. Tag Ă€rgerlicherweise funktionsuntĂŒchtig geworden. Ich konnte es nicht mehr einschalten. Nach dem Garmin-Initalizierungsbildschirm war noch sehr kurz ein Dialogfenster „Speicher voll – OK“ zu erahnen und geht direkt danach aus. Ich habe dabei noch gehofft, daheim das GerĂ€t an dem PC anzuschließen um einige Trackinginformationen zu entfernen und so es wieder zum Laufen zu bringen. Die ernĂŒchternde Nachricht war leider, dass das Dakota 20 nicht mehr vom PC erkannt wurde. Da brauch ich wirklich mal Eure Hilfe!

 

Garmin D Hallo Christian, bitte gehe wie folgt vor, um das GerÀt in den USB-Modus zu zwingen und die benötigten Daten sichern zu können:

Bitte entferne die Batterien aus dem GerĂ€t, drĂŒcke auf den Einschalter, halte diesen gedrĂŒckt und stecke das GerĂ€t am PC an.

Nach ca. 30 Sekunden, wenn das GerÀt nun als Laufwerk vom PC erkannt wurde, den Einschalter wieder los lassen.

Im Ordner /Garmin/GPX findest du die gpx-Dateien, welche du sichern und mit Basecamp öffnen kannst.

Danach bitte den Ordner löschen und umgehend, ohne das GerĂ€t neu starten zu lassen (!), einen Hardreset ausfĂŒhren:

Setze das GerĂ€t bitte zurĂŒck. Beachte, dass persönliche Einstellungen und Aufzeichnungen dabei verloren gehen.

1. Schalte das GerÀt aus.

2. DrĂŒcke mit dem Finger auf die linke obere Ecke des Bildschirms und halte diese gedrĂŒckt.

3. Schalte das GerÀt ein.

4. Sobald die Frage „Wirklich alle Benutzerdaten löschen?“ erscheint, die linke obere Ecke loslassen.

5. Beantworte die Frage mit „Ja“. (TA)

 

Christian Schwarz Diese versteckte Handgriffe haben es gebracht. Vielen Dank fĂŒr den hilfreichen Tipp!!! VG, Christian S.

 

Garmin D Gerne geschehen! (TA)

Mit dem Fahrrad nach Venedig



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Mit dem Fahrrad nach Venedig. So eine Reise habe ich noch nie durchgefĂŒhrt. Es war diesmal ein Aktivurlaub, bei dem der Urlaub praktisch per Schweißarbeit erradelt wurde. Alle Orte wurden mit dem Fahrrad erreicht und somit habe ich eine Menge Erlebnisse und EindrĂŒcke einfangen können. Insgesamt war es viel besser als so ein Pauschalurlaub von der Stange.

Am 01.05. wurden die RĂ€der aufs Auto geschnallt und zum Ort Brenner (Brennero), der erste italienische Ort hinter der österreichischen Grenze am bekannten Brennerpaß, gebracht. GĂŒnstig getankt habe ich wie immer in Österreich. Gewinn habe ich allerdings kaum gemacht, da der Haverl-Kaffe mit Stabl und Deckl die Ersparnisse fast ausgeglichen hat. Da ich zu geizig war, die 8 € Maut fĂŒr die Brennerautobahn zu zahlen, bevorzugte ich die Alternative ĂŒber die alte, kurvenreiche Brennerbundesstraße, die im Ortskern von Innsbruck beginnt. Wir wurden fĂŒr den kleinen Umweg mit super Panoramen und etwas mehr Fahrspaß belohnt. Nach etwa 40km Serpentine stellten wir das Auto fĂŒr die nĂ€chsten 8 Tagen in Brenner ab, schnallten die RĂ€der vom Auto und los ging sie, die Fahrradtour Richtung Venedig.

Gleich zu Beginn hatten wir den grĂ¶ĂŸten Höhenverlust von 1.388m auf 952m auf 22km Strecke. Sterzing (Vipiteno) war zu erreichen, und das ging schnell. Nach der langen Autofahrt wollten wir an diesem Tag nicht allzuweit fahren und so waren die 22km auf dem neuen Radweg, auf einer ehemaligen Bahntrasse, schnell abgerollt. Unterwegs kam uns Frederik entgegen, ein Landstreicher der mit einem klapprigen Rad mal nach Bozen, dann mal nach Wien fĂ€hrt. Ein echt verrĂŒckter Typ der nur auf sein BauchgefĂŒhl hört. Aber coole Tipps zur Umgebung hat er uns gegeben. Das war echt ein lockeres und lustiges GesprĂ€ch und hatten mit den ersten sĂŒdtirolerischen Vokabeln zu kĂ€mpfen.




Es ging weiter durch die herrliche Landschaft SĂŒdtirols. Das 4*-Hotel „Der Schwarzer Adler / La Aquila Negra“ war am Markt schnell zu finden. Schnell genug um vor dem ersten Wolkenbruch noch trocken einzuchecken. Nach dem Regenguss besichtigten wir das charmante StĂ€dtchen Sterzing. Sprachbarrieren gab es nicht, da in SĂŒdtirol mehr Deutsch als Italienisch gesprochen wird. Nach dem Champions-League-Spiel Bayern gegen Barcelona war Tag 1 vorbei.

Die Touren habe ich mit der App RunKeeper mitgetrackt. Es war die erste BewĂ€hrungsprobe fĂŒr mein Google NEXUS 4, dass gut mit Akku und GPS-Peilung den Strapazen entgegenhalten konnte. Hier ist der erste Track (Brenner->Sterzing)

Bozen (Bolzano) war das Ziel des 2. Tages. Wir holten unsere RĂ€der aus dem sicheren Skikeller, machten sie reisefertig und radelten ĂŒber einer sehr hĂŒgeligen von kleinen Dörfern geprĂ€gten Gegend nach Brixen. Mit dem GepĂ€ck und den knackigen Steigungen war es schon sehr mĂŒhselig in die Pedale zu treten. Stets folgten wir seit Brenner dem Lauf des Flusses Eisack (Isarco). Unterwegs mussten wir mit unseren RĂ€dern ĂŒber Geröll, Überbleibsel von Hangmuren (Erdrutsche), klettern. Trotz dass der Radweg eigentlich wegen RĂ€umungsarbeiten gesperrt war, konnte uns das nicht aufhalten. War Ă€rgerlich, aber interessant zugleich. Kurz vor Brixen begann eine neue Vegetationszone. Satte, weiße ApfelblĂŒten blendeten das Auge, Gelber Löwenzahn wurde wahrgenommen und die ersten Weinstöcke sprossen empor. Die Landschaft nahm man mit Auge und Riechkolben war. Tulpen und Wiesenpflanzen machten alles bunt. Es sah ganz nach FrĂŒhling aus.




In Brixen angekommen aßen wir zur StĂ€rkung am gepflegten Marktplatz lecker Eis. Der weitere Verlauf der Tour wurde entspannt entlang der reißenden Eisack zurĂŒckgelegt. Das 3*-Hotel in der Fahrradstadt Bozen lag direkt in der City und war nach dem Tageskilometerstand von 78km erreicht und sind auf 261m ĂŒber dem Meer gelandet. Mit Deutsch kommt man ab hier nicht mehr so weit, da der italienische Anteil ab hier stark zugenommen hat. Ab hier ging es mit Englisch und Italienisch problemlos weiter. 🙂 Nach Stadtbesichtigung durch die Einkaufsmetropole Bozen, Calzone, Haxe und polnischem Bier war der 2. Tag dann auch passĂ©. Direkt nach der RĂŒckkehr ins Hotel, begann wieder Platzregen. Das war uns dann aber wieder egal.

Track des 2. Tages (Sterzing->Bozen) bei RunKeeper.




Einer der schönsten Landstiche, das Trentino, erwartete uns am 3. Tag. ZunĂ€chst aber mussten wieder die Sachen gepackt werden und etwa 20km durch das Bozener Gebiet zurĂŒckgelegt werden. Wir radelten an der Eisack, die hinter Bozen zur Etsch (Adige) wurde, unter „azuro“-blauen Himmel prasste die Sonne gnadenlos auf die PlĂ€tte. Der erste richtige Sonnenbrand machte sich bereits am frĂŒhen Morgen schon bemerkbar. Etliche, beinahe unzĂ€hlbare Rennradfahrer waren unterwegs und mussten darauf achten, dass wir nicht von ihnen plattgefahren werden.

Nach der Eingangspforte des Trentinos bewunderten wir die zahlreichen Obst-und Weinplantagen auf bemerkenswert sehr guten Radwegen. Das Tal zwischen den FelswĂ€nden wurde immer breiter. Trotz dass die Strecke beinahe eben war, herrschte ein immer stĂ€rker werdender Wind aus Richtung SĂŒd (Gegenwind!). Kurz halt konnten wir an den zahlreichen Trinkwasserstellen machen, bei denen auch meistens SchattenplĂ€tze angeboten wurden. Wir folgten der Etsch ĂŒber die grĂ¶ĂŸere Stadt Trient (Trento), nahmen einen kleinen Nudel-Snack bei der Radfahrertanke Bici-Grill vor Rovereto ein und verließen die Etsch-Schlucht hinter Rovereto in Richtung Mori, Riva del Garda. Ab da ging es steil hoch ĂŒber den Passo die San Giovanni. Oben angekommen sahen wir in Loppio den durch Tunnelarbeiten trockengefallenen See. Jetzt ist es ein Biotop. Nur noch durch das Weinbaufeld geradelt, schon sah man von oben den Gardasee. Ein ĂŒberwĂ€ltigendes GefĂŒhl die Strecke geschafft zu haben und als Lohn diesen triumphalen Blick ĂŒber den Gardasee schweifen zu lassen. In rassender Geschwindigkeit ging es nach Torbole, zum ersten Ort am Gardasee, hinab. Wir durchkreuzten typisch italienische Steingassen und den Ort Tobole. Nur noch entlang der Uferpromenade und schon war unser Ort, Riva del Garda, erreicht. Nach dem Einchecken und dem Regen-und Gewitterschauer, besichtigten wir Riva. WĂ€rme, die Hauptstraße einer Allee aus Palmen und die Marina ließen Riva wie Miami erscheinen. Hier ist es wirklich schön! Auch nach einer Tagesetappe von 113km. 🙂

Track des 3. Tages (Bozen->Riva del Garda) bei RunKeeper




Der nĂ€chste Tag bricht an. Es ist bereits der 4. Tag der Tour und die Sonne zeigt bei wolkenlosem Himmel wieder ihre beste Leistung. Das ist nicht ganz so hilfreich wenn man schon wegen dem Sonnenbrand so aussieht wie ein gekochter Hummer. Da wir schon sehr frĂŒh aufbrechen mussten, war das Hotelpersonal so nett FrĂŒhstĂŒck am Abend schon ins Zimmer zu stellen. Das Hotel hatte nur 2-Sterne, aber trotzdem sehr komfortabel, sehr sauber und preisgĂŒnstig. Ich kann das Hotel Benini absolut weiterempfehlen, auch wenn es 2 km vom Ortskern entfernt liegt.

Strecke (Hotel->Ortsmitte/Anlegestelle) habe ich mit RunKeeper aufgezeichnet.

Ziemlich frĂŒh machten wir unsere RĂ€der fertig und radelten zum Ortskern von Riva del Garda zur Anlegestelle um zunĂ€chst Tickets fĂŒr die Gardasee-LĂ€ngsĂŒberquerung nach Sirmione zu Ordern. FĂŒr nur 17,90 € p.P. inkl. Fahrrad konnten wir die 4,5-stĂŒndige Überfahrt genießen. Schlafen konnten wir dabei kaum, da der Dampfer jeden kleineren Ort anfuhr und der Kapt’n immer paarmal den Ort ins Mikro brĂŒllte (s.Video).

So fuhr der Dampfer ĂŒber den Gardasee.

Die meisten Orte entlang des Gardasees sind auf den HĂ€ngen erbaut worden. Es sah schon wie im MĂ€rchen aus. Je sĂŒdlicher wir schipperten, desto flacher wurde die Landschaft und bei unserer Ausstiegsstation, die Halbinsel Sirmione, konnte man schon von einer Ebenen sprechen. Ohne Anstrengungen haben wir mit SĂŒdtirol, Lombardei und Veneto gleich drei ital. „BundeslĂ€nder“ abgeschippert. Beim ersten Betreten von Sirmione war klar, dass wir hier die FahrrĂ€der schieben mussten. Die PlĂ€tze und Wege waren durch die vielen einströmenden Touristen sehr eng. Selbst eine halbversenkte Festung stand im Weg. Aber irgendwie machte es als Urlaubsziel aus, denn die Ambiente passte hier wie die Faust ins Auge. Blaues Wasser, Eisdielen mit Seeblick, gepflasterte Steine und die Festung trugen dazu bei. Dann war es 14 Uhr und wir mussten uns so langsam wieder auf unseren FahrrĂ€dern Platz nehmen. ZunĂ€chst entlang des Gardasees ĂŒber das letzte Ausflugsziel des Gardasees Peschiera del Garda mussten wir uns dann ausschließlich entlang einer Schnellstraße bis Verona halten. Nach 40km Tagesstrecke, die ein sehr hĂŒgeliges Höhenprofil beinhaltete, war Verona erreicht. Nach einer Stadtbesichtigung fuhren wir am berĂŒhmten Amphitheater vorbei und suchten unser 4-Sterne Hotel nach etwa 2km auf. StĂ€rken konnten wir uns in dem großen Supermarkt PEM, der sich im selben GebĂ€udekomplex befand, wie auch das riesige Hotel. Dort kostete die After-Sun-Repair-Lotion satte 9,10 €.

Per RunKeeper habe ich die Strecke Sirmione->Verona mitgezeichnet.




Nach einem sehr reichhaltigen FrĂŒhstĂŒck starteten wir in den 5. Tag. Wir checkten aus und radelten gemĂŒtlich mit der Hauptstraße SR11. Vereinzelnd waren Wolken am Himmel und es war heute nicht allzu sehr heiß. Trotzdem wollte ich meine krebsrote Haut vor weiteren Sonnenstrahlen schĂŒtzen und fuhr die heutige Tagesetappe mal mit meiner Softshell-Jacke ab. In Montecchio Maggiore machten wir bei MĂ€cces eine Pause und erfrischten uns an frisch gekĂŒhlter Coke. Nach angenehmen 48km war dann Vicenza, die vorletzte Station unserer Tour, erreicht. Auch Vicenza haben wir nach dem Check-in in dem genialen 4-Sterne-Hotel „Da Porto“ besichtigt. Es ist eine schöne, nicht vom Tourismus geprĂ€gte, italienische Stadt. Aspekte, die typisch fĂŒr Venedig sind wie z.B. Gassen und das Wappen des Evangelisten Markus in Form des Markuslöwen, waren in Vicenza allgegenwĂ€rtig. Eisdielen waren in AbstĂ€nden von 20m aneinandergereiht. Einer der besten Gelaterien haben wir glĂŒcklicher Weise auserwĂ€hlt. WĂ€hrend der Besichtigung gab es wieder ein Regenguss. Wir haben uns in einer Dönerbude in Sicherheit gebracht und haben dort Pizza gegessen. Wie absurd in Italien beim Dönnermann Pizza zu ordern. 😀 Der RĂŒckweg zum Hotel war leider auch keine trockene Angelegenheit.

Die Radelstrecke Verona nach Vicenza ist auch wieder einmal bei RunKeeper zu finden.

Der letzte Tag der Strampelei ist angebrochen. Direkt nach dem FrĂŒhstĂŒck griffen wir nach dem FahrradgepĂ€ck, schnallten es auf unsere RĂ€der und los ging sie, die letzte Fahrradtour nach Venedig. Das Wetter war hervorragend. Eher frisch, windstill und es waren etwas mehr als 80km zu erradeln. Es nieselte leicht zu Beginn was mach anhielt erst in Regenklamotten zu starten. Zwischenstation machten wir in der gemĂŒtlichen, Ă€lteren Stadt Padua (Padova) und hatte da keine Lust mehr auf Regenuniform und fuhr von da an mit meiner Sommerbekleidung weiter. Aber zunĂ€chst wurde Padua besichtigt. Über eine poldergleichen Landschaft, wie in den Niederlanden, durchkreuzten wir die kleinen Orte Dolo und Mira ehe wir das Industriegebiet von Venedig erreichten. Neben den dicken Brummis schlĂ€ngelten wir uns bis zur BrĂŒcke, die uns in die Lagune von Venedig fĂŒhrte. Ab da an, grade zu den finalen 3-4km, fing es an stark zu regnen. Klitschnass haben wir unsere luxuriöse Absteige, ein 1-Sterne-Hotel mitten in der Stadt gelegen, gefunden und bezogen. Luxuriös weil es die preiswerteste Unterkunft in Venedig war und unser „Zimmer“ (eigentlich schon Apartment) hatte einen großen Korridor wo wir unsere FahrrĂ€der sicher abstellen konnten, 2 Badezimmer, 4 Betten und genĂŒgend Platz fĂŒr das restliche Zeug. Mehr als ein Spaziergang ĂŒber den Hochseehafen und der „FußgĂ€ngerzone“ sowie ein leckeres italienisches Abendessen waren an diesem Tag nicht mehr drin gewesen. Wir haben uns fĂŒr den nĂ€chsten Tag viel vorgenommen, so dass wir schon frĂŒh schlafen gegangen sind.

Die Schlussetappe von Vicenza nach Venedig ist ebenfalls unter RunKeeper dokumentiert.

Die nĂ€chsten beiden Tage, 07. und 08.05., gehörten ganz Venedig. Eigentlich hatten wir vor heute mit der FĂ€hre nach Pula oder Porec in Kroatien ĂŒberzusetzen. Allerdings beginnt die FĂ€hrsaison im Juni, so dass wir doch in Venedig blieben. Gleich nach dem FrĂŒhstĂŒck in einem kleinen Kiosk neben dem Hotel (Essensmarken wurden vom Hotel vergeben), was man zwischen einem Kaffee und jeweils einem gefĂŒllten Cornetto (Hörnchen) auch FrĂŒhstĂŒck nennen konnte, machten wir uns auf in Richtung Bahnhof Santa Lucia. Sicher ist sicher und haben als erstes Bahntickets fĂŒr uns sowie unsere FahrrĂ€der geordert fĂŒr die RĂŒckreise zum Brenner am 09.05. (Christi-Himmelfahrt) geordert sowie die Verbindung ausdrucken lassen. Im Gegensatz zu Deutschland kann man sich hier in Italien noch die Bahnfahrt leisten. FĂŒr die ca. 450km lange Reise mit den RĂ€dern brauchten wir nur 30,10 € zu bezahlen. Zum Vergleich kostet das NRW-Ticket annĂ€hernd an die 35€ zzgl. Fahrradticket fĂŒr 4-5€. Eingesteckt und kurze Zeit spĂ€ter wieder Geld losgeworden. Venedig ist halt die Wasserstadt und am besten kann man sich auf dem Wasser per Wassertaxi (Vaporetto) vom Betreiber ACTVfortbewegen. Neben dem Bahnhof Santa Lucia ist die Wassertaxi-Station Ferrovia zu finden und haben gleich in der nĂ€chsten Biglietteria (Ticket-Shop) fĂŒr satte 35€ p.P. Wassertaxitickets fĂŒr 36 Stunden gekauft. In diesen Tickets war auch die Touristenlinie Vaporetto dell’Arte enthalten. Dazu wollten wir auch die WiFi-Internetnutzung an den öffentlichen PlĂ€tzen nutzen. Irgendwie gab es Probleme bei dem Bezahlvorgang. Deshalb wĂŒrde ich beim nĂ€chsten Venedigbesuch die Tickets schon daheim Online auf http://www.veniceconnected.com ordern.

Die erste Fahrt mit der Linie 1 ging einmal ĂŒber den Canal Grande zum Markusplatz mit dem riesigen Markusdom und den Dogenpalast. Von dort aus schlĂ€ngelten wir uns zu Fuß zur RialtobrĂŒck, besuchten den legendĂ€ren Rialtomarkt und fuhren per Vaporetto wieder zurĂŒck zur Station Ferrovia. Dort stiegen wir in die Touristenlinie Vaporetto dell’Arte ein und fuhren auf die geschĂ€tzte 300x300m große Insel San Giorgio Maggiore. Unterwegs wurde viel von den PalĂ€sten, PlĂ€tzen, BrĂŒcken und Geschichte der Lagunenstadt via Ohrstöpsel erzĂ€hlt. Nach der Besichtigung der winzigen Insel stiegen wir in die Linie 2 ein und fuhren außen an der Lagune entlang, ĂŒber das riesige HafengelĂ€nde zurĂŒck zum Hotel.

Etwas spĂ€ter besuchten wir die gemĂŒtliche Osteria Da Poggi an der HauptfußgĂ€ngerzone auf. Nach dem leckeren Essen war es draußen auch schon dunkel und wir beschlossen uns eine Nachttour durch Venedig nicht entgehen zu lassen. Diesmal zu Fuß um die meisten EindrĂŒcke einzufangen, passierten wir die Rialto-BrĂŒcke und kamen am von Lichtern erstrahlten Markusplatz an. Es war viel los. Viele Leute waren unterwegs und Musik von einer Musikgruppe fĂŒllte den riesigen Platz aus. Obwohl es nicht geregnet hatte, wunderten wir uns, warum der Platz plötzlich riesige PfĂŒtzen hatte. Schließlich war der Platz am Nachmittag ja noch trocken gewesen. Da wir aber noch die Gullideckel sahen, die sich zentral unter den PfĂŒtzen befanden, ist uns direkt das Problem der Stadt bewusst geworden. Venedig, speziell der Markusplatz, ist sehr knapp ĂŒber den Meeresspiel. Ebbe und Flut lassen dadurch die PfĂŒtzen erscheinen oder auch verschwinden. Auch auf dem Markusplatz waren Personen zu finden, die einfach nur Quatsch an die Personen bringen wollten. Schleimfiguren, Propellerschleudern, billige Handtaschen, etc. Ich traute diesen Personen nicht ĂŒber den Weg. Zu recht. Einer wollte sich von hinten an mich anschleichen. Er hatte sicherlich meine ausgebeulten Jackentaschen im Visier. Als ich es aber bemerkte und mich umgedreht habe, wechselte er sehr auffĂ€llig die Richtung. Damit habe ich gerechnet und hatte stets die HĂ€nde noch an meinen mit Reißverschluss verschlossenen Jackentaschen. Neben dem ĂŒberteuerten Cafe Florian orderte ich auf Italienisch noch ein sehr leckeres Stacciatella-Eis und fuhren anschließend mit der ĂŒberfĂŒllten Linie 1 zurĂŒck zum Hotel. Bevor es ins Bett ging, Habe ich mich gegen Mitternacht an der Kanalstufe direkt neben dem Hotel gesetzt und die nĂ€chtliche Stimmung von Venedig auf mich wirken lassen. Zwischendurch nutzte ich das kostenfreie W-Lan des Hotels Marte, das bis an der Kanalstufe noch zu erreichen war.

Der letzte, ganze Tag in Venedig ist angebrochen. Heute stand Insel-Hopping auf dem Tagesplan. Direkt nach dem Kaffe mit Croissant ging es los. Ca. 50m neben dem Hotel befand sich die Haltestelle Guglie, stiegen dort in den Vaporetto 4.1 und schipperten nach Murano. Murano ist eine Insel in der Lagune, die Alles auf Glas setzt. FrĂŒher, als Konstantinopel von den Römern erobert wurde, wurden die dort ortsansĂ€ssigen GlasblĂ€ser nach Murano bebracht. Heute sieht man die Geschichte noch live. Optisch sieht es noch mit den beiden KanĂ€len und den BrĂŒcken nach Venedig aus, aber jedes 2. Lokal war ein Laden, bei dem man Glasschmuck kaufen konnte. Ich dachte erst, etwas fĂŒr meine Mum zum nĂ€chsten Muttertag mitzubringen. Allerdings konnte ich mich nicht wirklich festlegen, da die Glasketten sich irgendwo zwischen besonders, schick und kitschig befanden. Ich entschied mich dann doch spĂ€ter zu etwas ganz anderem. Danach ging die Reise ĂŒber die offene See an der Isola San Michele vorbei. Alles ist in Venedig auf See organisiert, auch die ZustĂ€ndigkeit. Wie z.B. Murano vom Glashandwerk geprĂ€gt ist, so ist San Michele die Friedhofsinsel Venedigs. NĂ€chster Stopp war Lido, die lĂ€ngliche, vielleicht grĂ¶ĂŸte Insel Venedigs, mit seinem bekannten Sandstand. Anders als in der auf Million von BaumstĂ€mmen errichtete Lagunenstadt Venedigs gab es wieder Straßenverkehr. Unweit von der Anlegestelle setzen wir uns dort in einem Linienbus Richtung Pellestrina. Die Fahrt mit dem Übersetzen per FĂ€hre dauerte gut 45 Minuten. Aber das hat sich auf alle FĂ€lle gelohnt. Pellestrina tickt anders. Es ist noch richtig ursprĂŒnglich und Touristen verlaufen sich kaum hierher. Auf Pellestrina dominieren die Fischer und sie wohnen in kunterbunten HĂ€usern. Das bunte Schweden ist zu Pellestrina noch eine graue Maus. Da aber zur Mittagspause alle Lokale geschlossen waren, ließen wir noch einen Blick ĂŒber die Adria schweifen, ehe es wieder per Bus und FĂ€hre nach Lido ging. Nach einem Spaziergang durch Lido schaukelten wir dann per Vaporetto No. 1 zur RialtobrĂŒcke, um in der NĂ€he nach unserem letzten Abendmahl in Venedig zu suchen. Nach einer leckeren Pizza und Aperol Spritz packten wir unsere Klamotten fĂŒr die morgige Abreise, die schon frĂŒh beginnen sollte

Um 6 Uhr ratterten die Wecker wie verrĂŒckt. Wir machten unsere FahrrĂ€der nach langen 3 Tagen wieder reisefertig, klingelten den Portier aus dem Schlaf und checkten aus. Durch Venedig mussten wir die FahrrĂ€der wieder schieben. So frĂŒh morgens waren nur noch die Straßenkehrer unterwegs, so dass wir den Bahnhof Santa Lucia sehr zĂŒgig erreichten. 40 Minuten vor Abfahrt betraten wir schon unseren Zug nach Verona. Wir waren fast alleine im Abteil und konnten in Ruhe unser GepĂ€ck von den FahrrĂ€dern hieven und die RĂ€der im Fahrradabteil aufhĂ€ngen (verstauen). Mit dem GepĂ€ck haben wir uns dann im Nachbar-Abteil breitgemacht. Schwarzfahren wĂ€re jetzt bitter, denn vor Abfahrt kam ein lustiger Schaffner vorbei um Tickets zu kontrollieren. Über die Via Liberta verließen wir die Lagune und 2 Stunden tuckerte der Zug ĂŒber das Veneto. Als wir dann Verona Porta Nuova mussten wir dann 2 Stunden auf den Anschlusszug warten. Da der Bahnhof nicht direkt im Zentrum lag, beschlossen wir uns bei der nĂ€chsten Dönerbude einen Imbiss zu nehmen und die 2 Stunden abzusitzen. FrĂŒhzeitig erreichten wir wieder den Zug. FahrrĂ€der wurden wieder eingehĂ€ngt und die Fahrt ĂŒber die tollste Landschaft dauerte diesmal 3 Stunden an, ehe wir Brennero erreichten. Gegen 15 Uhr fanden wir mein Auto unbeschadet auf dem Parkplatz wieder. Ich habe den FahrradtrĂ€ger an der AnhĂ€ngerkopplung montiert, dann darauf die FahrrĂ€der und wir fuhren los in Richtung SĂŒden.

Richtig, den nach Hause wollten wir erst einmal nicht, ehe wir vorher nicht den Jaufenpass bei Sterzing per Serpentine auf 2.000m hinauffuhren und die AlmhĂŒtte „Jaufenhaus“ besuchten. Ich kann es bestĂ€tigen, dass dieser Pass einer der Schönsten seiner Art ist. Etliche 180-Grad-Kehren mussten umkurvt werden und satte Bergpanoramen verwöhnten das Auge. Ganz oben am Jaufenhaus erreichten wir die alpine Baumgrenze und einige Schneefelder hielten uns um eine kleine Schneeballschlacht nicht mehr zurĂŒck, einmal wieder Kind zu sein.  Nach einer StĂ€rkung im Jaufenhaus erzĂ€hlte ich dem Wirt, dass ich gerne ĂŒber das Timmelsjoch (ca. 2.500m a.s.l.) Österreich annĂ€hern wollte und ĂŒber Sölden dann die Heimfahrt abkĂŒrzen wollte. Leider meinte er, dass das Timmelsjoch erst im Juni wieder öffnet und wir wieder zurĂŒck ĂŒber den Brenner Richtung Innsbruck nach Hause fahren mĂŒssen. Gesagt, getan. Wir kamen viel an meinem Lieblingsstreckenprofil, kurvige Bergstraßen, in BerĂŒhrung. Erst ging es ĂŒber den Jaufenpass, dann ĂŒber die alte Brennerbundesstraße (nicht die mautpflichtige Brennerautobahn!) bis in den Ortskern von Innsbruck zurĂŒck. Nach dem Volltanken ging es dann nĂŒchtern ĂŒber MĂŒnchen, NĂŒrnberg, WĂŒrzburg, Dortmund und Recklinghausen wieder nach Hause.

Insgesamt war es eine absolut gelungene Reise. Das Fahrrad war die perfekte Verkehsvariante, um das Meiste aus kĂŒrzester Zeit zu sehen. Mit den wuchtigen Alpen, das bunt-blĂŒhende Trentino, der magisch, blaue Gardasee, Sirmione, Verona und Venedig machten diese Stopps zu einer Reise, die ich sicherlich nie vergessen werde. Kulinarische GenĂŒsse konnten direkt abgestrampelt werden. Mit der italienischen Sprache hatte ich meinen Spaß. So weit es ging, versuchte ich mich in dieser Sprache zu kommunizieren. Vielleicht besuche ich ja auch demnĂ€chst ein VHS-Kurs. 😉

Fahrradtour Italien 2013 (06.03.2013) – GPS Folge 2

…und wieder ein Step weiter. Nachdem ich gestern den Stiefelstaat als Karte auf mein Navi gequetscht habe, habe ich 2 GPX-Dateien erstellt. Darauf sind die Routen Brenner zum Gardasee sowie Gardasee nach Venedig. Insgesamt (mit dem Abstecher zur Halbinsel Sirmione) sind es 439km.

Hier geht’s zu den GPX-Dateien der Italien-Tour

Ein geniales Visualisierungstool kann hier aufgerufen werden: http://www.gpsvisualizer.com



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Fahrradtour Italien 2013 (03.03.2013)

Ja, dieses verrĂŒckte Vorhaben hat bereits Projektcharakter. Es handelt sich um meine Radtour in Italien, die einmalig ist, gut geplant werden muss und absolut eine Herausforderung ist. Ende April/Anfang Mai 2013 soll es dann endlich losgehen. Start ist der erste Ort in Italien Brenner. Nach dem Passieren der Orte Brixen, Bozen, Trient, Verona und Vicenza wĂ€re dann nach ca. 400 km Pedalierstrecke das Ziel, die Lagune von Venedig, erreicht. In einem Artikel habe ich bereits davon berichtet (zum Artikel).



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Heute habe ich nachgesehen, ob die Packtaschen fĂŒr meine Tour genĂŒgen oder eine Neubeschaffung durchgefĂŒhrt werden muss. In diesem Punkt bin ich mit dem Ortlieb Back Pack, dem TOPEAK Rack Pack und einer kleinen Triangeltasche ausreichend ausgerĂŒstet.

Erneuern muss ich wohl mein vorderes Laufrad. Defekt ist mein Narbendynamo und werde die Sache in den nĂ€chsten 2 Wochen angehen mĂŒssen.

Als Navigator muss mein Navigationssystem GARMIN DAKOTA 20 herhalten. Wie ich darauf Kartenmaterial des Stiefelstaats Italien hinzufĂŒgen kann, muss ich demnĂ€chst auch mal checken.

Auch zur Planung gehört die Streckenplanung, die ich dann per GPX-Datei fertigstellen werde.

Es werden sicherlich noch mehrere Vorarbeiten zu der Radeltour folgen. Fest steht, ich freue mich schon sehr die Alpen hinunter zu rasen.

Fahrradtour nach Venedig

2013 wird’s durchgezogen. Gestartet wird nach der Schneeschmelze im April/Mai im Ort Brenner (Brennero) in der Grenzregion Österreich/Italien. Abseits vom Straßenverkehr ist die Strecke abschĂŒssig und grĂ¶ĂŸtenteils auf alten Bahntrassen neu ausgebaut. Zu der geplanten Zeit geht es ĂŒber die sĂŒdlichen Alpenregion in vollster und bunter BlĂŒtenpracht ĂŒber die Orte Brenner, Sterzing und Brixen per Wipptal-Radweg (59 km). Im Anschluss folgt der Eisack-Radweg (46 km), wie es bereits der Name verrĂ€t immer dem wilden Gebirgsfluss Eisack entlang, von Brixen ĂŒber Klausen nach Bozen. Per Unterland-Radweg werden Bozen und Trient besichtigt. Weitergeradelt ĂŒber die Via Claudia Augusta ĂŒber Rovereto, Verona bis an die malerische Lagunen-Stadt Venedig, wo dann beabsichtigt wird 2-3 Tage zu verbringen ehe es per Zug wieder nach Brenner geht.

Habt Ihr Interesse sich an der Tour zu beteiligen und/oder wollt mehr wissen, dann könnt Ihr Euch gerne bei mir unter mail@chris-schwarz.de melden.

Infos: SĂŒdtirolerland.de, Bahntrassenradwege.de



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Polizisten auf FahrrĂ€der…

…soll es ja geben. Das Besondere an der heutigen Fahrradtour war auch, dass ich als Polizist aus einer Entfernung um die 100m wahrgenommen wurde. Habe noch nie so viele Hundebesitzer ihre Hunde hektisch anleinen sehen. Nordic-Walker gingen nicht mehr nebeneinander und entgegenkommende Fahrradfahrer machten auch gleich Platz fĂŒr mich. Echt super, wie ein Traum! Aber wie konnte es sein? Zum ersten Mal hatte ich mein neues, grĂŒnes Fahrradtrikot angezogen. Eigentlich ist es schwarz mit einem breiten, neon-grĂŒnen Schulterstreifen, was wohl von den Passanten als Uniform wahrgenommen wurde. Der Kauf hat sich absolut gelohnt und werde es bei meinen Folgetouren auch wieder anziehen. 😀

Dieses und noch mehr Kunstwerke sind entlang der Seseke zu bewundern

Nun etwas zur Tour. Ausgepickt habe ich mir den grĂ¶ĂŸten Teil der Route „Überwassergehen“, die ich von meiner Heimatstadt LĂŒnen nach Kamen folgte. Es ist eine wunderbare Themenroute gewidmet der Renaturisierung der Seseke, eine etwa 33Km langen Kopie der Emscher im östlichen Ruhrgebiet. Die Tour entlang der Seseke wurde mit Kunstwerken aus der Initative RUHR 2010 aufgewertet. Vorteile zur Emscher: Die Seseke stinkt nicht und ist bereits zu 90-95% entgradigt/renaturisiert. Ein schöner Fleck fĂŒr Erholungssuchende!

In Kamen angekommen, folgte ich der guten Ausschilderung des Radverkehrsnetz NRW nach Unna um den Hellweg-Radweg aufzusuchen. Ab Unna-Massen folgte ich den Hellweg-Radweg etwa 13Km bis ins Dortmunder Stadtzentrum. Auch ein sehr schöner Radweg, der abseits von hochfrequenzierten Hauptstaßen fĂŒhrt. Auf der Strecke bei Dortmund-Wambel lernte ich Werner kennen. Werner kam mit dem Rad von Hamm-Uentrop und wollte die Runde ĂŒber LĂŒnen und zurĂŒck nach Hamm beenden. Als ich ihn zunĂ€chst ĂŒberholte und er mir zunĂ€chst folgte, fragte er mich nach 2-3 Kilometern nach dem Weg. Er fuhr heute genauso wie ich „Freestyle“ und folgte mir nach meinem Angebot bis nach LĂŒnen. Mit einem Abstecher ĂŒber die dĂŒstere Dortmunder Nordstadt, ĂŒber Do.-Eving, Do.-Brechten und LĂŒnen Brambauer trennten uns unsere Wege nach einem tollen Smalltalk. Er fuhr weiter am Kanal entlang, der wie sein Name „Datteln-Hamm-Kanal“ verriet bis Hamm fĂŒhrt. Nach einer kleinen Runde nördlich am Lippeufer entlang, ging die tolle Tour von 55Km zuende.

Einen leichten Sonnenbrand habe ich mir auch dabei geholt. Aber es war auch mein Ziel die letzten Sonnenstrahlen in diesem „Sommer“ auf dieser Weise noch einfangen zu können. 🙂

Hier geht es zur Tour

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