Durchs Sauerland geradelt

Infotafel Sauerlandradring

Infotafel Sauerlandradring

Zur Auflistung von den interessanten Radtouren, folgt hier die Sauerland-Erweiterung.

…lass jucken, ich will mehr lesen

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Interessante Pedalierstrecken

An der Ruhrquelle

Eine Auflistung von wirklich interessanten Radtouren.

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Grenzerfahrung Hindernismarathon

Wie weit…? Wie schnell…? Wie stark…? Wie nah kann der Mensch seine Grenzen ausreizen. Der Hindernismarathon Fisherman’s Friend StrongmanRun soll mich dazu bewegen auch solche Erfahrungen zu sammeln. Dabei werden 20 Km auf dem Nürburgring zu Fuß mit Hindernissen wie Wasserbecken, Reifengrube, Passagen zum Durchkriechen und vieles Fieses mehr zurückgelegt. Es wird sicherlich hart aber sicherlich auch lustig mit den ganzen schrägen Vögel wie Borrats oder Sesamstraßen-Bibos. Ich habe mich bereits für den nächsten Lauf im Mai 2013 registrieren lassen.

Es bleibt mir also noch genau ein Jahr um mich darauf vorzubereiten. Geplant habe ich zunächst per Fahrrad meine Kondition soweit es möglich ist aufzubauen und noch ein Paar Pfunde loszuwerden. Die Phase sollte bis September/Oktober abgeschlossen sein. Ab dann werde ich neben weiteren Fahrradtouren versuchen die Kondition weiter in Richtung Laufschuhe zu lenken. Ziel soll es in der zweiten Phase (bis Februar/März 2013) sein die Laufzeit auf 20Km zu erhöhen. Dazu dient eine Rundstrecke, die sich als meine Fahrradrunde etabliert hat.

Hier geht es zur Voranmeldung für den StrongmanRun2013 (04.05.2013) auf dem Nürburgring.

Es folgt ein kurzer Bericht zum StrongmanRuns 2012:

An den Start haben sich 9.962 getraut, davon 8.705 Männer und 1.208 Frauen. Ins Ziel geschafft haben es 9.294 Fisherman’s Friend StrongmanRunner, davon 8.263 Männer und 1.031 Frauen. (Quelle: http://www.fishermansfriend.de/strongmanrun/category/strongmanrun-2012/)

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Radtour Bonn-Koblenz (Auftakt 2012)

Der ordentliche Sonnenbrand in meinen Armbeugen ist auch eine Woche später noch nicht verschwunden. Es bleibt jedoch die Erinnerung an einer sehr schönen Fahrradtour als Auftakt in die Saison 2012. Kleine Pedalgänge habe ich in diesem Jahr schon getreten, also war es nun die erste “richtige” Tour über fast 70 Km.

Brassertufer in Bonn

Zusammen mit meinen Arbeitskollegen Ralf und Franz sind wir von Bonn nach Koblenz entlang des Rheinradwegs geradelt. Sie haben mich zunächst von Zuhause abgeholt um auch mein Fahrrad bei zunächst leichtem Nieselregen zu verladen. Dann ging es hauptsächlich über die leere A1 in Richtung Startpunkt, zum Brassertufer in Bonn an der Kennedy-Brücke. Je näher wir uns nach Bonn bewegten, desto mehr lockerte sich die dichte Wolkendecke auf. Dort angekommen und einer der letzten Parkplätze ergattert, ging es weiter südlich mit dem Fahrrad entlang.

Alter Bundestag

Die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn hat einen hervorragenden Radweg entlang des Rheins. Auf der einen Seite befindet sich das breite fließende Gewässer während auf der anderen Seite herrliche Grünanlagen im saftigen wiesengrün leuchteten. Regierungsviertel mit dem alten Bundestag wurden durchkreuzt.

Der Kilometerstand weißte noch keine zweistellige Zahl auf da war auch schon Königswinter mit seiner

Drachenfels

Krone des Siebengebirges, der Ruine Drachenfels, zu bestaunen. Kurz vor Remagen weißte uns ein Schild darauf hin, dass wir nun auf den Wegen Rheinland-Pflanz unterwegs

Einfahrt Rheinland-Pfalz

waren. Ab dem Schild wurde der asphaltierte gegen einen gepflasterten Weg ausgetauscht.

Über das Mündungsdelta der Ahr hinweg und über der fabelhaften Strandpromenade von Bad

In Andernach

Breisig flaniert, machten wir in der Geysirstadt Andernach zu einer Pause halt. Gewundert haben wir uns über unserem ständigen Begleiter, dem Containerschiff INDIGO, das seit Bonn immer in

INDIGO

unserer Nähe war. In Andernach mündet auch der Vulkanparkradweg in den Rheinradweg, der unser Interesse durch eine Infotafel weckte.

Es ging neben unzähligen Weinberge und unzähligen Gaststätten, die hauptsächlich den Namen “Zum Anker”

Kaiser Wilhelm Denkmal

Kaiser Wilhelm Denkmal

trugen, vorbei über Weißenthurm, Urmitz und St. Sebastian. Koblenz war greifbar nah und wir mussten nur noch die Mosel überqueren. Auf der anderen Uferseite fuhren wir das Deutsche Eck an, an dem die Mosel in den Rhein mündet. Es war sehr viel los dort. Die Sonne war nicht nur Vorort, sie

Deutsches Eck

brannte! Auch die Haut machte sich mit einem Brennen bemerkbar. Wir suchten uns an der Rheinpromenade unweit der Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein ein schattiges Plätzchen und aßen zu Mittag.

Seilbahn in Koblenz

Nach der Stärkung suchten wir den Hauptbahnhof auf und fuhren nach Bonn per Zug zurück, da leider die zunächst vorgenommene Fähre in der Nebensaison nicht fuhr.

Nach einem etwas hecktischen Ausladen der Räder aus der Bahn in Bonn radelten wir noch den letzten Kilometer vorbei an Fußgängerzone, Uni und altem Zoll (großer Biergarten) zum Wagen zurück. Nach der Rückfahrt ins Ruhrgebiet war die tolle Tour beendet. Einen Ausflug an den Rhein kann ich einfach und jederzeit empfehlen. Auch wenn die Wettervorhersagen auf Regen oder Bewölkung hindeuten sollte immer eine Portion Sonnenmilch mit eingepackt werden. Wir haben daraus gelernt! ;)

Track bei RunKeeper

Außerdem plane ich noch folgende Routen an jeweils einem Tag abzuradeln.

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Fotografie – Gute und kostenlose Tools

SLR-Kamera

SLR-Kamera

FastStone Image Viewer – Sehr gutes Bildbetrachtungsprogramm, dass auch RAW-Dateien lesen kann. Der Clou ist aber die schnelle und einfache Handhabe um Bilder schnell zu korrigieren. Das Öffnen eines Bildbearbeitungsprogramm ist ab nun an überflüssig.

NEAT Image ist ein Tool zum Entrauschen. Ein sehr gutes Ergebnis ist auch über die Automatik-Korrektur zu erzielen.

Zum Entzerren kann ich das Tool ShiftN empfehlen, damit z.B. schiefe Gebäude wieder gerade gerückt werden können.

Mit autostich bist Du in der Lage hervorragende Panoramabilder zu erstellen. Ein klarer Vorteil dabei, einzelne Bilder können auch mehrzeilig sein. Gewöhnliche Panoramen werden nur einzeilig erstellt. Tipp: Beim Schiesen der Einzelbilder alle Automiken der Kamera inkl. Autofokus deaktivieren!

Ohne Qualitätsverlust ist man mit SmillaEnlarger in der Lage Bilder bis zu 500% vergrößern zu können. Top Ergebnis für sehr viel Rechnenleistung!

DRI-Bilder aus einer Belichtungsreihe können mit TraumfliegerDRI generiert werden. Über- und unterbelichtete Bilder können so gezielt zu einem perfekt ausgestrahltem Bild zusammengefügt werden.

UFRaw ist ein Tool zum Konvertieren aus dem Fotorohformat RAW in beispielsweise in das JPEG-Format.

GIMP – Kostenloses Rundumsorglospaket für Bildbearbeitung.

PAINT.NET - Kostenloses Rundumsorglospaket für Bildbearbeitung. Sehr einfach zu bedienen, allerdings noch nicht so umfangreich wie GIMP.

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Sprachsteuerung Siri für Android

Antwort - Du solltest einen Regenschirm mitnehmen wenn Du einen hast, Christian.

Was Apple vormacht, dann können es Androiden auch sehr bald. Das aktuellste und beste Beispiel dafür ist die Android App AIVC – Artificial Intelligent Voice Control.

Mit AIVC werden nun auch Android-Benutzer zum Smartphone-Commander. Die Optik der App ist sehr stark an die von Siri orientiert. Sprechblasen der Aufforderungen und die Schaltfläche zum Sprechen sehen sehr ähnlich aus. Für die Verwendung wird wie auch bei Siri eine Internetverbindung benötigt um Suchanfragen von der AIVC-Datenbank anzustoßen. Die Spracherkennung ist hervorragend. Auf eine besonders übertriebende und gute Aussprache kann zum Glück verzichtet werden. Getestet habe ich es mit meinem HTC Desire.

Es ist mit AIVC sehr viel möglich. Egal ob man die Google-Suche anheuert, sich in 10 Minuten wecken lassen möchte, sich von A nach B in Google Maps/Navigon navigieren möchte oder eine bestimmte Person telefonisch, per SMS oder E-Mail erreichen möchte, funktioniert diese App wirklich gut. Termine geben lassen, ein Posting auf Facebook diktieren lassen, erfragen was „Wie geht es Dir?“ auf vietnamesisch heißt oder ob man in Mailand morgen einen Regenschirm braucht, alles ist mit dieser App perfekt umgesetzt.

Eine E-Mail diktieren

Da es sich um ein Projekt handelt, kann auf der Internetseite http://www.yourapp24.com/aivc.html  weitere Vorschläge für Sprüche/Befehle abgegeben werden. Der Betreiber verspricht Prüfung und ggf. Umsetzung. Zum Durchtesten gibt es eine kostenlose Testversion bei Google Play. Die Pro-Version der App kostet auch nur 1,79€ (zzgl. MWSt.).

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Google – Einzelne Kontake bündeln und in Google Kontakte importieren

Neulich hatte ich das Problem, das man bei Google immer nur eine vCard importieren kann. Blöd wenn man gleich viele einzelne vCards für einen Import hat.

Mit dem Social-Plugin für Microsoft Outlook konnte ich meine XING Kontakte als vCard exportieren, allerdings auch hier pro Kontakt eine vCard. Eine Lösung dazu gibt es und die ist auch sehr einfach umsetzbar. Auch die herkömmlichen Outlook Kontakte lassen sich damit bündeln und in Google Kontakte importieren.

Die Vorgehensweise

• In Outlook die Kontakte markieren und in der Menüleiste Aktionen->Vollständigen Kontakt senden->Im Internetformat (vCard) auswählen.

• Es öffnet sich eine neue E-Mail mit den einzelnen vCards im Anhang

• Kopiere die vCards in einen Ordner Deiner Wahl

• Öffne die Windows-Konsole (Win-Taste + “R”)

• Begebe Dich in das Verzeichnis und ziehe keine 4000 Mark ein! z.B. CD vcards

• Verwende den Befehl copy /B *.vcf complete.vcf

• Die erstelle complete.vcf ist eine vCard die die Infos aller einzelnen vCards bündelt. Importiere die complete.vcf unter Google Kontakte.

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Skills Upgrade – Fotografie

Es ist wieder einmal Zeit eine weitere Fertigkeit weiter aufzumöbeln. Ich habe mir in diesem Jahr vorgenommen etwas Fotografie und digitale Bildbearbeitung in mein Leben zu holen. Mich interessiert es schon was man aus Fotos anhand Bildbearbeitungstools noch herausholen kann. Vermutlich ist schon eine Grundbasis geschaffen, da ich “auf gut Glück” einige Fotomotive geschossen habe, die sich auch wirklich sehen lassen können.

Mein Betrieb (Retuschiert)

Die ersten Einblicke der Bildbearbeitung konnte ich während meiner Ausbildung erhalten. Damals habe ich das Gebäude meiner Arbeitsstätte bearbeitet. Seitdem ist es Teil des Corporate Designs meines Betriebes.

 

 

 

Ruhrviadukt am Harkortsee

Ruhrviadukt am Harkortsee

Ein gutes Auge konnte ich beim Schnappschuss des Ruhrviadukts in Herdecke unter Beweis stellen. Das Bild konnte sich bereits bei RunKeeper bei der Aktion “Picture of the Week” gegen die Konkurrenz behaupten. Seit dem hängt dieses Bild als Poster auf der weißen Wand meines Büros. http://blog.runkeeper.com/pic-of-the-week/pic-of-the-week-swedish-waterfall-or-german-viaduct

 

 

Jetski auf der Nordsee

Auf der letzten Wochenendereise nach Newcastle ist mir ein einfaches und doch sehr harmoniersierender Schappschuss gelungen. Es handelt sich hierbei um einen Jetski in der mit Sonnenlicht getränkten Nordsee direkt vor North Shield.

 

 

 

Ich denke schon, dass mir noch einige gute Fotos gelingen werden. Vorausgesetzt ich schleppe das Quäntchen Glück mit. Um diese dann noch besser aufzuwerten, werde ich Mitte April 2012 einen Fotoworkshop in Dortmund im Hafen-Studio besuchen. Bei dem Workshop sollen Tipps & Tricks mit kostenloser Software demonstiert werden. Ich denke es wird ein guter erster Schritt sein um sich den Skill Fotografie mehr anzueignen. Ich bin gespannt. :)

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That’s a big joint – Newcastle 2012

Was hat ein Joint mit Newcastle zu tun? Wieso habe ich diese Überschrift denn nur gewählt? Kurios, oder nicht? Worin der Zusammenhang besteht, dass ist weiter hinten im Text vertextet.

Alles verlief absolut nach Plan. Direkt um 11:45 Uhr fuhren wir in Dortmund auf die B1 auf. Quer durch’n Pott und einer größeren Rast bei Hünxe sind wir gegen 14 Uhr in Ijmuiden bei Amsterdam angekommen. Sehr viel Glück hatten wir auf den beiden Zugbrücken auf dem Amsterdamer Autobahnring, die sich auch nicht nach oben bewegten. Es war ja auch kein Schiff in Sicht das die Brücke zwingen würde sich zu öffnen. Dat war auch jut so! :)

King Seaways

Ich manovierte in Ijmuiden in eine kleinere Wohnsiedlung unweit des Fähranlegers, des Felison Terminals, wo wir zum Nulltarif parken konnten. Nach einem 500m Fußmarsch erreichten wir das Terminal und mussten einige Minuten warten, bis Check-In und Boarding starteten. Das war nicht so schlimm, denn wir konnten draußen noch die Sonne genießen. Nach dem Check-In und der Passkontrolle weisste uns ein stählender fensterloser Tunnel, dem Gateway, den Weg zur Fähre King Seaways der dänischen DSDS… ehm… DFDS

King Seaways

Seaways-Flotte. Mit insgesamt 12 Decks zählt es schon zu den Wolkenkratzer auf hoher See. Nachdem wir unsere Kabine mit der Bordkarte öffnen konnten, wurde von uns die Kabine erst begutachtet. Das Preis-/Leistungsverhältnis war auf jeden Fall gegeben, allerdings konnte der Standard mit der Konkurrenz aus Schweden, der Stena-Line, nicht mithalten. Es war ein etwas älteres Schiff an dem der Zahn der Zeit genagt hat.

Ablegen in Ijmuiden

Das Spektakel des Ablegens aus dem Hafen von Ijmuiden, einer Gegend voller Industrie und einem finsteren Torpedo-Bunkers, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wir begaben uns auf dem Sonnendeck und winkten der fremden holländischen Bevölkerung zu. Bis kurz vor 18:30 Uhr waren wir auch dort, bis die Pforten zum 7 Seas Restaurant öffneten um ordentlich am Abendbuffet zuzulangen. Ein wirklich nettes Buffet wo von Sushi, über Thai-Nudeln, Frikadellen, Rösti-Ecken, Tafelspitz, Knusperhühnchen, Spaghetti Bolognese, mexikanischer Reis sowie Fish & Chips aufgetischt wurde. Untermalt mit einem leckeren kühlen Grolsch. Papp satt stolperten wir zurück in unsere Meerblick-Kabine auf Deck 11 und packten unsere Sachen aus. Anschließend war das Wine-Tasting “World Tour” in der Navigators Bar. Jeder hatte seine vier Weine zum Probieren. Nach der Verkostung der Weine aus Australien, Südafrika, Spanien und Italien stand mein Sieger fest. Mein Gewinner war ganz klar der Wein Amarone aus der Region Veneto in Italien. Ein sehr verführerischer und komplexer Geschmack wie ich finde. Ich hoffe nur, das meine Wahrnehmung durch die einigen Wochen zurückgelegende Tour nach Rom, die auch durch Veneto verlief, nicht deswegen getäuscht wurde.

Einen teuren Cafe Americano für 4€ konnten mich nicht mehr wach halten. Nachdem wir profelaktisch die Uhren um eine Stunde zurückgestellt hatten, fielen wir in unsere “Kojen” und schliefen bis England durch, da die Überfahrt über der Nordsee absolut schaukelfrei verlief. Gleichzusetzen mit einer kleinen Tour über dem Möhnesee im Sauerland die uns eine super Erholung boten.

Nach dem Besuch des gigantischen Frühstückbuffets legte auch schon die King Seaways in Newcastle an. Der Blick durch das Bullauge unserer Kabine ließ uns erst vermuten, dass wir noch auf hoher See wären. Wir begaben uns zur anderen Seite des Schiffs um nachzusehen ob es denn noch so sei. Tatsächlich haben wir schon angelegt. Das Schiff befand sich schon in North Shields auf dem Fluss Tyne. North Shields war nur mit typisch englischen Nebel verhüllt, so dass man das 30m entfernte andere Ufer nicht mehr sah. Nach einer längeren Passkontrolle des britischen Zolls folgten wir der Menschenmasse zum Vorplatz des Tyne Terminals wo uns eine Flotte von doppelstöckigen gelben Busse erwartete um uns per linken Straßenseite nach Newcastle brachte.

Newcastle Central Station

Nach etwa 20 minütiger Busreise ließ uns der Bus an der Newcastle Central Station aussteigen. Um richtig wieder munter zu werden wechselten wir die Straßenseite um bei Starbucks jeweils einen Cafe Americano runterzuspülen. Wir gingen mit unserem Cafe to Go weiter und sahen Batmans Gefährten Robin mit einer Bande englischen Jugendlichen. Ist es die neue Bürgerwehr in Newcastle? Eher nein, es war sicherlich einer dieser ausartenden Junggesellenabschiede. Denn im Gepäck war sehr, wirklich sehr viel Bier dabei.

St. John the Baptist Church

Nach dieser schrägen Begegnung trafen wir auf dem Vorplatz der uralten St. John the Baptist Church ein. Eine wirklich alte Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die von den einheimischen Wasserlassern nicht wirklich geschätzt wird.

 

 

 

The Black Gate

Wir mussten nur unsere Füße weiter Richtung Süden versetzen und schon war auch die nächste alte Attraktion von Newcastle upon Tyne erreicht. Es war das Black Gate, das schon ziemlich eingefallen war. The Black Gate ist fast genauso alt und diente

The Black Gate

als Wachtor der Stadtbefestigung von Newcastle. Besonders auffällig waren in diesem dunklen Gang die vergitterten Räume, die sicherlich als Gefängnis dienten.

Castle Keep

Entlang der Stadtbefestigung erreichten wir das Castle Keep, einen noch gut erhaltenen Bergfried. Wie zuvor an der St. John the Baptist Church war auch hier zu erkennen, dass die Briten ihre Kulturgüter nicht hoch schätzen. Direkt neben dem Bergfried befand sich die riesige Gleisanlage von der Newcastle Central Station. Wir stiegen die Treppen des Castle Keep hinauf und wurden mit einem schönen Blick über Stadt, Land und Fluss belohnt.

The High Level Bridge

Mit einer prachtvollen Brücke, der High Level Brigde, überquerten wir den Fluss Tyne, der Newcastle von Gateshead trennt. In der Mitte der Brücke blickten wir über die rostfarbende Tyne und staunten, wie viele Brücken in kürzester Abfolge über die Tyne gespannt wurden. High Level

Blick über die Tyne

Brigde, Swing Bridge, Tyne Bridge und das wahre Wahrzeichen Newcastles die Gateshead Millennium Bridge standen in einer Reihe von insgesamt 500m.

Auf der anderen Seite des Flusses war uns zunächst klar geworden, wie Newcastle einem Trichter ähnelt. Zum Fluss war das Gefälle auf beiden Flussufern enorm. Wir gingen weiter am Ufer entlang und machten eine kurze Pause. Besuchten dann kurz das Touristenzentrum in Gateshead und spazierten am The Sage

The Sage Gateshead

Gateshead, eine riesige Konzerthalle, vorbei. Ein paar Schritte weiter standen wir auf dem Baltic Square wo die

Gateshead Millennium Bridge

geschwungende Gateshead Millennium Bridge beginnt. Nach dem wir über sie spazierten, besuchten wir die Quayside und verlassen sie über das schöne Treppenterrain des Sandgates.

Von da aus machten wir uns in Richtung Grainger Town auf, dem eigentlichen Zentrum von Newcastle. Es war ein Fußmarsch der einmal quer über den Stadtplan verlief. Dieser

Grey's Monument

„Spaziergang“ verlief beeindruckend zügig, da Newcastle recht übersichtlich ist und dieses erst recht charmanter macht als die gewaltige Metropole London. Eine riesige Säule, das Grey’s Monument, zeigte uns den Eingang des Stadtteils Grainger

Town. Das Monument ist gleichzusetzen mit Londons Speaker’s Corner. Auch da war ein Redner (mit Mikrofon) vorzutreffen, der die Leute für seine Religion überzeugen wollte. So richtig hat aber niemand zugehört. Nach dem Erkunden des riesigen Eldon Square Shopping Centers (kostet echt viel Zeit!) und das Mittagessen bei Pizza-Hut

Überzeugungstalent? Naja...

(sehr leckere würzige Pommes!) erreichten wir die Ruheoase von Newcastle, The Old Eldon Square. Auch da kann man lange pausieren, dass wir aber aus Zeitgründen nicht gemacht haben.

Old Eldon Square

Schnell noch einen Abstecher in einer riesigen Markthalle unternommen deckten wir uns mit Lebensmitteln im nächst gelegenen Supermarkt Tesco ein. Darunter zählte auch das Eindecken mit verschiedenen Biersorten zum Durchprobieren. Irischer Cider, Honigbräu und Bräu aus Newcastle waren die Gäste in meinem Einkaufskorb.

Big Joint

Vollgepackt mit bunten Sachen und noch etwas Zeit in der Tasche gingen wir wieder zurück in Richtung Central Station und erreichten einen Platz zum Pause machen am Triangle Haus. Hinter dem Platz waren noch die Überbleibsel der Stadtmauer zu erkennen. Auf dem Platz selbst befand sich eine Art riesigen Nadel, die diagonal in den Erdboden gerammt scheint. Wir beobachteten eine Gruppe mit niederländischen Touristen, eigentlich grade volljährig gewordenen Jungs, die mit den niederländischen Akzent den Satz „Woaw… That’s a big joint“ los geworden sind und darüber herzlichst gelacht haben. „Typisch lustige Holländer“ dachten wir uns und machten uns entspannt zur Central Station auf, wo uns der Bus zum Tyne Terminal erwartete. Nach 20 Minuten waren wir wieder am Schiff und uns trennte nur noch das Boarding mit der inbegriffenen und zeitweiligen Passkontrolle der britischen Zollbeamten.

Ablegen in North Shields

Grolsch meetz Sonnendeck

Das Ablegen verfolgten wir mit einem kühlen Grolsch auf dem Sonnendeck. Als das Schiff wieder auf der Nordssee verkehrte, besuchten wir den Duty-Free-Shop des Schiffs und kamen mit leckeren Kaffee-Drops wieder raus. Denn Abend haben wir in der Navigatior’s Bar auf Deck 8 bei der Weinprobe „Grand Tour“ mit 5 Weinsorten ausklingen und die Fahrt noch einmal

Weinprobe "Grand Tour"

Revue passieren lassen. Trotzdem konnte auch ein französischer Wein nicht meinen italienischen Favoriten vom Vortag verdrängen. Sicher ist das ich den Wein Amarone auch privat kaufen werde.

Wegen der Zeitzone und dem Beginn der Sommerzeit hatten wir leider 2 Stunden weniger Schlaf abbekommen. Mit diesem kleinen Jetlag begaben wir uns zum Frühstücksbuffet. Der riesige Umfang an Speisen war genauso wie am Vortag. Mir war klar, dass dieses schwerfällige englische Frühstück mir auf den Magen drücken würde. Die Vermutung war nicht ganz fehlgegriffen, da ich 2 Tage noch Verdauungsstörrungen hatte. Eigentlich zählt mein Magen als unverwüstlich, aber nix ist schlimmer als englische Kost! ;)

Anlegen in Ijmuiden

Nach dem Frühstücken packten wir langsam unsere Sachen und verließen die King Seaways per Gateway in Ijmuiden kurz nach 11 Uhr. Wir gingen zurück zum Auto und fuhren zurück nach Dortmund, das wir Punkt 14 Uhr erreichen.

 

 

 

Es war eine kurze, denoch eine sehr schöne und durchgeplante Reise. Sicherlich war es nicht meine Letzte dieser Art!!! :)

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Besucher 2000! – Bitte ziehen Sie eine neue Nummer! -

2000. Besucher

Vor etwa 100 Tagen durfte ich den 1000. Besucher meines Blogs begrüßen. Nun wurde eine weitere Hürde gemeistert und darf heute bekanntgeben, dass der 2000. Besucher meinen Blog betreten hat. Das ging super-schnell und macht mich super stolz. Viele Kategorien, die über spannende Geschichten aus meinem Leben und meinen vielen Reisen erzählen sowie die neue Spaßsammlung “Possen & Schabernack” halten die Besucherzahlen auch nach einer kurzen Winterpause stets auf eine nennenswerte und konstante Kennzahl!

Mir bleibt da nur den größten Dank für die Treue aller Leser, Abonnenten und auch Dir auszusprechen. Ihr seid das Herz, das diesem Blog den notwendigen Puls schenkt! Selbstverständlich wird auch der nächste Artikel nicht lange auf sich warten lassen. Gerne nehme ich auch neue Ideen für meinen Blog entgegen. Falls Du Anregungen oder auch Kritik hast, dann lass mich es bitte wissen. :)

Vielen Dank und liebe Grüße

Euer Christian

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Mikrowellenkuchen (Mug Cake)

Letzte Woche Mittwoch, als ich mit meiner Arbeitskollegin von einer Konferenz fuhr, sprachen wir zunächst über die Essgewohnheiten der Amerikaner. Die Überleitung zu 5l Kanistern Coca-Cola und den unauffindbaren Obst- und Gemüseregalen im Supermarkt zum Mikrowellenkuchen (Mug Cake) war grandios. Die Zutaten werden in einer Tasse vermengt und in der Mikrowelle gegart. Wir beide haben uns darüber schlappgelacht und sie meinte, dass dieser Tassen-Schoko-Mikrowellenkuchen bei einer Freundin schnell und super lecker geschmeckt hat.

Zufällig bin ich heute auf einen Blog gestoßen, wo dieser Mug Cake beschrieben und auch hoch gepriesen wurde. Ich habe nicht lange gezögert diesen auch mal selbst zu “backen” oder “brutzeln” oder “mikrowellitieren”. Heute war es dann soweit!

Klick hier um weiterzubacken

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Elektrotaser, ein super Geschenk für die Frau

Eingereicht von Ebbi

NUR EIN MANN WÜRDE DAS VERSUCHEN…,

Versuch das hier zu lesen ohne vor Lachen zu weinen!

Elektrotaser

Elektrotaser (Elektroschockpistole), ein super Geschenk für die Frau.

Ein Mann der seiner lieben Frau zum Hochzeitstag einen Elektrotaser gekauft hat, schrieb daraufhin das Folgende:

Letztes Wochenende ist mir in Larry’s Pistolen & Pfandladen etwas aufgefallen, das sofort mein Interesse weckte. Der Anlass war unser 15. Hochzeitstag und ich war auf der Suche nach etwas Besonderem für meine Frau Julie. Ich stieß auf einen 100.000-Volt Elektrotaser in Taschengröße.

…hier geht’s weiter

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Italien – Arrivederci und der bayrische Italiener (Die Heimfahrt)

Der Wecker klingelte um 6:00 Uhr um pünktlich bei der Öffnung des Frühstückssaal um 7:00 Uhr zu sein. Ziel war es so früh wie möglich Rom zu verlassen. Nach dem reichhaltigen Frühstück, dem Restkofferpacken und dem Check-Out waren wir kurz nach 8:00 Uhr auf dem Circonvallazione Settentrionale, dem Stadtring von Rom. Nach dem Wechsel auf die A1, die wir bis zum Brenner fahren werden, musste auch schon das Mautticket an der Mautstation (ALT Statione) gezogen werden. Nachdem wir noch nicht einmal in Italien getankt haben, musste der SEAT nun doch noch innerhalb der römischen Stadtmauer mit SUPER SENZA vollbetankt werden. Es ging direkt weiter auf die relativ freien Autostrada (Autobahn). Neben der relativ freien Piste stimmte heute alles. Es war

Toskana

das absolute Spiegelbild der Hinfahrt, denn Wetterlage und Laune spielten mit so dass wir unsere erste Pause zunächst hinter Firenze (Florenz) nach 350 Km abgehalten haben. Nach

Pause in der Toskana

dem kurzen Halt in der Toskana, in der sich unzählige Oliven-Plantagen an den Hängen befanden, ging es direkt über die Serpentine der Apenninen. Schon bei der Hinfahrt hat sich Michael sich schon darüber beschwert, dass ich grade durch die schickanenhafte Gebirgslandschaft zu zügig unterwegs war. Nicht nur die zügig passierten engen Kurven sondern auch das enge Überholen der Lastwagen ließen meinem Beifahrer keine Ruhe. Als ich es bemerkt hatte, dass er blass und schweißgebadet auf dem Sitz saß, ging ich auch etwas vom Gaspedal um meine Polsterung des Beifahrersitzes zu schonen. ;) Jedenfalls hatte ich meinen Spaß! ;)

Freie Bahn in der Po-Ebene

Es wurden die Städte Bologna und Modena, Sitz der Autonobelmarke Maserati, umfahren bis wir die Po-Ebene erreicht haben. Es ist eine sehr bemerkenswerte ebene Landschaft mit einer sehr geringen Einwohnerdichte. Das bemerkten wir auch an die Ausfahren, die irgendwie nicht da waren. Wir näherten uns den südlichen Zipfel des Gardasees

Po-Ebene meetz Brenner-Gürtel

und kamen an Romeo & Julias Heimatstadt Verona vorbei. Ein sehr schönes Bild projizierte der Brenner-Gürtel voraus in dem die Po-Ebene auf das Gebirge trifft. Mit konstanter Geschwindigkeit erreichten wir auch

Mountains

rasch Bozen, der Nordseite des Gardasees. In Bozen machten wir einen Boxenstopp, da die Tankanzeige schon langsam nach Sprit bettelte. Nur ein wenig nachgetankt, da wir in Österreich wieder günstiger tanken wollten. Wir gingen noch in den Rasthof um einen letzten leckeren und italienischen Espresso zu trinken. Wir fuhren über dem geräumten Brenner nach

Mountains

Österreich und zahlten am Brennerausgang die 8 €

Mountains

Sondermaut. Hinter Innsbruck bei Wörgl erreichten wir die letzte Tankstelle auf österreichischem Boden um günstig vollzutanken. Pause haben wir da nicht gemacht, da wir in Unterhaching bei München verspätetes Mittagessen genießen wollten.

Die Weiterfahrt dauerte nur 45 Minuten bis wir den verschneiten Sportpark und umso vereisten Parkplatz in Unterhaching gefunden hatten. Ich habe im Voraus geplant und für unsere Reise einen GROUPON Gutschein für ein vergünstigtes ALL-YOU-CAN-EAT-PASTA-MENÜ für 2 Personen im ADESSO II erworben. Es war echt kein Fehler, denn in gemütlicher Athmosphäre wurden wir vom Inhaber Daniele aus Kalabrien herzlich begrüßt und mit teils ausgefallenen Köstlichkeiten bombardiert. 1. Gang Pasta Arrabiata, 2. Gang Spaghetti in einer Pesto-Sahnesauce verfeinert mit Amarettinis und der 3. Gang mit Tortellini in einer Gorgonzola-Apfelsauce ein absoluter Volltreffer. Nach dem 3. Gang war auch bei unseren Mägen finito und konnten daraufhin unsere Fahrt nach 1,5 Stunden Pause vorsetzen.

Nach einem Stau bei München konnten wir unsere Fahrt bis zum Spessart fortsetzen. Der Spessart hat eine größere und gemütliche Raststätte an der wir unsere letzte kleine Kaffepause gemacht haben. Die letzten 300Km waren noch zu fahren und die entpuppten sich nochmal als besonders spannend. Ab dem Siegerland hatten wir mit sehr dichtem Nebel zu tun wobei die Sicht größtenteils sich auf 50m verkürzte. Kurz nach Midnight haben wir unsere Heimat endlich nach 14 Stunden Fahrtzeit erreicht und ich fiel, nachdem ich Michael nach Hause gebracht habe, endlich in mein Bett.

Diese Fahrt ist unvergesslich und tatsächlich unbeschreiblich. Ein Versuch es mit diesem Blog zu tun, ist mir sicherlich nicht in der vollen Komplexität gelungen. Dabei entstand bereits die Idee im nächsten Jahr den Süden Frankreichs auf dieser Art zu erobern. Wir werden sehen wo uns unser Verstand tatsächlich treibt! :)

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Italien – Asterix & Obelix erobern Rom (Tag 3)

Nach dem Frühstück kurz vor 10 Uhr hieß es ganz wie im Film “Das Leben des Brian” ITE a Roma! Mit Bus, Bahn und Metro begaben wir uns in das “alte” Rom um mindestens das uralte Colosseum und mindestens das genauso uralte Forum Romanum zu besichtigen. Schon viel früher fiel mir auf, dass in den U-Bahn-Schächten stets immer vollster Handyempfang vorhanden war. Ist eigentlich auch typisch für Italien, da die meisten Italiener ständig ein Handy oder Headset am Ohr hängen haben. Zeit auch italienisch zu agieren. Ich holte mein Handy hervor und schickte neckerische Urlaubsgrüße an meinen Arbeitskollegen. Ich gebe es zu. Dieses war gemein und egoistisch; italienisch halt. ;)

Plötzlich fällt ein Mann wegen der ruckeligen Fahrweise des U-Bahn-Lokführers in der U-Bahn um. Sogar musikalisch unterstrichen wurde diese Szene des Sturzes mit Zigeunermusik, die ein Bettler zackig auf dem Akkordeon auf den Tasten zimmerte. Es hatte einen Hauch von… das ist es… Synchronschwimmen. :)

Spontan in der U-Bahn entschlossen wir an der Station Vittorio Emanulele den Untergrund zu verlassen um von dort unserem triumphalen Siegeszug zum kolossalen Kolosseum zu beginnen. Es war eine richtig gute Entscheidung, da am Vittorio Emanuele wir ein völlig anderes Rom gesehen haben. Um der großen Parklandschaft des Piazza Vittorio Emanuele herrschte die Landssprache China-Townesisch. Ganz recht, dort gab es asiatische Boutiquen, asiatische Apotheken, asiatische Schuhläden, etc. Ein völliger Kontrast war da zu bestaunen.

Parco Oppio

Wir näherten uns dem antiken Oval und merkten vorab, dass die Zeit seit 753 v.Chr. hier irgendwie stehen geblieben ist. Wir schlenderten über den Parco Opio, der unter einigen Ruinen die

Colosseum

alte Therme Terme di Traiano beherbergte. Als die gigantische Fassade des Colosseums nicht mehr auf dem Display unserer Digitalkameras passte war klar, wir sind angekommen. Eine lange Schlage wartete vor den Kassen des Colosseums und sie deutete schon auf eine Wartezeit von 2-3 Stunden hin.

 

Treppenaufstieg Colosseum

Es war endlich der Tag gekommen, an dem wir die Vorteile des Roma-Passes kennenlernen durften. Wir bemerkten einen Gang neben der wartenden Menschenkette auf dem Inhaber eines Roma-Passes passieren durfen. Wir liefen lächelnd an Tausenden von Leuten vorbei und uns trennte nur noch ein Drehkreuz, das uns Eintritt ohne Aufstand in das Colosseum gewährte. Riesige Treppengänge, heute noch Modell in den meisten Fußballstadien, mit sehr hohen Treppen erwarteten uns, auf den man schon springen musste. Die mächtige Größe der großen Folterstube, in der Gladiatoren um Leben und Tod kämpften, war nach den Treppengängen zu bestaunen.

Colosseum

Mitte Konstantinbogen, rechts auf dem Hügel flüchtende Schwarzmarktverkäufer (Polizei?)

Forum Romanum

Nach einer kleinen Pause vor dem Konstantinbogen stellten wir uns in die Warteschlange des Eingangs des Forum Romanums. Mit ein wenig Gedrängel, Dreistigkeit und dem Besitz des

Altes Stadion, Forum Romanum

Roma-Passes war das Warten dann auch kein Thema mehr. Das Forum Romanum ist eine Art  botanischer Garten in dem eine sehr hohe Dichte an antiker Bauwerke sowie Reste davon zu sehen sind. Neben einem alten Stadium waren

Ruinen, Forum Romanum

auch Wohnhäuser, Tempelanlagen und Accessoires zum Wohnen zu bestaunen. Tipp für Nachmacher: Zieht Euch bequemes und festes Schuhwerk an, da auf dem Gelände des Forum Romanums schiefes Kopfsteinpflaster vorhanden ist.

Forum Romanum

Wir haben an diesem Tag schon viele Kilometer zurückgelegt. Deshalb ging es über einen kurzen Fußmarsch über Piazza Venezia, Pantheon zum Piazza Navona, wo wir unweit ein

Tiber

verspätetes Mittagessen gemütlich in einer typischen italienischen Seitengasse verspeist haben. Mit gemäßigtem Tempo spazierten wir am Tiber entlang vorbei an der Engelsburg in Richtung Vatikanstaat. Auf der Via della Conciliazione suchten wir noch einen Souvenir-Laden auf und haben noch bei einigen Mitbringselartikel zugeschlagen. Anschießend gingen wir noch einmal in das Post Office des Vatikans, damit ich noch schicke Ansichtskarten zu meiner Sippe nach Menden, in das wunderschöne Sauerland, abgeschickt habe.

Die letzten Stunden unserer Reise nach Rom konnten schon fast mit beiden Händen abgezählt werden. Es war an die Zeit für die Fahrt nach Hause einzukaufen, was wir auch bei der Rückfahrt in La Giustiniana gemacht haben. Was mir direkt aufgefallen ist, war die gleiche Kundschaft mit der geichen Kleidung anzutreffen, die wir bereits am Montag begegnet sind. Als wären es Geister, die den Ort nicht mehr verlassen dürfen. Allerdings war schon etwas anders. An der Kasse war diesmal eine wirklich sympathische Kassiererin anzutreffen anstelle des temperamentvollen Vollpfostens vom Montag.

Endlich am Hotel angekommen, bemerkten wir das an Rezeption diesmal ein Angestellter der Deutsch konnte, aber komischer Weise einen französischen Dialekt nicht verstecken konnte. Ich konnte es einfach nicht aus dem Kopf schütteln und konnte es einfach nicht lassen nach der Bedeutung des Handzeichens vom Vortag in der Pizzeria zu erfragen. Ich habe ihm das Zeichen präsentiert und gefragt, ob es auch in Italien als Beleidigung zählt. Der Angestellte daraufhin: “Nein, nicht schlimm. Das ist okay. Das bedeutet OK. Aber wenn ich genauer darüber nachdenke und diese Loch kleiner macht, dann sagen Einige, dass es ist es sein kann das Loch des Arsches.” Wir mussten schleunigst vom Foyer weg, da wir es noch gerade rechtzeitig bis zum Aufzug schafften, bis wir das Einhalten des Lachens nicht mehr standhalten konnten. Wir haben Tränen gelacht und dieser Akt zählte sicherlich zu den Highlights der Fahrt.

Nach dem Kofferpacken, Ausruhen und Bestaunen der Blasen auf den Sohlen machten wir uns noch mit dem Bus auf zum Restaurante La Giustiniana. Dort haben wir noch eine wirklich gute, aber auch leider letzte, italienische Pizza geniessen können. Seltsamer Weise passieren die meisten seltsame Dinge immer beim Bezahlen. Der Spaß hat diesmal 26 Euro gekostet. Ich legte einen 50-Euroschein bei und meinte zu ihm, dass wir 30 € bezahlen wollen und legte dabei eine sehr grimmige Miene auf. Er kam zurück und brachte uns 25€ wieder. Okay, dann haben die sich selbst betrogen. Am Ausgang verabschiedete uns der Chef persönlich. Michael verabschiedete sich mit dem spanischen Abschiedsgruß „Adios“. Der Chef, eine Gestalt wie Super Mario, war empört und konterte mit „Ejjjj… Ciao!“ Es war wirklich ein Abend der massiven Lacher. :)

DAB

Nach kurzer Zeit wieder im Hotel angekommen. Letzter Abend in Italien, es war Zeit für ein DAB (Dienstabschlussbier) aus unserer Heimat Dortmund, dass ich mir in dem italienischen Supermarkt gekauft habe.

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Italien – Fettnäpfchen und das neue Roma (Tag 2)

Endlich konnten wir etwas länger ausschlafen. Gegen 8:00 Uhr begaben wir uns zum Frühstücksbuffet. Zunächst dachte ich, dass es für ein Frühstücksbuffet recht dürftig ist. Der erste Blick erfasste süßes Zeug wie Donats, Mini-Berliner und Minihörnchen. Super, dass die Italiener so ein Süßkram sich früh am Morgen zwischen den Hauern klemmen, aber für mich wäre sowas nichts. Der zweite Blick erwischte zum Glück den zweiten Buffettresen auf dem Brötchen, Toastbrote, Aufschnitte und Aufstriche auf uns warteten. Kaffee, egal ob Cappucino, Espresso, Café Americano, Cáfe Lungo, Café Macchiato oder Café Latte, konnten kostenlos und unbegrenzt frisch von der Barista zubereitet werden. Die Kaffeeflatrate war genau das Richtige für mich. ;)

Zweiräder am Bahnhof San Pietro

Nach dem Frühstück und einem wünschenden “Buon Giorno” waren wir putzmunter und fit für die Eroberung der Stadt. Anders als am Vortag hatten wir nun einen blauen Himmel und Mittags bis zu 18°C zu erwarten. Wir machten uns per Bus und Bahn zum Bahnhof San Pietro auf und gingen den bereits uns bekannten Weg in den Vatikanstaat. Zunächst haben wir zu unseren Familien Post vom Vatikan nach Deutschland versendet. Anschließend stellten wir uns in einer Schlange auf dem Petersplatz an, um in die Peterskirche/dem Petersdom zu gelangen.

Petersplatz Panorama

Schweizer Garde

Die Schlange war recht lang und waren überrascht, dass es allerdings nur 5 Minuten dauerte, bis wir an der Sicherheitsschleuse standen wo wir auf metallische Gegenstände überprüft wurden. An den lustig gekleideten Wachen der Schweizer Garde kamen wir leider nicht vorbei.

Petersdom, Blick vom Eingang

Über ein gigantisches Portal erreichten wir den Petersdom. Gigantisch war darin alles. Die Malereien, die Statueren, der Goldanteil, die Kuppel und der Mittelaltar mit dem Bronzebaldachin unter dem sich die

Gedenkstätte Johannes Paul II

Confessio des hl. Petrus befindet. Nicht zu verfehlen befindet sich das Grab von Pabst Johannes Paul II gleich nach dem Eingang auf der rechten Seite, wo sehr viele Menschen gebetet haben. Unweit des Mittelaltars befand sich die Statue des hl. Andreas, an dem eine Treppe hintunter führte. Neugierig und

Hl. Andreas mit Treppengang zur Grotte

unbeobachtet gingen wir sie hinunter und bemerkten in den Vatikanischen Grotten belangen zu sein. Darin wurden einige Päpste beigesetzt. Dieser Ort hatte eine bemerkenswert spezielle Athmosphäre. Automatisch wurden wir aus dem Petersdom geleitet und setzten unsere Rombesichtigung im Vatikanischem Museum fort, zu dem wir entlang den Mauern

Kuppel der Peterskirche

des Vatikans auf die andere Seite des Vatikans laufen mussten. Unterwegs traffen wir wieder auf unzählige Mitglieder der Umbrella-Mafia wieder. Leider hatten sie heute nur Damenhandtaschen aus Plastik, komische Schleimfiguren und Einweg-Sonnenbrillen im Sortiment. Als einer mit Sonnenbrille mich angesprochen hat, fragte ich bei strahlendem Sonnenschein, ob er nicht diese tollen Umbrellas hätte. Er war tatsächlich baff und konnte keine Antwort aus seinen Plastiktüten hervorkramen. Wir gingen weiter, da er schon etwas zorniger wurde und hatten dabei unseren Spaß. :)

Treppengang im Vatikanischem Museum

Wir besichtigten das Vatikanische Museum und die Sixtinische Kapelle, in der die Konklave (die Papstwahl) vollzogen wird. An der Stirnwand befand sich das gigantische Wandgemälde vom Jüngsten Gericht von Michelangelo. Mit stauen haben wir es einige Zeit auf uns wirken lassen. Es ist wirklich ein wahres Meisterwerk!

Nachdem wir einige Ecken des Vatikans besichtigt haben, machten wir uns auf dem Weg in Richtung Stadtzentrum. Mit einem leckeren Eis to go gingen wir am Castel Sant’ Angelo

Standfigur an der Engelsburg

(Engelsburg) und an unzähligen Schwarzmarktverkäufern vorbei. Wir haben auch einen Römer beobachtet, der ein etwas anderes Verhalten zeigte. Er ging zu einem Stromkasten, öffnete ihn, nahm eine Jacke daraus, zog sie an und ging weiter. Wir grinsten darüber, gingen eine Weile dem Tiber entlang und etwas später auch darüber. Trotz Vatikanbesuchs nicht über das Wasser, sondern über eine Brücke. ;)

Tiber Panorama

Trinkwasserbrunnen

Über kleine, typisch italienische Gassen kamen wir zunächst an einem Trinkwasserbrunnen vorbei. Die Trinkwasserbrunnen sind eine Besonderheit für Rom. Sie sind sehr häufig in der Stadt zu finden und laufen rund um die Uhr. Dort kann jeder unentgeldlich trinken oder seine Trinkflaschen füllen.

Piazza Navona

Etwas weiter dem Weg entlang kamen wir an einer weiteren Sehenswürdigkeit Roms, dem Piazza Navona vorbei. Neben dem Neptun-

Neptunbrunnen

und Vierströmebrunnen war dieser Platz sehr dicht mit Portraitzeichner und Karikaturisten besiedelt. Auf jeden Fall sollte bei jedem Rombesuch dieser charmante Platz ein Muss. Wir haben uns dort sehr wohlgefühlt. Gleich um die nächste Ecke stand das

Kuppel des Pantheons

kolossale Pantheon, dass den größten Kuppelbau der Römer präsentiert. Die gewaltigen Ausmaße des antiken Baus, heute als Kirche verwendet, können nicht von außen so geschätzt werden wie eine Besichtigung von Innen nötig ist. Die gesamte Kuppel von Innen konnte nicht auf einem Foto festgehalten werden.

Pantheon

Piazza Venezia

In süd-östlicher Richtung durch weitere engen Straßenzüge setzten wir unsere Reise durch das „neue“ Rom fort. Später, am Piazza Venezia, mussten einige gefährliche Straßenquerungen überwunden werden. Obwohl die 30 Meter  breiten Straßen über Zebrastreifen verfügen, rasen die Autos darüber. In Italien zählt auch die Devise keine Angst zu zeigen (Video:Traffic in Roma). Man muss einfach über die Strasse gehen und sich nicht davon beirren lassen, dass die Autofahrer ihre Autos paar Zentimeter vor den Passanten zum stehen bringen. Daran gewöhnten wir uns mit der Zeit in Rom und konnten auf dem Piazza Venezia das weiße Riesendenkmal von König Vittorio Emanuele II bewundern.

Trevi-Brunnen

Ich am Trevi-Brunnen

Mindestens genau so prunkvoll war auch der Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi) weiter nördlich vom Piazza Venezia gelegen. Der Trevi-Brunnen ist frühestens seit Federico Felinis  Film „La Dolce Vita“ eins der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Rom und zugleich romantischster Besuchermagnet der Stadt. Das Plätschern des türkisfarbenen leuchtenden Wassers, das über weißem Gestein geführt und gebrochen wird, kann man schon von weiterer Distanz hören.

 

Spanische Treppe

Nach einer Pause und einigen geknipsten Fotos am Fontana di Trevi wurde zur Schlussetappe aufgebrochen. An der großen Marc-Aurele-Säule vorbei kamen wir nach einigen Schritten an der wunderschönen Spanischen Treppe vorbei. Die Spanische Treppe ist ebenso ein Besuchermagnet. Der Beleg dafür waren die unzähligen Menschen auf der Treppe, die dort verweilten.

Carnevale Romano auf dem Piazza di Popolo

Noch waren wir einiger Maßen fit, so dass wir es noch weiter nördlich zum Piazza di Popolo geschafft haben. Auf dem Piazza di Popolo befindet sich das alte Stadttor, das als Einstiegspunkt von Reisenden aus dem Norden diente. Neben den Zwillingskirchen waren auch auf diesem Platz sehr viele Menschen anzutreffen. Allerdings waren die dort gekommen um den Carnevale Romano zu feiern. Wir waren dort die Einzigen, die dort nicht verkleidet waren. Etwas schauten wir uns das Spektakel an und gingen abschießend zur Spanischen Treppe zurück um dort mit einem Abschlusseis etwas auszuspannen und den Tag Revue passieren zu lassen.

Panorama auf der Spanischen Treppe

Aber um alles Revue passieren zu lassen, dafür war der Tag noch nicht passé genug. Wir fuhren mit Metro und Bahn zurück nach La Giustiniana um unweit vom Hotel in einer Pizzeria, die wir am Vortag schon gesichtet hatten, zu dinieren. Wir haben dort zunächst Pasta gegessen und 1 Liter Rotwein mit runter gespült. Da Pastagerichte in Italien mehr als Vorspeise dienen, haben wir jeweils noch eine Pizza zum Mitnehmen bestellt. Die Pizza, die in Rom zubereitet wird, ist völlig anders als in Deutschland. Der Pizzateig ist so dünn wie schwedisches Skörbrot, dünnster schwedischer Knäcke so dünn wie Esspapier.

OK-Zeichen

Beim Bezahlen war es dann endlich so weit. Der Opa von der Pizzaria, der nur italienisch beherrschte, hat kassiert und ich wollte auf 30 € aufrunden. Ich habe mit den Fingern eine 3 und das „OK-Zeichen“ für eine Null gezeigt. Bei dem Zeigen ist mir eine Galileo-Folge in den Kopf gestiegen in der gezeigt wurde wie man Leute im Ausland beleidigt. In Südländern gilt das „OK-Zeichen“ auch als Zeichen „Du bist ein Ar***loch“. Das wurde mir aber bei der Aktion bewusst und der Opa schaute hin. Er meinte OK, hat nichts mehr gesagt und wir sind rasch aus der “Pizza-Bar” geflüchtet.

Den Tag haben wir mit Pizzaessen auf dem Hotelzimmer beendet. Am Folgetag wagen wir den Zeitsprung in die Vergangenheit ins “alten Rom”.

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Italien – Rom ist alles andere als wunderbar! (Tag 1 in Rom)

„…Many of our rooms are out of function so you can’t stay here!“  zitierte Michael den Concierge weiter. Das fand ich überhaupt nicht lustig und habe dieses Ereignis zu

Skizze

diesem Zeitpunkt schon als Abzocke/Verarsche des Hotels abgestempelt. Das Hotel habe ich vergünstigt über ein GROUPON Gutschein erworben und dachte nur, dass dieses nun total in die Hose ging. Allerdings führte Michael mit dem Zitieren fort, „No problem, no problem. You can stay in our second Hotel, Hotel Veio Park“. Die Spannung verflog zum Glück sehr schnell, da ich sonst aus beginnender Wut selbst den Concierge zur Rede gestellt hätte. Den Weg dorthin, 4,8 Km stadteinwärts, wurde uns per Papier, Füller und Textmarker skizziert und hatten das Hotel Veio Park, das einen Stern mehr hatte, auch direkt gefunden. Wir fuhren auf einer schönen Parkanlage des Hotels vor und parkten dort den SEAT. Uns ist gleich aufgefallen, dass Rom einige Tage zuvor mit Schneemassen zu kämpfen hatte. Überall war noch der aufgetürmte Schnee zu sehen. Überall auf Plätze und Straßen lagen dicke Äste von Fichten, Lärchen und Palmen, die der Schneelast nicht standhalten konnten. Nach dem Check-In haben wir nur noch gejubelt, das doch alles super (mit Umwegen) geklappt hat.

Hotel Veio Park

Hotel Veio Park

Gepäck auf das luxuriöse Zimmer gebracht, kurz durchgeschnauft und den weiteren Tagesverlauf geplant. Wir hatten Hunger. So richtig Kohldampf und wollten unbedingt den Römer-Pass haben. Inhaber eines Römer-Passes können 3 Tage lang mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Rom fahren, 2 Eintritte von Sehenswürdigkeiten nutzen und weitere Rabatte für weitere Attraktionen nutzen.  Wir machten uns auf zum Bahnhof La Giustiniana und fuhren 20 Minuten mit dem Zug Richtung Roma Ostiense zu dem nächst

Roma Pass

größeren Bahnhof Valle Aurelia im Stadtzentrum Roms, wo wir uns den Römer-Pass für jeweils 30 € kauften. Um dahin zu kommen, haben wir ein Ticket für 1 € gelöst, das für 75 Minuten gültig war. Solche Tickets wünsche ich mir auch im heimischen Verkehrsverbund Rhein-Ruhr(VRR)!

Es hörte leider nicht auf zu Regen und unsere Laune wurde immer schlechter. Schlechte-Laune-Faktoren wie Regen, Müdigkeit von der Fahrt, das hektische Rom und überall nur Dreck konnten nur noch von den Schildern an den Restaurants getopt werden an dem übersetzt „Montags geschlossen“ stand. Super, jetzt wissen wir wer diesen Ruhetag auch nach Deutschland importiert hat. Die einzige Lösung für einen Erfolg bei der Nahrungssuche zu haben war dieses goldene „M“ auf rotem Grund aufzusuchen. Nach dem Besuch der heruntergekommenen Filiale gönnten wir uns ein richtig leckeres Eis, das uns wegen dem hohen Sahneanteil auch richtig sättigte. Das war aber auch geschmacklich das beste Eis, das ich jemals gegessen habe.

Nachdem wir das Eis unter der Markise der Gelateria verputzt haben, machten wir uns auf dem Weg zum Bahnhof San Pietro. Zwischendurch, damit wir nicht komplett ausgekühlt wären, besuchten wir immer wieder Kaffebars auf, die so gut wie an jeder Straßenecke zufinden sind. Wir wählten immer Espresso an der Theke, der jeweils zwischen 0,80-1,00 € gekostet hat. Wichtig zu wissen, dass es am Tisch meist bis zum Vierfachen kosten kann. Der Rückweg war nicht so einfach, da wir nicht so wirklich wussten, wo wir waren. Die meisten Römer, speziell die Älteren, können nur Italienisch und mussten uns deshalb mit Händen und Füßen eine Wegerklärung erkämpfen. Klappte doch irgendwie und wir waren vor einer großen Mauer des Vatikans angekommen. Beim Wechsel der Straßenseite rutschte ich auf diesen komischen gerillten Regenwasserablauffliesen aus, da die bei Nässe mit einer Eisschicht zu vergleichen sind. Eine wirklich dumme Erfindung. Dieser Meinung waren auch Hintern und Oberarm, auf dem ich gestürzt bin. Michael dachte schon, dass ich mir bei dem spektakulären Sturz Knochen gebrochen hätte. Zum Glück war es nicht so.

Immer an den hohen Mauern des Vatikans entlang näherten wir uns den Petersplatz. Auf dem Weg dorthin haben uns sicherlich um die 100 Schwarzmarktverkäufer angesprochen, ob wir nicht einen Regenschirm für jeweils 2 € abkaufen würden. Die waren lästig und aufdringlich. Deshalb und weil wir schon durchnässt waren haben wir auch keinen gekauft. Da so gut wie alle Fußgänger bis auf uns „Nice Umbrellas“ hatten, waren wir auch gefundenes Fressen für die Schwarzmarktverkäufer. Angekommen auf dem Petersplatz bewunderten wir die kolossalen Ausmaße des Platzes, den wir zuvor nur aus dem TV kannten. Quer über den Petersplatz mussten wir uns danach noch einen Kilometer durch Straßen schlendern, bis wir endlich am Bahnhof San Pietro angekommen sind.

Bahnhof San Pietro

Wir stellten fest, dass die Pünktlichkeit nicht nur bei der Deutschen Bahn ein Problem ist. Nach ca. 40 Minuten Verspätung ging es dann per überfüllten Zug in Richtung Cessano zurück zum Bahnhof La Giustiniana. Von dort gingen wir zu Fuß zurück zum Hotel und haben unterwegs noch in einem Loch einen Supermarkt gefunden. Wir haben uns mit Proviant eingedeckt und bekamen die volle Ignoranz und Egoismus der Italiener zu spüren. Beim Bezahlen hatte ich kein Kleingeld und legte ein 50€-Schein vor. Auf Italienisch fragte er aufdringlich nach passenderes Geld, dass ich ja nicht hatte. Ich verneinte und er kramte nervös in der Kasse rum und schmiss das Wechselgeld völlig kalt auf den Tressen. Noch heftiger hat er das Wechselgeld geschmissen, als danach Michael auch mit einem Schein bezahlen wollte. Der hatte einfach ein Rad ab und wir gingen verärgert zum Hotel mit vollgepackten Einkaufstaschen zurück. Nach einer Runde Bier, italienischem Knabberzeug und etwas TV war der Tag dann auch vorbei und gingen etwas früher ins Bett, da am Folgetag uns ein volles Programm erwartete.

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Italien – Die Fahrt

Leere Straßen - Fahrt nach Rom

Die Fahrt nach Rom begann an der Tanksäule, wo ich meinen kleinen SEAT proppevoll mit teurem deutschen Benzin aufgetankt habe und fuhr anschließend in den Süden meiner Heimatstadt Lünen um Michael abzuholen. Michael ist ein guter Freund, denn ich bereits seit Grundschulzeiten kenne. Kurze Zeit später um 19:15 Uhr waren wir auf der B236 in Richtung Dortmund unterwegs und begannen unsere Mission Rom zu erobern. Ich bin zunächst knapp 2,5 Stunden bis zum Spessart zur ersten Rast durchgefahren. Nach einem Kaffee Vorort und einem Kaffee to go setzten wir unsere Tour fort.

Um Würzburg bis zur Fränkischen Alp hatten wir durch überfrierende Nässe erschwerte Fahrbedingungen. Auf dieser Strecke kamen wir in einem kurzen Stau der wegen einer Karambolage mit geschrotteten und teils ausgebrannten Autos entstanden war. Bei den nächsten Kilometern sind wir deshalb besonders vorsichtig mit aufgestellten Nackenhaaren gefahren, da es bei diesem Unfall anscheinend einige Tote gab. Fast war München erreicht. Etwa 20 Km vor den Toren Münchens in der Holledau habe ich für 20€ sicherheitshalber nachgetankt. Un Café und es ging weiter. Obwohl vor dem Tankvorgang noch nicht die Tankreserve angebrochen war wollten wir unbedingt bis nach Österreich durchfahren um dort günstig tanken zu können.

Kurz vor Innsbruck war es dann soweit. Einmal vollgetankt und schon war auch der Brenner erreicht. Seit der Pause war es auch nonstopp und kräftig am schneien. Nachdem ich zum Befahren des Brenners 8€ Sondermaut bezahlt habe und uns immer weiter über den Brenner kämpften, wurde die Sicht immer schlechter und die Schneedecke auf der Autobahn wurde immer höher und höher.

Auch die Weiterfahrt bis Bozen, wo wir uns unseren ersten italienischen Kaffe gönnten, waren die Straßen- und Sichtverhältnisse alles andere als optimal. Mein Kennzeichen war überhaupt nicht mehr zu lesen und die Scheinwerfer konnten bis zur Entkrustung der braunen Schnee-Eis-Salz-Dreck-Kruste darüber sich nicht behaupten.

Der Fahrstil der Italiener ist deutlich anders als den wir in Deutschland gewohnt sind. Nach dem ich die Grenze nach Italien passiert habe, musste ich zunächst diesen Fahrstil genauer beobachten um mich fahrtechnisch so gut es geht anzupassen. Ich stellte fest, dass bei Spurwechsel generell nicht geblinkt wird, Überholte werden geschnitten, schneller gefahren wird als vorgesehen und so dicht wie möglich auf den Vordermann (auch auf Polizeiwagen) aufzufahren. Demnach wurde mein Fahrstill rasanter und “zackiger”. Ganz nach meinem Geschmack! :)

Leider war die Weiterfahrt über die Toskana bis Rom mit Regen unterstrichen. Bei Florenz, einer Gegend in der es sehr gebirgig ist, mussten wir mit überfrierenden Nebel rechnen. Schön war die Fahrt nicht besonders.

Nach 1560 gefahrenden Kilometer und am Mautkassenhäuschen verrichteten 48 € Mautgebühr erreichten wir unser Hotel, das 3-Sterne-Hotel Cassia gegen 12 Uhr Mittags. Ich hielt zunächst am Straßenrand während Michael die Rezeption aufsuchte um Alles abzuklären. Er kam schockiert zurück und zitierte den Concierge mit den Worten “We have a problem with your room…”. Ich dachte nur, dass es einfach nicht wahr sein kann.

… und so begann der 1. Tag in Rom.

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Alle Wege führen nach Rom (…jedenfalls zu Karneval!)

Endlich ist es fast so weit. In nur noch 7 Tagen werde ich mit Micha mich auf die lange Reise nach Roma begeben. Allerdings haben wir es uns etwas anders ausgemalt. Temperaturen in Roma sollten Ende Februar normaler Weise bei +18° C liegen. In den letzten Tagen wurden in den Medien über den winterlichen Witterungsverhältnissen im Mittelmeerraum berichtet. Darunter auch Roma, das seit 25 Jahren nicht mehr derartige Schneemassen gemeldet hat. Sprüche von Arbeitskollegen wie z.B. “Schneeketten nicht vergessen!” und “Lass Dich nicht vom Papamobil überrollen. Das sieht man schlecht im Schnee!” waren keine Seltenheit mehr. War es der pure Neid? Nein, ich glaube sie hatten einfach nur Recht. :(

Nun etwas zum Ablauf. Sonntag gegen 19 Uhr fahren wir los und streifen Frankfurt, München und Innsbruck. Über den Alpenpass Brenner fahren wir in Italien ein. Bolzano und Trento links liegen gelassen, wird ein Abstecher zum Largo di Garda (Gardasee) eingeplant, wo wir voraussichtlich in Sirmione, einer wunderbaren Halbinsel, unser Frühstück am See genießen können. Sicherlich können wir dort unseren ersten italienischen Cappuccino bestellen. Nach dem Frühstück wird Pisa kurz angefahren. Der Westküste entlang, wird Roma angepeilt. Dort werden wir versuchen den Roma Pass zu bekommen, mit dem man 3 Tage lang mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann und der einige Ermässigungen bei Sehenswürdigkeiten verspricht. Was wir außer Colosseum, Forum Romanum, Vatikan, Spanische Treppe und Neptunbrunnen in Rom besichtigen werden kann ich hier noch nicht schreiben. Ebenso die Rückfahrt, die eventuell über Venézia oder Piermonte und der Schweiz führt, wird später in den Folgeinträgen meines Blogs dokumentiert. Auf jeden Fall fällt die zunächst angedachten Übernachtungen in Venézia aus, da zur Zeit des Maskenballs die Preise 4-fach gesalzener sind als sonst.

Es wird sicherlich wieder eine spanende und unvergessliche Reise. Ich freue mich schon riesig auf diese Reise und mal sehen, was wir als Mitbringsel einpacken werden.

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Willkommen, Nummer 1000

Seit dem Restylishment meines Blogs im September 2011 konnte ich noch in den letzten Tagen des verbrauchten Jahres den 1000. Besucher begrüßen. Das ist ein schönes Zeichen um auch in 2012 mit dem Quatsch fortzufahren. ;) Vielen Dank an alle Teilhaber meiner Stories, Abonnenten, Leser und Spanner. Ich hoffe, Ihr bleibt mir weiterhin treu. Das was ich bereits für 2012 in meiner Projektmappe versteckt habe wird sicherlich als gutes Material für weitere abwechslungsreiche Posts dienen.

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Schlussstrich 2011

Lichtung im WinterSicher kann ich behaupten, dass in keinem Jahr zuvor ich so viel Action hatte wie in 2011. 2011 erinnerte mich an das gute alte Gesellschaftsspiel Monopoly, auf deren Brettgestaltung hoffnungsbringende Ereignisfelder sowie aber auch Felder der finsteren Kategorie zu finden sind. Es gab niederschmetternde Nachrichten in Punkto Familie, Höhenflüge in meiner Freizeitgestaltung, Gute-Zeiten-Schlechte-Zeiten Szenen im Berufsleben und wirklich spannende und abwechslungsreiche Reisen, die noch über Los und dem Elektrizitätswerk hinausgingen. Last but not Least ist es absolut erwähnenswert, dass ich über das gesamte Jahr neue Freundschaften dazugewonnen habe, die auch nicht nur bei Facebook wiederzufinden sind.

Für das nächste Jahr habe ich mir vorgenommen, dass ich an meinen Fahrradtouren weiter festhalten werde und versuche meine Leistung noch weiter auszubauen. An einer Fortsetzung meiner abenteuerlichen Euro-Kurztrips wird weiter gearbeitet. Feststehen bislang eine Visitation im verschlafenen Örtchen Abtenau im Salzburger Land zum E-Moutainbiking im April und eine Minikreuzfahrt von Amsterdam (IJmulden) nach Newcastle (und zurück). Noch offen stehen Kurzreisen in den Bayerischen Wald und ein Kurzbesuch der Hauptstadt der alten Römer, Rom. ;)

In Zukunft wünsche ich mir, dass die Gesundheit in der Familie zumindest erhalten bleibt. Die Wichtigkeit des Zusammenhalts in der Familie ist mir in diesem Jahr wichtiger denn je bewusst geworden. Was genau uns im nächsten Jahr erwarten wird, kann niemand sagen. Jedenfalls fängt das Jahr sinngemäß wie ein unbeschriebenes Blatt Papier an. Naja, fast unbeschrieben. :)

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch eine schöne und friedvolle restliche Weihnachtszeit, die allerdings bis zum 02. Februar (Maria Lichtmess!!!) andauert sowie einen guten, gesunden und glücklichen Rutsch ins neue Jahr.

Mit den besten Grüßen
Ch. Schwarz

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