Farben verschieben (Lightroom-Tricks)

Amsterdam und sein Grachtengürtel

Amsterdam und sein Grachtengürtel

Pssst… das ist ein Geheimnis. Also nun schön aufpassen. 😉 Auf diesem Wege habe ich einen weiteren Corner Stone meines Bildbearbeitungs-Stils bei nächtlichen Aufnahmen gefunden. Dabei ist die Vorgehensweise sehr wirkungsvoll, ist sehr schnell und einfach umgesetzt.




Kamerakalibrierung in Lightroom

Kamerakalibrierung in Lightroom

Wenn es um die Beeinflussung der Farbgebung geht, dann denkt jeder zunächst an die HSL-Rubrik, in der Farbton, Sättigung und Helligkeit (Luminanz) angepasst werden können.

Ich habe für mich erneut die Kamerakalibrierung entdeckt, denn damit kann die Stimmung des Bildes perfekt und in der Gesamterscheinung verändert werden. Am meisten verschiebe ich die primären Rot- und Blauwerte. Mein Rot-Wert geht mehr in den Magenta-Ton (Wert: -15), der Blau-Wert in den Bereich von Aquamarin (Wert: -3). Aber das kann auch von Bild zu Bild unterschiedlich sein. Probiere diese Möglichkeit doch einfach selbst aus. Die Werte lassen sich auch schnell wieder mit Hilfe der ALT-Taste zurücksetzen.

Jedenfalls achte ich immer darauf, dass ich vor der Verschiebung der Farben einen korrekten Weißabgleich eingestellt habe. Ist es mir bei der Aufnahme schon aufgefallen, dass es kein Weiß im Bild gibt, mache ich zunächst ein Probefoto mit einer Weiß- bzw. Graukarte (in Photoshop) und übertrage die Werte des Weißabgleichs vom Probebild auf die zu bearbeitende Aufnahme (Einstellungen kopieren in Lightroom).

Ansicht in Lightroom optimieren

Ich möchte nun wieder etwas für meine Lightroom-Trickkiste schreiben und zeige Euch ab heute, wie man die Ansicht in Lightroom für einen vielleicht für Dich besseren Workflow optimieren kann.

Modus-Ansicht in Lightroom reduzieren

Ansicht in Lightroom optimieren - Modus-Ansicht reduzieren

Ansicht in Lightroom optimieren – Modus-Ansicht reduzieren

Wir sehen oben, rechts in Lightroom laut Standard die Modi Bibliothek, Entwickeln, Karte, Buch, Diashow, Drucken und Web.

Die meisten von Euch benötigen aber nur 2-3 Modi und den Rest erst gar nicht. Deshalb empfehle ich die Modi auszublenden, die Du gar nicht verwendest. Das wäre z.B. Karte, Buch, Diashow, Drucken und Web.

Um beliebige Modi wieder ein- und ausgeblendet werden, klicke mit der rechten Maustaste direkt links neben der Modi-Leiste in die schwarze Fläche. Dort kannst Du ganz einfach die Modi ein- und ausblenden, so wie Du es möchtest und brauchst.




Bearbeitungsschritte automatisch ein- und ausklappen

Im Modus „Bearbeiten“ befindet sich auf der rechten Seite die verschiedenen, kleinen Fenster der jeweiligen Bearbeitungsschritte. Sofern alle gleichzeitig ausgeklappt sind, kann es schnell unübersichtlich werden. Adobe hat auch dafür eine kleine, versteckte Funktion zur Abhilfe hinterlegt. Diese Funktion sorgt dafür, dass immer ein aktives Fenster aufgeklappt ist. Sollte man ein anderes Fenster aufklappen, klappen die restlichen Fenster wieder zu. Das sorgt wieder für Ordnung.

Adobe Lightroom Solo-Modus

Adobe Lightroom Solo-Modus

Um diese Funktion ein- und auch wieder auszuschalten klicke mit der rechten Maustaste auf einen beliebigen Fenster-Reiter und aktiviere die Option Solomodus. Außerdem kann man dort beliebige Einstellungsbereiche ein- und ausblenden.

Siehe auch weitere, nützliche Lightroom Tipps und Tricks für Adobe Lightroom




Katalog (Lightroom-Tricks)

Heute geht es um das Thema wie man den Katalog in Adobe Lightroom wiederherstellen kann. Schnell ist es passiert, ein falscher Klick oder ein PC-Absturz und die Katalogdaten von Adobe Lightroom gehören ungewollt der Vergangenheit an. Deshalb sollte man die Kataloginhalte am besten durch Adobe Lightroom auch sichern lassen, wenn Du beim Beenden des Programms danach gefragt wirst. Die Häufigkeit des Sicherungsvorganges kannst Du in Adobe Lightroom unter dem Menüpunkt Bearbeiten -> Katalogeinstellungen anpassen.

Katalogeinstellungen in Adobe Lightroom

Katalogeinstellungen in Adobe Lightroom

Das Vorhandensein der Sicherungen ist enorm wichtig, denn ohne sie ist es logischer Weise nicht mehr möglich eine Wiederherstellung durchzuführen. Sind sie vorhanden, so können die alten Katalogdaten im Handumdrehen wieder hergestellt werden.




Zunächst öffne den Dateiexplorer (unter Windows die Tastenkombination Win-Taste + Taste E) und begebe Dich nicht über Los zu dem Speicherort, in dem sich die Sicherungsdateien befinden. Meistens ist es der Pfad C:\Users\[Dein Benutzername]\Pictures\Lightroom\Backups Darin befinden sich Ordner mit der Datumskennung der Sicherung. Gehe in das Verzeichnis und entpacke die darin befindende zip-Datei, bestenfalls im gleichen Ordner.

Katalog Backup-Dateien

Katalog Backup-Dateien

Öffne dann, falls noch nicht passiert, Adobe Lightroom und klicke im Modus Bibliothek auf die Menüpunkte Datei, anschließend auf Aus anderem Katalog importieren. Nun wählst Du im Dialogfenster die von Dir entpackte Sicherungs-Datei mit der Endung .lrcat und klickst auf „Wählen“. Es kann nun auch einige Minuten Datern, bis der alte Katalog wieder hergestellt ist.

Import aus Katalog wird vorbereitet



Metadatenvorgaben (Lightroom-Tricks)

Metadatenvorgabe bearbeiten

Metadatenvorgabe

Zu jedem Bild ist es möglich bestimmte, zusätzliche Informationen, die Metadaten, zu hinterlegen. Sicherlich stellen die Meisten von Euch die Frage, warum brauche ich so einen Quatsch? Ich gestehe Einige werden es auch nach dieser Anleitung nicht benötigen, aber möchte Euch den Sinn und Zweck sowie die schnelle Pflege dieser Metadaten näher bringen.

Die Metadaten bestehen aus drei wesentlichen Bereiche: technische Bildinformation, inhaltliche Bildbeschreibung und Rechteinformation.



Technische Bildinformation

Dazu zählen die grundlegenden, technischen Informationen u.a. wie Abmessung in Pixel, Aufnahmezeitpunkt, Kamera-Modell, verwendetes Objektiv, sonstige Aufnahmedaten, etc. Viele dieser Einstellungen werden bereits von der Kamera vordefiniert und können nur bedingt, z.B. bei dem Aufnahmezeitpunkt, direkt geändert werden. Wegen der späteren Sortierung würde ich immer auf eine korrekte Angabe in der Kamera (vor der Aufnahme) achten.

Inhaltliche Bildbeschreibung

Zu diesem Bereich gehören Informationen, die Du erst nachträglich in der Post-Produktion u.a. in Adobe Lightroom zum Bild hinzufügen kannst. Bildtitel, Bildbeschreibung, Bewertung, Verschlagwortung bzw. Tags, ggf. GPS-Koordinaten uvm. gehören zu dieser Kategorie der Metadaten. In vieler Hinsicht macht es Sinn diese Informationen der inhaltlichen Bildbeschreibung zu haben.

  • Wurde das Bild auf einer Internetseite hochgeladen, so kann Google dieses besser verarbeiten und Suchende finden Dein Bild. Bspw. ist in den Stichworten oder im Dateinamen Deines Bildes der Begriff „Zimmerbrunnen“ enthalten, so ist es möglich dass das Suchergebnis bei Google Dein Bild darstellt.
  • Ähnlich wie auf Google funktioniert es auch auf Stockphoto-Plattformen (Adobe Stock, Fotolia, etc.) oder auch Pressefoto-Agenturen, auf denen Du Deine Fotos zum Verkauf anbieten möchtest. Ähnliches Prinzip wie bei der Google-Suche, diese Informationen sind wichtig, damit die Bilder auch zu den treffenden Suchbegriffen des potenziellen Käufers dargestellt werden. Nur so kannst Du auf Deine Werke aufmerksam machen und sie auch verkaufen.
  • Mit den Informationen ist auch eine bessere Recherche selbst auf Lightroom möglich.
  • Für die Urlaubsfotografie ist die GPS-Information sehr praktisch. Sind die GPS-Informationen hinterlegt, so kannst Du in Adobe Lightroom noch Jahre später auf einer Google Maps-Karte nachvollziehen, wo Du die Aufnahmen gemacht hast.

Rechteinformationen

Dieser Punkt ist schnell erklärt. Hier gehören die Informationen zum Copyright-Inhaber sowie die Copyright-Bestimmungen eingetragen werden.



Wie kann ich eine Metadatenvorgabe erstellen?

In Adobe Lightroom kannst Du eine Standard-Vorgabe erstellen. Somit kannst Du den Bildern mit nur einem Mausklick sämtliche von Dir als Standard definierten Informationen setzen. Wähle dazu in Adobe Lightroom im Modus Bibliothek den Menüpunkt „Metadaten“ und darunter den Untermenüpunkt „Metadatenvorgaben bearbeiten…“ aus. Darunter kannst Du Deine Vorgaben eingeben und als Vorlage abspeichern. Felder die Du leer lässt, werden nicht überschrieben. Lasse Felder wie z.B. zum Erstelldatum leer, denn es macht wenig Sinn immer das gleiche Datum neu hinzuzufügen.

Metadatenvorgabe auswählen

Nach der Speicherung der Metadatenvorgabe steht sie auf der rechten Seite als Vorgabe zur Verfügung. Wähle nun Deine erstellte Vorgabe aus und schon werden die Standard-Informationen in das Bild geschrieben.

Für eine schnellere Stapelverarbeitung musst Du zunächst ein Bild wie o.g. mit den Informationen versehen. Markiere dieses Bild und wähle im Hauptmenü den Punkt „Metadaten“, anschließend „Metadaten kopieren“. Danach markierst Du die Bilder, die Du mit den gleichen Meta-Informationen versehen möchtest und wählst nun die Punkte „Metadaten“ und „Metadaten einfügen“ aus. Fertig. Sobald Du das Bild exportierst, beinhalten die Fotos diese zusätzlichen Bildinformationen bzw. Metadaten.




P.S.: Metadaten ist ein allgemeiner Begriff für diese zusätzlichen Bildinformationen. Oft stehen sie auch in Ihrer Klassifizierung EXIF-Daten oder IPTC in Verbindung. Aber das würde diesen Quick-Tipp sprengen. 😉

Arbeitsoberfläche personalisieren (Lightroom-Tricks)

Arbeitsoberfläche in Lightroom anpassen / ändern

In Lightroom ist es tatsächlich möglich ganz einfach die Arbeitsoberfläche zu personalisieren. Ich habe in meinem Fall das LR-Logo mit meinem Benutzernamen durch mein Logo und meiner Firmenbezeichnung ersetzt. Ebenfalls habe ich für die Menüleiste auf der rechten Seite eine andere Schriftart und Schriftfarbe gewählt.




Zur Personalisierung der Arbeitsoberfläche musst Du zunächst Lightroom starten. Unter dem Menüpunkt „Bearbeiten“ wählst Du den Unterpunkt „Einrichtung der Erkennungstafeln“ aus. Dort steckt die Magie. Ich finde, Du solltest die Höhe Deines Logos bei der Erstellung nicht die 40px-Grenze überschreiten.

Lightroom _ Einrichtung der Erkennungstafeln

Eine Übersicht der bisherigen Lightroom-Tricks findest Du auch auf der Kategorien-Seite.

Raster ändern (Lightroom-Tricks)

Lightroom-Trick Raster ändern

3×3-Raster, Diagonale Linien, Goldener Schnitt, Fibunacci-Spirale, usw. sind verschiedene Freistell-Raster. Je nach Motiv sind die unterschiedlichen Raster sehr nützlich. Diese Raster kannst Du ganz einfach ändern.
Im Modus „Entwickeln“ wählst Du die Schaltfläche zum Zustellen (Freistellungsüberlagerung) bzw. Du drückst die Taste „R“ und kannst anschließend mit der Taste „O“ das Raster ändern und Dich durch die vielen Raster-Optionen durchwählen.

Ich habe noch eine ganze Schublade voll mit diesen kleinen, verborgenen Lightroom-Tricks und möchte sie gerne in diesem Blog nennen. Vielleicht wöchentlich jeden Mittwoch. Deshalb lebt diese Geschichte von Deinem Feedback und würde mich total freuen, wenn Du diese Beiträge like(st) und/oder teilst.





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