Urlaub am Gardasee | #chrizschwarz

Urlaub am Gardasee

Panorama vom Monte Baldo am Gardasee

Panorama vom Monte Baldo am Gardasee

Die Gegend rund um den Gardasee in Italien ist einfach traumhaft und war das letzte und erste Mal im Mai 2013 dort. Allerdings fiel zu kurz, da der Gardasee nur als Zwischenstation meiner Fahrradtour von Brenner nach Venedig diente. Nun bin ich zurückgekehrt und verbringe hier vier Übernachtungen im malerischen Ort Malcesine.

Mit dem Fahrrad nach Venedig (Artikel)

Die Anreise per Auto ist sehr einfach und nicht so sehr zeitspielig. Aber ich plane ja immer etwas um und so bin ich nicht die Brenner-Autobahn gefahren, sondern habe in Innsbruck-Ost schon die Autobahn verlassen. Ich wollte dort noch einmal auftanken und die schönere und kostenlose Strecke per Brenner-Bundesstraße (Straßennummer 182, Beginn an der Bergisel-Schanze) fahren. Außerdem habe ich im Grenzort Brenner/Brennero eine Mittagspause gemacht und mich ein wenig im Outlet-Center Brenner aufgehalten. Es war eine gute Entscheidung die Brenner-Autobahn zu meiden, denn wegen der österreichischen Grenzkontrolle gab es dort einen ziemlich langen Stau.




Ich blieb auf der Weiterfahrt auf dem Brennerpass bis Sterzing/Vipiteno, wo ich dann der grünen Autobahnbeschilderung folgte. Das Prinzip zum Nutzen der italienischen Autobahnen ist simpel. Meistens, egal in welcher Richtung Du fahren möchtest, steuert Du die Mautstation (ALT Stazione) an und ziehst an der Schranke ein Ticket. Entweder steckt ein Ticket schon im Schlitz, dass Du nur herausziehen musst, oder Du musst anders falls das Ticket zuvor per Knopfdruck anfordern. Erst hinter der Schranke entscheidest Du Dich für eine Richtung, in meinem Fall Bolzano/Bozen statt Brennero/Benner. Die Richtungen siehst Du in Italien auf den Verkehrstafeln, aber auch oftmals mit weißer Farbe direkt auf der Fahrbahn. Für 100 Km Autobahn zahlst man ca. 10 EUR.

Beginn der italienischen Autobahn hinter dem Mauthäuschen (Ticket ziehen)

Beginn der italienischen Autobahn hinter dem Mauthäuschen (Ticket ziehen)

Raststätten (Area di Servizio) können jederzeit angefahren werden, denn die Mautgebühr wird erst bei der Ausfahrt am Mauthäuschen bezahlt. Beim Ansteuern des entsprechenden Hauthäuschens musst Du Dich entscheiden, wie Du bezahlen möchtest. Ich habe die Ausfahrt Rovereto-sud/Lago die Garda-nord gewählt und die Mauthäuschen sahen wie folgt aus.

 

Bei Abfahrt auf der italienischen Autobahn (Spur wählen und ezahlen)

Bei Abfahrt auf der italienischen Autobahn (Spur wählen und ezahlen)

 

Der erste Blick auf den Gardasee in Nago-Torbolo

Der erste Blick auf den Gardasee in Nago-Torbolo

In diesem Beispiel sind die äußeren Spuren für TELEPASS, eine Art

Abosystem das man zuvor einrichten muss, vorbehalten. Die Schilder mit dem Geld deuten darauf hin, dass die Bezahlung an einem Automaten passieren wird. Der Zusatz mit der schwarzen Hand bedeutet, dort sitzt ein/e Angestellte/r.

Über Mori musste ich noch etwas verstopfte Landstraße fahren ehe ich den Parkplatz oberhalb des Gardasees in Nago-Torbole den kostenlosen Parkplatz (siehe den Parkplatz auf Google Maps) erreichte und den See (das war für mich ein Muss) erstmals von oben (siehe den Spot auf Google Maps) zu bestaunen.

Für September war es dort schon sehr warm und leider auch etwas drückend und leicht dunstig. Aber der Anblick der Gegend, bestehend aus sehr hohen Bergen und den kristall-klaren See, lässt sofort in den Urlaubs-Modus wechseln. Ich fuhr nun hinunter zum Ufer und weiter zu meinem Hotel nach Malcesine am Nord-Ost-Ufer.

Malcesine am Ostufer des Gardasees

Malcesine am Ostufer des Gardasees

Am ersten Tag, nach dem Check in, machte ich meinen Orientierungslauf und stellte fest, dass es hier wirklich schön ist. Der Gardasee in Kombination mit der alten Burg, der gut erhaltenen, steilen Altstadt, dem Hafen und im Hintergrund der Monte Baldo hatte schon etwas Besonderes.

Am nächsten Morgen wollte ich mit dem Schiff die südliche Landzunge Sirmione besichtigen und habe am Ticketschalter das Tagesticket für 34,30 EUR für die Fahrt mit dem Katamaran entdeckt. Damit habe ich eine Menge Zeit gespart, denn bis zu 65 Km/h flitzte Dieses komfortabel über den See. Ich entschied mich zunächst in Garda auszusteigen und die 4-5 Kilometer zu Fuß entlang des Sees nach Bardolino zu gehen.

Der berühmte Wein-Ort am See - Bardolino

Der berühmte Wein-Ort am See – Bardolino

Nach der Besichtigung des bekannten Wein-Ortes Bardolino stieg ich wieder in so einen Katamaran und düste nach Sirmione. Sirmione ist bekannt durch die warmen Termalquellen, die engen Gassen der Altstadt und auch der Festung. Was aber auffällig ist, dass die Landschaft sich verändert hat. Während man im oberen, schmalen Teil des Gardasees noch hohe Berge dominierten, so ist diese Gegend eher langweilig, flach. Ich machte mich dann wieder auf in den interessanteren Norden nach Malcesine um einige Nightscapes zu fotografieren.

Wie bereits erwähnt finde ich den Norden interessanter und am dritten Tag fuhr ich mit der wesentlich langsameren „normalen“ Fähre nach Torbole. In Torbole befindet sich die Windsurfer-Hochburg. Wie eine riesige Perlenkette reihten sich die Windsurfer in dem noch jungen Wasser des Gardasees an. Wie bereits 2013 mit dem Fahrrad, bin ich dieses Mal das Nordufer zu Fuß von Torbole nach Riva del Garda abgewandert. Riva del Garda ist ein etwas größerer Ort mit Shopping Mall und hier dominiert unter den Touristen die englische Sprache. Tipp: einen guten Überblick erhält man auf dem Glockenturm unweit vom Hafen.

Riva del Garda

Riva del Garda

Auf dem Rückweg per Fähre stieg ich in dem Ort Limone aus und besichtigte die scheinbar im Fels gemeißelte Stadt am Westufer, gegenüber von Malcesine gelegen. Echt Wahnsinn, denn so eine schroffe Ortschaft am See habe ich noch nicht gesehen. Hier dominiert die Zitrone in Form von Limoncello oder an der Zierde der Hausnummernschilder.

Limone sul Garda

Limone sul Garda

Gut und preiswert konnte ich auf der Terasse mit Blick auf dem See des Ristorante Al Rio Se zu Mittag speisen. Limone war völig überflutet von Touristen und beschloss dann die Biege zu machen. Nur eine kurze Schifffahrt über den hier noch schmalen Gardasee nach Malcesine war schnell passiert. Ich informierte mich noch an der Seilbahn-Talstation zum Monte Baldo über die Fahrt und Zeiten, denn morgen sollte es alpin werden.

Schnell habe ich mich nach dem Frühstück auf den Weg zur Talstation des Berges Monte Baldo in meinem Ort Malcesine gemacht (zur Gondel-Homepage von Funivia Malcesine). Das Ticket habe ich noch rechtzeitig zum ermäßigten Preis, der Kauf muss zwischen 8:00-9:00 Uhr und die Entwertung bis 9:30 Uhr erfolgen, erhalten und konnte direkt in die große Panorama-Gondel einsteigen. Auf der Mittelstation San Michele muss man umsteigen. Die obere Gondel ist zwar ähnlich wie die Untere, allerdings mit der Besonderheit, dass die sich während der Fahrt sich einmal um die eigene Achse dreht. Die Aussicht auf Malcesine ist atemberaubend, eine sehr interessante Fahrt auf 1.780m. Obwohl es der klarste Tag meines Aufenthalts war, konnte man die Landzunge von Sirmione nur so erahnen. Von der Bergstation bin ich den Pfad nach links (Richtung Norden) gewandert und kam an einer Plattform an, auf der man das gesamte Nordufer im Blick hatte. Das Essen auf dem Berg war gar nicht mehr so teuer. Und wer noch nicht nach unten möchte, der kann sich die kleine Alpaka-Farm ansehen oder auch warme Alpaka-Socken kaufen. 😀

 

Gegen die Mittagszeit fuhr ich dann auch wieder mit der Gondel ins Tal und habe über die Menschenmassen gestaunt, die jetzt noch auf den Berg wollten. Vermutlich mussten sie noch 2 Stunden bis sie endlich nach oben konnten. Also das frühe Aufstehen hat sich für die Berg-Tour gleich doppelt ausgezahlt.

Schön war es am Gardasee und sicherlich war es nicht meine letzte Reise dorthin. Was noch offen geblieben ist und auf das nächste Mal wartet ist die kleine Wandertour zum Aussichtspunkt Punta Larici, das Auto kann man im Ort Pregasina abstellen.

 

 

 

 

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