Passives Investieren in ETFs

Jetzt freue ich mich wirklich sehr über ETFs zu schreiben. Einfach Mal alles über Chancen, Rendite und mögliche Hindernisse. ETFs (Exchange Traded Funds) sind in Sachen Sparen mein persönlich kräftigstes Zugpferd, in den ich am meisten investiert habe. Sie sind oftmals günstiger als Aktien oder Aktien-Fonds, da u.a. die Kosten für den Fondmanager entfallen. Sie eignen sich speziell für das langfristige Sparen, z.B. mit einer Laufzeit von 10, 15 oder mehr Jahre.

Was sind ETFs?

ETFs bilden oftmals ganze Indizes (DAX, Dow Jones, S&P 500, EUROSTOXX 50, etc.) anstatt Aktienpakete ab. Z.B. der ETF MSCI World bildet die größten, weltweitagierenden Unternehmen aus Industrieländern, die in den größten Leitindizes vertreten sind, ab. Mit dem MSCI World wird direkt in bis zu 1200 Unternehmen investiert und das ist das Besondere daran. Wenn ein Unternehmen wie z.B. derzeit die Aktie der Bayer AG wegen des Monsanto-Falls abschmiert, dann verliert der Kurs des MSCI World wenn dann nur relativ wenig an Fahrt. Sollten Unternehmen ganz von den Indizes verschwinden, rücken neue Unternehmen nach. Aber ein Unternehmen ist nur ein winziger Teil von der ganzen Torte. Ein Totalverlust des Werts ist absolut nicht denkbar. Es müsste dann eine Weltwirtschaftskrise alle Börsen dieser Welt in Grund und Boden stampfen.

Seit den 1970er-Jahren befindet sich die durchschnittliche Jahres-Rendite am Beispiel des MSCI World-Index bei guten 8% und das ist für das lange Ansparen schon sehr interessant. Ich persönlich habe in mehreren ETFs investiert, damit ich eine bessere Diversifikation habe. D.h. wenn z.B. ein anderes EFT nicht gut funktioniert, wird es von anderen ETFs aufgefangen. Es ist im Prinzip das Gießkannenprinzip, welches ich ebenfalls bei meinen Hochrisiko-Anlagen, P2P-Investitionen und Immobilienbeteiligungen, anwende. Investitionen werden dabei gestreut, damit die hohe Rendite immer noch Überhand über mögliche,  geringere Verluste behält.

Ich habe mich dazu entschieden, dass ich am meisten in die Industrieländer, in MSCI World, investiere. Die zweitgrößte Investition steckt in den risikohöheren ETF Emerging Market (EM), der Unternehmensanteile in Schwellenländern u.a. in Japan und China beinhaltet.

Für das Investieren in ETFs benötigst Du ein Wertpapier-Depot, das Du am besten online eröffnen  kannst. Anbieter gibt es wie Sand an Meer u.a. bei der Consorsbank, Comdirect, DKB und onvista bank. Dennoch lohnt sich der Vergleich. Es macht auch einen großen Unterschied, wie hoch Du investieren möchtest, denn pro Ausführung (Order bzw. ETFs kaufen) kommen oftmals 1,5% oder z.B nur 1-1,50 EUR hinzu. Also ab einen Wert ab 100 EUR macht es schon Sinn einen Depot-Anbieter zu finden, der pauschal nur 1-1,50 EUR pro Order verlangt. Da ich viele verschiedene, kleinere ETFs per Sparplan bespare, habe ich mich für ein Depot bei der Consorsbank (BNP Paribas-Gruppe) entschieden, die die Ausführung mit 1,5% bepreisen.

ETF-Sparpläne

Dieses ist ein sehr gutes und bequemes Instrument um regelmäßig Geld zu investieren. Ich bespare derzeit bei der Consorsbank monatlich via Sparplan folgende ETFs:

  • 250 EUR – Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C (WKN:A1XB5U)
  • 50 EUR – Xtrackers MSCI Emerging Markets UCITS ETF 1C (WKN:A12GVR)
  • 25 EUR – iShares Core S&P 500 UCITS ETF USD (Acc) (WKN:A0YEDG)
  • 25 EUR – ComStage EURO STOXX 50® UCITS ETF (WKN:ETF050)
  • 25 EUR – Xtrackers DBLCI Commodity Optimum Yield Swap UCITS ETF 1C Hedged (WKN:DBX1LC)
  • 25 EUR – Xtrackers II Global Inflation-Linked Bond UCITS ETF 1C – EUR Hedged (WKN:DBX0AL)

Meine ETF-Sparpläne bei der Consorsbank

Ich denke, dass ich mich mit meiner o.g. Aufstellung sehr breit aufgestellt habe. Investiert habe ich in den MSCI World, Emerging Markets, S&P 500, EURO STOXX 50, Rohstoffe und Staatsanleihen. Es war meine Entscheidung in diese ETFs zu investieren und sollen keine 100%ige Empfehlungen sein. Welche ETFs für Dich Sinn machen, dass musst nur Du alleine entscheiden. 😉

Allerdings sehe ich bei meinen Sparplänen noch Optimierungspotenzial und werde voraussichtlich die größeren Sparplan-Raten in den MSCI World-Index bei einer Bank tätigen, die nur eine niedrige und pauschale Ausführungsgebühr hat. Vielleicht zur onvista bank, denn zum Zeitpunkt bei der Erstellung dieses Artikeln liegen dort die Ausführungskosten bei pauschal einem EURO.

Unterschied thesaurierend und ausschüttend

Zum einen hat „thesaurierend“ wirklich nichts mit dem Tyrannosauros Rex zu tun und ist auch nicht so furchteinflößend wie das Urzeit-Monster. Thesaurierend bedeutet, dass die Gewinne (Dividenden) aus den ETFs direkt in neue Anteile investiert werden. Für das lange, passive Investieren in ETFs empfehle ich nur auf thesaurierende ETFs zu achten um den bestmöglichsten Zinseszins-Effekt mitzunehmen.

Anders ist es bei ausschüttenden ETFs. Bei diesen ETFs werden die Dividenden direkt auf das Verrechnungskonto ausgezahlt.

Unterschied physikalisch und synthetisch

In physikalischen ETFs wurden vom ETF-Anbieter, wie der Name es schon andeutet, tatsächliche Wertpapiere des Indexes gekauft. Ich persönlich bevorzuge diese Art.

Synthetische ETFs bilden den Index nur nach, indem sie sich von einer Bank die Index-Wertentwicklung zusichern und keine Aktien kaufen. 

Achtung – ETFs kosten unterschiedlich viel

Pro Jahr zieht der ETF-Anbieter eine Gebühr ein, die je nach ETF unterschiedlich sein kann und ist unabhängig vom Depot-Anbieter. Schließlich wollen ja auch alle an ihr Geld kommen. 😉 Diese Kosten  bewegen sich oft zwischen 0,05% bis 1,5%. Vergleiche am besten die ETFs über Plattformen wie justETF, extraETF und FondsDISCOUNT extra-fund oder etf.. und konzentiere Dich lieber auf ETFs, die von der Gebühr her nicht allzu hoch ausfällt (z.B. bis max. 0,5-0,6%).

Wenn Du auf diesen Informationsplattformen unterwegs bist und die jeweiligen ETF-Beschreibungen aufrufst, werfe auch einen Blick auf die Fondsgröße (in Mio.) der jeweiligen ETFs. Besser ist es ein ETF zu wählen, wo viel Geld investiert wurde. Diese ETFs werden seltener aufgelöst oder mit anderen ETFs verschmolzen. Aber keine Panik, ETFs sind Sondervermögen, die in keinem Fall Dir abhandenkommen. Auch nicht, wenn der ETF-Anbieter Pleite geht.

Die Steuer bei ETFs

Wie bei einem gewöhnlichen Sparvertrag müssen Kapitalerträge u.a. Zinsen versteuert werden. Seit 2018 ist es auch recht einfach geworden, da deutsche Depotbanken die Steuer direkt einbehält und an das Finanzamt weiterleitet. Jeder kann eine Erwirtschaftung von bis zu 801 EUR bzw. 1.602 EUR bei Ehepaare pro Jahr von der Versteuerung freistellen lassen, indem Du unkompliziert einen Freistellungsantrag (siehe Artikel Freistellungsantrag) gestellt hast.

Und noch ein Tipp

Ich weiß, Du wirst in der ersten Zeit mehrmals täglich auf die Kursentwicklung schauen und zwischenzeitlich eine emotionale Fahrt mit der Achterbahn durchleben. Diese habe ich selbst auch durchlebt. Die Kurse steigen und Du fühlst Dich super, dann aber im nächsten Moment fällt der Kurs etwas stärker ab, weil irgendetwas Weltpolitisches passiert ist. Du wirst nervös und würdest direkt wieder verkaufen wollen. Das ist zwar menschlich, aber auch Menschen machen halt Fehler. 😉

Deswegen rate ich Dir lieber zu investieren und/oder auch Sparpläne anzulegen und versuche die weitere Entwicklung für die nächsten Jahre auszublenden, einfach aus dem Kopf zu kriegen. Es zählt nicht der Moment in der Gegenwart, sondern die Treppe zwischen Heute und beispielsweise 2030.

Du lernst enorm viel, indem Du einfach nur anfängst. Ich denke, es gibt keinen besseren Zeitpunkt für den Anfang wie der gestrige Tag oder die Tage, Monate, Jahre zuvor. Denn um endlich Rendite zu machen musst Du einfach anfangen! Es ist einfach wie mit der universellen Formel Leistung = Arbeit / Zeit die Du für Deine Arbeitsleistung, Sparleistung, Wissensleistung, Körperliche Leistung,… sie ist einfach für Dein ganzes Leben allgegenwärtig anwendbar.

Deine Meinung

Investierst Du in ETFs und hast bereits erste Erfahrungen sammeln können oder interessierst Du Dich zukünftig sich damit auseinanderzusetzen? Oder möchtest Du einfach mit einem kleineren Geldbetrag starten? Ich würde gerne Deine Meinung wissen. Wie siehst Du das?

Feedback und Fragen sind immer willkommen.

Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt konkrete Produkte und stellt keine persönliche Finanzberatung dar! Er dient der Übersicht zu den einzelnen Vermögensbildungen mit meiner eignen Meinung, die nicht durch Inhaltsvorgaben oder aktiven Gagen von Finanzinstituten beeinflusst wurde.

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Erstelt am 12. Juni 2019 von chriz



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