Foto-Reisen – Das Abenteuer beginnt mit dem Rucksack

Foto-Reisen Packliste

Foto-Reisen Packliste

Du bist oft mit Kamera und Linsen unterwegs und hast keinen Plan was bei Foto-Reisen ins GepĂ€ck soll? In den letzten vier Jahren war ich sehr hĂ€ufig mit der Kamera in der Welt auf Tour und werde auch in KĂŒrze wieder einen Trip nach den Anderen hinterher jagen. Deshalb möchte ich Dir meine praktischsten Tipps, speziell fĂŒr Tages- und Wochenendtouren, mit auf den Weg geben.

Sollte Deine Reise etwas lĂ€nger dauern, dann ist eine ganze Reihe mehr zu beachten. Dazu findest Du eine ausfĂŒhrliche Packliste, die ich bereits vor einigen Monaten veröffentlicht habe und sie auch gut besucht wurde.

Packliste fĂŒr Tages- und Wochenendtouren

Rucksack

Die Verpackung ist das A und O auf der Tour, d.h. zunĂ€chst muss ein Rucksack oder eine Tasche her. Wichtig ist es, dass das GepĂ€ck auch ĂŒber einige Kilometer zu Fuß bequem transportiert werden kann. Du sollst Dich auch wohlfĂŒhlen und somit Spaß an der Tour haben. Deshalb bin ich in eher sicheren Orten mit einem „normalen“ Rucksack (Perfect Day von Jack Wolfskin) unterwegs. In eher unsicheren Gegenden greife ich auf meinen Mantona Kamera-Rucksack zurĂŒck, wobei der Reißverschluss zum Hauptfach sich auf der RĂŒckenseite befindet.



Kamera und Objektiv

UnabhĂ€ngig ob Spiegelreflexkamera oder spiegellose Systemkamera, sollte immer ein Reisezoom-Objektiv dabei sein. Auf meiner Canon (mit APS-C-Sensor) habe ich deshalb immer das Tamron 16-300mm f/3.5-6.3 Di II dabei. Klar ist es qualitativ nicht so gut wie eine Festbrennweite, aber dieses neuere Tamron ist trotz mĂ€chtigem Brennweitebereich schon sehr gut in der Abbildung. Außerdem ist bei einer City-Tour die Motiv-Vielfalt so umfangreich, dass ich Mal eine geringere oder eine sehr hohe Brennweite benötige. Eine Detailaufnahme vom Zifferblatt des Big Bens in London erzielt man auch nicht ĂŒber einen Fuß-Zoom bei einer Festbrennweite. Oft packe ich auch das Tamron 10-24mm f/3.5-4.5 SP Di II Weiwinkelobjektiv bei, damit man auch etwas mehr von PlĂ€tzen oder Landschaften auf das Foto bekommt. FĂŒr das Weitwinkelobjektiv werfe ich auch das Etui mit meinen Filtern (3xND-, Pol- und Grau-Verlaufsfilter) in den Rucksack.

Zubehör

Extra fĂŒr diese Touren habe ich mir das praktische, leichte Reisestativ Rollei Traveller No. I Carbon beschafft. Mit der geringen Packmasse passt es problemlos in den Rucksack oder klemme es mir zwischen einen Gurt des Rucksacks. Und wenn man nur ein Einbein-Stativ benötigt, dieses Stativ lĂ€sst sich dazu schnell umbauen bzw. umschrauben.

Außerdem ist auch immer ein Selbstauslöser bei. Damit ich auf Reisen viel freie KapazitĂ€t habe, wechselte ich vor einiger Zeit auf schnelle SD-Karten mit einer sehr großen SpeicherkapazitĂ€t und nehme immer zwei Karten sicherheitshalber mit. Ersatz-Akku und ein kleines Microfaser-Tuch schließen meine Basis-Packliste ab. Oft habe ich auch mein kleines Klemmstativ mit und kann die Kamera dort montieren, wo ich mit dem Stativ nicht so einfach hinkomme. Ob BrĂŒcken-GelĂ€nder oder GebĂ€udekanten, diese Klammer ist flexibel einsetzbar und unersĂ€tzlich.

Tragekomfort erhöhen

Ob beim Kauf einer Canon-, Nikon- oder SONY-Kamera, die Schultergurte sind einfach nur schlecht. Sie sind schmal, teils scharfkantig und schrammen schön in den Nacken. Es geht auch anders. Gleich nach dem Kauf meiner ersten Kamera habe ich mir den SunSniper Pro-II beschafft. Er macht das Tragen der Kamera viel angenehmer, verdreht nicht und ist auch durch das eingearbeitete Stahlseil diebstahlgesichert. Da beim Tragen die Kamera sich mit der Linse leicht gekippt nach unten befindet, ist sie auch gut geschĂŒtzt vor Niesselregen.

Kraftwerk ist immer dabei

Da ich auch andere Strom-Verbraucher wie mein Smartphone dabei habe und es auch oft zum Tracking benutze, habe ich fĂŒr mich eine sehr geniale Lösung gefunden. Mit dabei ist meine große ANKER Powerbank, mit der ich das Smartphone sehr schnell laden kann. Über das LadegerĂ€t mit Micro-USB-Eingang kann auch der verbrauchte Zusatz-Akku der Kamera einfach aufgeladen werden.



Etwas Old-School

FĂŒr die Orientierung, vor allem im Ausland, habe ich im Nebenfach einen Stadtplan und/oder ReisefĂŒhrer eingesteckt. Somit kann ich schnell nach weiteren SehenswĂŒrdigkeiten in der NĂ€he finden.

Und was ist mit Deiner Sony?

Ab-und zu nehme ich auch statt meiner Canon meine Sony Alpha 7S II mit, wenn ich weiß, dass ich auch in der Nacht oder dunkle, sakrale GebĂ€ude wie Kathedralen oder Tempelanlagen besuche. Die Sony hat eine geringere Auflösung, ist aber mein Spezialwerkzeug fĂŒr Low-Light-Situationen.

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Foto-Walk in DĂŒsseldorf

Skyline Medienhafen DĂŒsseldorf

Skyline Medienhafen DĂŒsseldorf

Nun stand ein Foto-Walk in DĂŒsseldorf auf meinem Zettel und muss echt sagen, Foto-Walks sind schon eine coole Angelegenheit. Die Anzahl meiner Teilnahmen in diesem Jahr bewegt sich im zweistelligen Bereich und habe dabei richtig coole Leute kennengelernt, die alle das gleiche Hobby teilen.




Auslöser fĂŒr den Foto-Walk in DĂŒsseldorf war eine kurze Absprache zwischen Arthur und mir, wo und wann er mein Weitwinkel-Objektiv, das Tamron SP35mm f/1.8 Di VC USD inkl. EF/E-Adapter, an seiner Sony Alpha 7 II ausprobieren wolle. Ich habe mir selbst ein neues, weitwinkliges Glas fĂŒr meine Sony Alpha 7S II gegönnt, nĂ€mlich das SAMYANG AF 14mm f/2.8 der neuen Generation.

SAMYANG AF 14mm f/2.8

SAMYANG AF 14mm f/2.8

Der Termin stand und ich habe daraufhin den Termin in der Instagram-Gruppe publiziert. Letztendlich waren wir in der Landeshauptstadt DĂŒsseldorf mit sieben Foto-VerrĂŒckten unterwegs starten die Tour am Lido- und Medienhafen, dort wo die windschiefen HĂ€user stehen und der Rheinturm grĂŒĂŸt. Zwischendurch gönnten wir uns Currywurst (Übrigens: Im Ruhrpott schmeckt sie trotzdem besser ;)) mit Pommes und haben den FĂŒchsen zugesehen, wie kaputt sie auf dem Tisch wankten.

Nach einem Schlenker am Stadttor und Rheinturm vorbei, versank die Sonne (fast) im Rhein und es wurde immer dunkler. Optimal fĂŒr die ersten Langzeitbelichtungen vom Rhein und der Promenade. Es ging dann weiter in Richtung Innenstadt. Wir begaben uns in den Untergrund um die U-Bahn zu fotografieren und machten daraufhin eine Runde um den Schwanenspiegel. Dabei lichteten wir das Hochhaus GAP 15 sowie am K21 (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen) inkl. Wasserspiegelungen ab.

Letztendlich war es schon recht spĂ€t und wir begaben uns nach einem Absacker zurĂŒck zum Medienhafen, um dort die letzten SchĂŒsse auf nĂ€chtliche Motive abzugeben.

Mit dabei waren u.a. @shifted_perceptions, @detlevschuemmer, @pixelralli, michael_schaus und dirks_photography.

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Gruppenfoto (Mein Setup)

Gruppenfoto – Die Basics

Gruppenfoto - Mein Setup

Es kamen in letzter Zeit doch einige AuftrĂ€ge fĂŒr Gruppenfotos hinzu und habe wĂ€hrend der DurchfĂŒhrung wieder etwas dazugelernt.

Vor allem das Setup bei gestaffelten Gruppenfotos, d.h. die Personen sind in mehreren Reihen hintereinander aufgereiht, ist nicht Mal soeben erledigt. Es ist darauf zu achten, dass alle Personen gleichmĂ€ĂŸig ausgeleuchtet werden. Ebenso sollte auch auf mögliche SchattenwĂŒrfe durch die Belichtung entgegengewirkt werden. Dieses passiert wenn zwischen Lichtquelle und der Person sich andere Personen befinden, deren Schatten in die Gruppe fallen. Deshalb platziere ich Gruppen auch sehr gerne in Form eines gefĂŒllten Dreiecks, damit das seitliche Licht bestenfalls alle erreicht. Die wichtigste(n) Person(en), bei Geburtstagen, Familienfesten, AusstĂ€nden, usw., sollte/sollten sich ganz vorne befinden. Dahinter dann z.B. 3, danach 5 Personen, usw.

Generell platziere ich jeweils Rechts und Links, leicht oberhalb der Gruppe einen Lichtformer, die die Gruppe seitlich ausleuchten. Wichtig ist, dass die Gruppe nicht direkt an der Wand steht und das Licht nicht zu steil auf die Wand fĂ€llt. Somit werden nicht gewĂŒnschte Lichtspots direkt ausgeschlossen. Zum Einsatz kommen meine Yongnuo Aufsteckblitze YN568EXII und steuere sie mit meinem Funksteuerungs-System (Yongnuo YN622C-TX und 3x YN622C) an. Als Lichtformer verwende ich die Speedbox D70 II von SMDV sowie den sehr praktischen Beauty Dish von der Firma Roundflash, die ich auf erschwinglichen Walimex Lampenstative montiere. Mittelfristig werde ich fĂŒr dieses Setup den Beauty Dish gegen eine zweite Speedbox tauschen, um das Licht von beiden Seiten gleichmĂ€ĂŸig zu formen.




Nun geht es darum eine gleichmĂ€ĂŸige Ausleuchtung zu erreichen und mögliche SchattenwĂŒrfe durch einzelne Köpfe zu vermeiden. Draußen erreicht das Licht der Sonne (auch an bewölkten Tagen) die Köpfe der Gruppe, so dass die durch die seitliche  Ausleuchtung herbeigefĂŒhrten Schatten gar nicht bis kaum wahrzunehmen sind. In diesem Fall mĂŒssen keine weiteren Maßnahmen getroffen werden.

In geschlossenen RĂ€umen ist das schon wieder ein wenig anders. Dort platziere ich einen weiteren Blitz vor der Kamera (nicht im Sichtbereich der Kamera), der das Licht vor der Gruppe die Decke anstrahlt und gleichmĂ€ĂŸig per Reflektion im 45-Grad-Winkel die Köpfe der Personen erreicht. Bestenfalls ist die Decke weiß, oder ist mit etwas weißem Stoff, Reflektor, etc. bestĂŒckt. FĂŒr diesen Blitz sollte die Brennweite möglichst niedrig gehalten werden und die Streulichtscheibe ausgeklappt werden, um eine möglichst flĂ€chige Ausleuchtung von Oben zu erhalten.

Die Vorbereitung

Mindestens eine halbe Stunde vor dem Eintreffen der Gruppe bin ich Vorort, baue das Setup zusammen, ĂŒberprĂŒfe die Technik und messe die Technik ein. Meistens platziere ich einen Gegenstand, z.B. einen Stuhl, um vorab zu fokussieren und stelle mich dann fĂŒr erste ProbeschĂŒsse selbst hin und drĂŒcke auf dem Fernauslöser-Knopf, schalte aber auch dann Kamera, Blitze und andere GerĂ€te erstmal ab. Diese Vorbereitungsarbeit erleichtert mir spĂ€ter die tatsĂ€chliche DurchfĂŒhrung enorm und automatisch vermittelt man der Gruppe dann auch, dass alles unter Kontrolle ist. Die Gruppe sollte sich bei dem Fototermin wohl und gut aufgehoben fĂŒhlen. BegrĂŒĂŸe zunĂ€chst jede einzelne Person und ĂŒberlege schon, wen Du wo platzieren möchtest. GetrĂ€nke im Sommer sind auch immer gut zu haben und biete sie zunĂ€chst etwas an. FĂŒhre einen kleinen Smalltalk und schalte dabei die GerĂ€te ein, die Du zuvor ausgeschaltet hast, ein. Weise dann die vorderen(n) Person/en ein, wo sie mittig zu stehen haben. Alle anderen Personen sollen sich dann dahinter (möglichst mit Kontakt) in Form eines gefĂŒllten Dreiecks anreihen. Die GrĂ¶ĂŸeren stellen sich nach hinten, die Kleineren nach vorne. Jetzt bist Du der Dirigent und weise die Personen so ein, dass niemand verdeckt ist. Weise unter anderen die Personen ein, so dass sie z.B. enger zusammenrĂŒcken (nach dem Motto „Zusammengehörigkeit/Einigkeit in der Familie / im Team“) und einen Schritt von der hinteren Wand treten sollen. Passt alles, drĂŒcke ab.



Kameraeinstellung

Es ist sehr wichtig, dass alle Personen scharf fotografiert wurden. Nehme deshalb eine eher geschlossene Blende wie z.B. 11 bis max. 16 und stelle die Verschlusszeit auf 250/Sek. Sind die Blitze ca. 2m von dem Rand der Gruppe entfernt, kannst Du die Blitzpower der seitlichen Blitze wie auf dem Aufbau auf dem o. Foto auf Âœ stellen. Den zentralen Blitz, der gegen die Decke blitzt, kann auf 1/1 gestellt werden. Gerne arbeite ich auf einem Stativ und gehe dabei meistens in eine niedrigere Position. Knienen Personen in der vorderen Reihe, so gehe ich auf die Höhe deren Gesichter.

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Sony Alpha 7S II – Kamera-Einstellung

In diesem Artikel stelle ich meine Kamera-Einstellung an der neuen Sony Alpha S7 II vor. Es sind die Einstellungen, die fĂŒr mich Sinn machen, aus meiner Sicht praktisch sind und mich nĂ€her an ein perfektes Foto heranfĂŒhren.

Dass es generell nicht die Kamera-Einstellung gibt, sollte jeden von Euch klar sein. Z.B. bevorzugen viele Fotografen, egal ob Hobby oder Profi, die vielen Helferfunktionen zu nutzen, die die modernen Kameras von heute mitbringen oder greifen doch nicht darauf zurĂŒck. Ich werde auch darauf eingehen und meinen Senf zu den jeweiligen Funktionen dazugeben. Sorge aber auch dafĂŒr, dass Du Dich auch selbststĂ€ndig mit der Bedienung Deiner Kamera vertraut machst. Denn das ist das A und O.



Die Grundeinstellung

Meistens bin ich im Halbautomatik-Modus unterwegs, da man oft nicht genug Zeit hat die Kamera vollstĂ€ndig fĂŒr den einen, richtigen Augenblick einzustellen. Im Zoo verwende ich deshalb oft die Blendenautomatik (Modus A, AV (an der Canon)) und gebe einen möglichst niedrigen Blendenwert an. Persönlich mag ich es sehr Tierportraits mit Beschnitt und geringer SchĂ€rfentiefe zu fotografieren. Als guten Nebeneffekt muss man dadurch auch nicht lange belichten, da mit einer offenen Blende mehr Licht auf den Sensor fĂ€llt. Außerdem kann man dadurch Gehege-Abgrenzungen und Glasscheiben nahezu auszublenden.

Schnelle Tiere, z.B. Greifvögel im Flug bei einer Greifvogelschau, lichte ich hauptsÀchlich in der Verschlusszeit-Automatik (Modus S, Tv (an der Canon)) ab und gebe eine sehr kurze Verschlusszeit ein, damit man die Tiere in der Luft einfrieren kann.

Bei der Landschaftsfotografie hat man meistens viel Zeit und kann sich oft auf Highlights wie Sonnenauf- und UntergĂ€nge und WetterphĂ€nomene vorbereiten. Dabei wĂ€hle ich den manuellen Modus (Modus M, M (an der Canon)) und gebe Weißabgleich, ISO, Blende und Verschlusszeit ein. Das ist die Fotografie, in der man kreativ sein kann. Ebenso im Manuellen Modus mache ich auch Aufnahmen in der Studio- und Produktfotografie.

ISO-Wert

Der ISO-Wert stellt die Sensor-Empfindlichkeit da. Je höher sie eingestellt ist, desto wahrscheinlicher kann Bildrauschen das Bild mit unschöner Körnung verunstalten. Da die Pixeldichte auf dem großen Vollformats-Sensor der Sony Alpha S7 II sehr gering ist, kann diese Kamera sehr qualitativ hochwertige Fotos im extremen ISO-Bereich auf der Speicherkarte schreiben. Anders als bei meiner Canon EOS 70D brauche ich nun auf den ISO-Wert nicht mehr achten.

ISO-Begrenzung

Generell begrenze ich den ISO-Bereich bei 4.000, in der Nacht oder sonstigen schlechten Bedingungen gehe ich bis zu einem Wert von 24.000, was die Kamera auch tatsÀchlich gut vertragen kann.



Belichtungskorrektur

HauptsÀchlich im Zoo ist die Belichtungskorrektur auf -0,5EV gestellt.

SeitenverhÀltnis (Bildformat)

Ganz klar verwende ich 3:2, dadurch wird der gesamte Bildsensor in der Ablichtung verwendet.

QualitÀt (JPEG / komprimiertes RAW)

Generell lasse ich von der Kamera Fotos in JPEG und komprimiertem RAW erstellen. Zwar nutze ich ausschließlich RAW um nachtrĂ€glich die selektierten Fotos zu entwickeln. JPEGs habe ich dann immer noch gern in der Hinterhand, wenn direkt nach einer Feier die Bilder jemand braucht oder vorab schon Mal sichten möchte. Oft werden die JPEGs nach der Aktion direkt gelöscht.

SteadyShot (Bildstabilisator)

Der 5-Achsen Bildstabilisator an der Sony Alpha 7S II macht seinen Job sehr gut und deshalb ist er auch im Handbetrieb eingeschaltet. Deaktiviert wird er allerdings, sobald die Kamera auf ein Stativ geschraubt wird. Andernfalls kann der Bildstabilisator auf dem Stativ fĂŒr Verwackelungen (Geisterbilder) und UnschĂ€rfe fĂŒhren. Diese Funktion habe ich auf eine Profiltaste (Custom-SchaltflĂ€che) gelegt

SteadyShot-Einstellungen

Sony-Objektive werden automatisch erkannt und man muss keine Einstellungen in diesem Punkt unternehmen. Sollten sich an der Kamera Objektive von Fremdanbietern befinden, so ist auf „Manuell“ zu stellen und anschließend muss die Brennweite des Objektiv angegeben werden.



Farbraum

RGB

MF-UnterstĂŒtzung

VergrĂ¶ĂŸert das Bild wĂ€hrend des manuellen Fokussierens. Finde ist meistens sehr praktisch und bleibt aktiviert.

Gitterlinien einblenden

Schade, dass es bei der Sony Alpha 7S II keine Gitterlinien in der Aufteilung des Goldenen Schnitts gibt. Somit habe ich die 3×3-Gitterlinien aktiviert und schĂ€tze dann in etwa ein, wo sich der Goldene Schnitt befindet.

Fokus-Feld (Fokus-Modus)

Sehr oft fotografiere ich mit dem mittleren Fokusfeld oder im Modus „Flexibler Spot“. Meistens bei Portraits verschiebe ich den Fokuspunkt nach oben oder zum Rand hin, damit ich nach dem Fokussieren die Kamera kaum noch kippen muss und so sich nicht die SchĂ€rfeebene verschieben kann. Vor allem bei sehr weit geöffneter Blende ist dieses sehr hilfreich.

AF-Hilfslicht

Meistens auf „Aus“ gestellt. Das AF-Hilfslicht schalte ich nur nach Bedarf ein.

Belichtungsmessung

Ist nicht zu vernachlÀssigen. Auch da setze ich oft die Spot-Belichtungsmessung ein um auch exakt das korrekt zu belichten, was ich auch gerne korrekt gelichtet hÀtte. Die Messung erfolgt vor dem eigentlichen Fokussier-Schritt per AEL-Taste.



Langzeit-RM

Aus, sonst lÀngere Nachbelichtungszeit

Hohe ISO-RM

Aus, sonst lÀngere Nachbelichtungszeit

DRO / Auto HDR

Aus, sonst nur bei Bedarf

Finder/Monitor automatisch

Automatisch

Bildkontrolle

Aus. Sollte ich mir die Aufnahme nochmal ansehen wollen, dann betÀtige ich die Wiedergabe-Taste.

Belichtungsreihe-Einstellung

Ich habe die Einstellung gewĂ€hlt, dass erst die unterbelichteten, dann die normalbelichteten und anschließend die ĂŒberbelichteten Fotos aufgenommen werden.

Fernsteuerung

Ist dauerhaft deaktiviert, da ich folgenden Fernauslöser verwende und den integrierten IR-EmpfĂ€nger nicht brauche. Außerdem ist es ein zusĂ€tzlicher, unnötiger Stromfresser.

Auslösen ohne Objektiv

Deaktiviert, da ich kein Free Lensing betreibe.

APS-C/Super 35mm

Aus

MOVIE-Taste

Immer

Anzeige-Drehung

Auto

KachelmenĂŒ

Aus

Modusregler-Hilfe

Aus

Auslösen ohne SD-Karte

Macht wenig Sinn und ist deshalb deaktiviert.

GerÀuschlose Aufnahme

Meistens eingeschaltet. Ich mag das Feedback wenn die Aufnahme im Kasten ist.



LĂ€chel-/Gesichtserkennung

Da ich nicht ausschließlich Gesichter fotografiere, habe ich die Gesichtserkennung deaktiviert. Auf vielen Cityscape-Aufnahmen können Menschen vorkommen und so könnte die Kamera auf die Idee kommen, darauf zu fokussieren, obwohl ich ein GebĂ€udeteil fotografieren möchte. Ich möchte gerne der Herr ĂŒber den Fokus-Punkt bleiben.

Soft Skin-Effekt

Aus

Kantenabhebung (Focus Peaking)

Oft bekannt unter dem Begriff Focus Peaking. Die Kantenabhebung habe ich aktiviert, da sie sehr hilfreich beim manuellen Fokussieren ist. Einzustellen ist die Farbe der Kantenabhebung

Zebra

Die Funktion Zebra stellt ĂŒberbelichtete Bereiche im Bild schaffriert da. Bleibt bei mir deaktiviert.

Sony Alpha 7S II

Sony Alpha S7 II

Sony Alpha S7 II

Die Sony Alpha S7 II lĂ€utet nun auch mein Vollformat-Zeitalter ein. Ist denn schon Weihnachten? Nein, aber Dank einer guten Kooperation mit dem DĂŒsseldorfer Traditionsunternehmen Foto Leistenschneider, basierend auf GesprĂ€che wĂ€hrend der Photo+Adventure in Duisburg (siehe Artikel Photo+Adventure), konnte ich doch mit reinem Gewissen umsteigen. Nicht direkt umsteigen, denn sicherlich werde ich parallel bei bestimmten Situation noch auf meine Canon EOS 70D zurĂŒckgreifen.



Vorteile der Sony Alpha S7 II

Ich habe diese Systemkamera nicht ausgewĂ€hlt, weil sie derzeit cool und angesagt ist (gut, das ist sie auch), sondern absolut in mein Fotografie-Profil passt. Andere denken, dass auch die 12 MP viel zu wenig seien, aber genau deshalb ist diese Kamera auch sehr lichtstark und rauscharm. Selbst bei sehr hohen ISO-Werten wie 12.800 ist kein Rauschen feststellbar. Ich fotografiere gerne und oft Cityscapes, Indoor, Lost Places, Lightpaintings und gelegentlich erstelle ich auch Videos, deshalb ist sie fĂŒr mich die optimale Kamera. Sie ist das Spezialwerkzeug in der Nacht und freue mich schon auf die ersten Foto-Tests.

Wie schon oben genannt bildet die Sony Alpha 7S II maximal in einem SeitenverhĂ€ltnis 3:2 12 MP ab, das sind exakt 4.240 x 2.832 Pixel und fĂŒr meinen Geschmack völlig ausreichend, denn sehr oft verkleinere ich die Bilder noch auf 2.000 Pixel auf der langen Seite.

Zu Beginn habe ich mir das lichtstarke Standardzoom-Objektiv 24-70mm/f2.8 gegönnt um zunÀchst Landschaften und ggf. Portraits zu fotografieren. Damit bin ich schon sehr flexibel unterwegs.




Gegen die Pixelmonster Sony Alpha 7 R II und 9 habe ich mich bewusst entschieden, da die Anzahl der Pixel fĂŒr mich einfach nicht so eine große Rolle in der Fotografie einnimmt, wie es der Technikmarkt versucht zu verklickern. Auch ĂŒber andere Hersteller mit meinen Anforderungen habe ich mich informiert, musste aber doch im Vergleich Sony den Vorrang lassen.

In KĂŒrze werde ich auch in die Nacht ziehen und mich mit den extremen Fotos in der Dunkelheit auseinandersetzen. Gut gewappnet bin ich ebenso fĂŒr die Tour im September durch die dunkle, ehemalige HeilstĂ€tte Beelitz. Ich bin gespannt. 🙂

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  • Meine FotoausrĂŒstung (Liste)

Zoo Dortmund

Leopard im Zoo Dortmund

Leopard im Zoo Dortmund

Besuch des Zoo Dortmund

Obwohl ich davor das Wochenende im Rahmen der Photo+Adventure den Tierfotografie-Work mit Pavel Kaplun und Miho Birimisa besucht habe (siehe Artikel Photo+Adventure), besuchte ich dieses Wochenende den Zoo Dortmund. Es war nicht wirklich geplant und habe mich sehr spontan dazu entschieden.




Wie kam es denn dazu? Dazu möchte ich zunĂ€chst wenige Zeilen schreiben. Ich wusste, dass der Dortmunder Fotograf Roland Klecker von der Dortmunder Fotoschule und Fotostudio dofoto oft auch Foto-Touren mit FlĂŒchtlinge organisiert. Ich persönlich  finde sein Projekt sehr vorbildlich und so kam der Moment, als Roland fĂŒr einen FlĂŒchtlings-Jungen ein Zoom-Objektiv mit einer grĂ¶ĂŸeren Brennweite fĂŒr Canon-Kameras benötigte und den Aufruf bei Facebook startete. Ich habe mich direkt bereiterklĂ€rt, besuchte nach ĂŒber 15 Jahren wieder in den Dortmunder Zoo und durfte seinen Workshop mit begleitet.

SĂŒdamerika

Der Zoo hat sich auf SĂŒdamerika spezialisiert und ist das (Haupt)-Thema des Zoos. Deshalb findet man im Zoo Dortmund ĂŒberwiegend Tierarten, die auf dem Kontinent beheimatet sind. In den 6,5 Stunden haben wir auch einige Tiere gesehen, da das Wetter schon beinahe sĂŒdamerikanische VerhĂ€ltnisse hatte und diese Tiere sich wohlfĂŒhlten.

Der Rundgang

Dadurch, dass der Zoo Dortmund in den Rombergpark integriert ist, ist der Baumbestand dort ziemlich hoch, z.T. auch alt und man könnte deswegen denken, man steht mitten im Wald. Gerade der westliche Teil bietet sehr viel Schatten an zu heißen Tagen, wie es mit den 30 Grad auch an diesem Tage war. Von dort starteten wir die Tour und konnten u.a. Andenkondor, Flamingos, Leopard, Anden-BĂ€r (ehemals BrillenbĂ€r), Onchilla, Riesenotter, TotenkopfĂ€ffchen und Zweizehen-Faultier fotografieren.




Ab- und zu waren auch Tiere aus den anderen Regionen der Erde zu finden, wie z.B. der Kalifonische Seelöwe, Karpaten-Luchs, Siamang und Orang-Utan.

Der östliche Teil des Zoos ist etwas freier gelegen. In diesem Teil findet man einige afrikanische Vertreter wie Löwe, Breitmaul-Nashorn und Angola-Giraffe, wo wegen dem Weltgiraffentag sehr viel los war.

In KĂŒrze wird das Amazonas-Haus wegen Statik-Probleme erneuert. Ob es anschließend noch als Voliere verwendet werden kann, wird derzeit vom Zoo geprĂŒft.

Eintritt und Parken

Wer viel Zoo fĂŒr relativ wenig Geld sehen möchte, der ist im Zoo Dortmund absolut richtig. Hier zahlen Erwachsene 8,00 €, wĂ€hrend sie in den benachbarten Zoos schon mehr als das Doppelte ausgeben mĂŒssen. Auch Verpflegungskosten fĂŒr Besucher sind im Dortmunder Zoo geringer im Gegensatz bei anderen Tierparks.

Meine Empfehlung ist es, das Auto am westlichen Ende der Hacheneystraße auf den ParkplĂ€tzen zu parken, denn dieser ist kostenlos, bietet SchattenplĂ€tze und ist nur 5 Gehminuten vom Haupteingang entfernt.



Perfektes Fotografieren im Zoo

Nach den Workshops in den Zoos musste ich feststellen, dass das Kreativstudio Pavel Kaplun und Roland Klecker einige Male unterschiedliche Techniken und Kameraeinstellungen bevorzugen. Ich konnte erkennen, dass es nicht immer ein Richtig oder Falsch unter den Profis gibt und habe mir die Punkte ausgewĂ€hlt, die mir persönlich helfen und mich ans bestmögliche Tierfoto mit meiner Spiegelreflex-Kamera und dem Teleobjektiv bringen. Und es sind genĂŒgend Tricks die ich mir nun angeeignet habe, die auch weit ĂŒber das praktische Fotografieren hinausgehen.

Ich sollte mir ĂŒber selbstgehaltene Workshops ernsthaft mir Mal einen Kopf machen.

Photo+Adventure

Photo+Adventure 2017 - Messehalle Kraftzentrale

Photo+Adventure 2017

Foto-und Reise-Event Photo+Adventure

Die Photo+Adventure im Landschaftspark Duisburg-Nord ist das grĂ¶ĂŸte und sicherlich auch das schönste Foto-Event in NRW, vielleicht sogar in Deutschland, rund um die Themen  Fotografie und Reisen. FrĂŒher wo einst Stahl gegossen wurde findet jĂ€hrlich auf dem ehemaligen Hochofen-GelĂ€nde im Duisburger Stadtteil Meiderich diese Veranstaltung statt. Zu den besonderen Highlights des Landschaftsparks zĂ€hlt die bunte Beleuchtung der Industriekulisse, die allerdings nur am Wochenende zu bestaunen ist. Der Eintritt auf dem öffentlichen GelĂ€nde ist kostenlos, ebenso wird auch fĂŒr das Parken auf dem großen Parkplatz an der Emscherstraße nicht kassiert. Allerdings kann dieser riesige Parkplatz wĂ€hrend der Photo+Adventure wegen ÜberfĂŒllung gesperrt sein und man muss eine Park-Alternative z.B. in der Siedlung rund um die Jugendherberge Duisburg suchen.

Foto- und Reisemesse

In der alten Kraftzentrale findet jedes Mal von Sa.-So. die Messe zu den Themen Foto und Reise statt. Der Eintrittspreis zur Messe betrĂ€gt in diesem Jahr 10 Euro bzw. kostenlos fĂŒr Workshop-Teilnehmer dieser Photo+Adventure oder der im November letzten Jahres stattgefundenen Photo+Adventure intermezzo. Die Workshop-Teilnehmer erhielten Gutscheine fĂŒr den kostenlosen Besuch.




Als ich am Samstag die Kraftzentrale betrat, habe ich einen Foto-Kollegen getroffen, wĂ€hrend Pavel Kaplun Fotos und Composings auf der Live-BĂŒhne vortrug, die er in seiner genialen Art anfertigt.

Es folgte ein Rundgang in der Kraftzentrale vorbei an sehr vielen Ausstellern u.a. Canon, Tamron, Ricoh/Pentax, Sony, Foto Erhardt, AC Foto, SĂŒd-Afrika, Camper24, Rheinwerk Verlag und Saal Digital. Wer genauer schaute, konnte auch gute SchnĂ€ppchen zum Messepreis mit bis zu 50% Preisnachlass schlagen. Die Mutigen konnten sich per Slag Line von der einen Ecke der Messehalle zur Anderen befördern lassen.

Foto-Workshops, Seminare und Foto-Walks

Workshops, Seminare und Foto-Walks fanden bereits schon am Freitag statt. Einige wurden sogar bis Sonntag spĂ€t in der Nacht durchgefĂŒhrt. Sie fanden auf dem GelĂ€nde des Landschaftsparks in Duisburg und den anliegenden StĂ€dten statt. GefĂŒhrte Touren fĂŒhrten z.B. per Bus oder Schiff zu den Landmarken der Region oder bspw. zum Gasometer nach Oberhausen. Insgesamt war das Programm der Photo+Adventure sehr umfangreich, so dass jeder Besucher seine Zielrichtung der Fotografie fand oder sich in neuen Gebieten austesten können.

FĂŒr Tiefen- und Höhenrausch konnten Outdoor-AktivitĂ€ten besucht werden. Angeboten wurden u.a. Schnupper-Tauchen im Gasometer des Landschaftsparks Duisburg-Nord und Hochseilparcours unter dem Hochofen-Dach.

Hochseilparcours unter dem Dach des Hochofens wÀhrend der Photo+Adenture

Hochseilparcours unter dem Dach des Hochofens

Workshop Tierfotografie mit Kreativstudio Pavel Kaplun

Mein Workshop-Wochenende, ich habe insgesamt drei besucht, startete bereits am Freitag im Duisburger Zoo in Duisburg-Kaiserberg mit Pavel Kaplun und Miho Birimisa. Irgendwie mĂŒsste es einen geheimen Pakt zwischen Petrus und den beiden Workshop-Leitern gegeben haben, denn von 10-14 Uhr hat es geregnet, exakt die Zeit in der der Workshop stattgefunden hat.

Spaß bei Seite, was uns nicht umbringt macht uns stĂ€rker und Butter bei den Fischen, das Aquarium wartet auf uns. Schluß mit Flosskeln. 😉 Die Teilnehmer wurden in zwei gleichgroßen Gruppen eingeteilt. Ich wurde zunĂ€chst in Mihos Gruppe eingeteilt und wir besuchten das Giraffen-Haus, die Lemuren-Insel, Pelikane, Flamingos, Griechische Landschildkröte,  und das Aquarium. An den BĂ€ren startete unsere Mittagspause und trafen uns alle in der regengeschĂŒtzten Afrika Lodge zu Speis, Trank und AustauschgesprĂ€chen.




In der zweiten HÀlfte ging es dann mit Pavel ins Affenhaus. Ich musste dort mein Tamron Zoom-Objektiv leider austauschen, da die Linse von Innen beschlagen war und ich damit nicht mehr fotografieren konnte. Im Affenhaus konnte man ebenso Schildkröten, Leguane und ChamÀleons portraitieren. Wir entschieden uns dann die Down-Under-Abteilung zu besuchen und bekamen BennettkÀngurus, ein Goodfellow-KÀnguru und Koalas vor die Linse.

Nach 14 Uhr zum Gruppenfoto hörte plötzlich der Regen auf und der Workshop wurde am Haupteingang beendet. Mit Dominik Baedorf (Instagram: @dominik.baedorf), den ich bei Instagram kennengelernt habe, zogen wir dann weitere zwei Stunden auf eigene Faust los um noch mehr aus dem Duisburger Zoo bei nun besten Wetter. Die Tricks zu noch besseren Tierfotos, die wir von Pavel und Miho wÀhrend des Workshops erfahren haben, wurden direkt angewendet und es war sehr produktiv, auch wenn ich fast vom aggressiven Saruskranich zerhackt wurde.

Workshop Pimp my Portfolio mit Jochen Kohl

Pimp my Portfolio mit Jochen Kohl und den beiden Profi-Models Janina Schiedlofsky und Julia Smolik war mein zweiter Workshop am Freitag. Rein zufĂ€llig hatte Dominik Baedorf ebenso diesen Workshop gebucht und haben uns auch dort wieder getroffen. Direkt um 18 Uhr ging es in der Gleiswaage auf dem Landschaftspark Duisburg-Nord los und wurden ebenso in zwei Gruppen eingeteilt. Begonnen wurde draußen auf der Gleisanlage mit Blitz und Sonnenschein. Dort hat Janina sich mit professionellen Posen ihr Können unter Beweis gestellt, wĂ€hrend wir Fotografen sich abwechselten um ihr eigenes Foto zu schießen.

FĂŒr anschließenden Available Light-Aufnahmen zog Janina ein Hochzeitskleid an und konnten z.B. sie mit einer Industriekulisse im Hintergrund ablichten. FĂŒr einen zusĂ€tzlichen Glanz wechselten wir ebenso den Reflektor durch und mussten uns mit den Fotos beeilen, da die Sonne schon fast hinter Hochofen 5 verschwand.

Janina Schiedlofsky

Janina Schiedlofsky

Zuletzt gingen wir dann in das GebĂ€ude der alten Gleiswaage, die Jochen Kohl mit seinem Fotostudio-Equipment in ein Fotostudio verwandelt hat und machten eine kurze Besprechung zur Studiofotografie. Wir setzten das Licht und schossen einige Schwarz-Weiß-Portraits. In der Zwischenzeit hat Jochen einige Fotos von unserer Speicherkarte kopiert, optimiert und auf Fotopapier ausgedruckt. Es war schon nach 23 Uhr als der Workshop beendet war.




Lightpainting-Workshop fĂŒr Fortgeschrittene mit ZOLAQ

Lightpainting bzw. mit Licht malen funktioniert erst so richtig, wenn es draußen dunkel ist. Deshalb startete dieser Workshop am Samstag auch erst um 22 Uhr. Nach einer kurzen Zusammenkunft mit Besprechung in der Fahrradhalle der Jugendherberge konnte es dann auf dem GelĂ€nde des Landschaftsparks losgehen.

Olaf Schieche, der Kopf von ZOLAQ, prĂ€sentiere uns in diesem Workshop, wie man erweiterte Orbs mit Feuer- und Pyrotechnik oder auch kaputte, gebrochene Orbs erstellt. Außerdem kamen zu den Basics, die uns bei dem AnfĂ€nger-Workshop (s. Artikel: Lightpainting – Workshop mit Profis) gezeigt wurden, weitere Lightpainting-Tools zum Einsatz um weitere Formen u.a. Light-Lamps und Ufos zu erstellen. HauptsĂ€chlich hat Olaf uns die Schritte erklĂ€rt und das Lightpainting durchgefĂŒhrt. Die Workshop-Teilnehmer mussten stets die Kamera auslösen, abdecken oder die Belichtung beenden.

Bei der Photo+Adventure intermezzo im letzten Jahr habe ich bereits den AnfĂ€nger-Workshop besucht und wiederum hat dieser Workshop eine Menge Spaß gemacht. Dabei habe ich wiederum viele neue Ideen und Inspirationen gewinnen können. Auf Amazon habe ich einige Sachen schon fĂŒr meine Umsetzung bestellt. 🙂

Im Landschaftspark

Im Landschaftspark Duisburg-Nord konnte ich auch einige Bekannte aus vergangenen Workshops und sozialen Medien treffen. Mit Ralf Klette (Instagram-Profil: @pixelralli) zog ich direkt nach dem Besuch der Messe auf dem GelÀnde des Landschaftsparks. An dem Tag fokussierten wir uns auf die WasserflÀchen im Park, da wir vor einem Monat privat einen Foto-Walk (s. Artikel: Fotowalk Landschaftspark Duisburg-Nord) unternommen hatten. Dabei haben wir auch bemerkt, dass viele Workshops zurzeit unterwegs waren.

An einem etwas abgelegenen Winkel des Parks kletterte ich in den Lauf der Alten Emscher und schraubte meine Filter (Pol– und ND-Filter) auf. WĂ€hrend der Langzeitaufnahme kamen die einen oder anderen Passanten oder Workshop-Gruppen vorbei und wurden mit der Aufnahme der kleinen Stromschnellen auf meinen Kamerachip gebrannt. Dadurch wirkten die Aufnahmen auch etwas interessanter.

Landschaftspark Duisburg-Nord - Alte Emscher

Landschaftspark Duisburg-Nord – Alte Emscher

Ich bin echt froh, dass ich zuvor meine leistungsstarke Powerbank gekauft habe. In der Kombination mit diesem LadegerĂ€t konnte ich all meine Kamera-Akkus damit aufladen und fĂŒr stets ein volles Smartphone sorgen. Nach Gegenlichtaufnahmen und Wasserspiegelungen-Einfangen kletterte ich dann auf die Aussichtsplattform des Hochofens. Von oben hat man einen herrlichen Überblick ĂŒber Teile des Ruhrgebiets und kann doch bestaunen, dass es großflĂ€chig auch grĂŒn ist. Von oben kann man gut Gasometer Oberhausen, Centro Oberhausen, Duisburger Innenstadt, Tetraeder in Bottrop und die Mannesmann HĂŒtten-Werke erkennen.

Freihand-Panorama, erstellt auf dem Hochofen 5

Freihand-Panorama, erstellt auf dem Hochofen 5

Anschließend hatte ich Hunger und hatte genĂŒgend Zeit bis zum nĂ€chsten Workshop. Ich habe eine Pizzeria an der NeumĂŒhler Str. gefunden. GenĂŒgend Möglichkeiten zur StĂ€rkung befanden sich ebenso auf dem GelĂ€nde des Landschaftsparks, auf dem einige Food-Trucks etwas Festival-Charakter verliehen. Eine Gastronomie mit Biergarten ist ebenso auf dem GelĂ€nde am Haupteingang im Hauptschalthaus zu finden.




Mehr Photo+Adventure

Photo+Adventure Österreich

Wer nicht bis nĂ€chstes Jahr warten kann oder will, der besucht die Photo+Adventure in Österreich. Dieses Mal findet sie in der österreichischen Hauptstadt Wien vom 11.-12.11.2017 in der Messe statt.

Photo+Adventure Intermezzo

Auf der Photo+Adventure intermezzo findet keine Messe statt, aber beinhaltet ein umfangreiches Workshop- und Seminar-Programm. Sie findet vom 03.-04.11.2017 im Landschaftspark Duisburg-Nord statt.

Fazit

Der Blogartikel ist wieder einmal viel zu lang geraten, aber den Text kĂŒrzer zu fassen, das wĂŒrde auch nicht funktionieren. Schließlich wollte ich ja meine Erlebnisse auch als Gesamtpaket wiedergeben.

Zuerst ein dickes, fettes Lob an die Veranstalter und Supporter der Photo+Adventure. Es ist echt schon Wahnsinn, was fĂŒr dieses Wochenende auf die Beine gestellt wird. Es ist eine große, runde Sache die auch sehr gut in den Landschaftspark passt. Auf viele weiteren tollen Jahren.

Das meiste konnte ich fĂŒr mich bei dem Workshop Pimp my Portfolio mit Jochen Koch mitnehmen. Es war das erste Mal wo ich wirklich mich mit People-Fotografie auseinander gesetzt habe und Mal hineinschnuppern konnte, wie andere Fotografen es machen. Jochen Kohl ist sehr kompetent in People- und Studiofotografie und kann sein Wissen sehr gut vermitteln. Es ist nicht ganz so abwegig, dass ich einen weiteren Workshop bei ihm buchen werde, da ich sehr gerne in diesem Bereich etwas mehr einsteigen möchte. Bis dahin war es neues Terrain fĂŒr mich.




SelbstverstĂ€ndlich waren auch die beiden anderen Workshops sehr hilfreich und interessant. Ich konnte viele Inspirationen, Tipps und Tricks sammeln. Mein Horizont ist nach der Photo+Adventure auf jeden Fall wieder etwas gewachsen. Ich freue mich schon auf viele neue Veranstaltungen.  🙂

WeiterfĂŒhrende Links:

Besserer Durchblick mit Pol-Filter

Bollé Anaconda - Sonnenbrille mit Pol-Filter

Sonnenbrille mit Pol-Filter

Dieser Beitrag richtet sich nicht direkt an die Pol-Filter fĂŒr die Kamera, sondern ich habe wieder einen guten Alltags-Tipp fĂŒr Euch. Deshalb geht es diesmal darum auf einer sehr unkomplizierten Art Motive und deren Besonderheiten zu erkennen, bevor Ihr zur Kamera greift. Dieses könnt Ihr hervorragend mit einer polarisierten Sonnenbrille.



Bollé Anaconda

Ich habe schon einige Jahre zwei BollĂ© Anaconda – Sonnenbrillen im Test und in der Tat, ich will sie auch nicht mehr hergeben. Den absoluten Röntgenblick verschaffen sie zwar noch nicht, aber sie geben ein kontrastreicheres und satteres Bild wieder. Ebenso werden die meisten Spiegelungen eliminiert, so dass Konturen auf und im Wasser sowie Wolkenstrukturen viel besser erkannt werden können. So entstand auch dieses Foto, fĂŒr die ich die Wolkenlinie vorab gut sehen konnte und fast genauso mit einem Pol-Filter fĂŒr die Kamera ablichten konnte.

SeebrĂŒcke Międzyzdroje mit interessanten Wolken

SeebrĂŒcke Międzyzdroje mit interessanten Wolken

Was sind Pol-Filter?

Pol-Filter sind dazu da, unerwĂŒnschte Reflexionen von nicht-metallischen OberflĂ€chen wie z.B. Wasser, Asphalt, Eis, Schnee, Plastik und Glas herauszufiltern. Dabei sperrt der Pol-Filter das Sonnenlicht aus, das unerwĂŒnscht von einer anderen Richtung auf den Filter fĂ€llt. Viele Bildschirme, u.a. von NavigationsgerĂ€ten oder Monitore, sind bereits mit einer politisierender Folie bestĂŒckt, so dass das Tragen einer Sonnenbrille mit Pol-Filter zu einem schwarzen Bildschirm fĂŒhren könnte, obwohl der Monitor in Wirklichkeit an ist.



Weiterer Vorteil von polarisierende GlÀser

Ebenso empfehle ich unbedingt Sonnenbrillen mit polarisierenden GlĂ€sern fĂŒr die Autofahrer oder Motorradfahrer unter Euch, denn sie tragen zur Verkehrssicherheit enorm bei. Spiegelungen bzw. Reflexionen auf Asphalt und Windschutzscheiben können damit in den meisten FĂ€llen beseitigt werden.

Sie gehört nun auch indirekt in meine Tasche mit den gesamten Kamera-Equipment.

 

 

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