Extraschicht – Nacht der Industriekultur

Extraschicht 2018 - Armbänder und Plan

Extraschicht 2018 – Armbänder und Plan

Zum ersten Mal habe ich die Extraschicht besucht, die am 30.06.2018 im gesamten Ruhrgebiet stattgefunden hat. Die Extraschicht ist das Fest bzw. die Nacht der Industriekultur wo es größtenteils bunt, laut und auch sehr heiß zugeht. Von der Fläche her betrachtet ist es das größte Spektakel in Deutschland, denn im gesamten Ruhrgebiet in 22 Städten mit insgesamt 50 Spielorten und ca. 200.000 Besuchern, wurde es hier und dort auch mal etwas geselliger.

Verabredet zu einer Tour durch einige Spielorte habe ich mich mit @pixelralli, @carolakern @janistraum und @tam.erdt, die ich über Instagram kennengelernt habe. Die Eintrittsbänder habe ich im Vorverkauf bei der Recklinghäuser Zeitung erworben. Das normale Ticket im Vorverkauf kostete 17,- EUR, für Besitzer der RUHR.TOPCARD nur 8,50 EUR. Darin waren die Eintritte der Spielorte (u.a. Gasometer Oberhausen, Henrichshütte, Kokerei Hansa, etc.) sowie freie Fahrt im Nahverkehr enthalten.

Zeche Zollern in Dortmund

Zeche Zollern in Dortmund

Da wir einige Spielorte besuchen wollten, fuhren wir um schneller von A nach B zu kommen mit unseren, privaten PKWs. Als ersten Treffpunkt haben wir den Parkplatz der Zeche Zollern in Dortmund ausgemacht. Auf der Zeche Zollern haben wir dann alles besichtigt, was es da halt zu besichtigen hab. Die Maschinenhalle mit dem Keller, Lohnhalle und auch auf dem Förderturm sind wir trotz großem Andrang von Menschenmengen gestiegen. Von dort hat man nicht nur einen guten Blick auf das Betriebsgelände, sondern auch einen hervorragenden Blick Richtung Dortmund und dem Vest.

Nach einer kurzen Pizza- und Burger-Stärkung im Cafe del Sol in Castrop-Rauxel, besuchten wir das alte Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop. Anders als auf Zeche Zollern, wo noch Dudelsacklaute zur Begrüßung erklangen, hat im Eingangsbereich dieses Spielorts ein junger Klavierspieler sein Bestes getan. Diese Klänge und unweit vom Wasser, das hat sofort eine Art entspanntes Urlaubsfeeling gebracht. Im Bereich des Unter- und Überwassers haben wir jeden Winkel des Industriedenkmals erkundet. Zur Blauen Stunde haben wir uns dann mit den Kameras außerhalb am Rhein-Herne-Kanal platziert und haben auf den Beginn der Feuershow gewartet. Das Warten hat sich absolut gelohnt.

Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop

Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop

Feuerwerk am Schiffshebewerk zur Extraschicht 2018

Feuerwerk am Schiffshebewerk zur Extraschicht 2018

Super voll war es dann auf dem Gelände unseres dritten und letzten Spielortes dieser Nacht, rund um den Hochofen der Henrichshütte in Hattingen. Dort gab es ein Bühnenprogram mit anschließendem Feuerwerk, warum wir auch hauptsächlich unsere Kameras auf den Stativen angereiht und gegen den Himmel ausgerichtet haben. Es war eine richtig gute Feuershow.

 

Henrichshütte Hattingen mit Feuerwerk

Henrichshütte Hattingen mit Feuerwerk

Hochofen der Henrichshütte in Hattingen

Hochofen der Henrichshütte in Hattingen

Irgendwann war es nach 1 Uhr und es lohnte sich nicht mehr einen weiteren Spielort anzufahren, denn auch eine Extraschicht hat gewöhnlich nach 2 Uhr Feierabend.




Was ich noch gerne gesehen hätte, waren die Alphornbläser unterhalb des Matterhorns passend zur derzeitigen Ausstellung „Der Berg ruft“ im Gasometer in Oberhausen. Leider lag das nicht unbedingt auf unserer Route und hatten auch nicht die dafür benötigte Zeit. Das war sicherlich ein sehr interessanter Spielort.

Sicherlich werde ich mir im nächsten Jahr wieder einige Spielorte herauspicken und sie auch besuchen. Die nächste Extraschicht, die Extraschicht 2019, findet am 29. Juni 2019 statt.

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Foto-Reisen – Das Abenteuer beginnt mit dem Rucksack

Foto-Reisen Packliste

Foto-Reisen Packliste

Du bist oft mit Kamera und Linsen unterwegs und hast keinen Plan was bei Foto-Reisen ins Gepäck soll? In den letzten vier Jahren war ich sehr häufig mit der Kamera in der Welt auf Tour und werde auch in Kürze wieder einen Trip nach den Anderen hinterher jagen. Deshalb möchte ich Dir meine praktischsten Tipps, speziell für Tages- und Wochenendtouren, mit auf den Weg geben.

Sollte Deine Reise etwas länger dauern, dann ist eine ganze Reihe mehr zu beachten. Dazu findest Du eine ausführliche Packliste, die ich bereits vor einigen Monaten veröffentlicht habe und sie auch gut besucht wurde.

Packliste für Tages- und Wochenendtouren

Rucksack

Die Verpackung ist das A und O auf der Tour, d.h. zunächst muss ein Rucksack oder eine Tasche her. Wichtig ist es, dass das Gepäck auch über einige Kilometer zu Fuß bequem transportiert werden kann. Du sollst Dich auch wohlfühlen und somit Spaß an der Tour haben. Deshalb bin ich in eher sicheren Orten mit einem „normalen“ Rucksack (Perfect Day von Jack Wolfskin) unterwegs. In eher unsicheren Gegenden greife ich auf meinen Mantona Kamera-Rucksack zurück, wobei der Reißverschluss zum Hauptfach sich auf der Rückenseite befindet.



Kamera und Objektiv

Unabhängig ob Spiegelreflexkamera oder spiegellose Systemkamera, sollte immer ein Reisezoom-Objektiv dabei sein. Auf meiner Canon (mit APS-C-Sensor) habe ich deshalb immer das Tamron 16-300mm f/3.5-6.3 Di II dabei. Klar ist es qualitativ nicht so gut wie eine Festbrennweite, aber dieses neuere Tamron ist trotz mächtigem Brennweitebereich schon sehr gut in der Abbildung. Außerdem ist bei einer City-Tour die Motiv-Vielfalt so umfangreich, dass ich Mal eine geringere oder eine sehr hohe Brennweite benötige. Eine Detailaufnahme vom Zifferblatt des Big Bens in London erzielt man auch nicht über einen Fuß-Zoom bei einer Festbrennweite. Oft packe ich auch das Tamron 10-24mm f/3.5-4.5 SP Di II Weiwinkelobjektiv bei, damit man auch etwas mehr von Plätzen oder Landschaften auf das Foto bekommt. Für das Weitwinkelobjektiv werfe ich auch das Etui mit meinen Filtern (3xND-, Pol- und Grau-Verlaufsfilter) in den Rucksack.

Zubehör

Extra für diese Touren habe ich mir das praktische, leichte Reisestativ Rollei Traveller No. I Carbon beschafft. Mit der geringen Packmasse passt es problemlos in den Rucksack oder klemme es mir zwischen einen Gurt des Rucksacks. Und wenn man nur ein Einbein-Stativ benötigt, dieses Stativ lässt sich dazu schnell umbauen bzw. umschrauben.

Außerdem ist auch immer ein Selbstauslöser bei. Damit ich auf Reisen viel freie Kapazität habe, wechselte ich vor einiger Zeit auf schnelle SD-Karten mit einer sehr großen Speicherkapazität und nehme immer zwei Karten sicherheitshalber mit. Ersatz-Akku und ein kleines Microfaser-Tuch schließen meine Basis-Packliste ab. Oft habe ich auch mein kleines Klemmstativ mit und kann die Kamera dort montieren, wo ich mit dem Stativ nicht so einfach hinkomme. Ob Brücken-Geländer oder Gebäudekanten, diese Klammer ist flexibel einsetzbar und unersätzlich.

Tragekomfort erhöhen

Ob beim Kauf einer Canon-, Nikon- oder SONY-Kamera, die Schultergurte sind einfach nur schlecht. Sie sind schmal, teils scharfkantig und schrammen schön in den Nacken. Es geht auch anders. Gleich nach dem Kauf meiner ersten Kamera habe ich mir den SunSniper Pro-II beschafft. Er macht das Tragen der Kamera viel angenehmer, verdreht nicht und ist auch durch das eingearbeitete Stahlseil diebstahlgesichert. Da beim Tragen die Kamera sich mit der Linse leicht gekippt nach unten befindet, ist sie auch gut geschützt vor Niesselregen.

Kraftwerk ist immer dabei

Da ich auch andere Strom-Verbraucher wie mein Smartphone dabei habe und es auch oft zum Tracking benutze, habe ich für mich eine sehr geniale Lösung gefunden. Mit dabei ist meine große ANKER Powerbank, mit der ich das Smartphone sehr schnell laden kann. Über das Ladegerät mit Micro-USB-Eingang kann auch der verbrauchte Zusatz-Akku der Kamera einfach aufgeladen werden.



Etwas Old-School

Für die Orientierung, vor allem im Ausland, habe ich im Nebenfach einen Stadtplan und/oder Reiseführer eingesteckt. Somit kann ich schnell nach weiteren Sehenswürdigkeiten in der Nähe finden.

Und was ist mit Deiner Sony?

Ab-und zu nehme ich auch statt meiner Canon meine Sony Alpha 7S II mit, wenn ich weiß, dass ich auch in der Nacht oder dunkle, sakrale Gebäude wie Kathedralen oder Tempelanlagen besuche. Die Sony hat eine geringere Auflösung, ist aber mein Spezialwerkzeug für Low-Light-Situationen.

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Gabale – Der beste L-Winkel für SONY (Meine Meinung)

Roter L-Winkel Gabale für SONY ALPHA 7R III

Roter L-Winkel Gabale für SONY ALPHA 7R III

Leider wollte ich auf die Schnelle ein L-Winkel für die SONY ALPHA 7R III haben und habe bei der augenscheinlich erst-besten Lösung bei eBay zugeschlagen. Ein Fehler. Der L-Winkel von der Firma MENGS hat unter dem Batteriefach eine zu tiefe Einfassung und ist auch nicht gerade das leichteste Modell. Außerdem finde ich die vertikale Befestigung der Kamera nicht gerade sicher, so musste eine andere, bessere Lösung her.

Angeliefert wurde in dieser Woche der Gabale L-Winkel / L-Plate in einem metallischen Rot. Das sieht zu einem sehr funky aus, sticht aus der Menge heraus und hat einen viel besseren, ergonomischeren Sitz an der Kamera. Auch dieser L-Winkel wurde mit dem Arca-Swiss-Standard versehen und ist somit zu den meisten Stative u.a. mein Rollei Traveller No. 1 kompatibel. Anders als bei der MENGS L-Schiene sitzt bei der Gabale das Stativgewinde zentral. Das spielt eine sehr wichtige Rolle sofern mein Gimbal oder der Sun Sniper-Gurt daran montiert wird. Das Batteriefach wird einfach verlängert und verhindert somit diese tiefe Einfassung als bei meinem bisherigen L-Winkel von MENGS. Auch der Halt in der vertikalen Montierung der Kamera ist der Sitz wesentlich sicherer, da der Doppelbogen durchgängig gefertigt wurde.

Was ist ein L-Winkel?

Ein L-Winkel (oder auch L-Plate oder auch Quick Release-Plate oder auch Schnelwechselplate genannt) vereinfacht und beschleunigt in erster Linie die Arretierung der Kamera an einen Stativ-Kopf. Da diese Schiene L-förmig ist, kann die Kamera schnell in die horizontale oder vertikale Ausrichtung gewechselt werden. Da der L-Winkel dauerhaft montiert bleibt, wird die Stativplatte vollständig ersetzt und kann ab dann immer zuhause bleiben.

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Horizonte Zingst 2018 (Die etwas andere Fotoreise)

Foto-Reise nach Zingst

 

Seebrücke Zingst bei Sonnenuntergang

Seebrücke Zingst bei Sonnenuntergang

Anders als im Vorjahr besuchte ich dieses Mal Zingst mit einer Fotogruppe. Da ich mich schon in der Region Fischland-Darß-Zingst und darüber hinaus gut orientieren kann, habe ich für dieses Jahr das Programm zusammengestrickt.

Aber der Start verlief zunächst eher sehr stressig, denn die Autobahnen rund um Bremen und Hamburg waren verstopft. Irgendwann am Nachmittag erreichten wir unser ersten Etappenziel, die Hansestadt Rostock am vereinbarten Treffpunkt zwischen Parkhaus und Fischbude.

Die Ersten die da waren haben auch schon ihren Heißhunger mit Calamari und Backfisch gestillt. Bevor es zum eigentlichen Ziel der Reise ging, haben wir uns noch etwas in Rostock umgesehen und bannten den massiven Wasserturm und den lebendigen Marktplatz auf den Speicherkarten unserer Kameras.

Wasserturm in Rostock

Wasserturm in Rostock

Von Rostock fuhren wir dann gemütlich auf Deutschlands schönster Halbinsel und bezogen unsere Pensionen und Ferienwohnungen, die sich alle rund um die Zingster Innenstadt befanden. Beschwerden, dass eine Unterkunft nicht so gut sei, die blieben aus und trafen uns am Abend zur ersten Orientierung und zum Schnack an der Seebrücke des Ostseebads Zingst. Allzulange blieben wir nicht am Strand, da der herrschende Seewind kalte, neblige Luft ans Land strömen ließ. So gönnten wir uns noch einen Absacker in meiner Ferienwohnung, die sich nur 20m zum Strandaufgang hinter der Düne versteckte.

 

Zingster Seebrücke bei Nacht bei ISO12800

Zingster Seebrücke bei Nacht bei ISO12800

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück organisierten wir für uns E-Bikes, denn es sollte an diesem Tag zum Darßer Ort unweit des Weststrands gehen. Ich bin zwar ein leidenschaftlicher Radfahrer, doch da ich frisch aus der Sommergrippe gekommen bin, wollte ich ebenfalls auf ein kräfteschonendes E-Cross-Bike aufsatteln. 35 Km standen als Minimum auf dem Plan.

Nach einer kurzen Einweisung fuhren wir dann entspannt den Ostsee-Damm in westlicher Richtung entlang. Eine längere Pause machten wir dann an der 400m langen Seebrücke in Prerow. Auch an diesem Tag herrschte an der Küstenlinie dichter Nebel, so dass man am Ende der Seebrücke nicht mehr den Strand sehen konnte.

Seebrücke des Ostseebads Prerow

Seebrücke des Ostseebads Prerow

Nach einigen, lustigen Möwenfotos und leckeren Cappuccinos klarte der Himmel auf und fuhren dann durch den 5Km breiten Nationalpark, dem Darßer Urwald, bis wir am Darßer Ort am Natureum bzw. am Leuchtturm angekommen sind. Das Natureum befindet sich auf der Nordspitze vom Darß,  ist vergleichbar mit einem größeren Hof und ist Außenstelle des Meeresmuseums Stralsund. Hier sind einige Exponate ausgestellt, die näheres zur Küstendynamik sowie zur Fauna und Flora des Darßes erklären. Ebenfalls, denn das musste unbedingt sein, erklimmten wir den Leuchtturm um einen der besten Aussichtspunkte der Nordspitze zu erhalten. Der Leuchtturm wurde 1849 erbaut und ist somit der älteste diensttuende Leuchtturm an der Ostseeküste. Gut dass wir zuvor einen Snack im Cafe am Fuße des Leuchtturms zu uns genommen haben, denn es waren 126 Stufen zu erklimmen. Nachdem wir wieder unten waren, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Weststrand und mussten dann los um die E-Bikes wieder pünktlich zum Verleiher nach Zingst zu bringen.

Blick vom Leuchtturm im Darßer Ort auf den Weststrand

Blick vom Leuchtturm im Darßer Ort auf den Weststrand

So richtig pünktlich haben wir es leider zum Verleiher nicht geschafft, denn es kam noch etwas Unvorhersehbares dazwischen. Eine E-Bike-Karambolage mitten im Nationalpark unweit des Leuchtturms. Mitten im Nirgendwo zwischen Sumpf, schmalen Radwegen und Mückenhorden brach sich jemand aus der Gruppe den Mittelfußknochen doppelt an. Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, rollte dann auch ein Rettungswagen heran und konnte die Verletzte in ein weitentferntes Krankenhaus transportieren. Den Fahrradverleiher haben wir ebenfalls telefonisch informiert und konnte gut unseren Standort im Urwald mitteilen. Nach einer weiteren halben Stunde kam mit einem Caddy auch der Fahrradverleiher und nahm das Fahrrad der Verletzten mit. Nun fuhren alle Unverletzten zurück nach Zingst und haben die restlichen Räder sicher zurückgebracht. Die Verletzte brachte ich dann am Abend wieder in ihre Unterkunft.




Am nächsten Morgen wurde zunächst untergetaucht. Gleich mit dem ersten Tauchgang der Zingster Tauchgondel um 10 Uhr startete der Tag unter dem grünen Meeresspiel des weltweit größten Brackwasser-Meeres. Sehr überraschend fand ich, dass der Tauchgang sehr informativ war und uns nochmal zum Nachdenken über unsere Umwelt bewegte. Ich kann den Besuch eines Tauchgangs in der sichereren Tauchgondel absolut weiterempfehlen.

Wir überbrückten noch etwas Zeit und frühschoppten bis gegen 13 Uhr am Hafen von Zingst unter wolkenfreiem Himmel. Selbst ein Seeadler genoss das schöne Wetter und zog seine Kreise über den kleinen Hafen. Um 13 Uhr hieß es dann „Alle an Bord“ zur großen Bodden-Rundfahrt und schipperten vorbei an der Großen Kirr sowie der Barther Oie ins kleine Örtchen Namens Barth.

Brunnen mit speihenden Fischen auf dem Marktplatz von Barth

Brunnen mit speihenden Fischen auf dem Marktplatz von Barth

Wir besichtigten die Altstadt und brachen zum Highlight des Tages auf, zur Kirchturmbesteigung der alten, evangelischen St. Marien-Kirchen. Von da oben hat man einen herrlichen 360°-Blick.

Blick vom Kirchturm der St. Marien in Barth

Blick vom Kirchturm der St. Marien in Barth

Wir nahmen die letzte Fähre zurück nach Zingst. Am Abend machten wir noch schöne Sonnenuntergangsfotos und später einige Lightpaining-Aktionen mit meinem neuen Lightpaining-Spielzeug.

In Zingst - Meine Lichtkunst vor Publikum ;)

In Zingst – Meine Lichtkunst vor Publikum 😉

Kreidefelsen auf Deutschlands größter Insel, die Insel Rügen

Kreidefelsen auf Deutschlands größter Insel, die Insel Rügen

Heute Stand eine längere Wanderung auf dem Plan. Wir besuchten die Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund auf Rügen und mussten einige Kilometer am Hang entlanglaufen um zum Stand zu gelangen, da die Treppe bzw. Abstieg am Weltkulturerbe-Zentrum Kaiserstuhl durch einen größeren Abbruch des Kliffs vollständig zerstört wurde. Diese wird sehr wahrscheinlich auch nicht mehr instand gesetzt, da eine millionen-teure Alternative für Touristen im Weltkulturerbe-Zentrum errichtet werden soll. Dafür müssen dann selbstverständlich Eintrittsgelder fließen. Was man nicht alles für den Tourismus macht…

Am letzten Tag habe ich schon vorzeitig damit angefangen meine Taschen für die Rückreise zu packen. Mittags habe ich mich mit Bekanntschaften aus der Fotoszene zum Schnacken getroffen und konnte dabei auch neue Kontakte knüpfen. Vielleicht wird zukünftig auch das eine oder andere Projekt gemeinsam durchgezogen.




Danach fuhr ich nach Fischland in das Ostseebad Wustrow und schaute mir erstmalig dieses Örtchen an. Es ist übersichtlich und gemütlich hier. Auf der Seebrücke konnte ich auch mein eigentliches Ziel erkennen, die alten NVA-Bunker aus der DDR-Zeit, die mittlerweile vom Hang in die Ostsee gestützt sind.

NVA-Bunker bei Wustrow

NVA-Bunker bei Wustrow

Hier an der Steilküste frisst die See jährlich mehrere Zentimeter vom Land ab. Sichere Wege führten mich an duftenden Waldmeisterbüschen zu den Ruinen. Sie waren in der Tat ein sehr gutes Fotomotiv. In Wustrow habe ich dann auch eine Kleinigkeit gegessen ehe es um 20:30 Uhr ins benachbarte Ahrenshoop ging. Dort kam auch die gesamte Fotogruppe nach, denn ich habe eine geniale Location ausgewählt und Plätze reserviert, von der man einen schönen Überblick auf den Strand sowie Richtung Sonnenuntergang in luftiger Höhe bei netten Drinks schauen konnte. Es war ein sehr schöner Ausklang der kurzen Woche an der See.

Ein Drink zum Abschluss

Ein Drink zum Abschluss

Weiter Blick über die Ostsee

Weiter Blick über die Ostsee

Das Weitblick in Ahrenshoop

Das Weitblick in Ahrenshoop

Fazit: Wie auch schon 2017 hat sich die Reise nach Zingst in diesem Jahr wieder gelohnt. Zingst lohnt sich immer und werde auch in 2019 wieder in Zingst zu finden sein.

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Das Pixelmonster – SONY ALPHA 7R III

SONY ALPHA 7R III

SONY ALPHA 7R III

Das Pixelmonster, die Sony Alpha 7R III, ist mein neues Arbeitswerkzeug. Seit über einem Jahr erhalte ich Aufträge für Fotos für den professionellen Druck (Plakate, Flyer, Jahres-Kalender, etc.) und musste oftmals tricksen um die geforderten 300 dpi bei einer größeren Bildgröße liefern zu können.

Das ist mit der Sony Alpha 7R III nun gar kein Thema mehr, da sie Fotos bis zu einer max. Auflösung von 42.4 Megapixel erzeugen kann und das ist schon eine ganze Menge. Sie verdrängt ganz locker das Canon-Flaggschiff, die EOS 5D Mark IV, vor allem in Auflösung, geringerem Rauschen Dank neuem EXMOR R Sensor sowie unglaublichen Dynamikumfang. Überhaupt kenne ich derzeit keinen anderen Kamerahersteller der mehr Dynamikumfang liefert als SONY.

Ebenso als nützliches Feature ist der doppelte Speicherkarten-Slot, wovon ein Slot Speicherkarten der Spezifikation UHS-II unterstützt. Ich habe die spiegellose Systemkamera so eingestellt, dass sie auch Alles auf beiden Karten doppelt abspeichert. Somit bin ich auf der sicheren Seite, falls bei einem Shooting eine Speicherkarte sich verabschieden sollte.

Neue Funktionen wie z.B. der Pixel-Shift-Modus muss ich selbst noch austesten. Dieses verspricht noch eine enorme Verbesserung der Bildqualität bei Motiven, die sich nicht während der Aufnahme bewegen. Alle weiteren grundlegenden Funktionen und deren Bedienung sind sehr ähnlich zur SONY ALPHA 7S II und habe die Einstellungen inkl. Belegung der Benutzertasten fast 1:1 übernommen (siehe SONY ALPHA 7S II – Kamera-Einstellungen).

Zubehör. Eine passende L-Schiene des Herstellers MENGS ist bereits montiert. Obwohl der neue Sony-AKKU das Doppelte im Vergleich zur 2. Generation der 7er-Reihe halten soll, deswegen wurde die SONY APHA 7R III auch in das Gehäuse der etwas größeren SONY ALPHA 9 untergebracht, habe ich noch nach einem Ersatz-Akku Ausschau halten und ihn mit dem praktischen USB-Ladegerät bestellt. Im Gegensatz zur 2. Generation hat SONY auch leider nur einen AKKU dem Lieferumfang beigelegt anstatt zwei. Was ich noch in Kürze machen werde ist eine Schutzfolie auf das Kamera-Display zu kleben. Schließlich hat die Kamera ja auch nicht 3 Mark 50 gekostet. 😉




Nun habe ich drei Kameras, die meine drei wesentlichen Einsatzgebiete perfekt abdecken. Das neue Pixelmonster, die SONY ALPHA 7R III, das Nachtsichtgerät, die SONY ALPHA 7S II, für Nightscapes, ASTRO-Fotografie und Lightpainting sowie die Canon EOS 70D für Tier- und Wildlife-Fotografie Dank des Crop-Faktors.

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Lightpainting Sticks – Pixelstick, Magilight

Lightpaining Stick Magilight (Fotogear)

Lightpaining Sticks u.a. der Magilight (Fotogear)

Lightpainting ist eine eigene Fotografie-Kunst für sich und fand deswegen auch Lightpainting Sticks wie z.B. der Pixelstick (amazon) sehr interessant. Mit so einem Lightpaining Stick kann man schnell und auch sehr präzise Bilder in der Luft erstellen. Lade einfach ein Bild auf den Stick und lasse den Stick während einer Langzeit-Aufnahme vor Deiner Kamera ziehen.

Eine preisgünstigere Alternative zum Pixelstick ist der Lightpainting-Stick, der auf den Namen Magilight hört. Magilight von Fotogear ist ein Kickstarter-Projekt und finanziert sich über Crowdfunding. Deswegen dauerte es zwischen Bestellung und Auslieferung fast 6 Monate, aber es kostete mich weniger als 50% von den Anschaffungskosten eines Pixelsticks. Erste Testbilder habe ich bereits gemacht und so richtig gebraucht wird er in Kürze beim Fotofestival Horizonte Zingst. Und noch vorher wenn es zu einem Shooting geht, bei dem ein altes, rotes VW Käfer-Cabrio die Hauptrolle spielen wird. Bin gespannt in welchem Licht mit Hilfe des Magilights das schöne Auto erstrahlen wird.




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bett1.de – Testbericht Bodyguard Matratze

Bodyguard – Die Anti-Kartell-Matratze von bett1.de

Bodyguard – Die Anti-Kartell-Matratze von bett1.de

Gleich nach einer Woche einen Testbericht zu veröffentlichen finde ich nicht gerade sinnvoll und bringe nun einen Testbericht zur Bodyguard Anti-Kartell-Matratze von bett1.de nach einem Monat Schlafen heraus.

Ich habe mich für die mittelfeste Seite der Matratze (H3) entschieden. Die ersten zwei, drei Nächte wachte ich noch etwas mit Rückenproblemen auf und begründete dieses mit einer Angewöhnung an die neue Matratze. Tatsächlich waren diese Probleme nach diesen zwei, drei Nächten vorbei und schlief tief und entspannt die Nächte durch. Selbst an den bisherigen, beiden Gewitternächten wachte ich nicht auf, da ich mich ungewöhnlich tief im Schlaf befand. Das kannte ich bislang noch nicht.

Der größte Nachteil war wie schon anfangs im ersten Bericht geschildert der komische, fischige Geruch der Matratze. Dieser Produktionsgeruch verflog allerdings rasch und am zweiten Tag war kaum davon etwas übrig.




Die gewöhnliche Bildung einer Kuhle am Morgen blieb bislang aus, es gibt nichts Negatives zur Stabilität/Festigkeit des Schaummaterials der bett1.de Bodyguard Matratze zu beanstanden. Eine verbesserte Luftdurchlässigkeit der Matratze zur besseren Belüftung (Air Flow Effekt) konnte ich bislang nicht vermerken.

Fazit: Auf der Bodyguard Matratze von bett1.de schlafe ich ausgesprochen gut. Für einen Preis ab 199 EUR bekommt man eine sehr gute Matratze. Für mich war es ein sehr guter Kauf und kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen.

Siehe dazu auch den Artikel Bodyguard – Die Anti-Kartell-Matratze von bett1.de.

Sigma 150-600mm Contemporary

Sigma Contemporary 150-600mm

Sigma Contemporary 150-600mm

Das Sigma 150-600mm Contemporary ist mein neues Wildlife-Teleobjektiv und löst nun meinen ständigen Zoobegleiter, das Tamron 16-300mm, ab. Vielleicht hast Du es schon richtig erkannt, es ist ein neues Objektiv für meine alte Canon EOS 70D (Vorgängermodell der Canon EOS 80D) und nicht für meine neuere SONY ALPHA 7S II.

Warum? Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Der wichtigste Faktor ist der Crop-Faktor bei der Canon EOS 70D von 1,6x. Somit können Objekte noch näher herangeholt werden, als es bei einer Vollformatkamera der Fall ist.

Der Crop-Faktor ist in diesem Sinne nur der relative Faktor des Bildbeschnitts und verlängert nicht wie oft gedacht die Brennweite. Richtig wäre es zu behaupten, dass der Bildausschnitt aus einer Kamera mit APS-C-Sensor und einem dazu verwendeten 300mm-Teleobjektiv dem entspricht, wie die einer Kombi aus 480mm-Teleobjektiv auf einem Vollformat-Kamera. So entsteht bei einer APS-C-Kamera der „Ich bin näher dran“-Effekt. Demnach ein kleinerer Bildausschnitt bei hoher Pixeldichte. Bitte bedenke aber, dass die Umrechnung des Crop-Faktors nicht die perspektivischen Eigenschaften wie z.B. die stürzenden Linien, Verdichtung des Hintergrunds (bei Tele), etc. verstärkt oder vermindert bzw. beeinflusst. Das ist völlig egal ob es ein 16mm-, 50mm oder 105mm-Objektiv ist, diese Eigenschaften bleiben bei Vollformat und APS-C-Sensoren unverändert. Es ist nur der Bildausschnitt der sich verändert (siehe Abb.).

Cropvergleich - Brennweite 388mm an Vollformat- und APS-C-Sensor

Cropvergleich – Brennweite 388mm an Vollformat- und APS-C-Sensor

Nun zurück zum Sigma 150-600mm Contemporary. Mit dieser Linse kann ich nochmal das Doppelte am Tier heran wie bislang. Ich habe das Sigma 150-600mm Contemporary dem Tamron 150-600mm G2 vorgezogen, da ich finde dass das Sigma noch eine bessere Schärfenabbildung verspricht. Dazu habe ich auf vielen Testportale mir die Testaufnahmen beider Linsen angesehen uns bin dann zu meiner Entscheidung gekommen. In sämtlichen Tests ist auch die Benotung „sehr gut“ vergeben worden. Außerdem ist das Sigma auch noch wesentlich günstiger als das Tamron 150-600mm G2 mit dem gleichen Funktionsumfang.




Von der Größe und Gewicht ist es schon ein wahrer „Oschi“. Das 1,9Kg schwere Sigma 150-600mm Contemporary ist 26cm lang und hat einen Außendurchmesser von 105mm mit einem Filtergewinde von 95mm. Also ein echter Brummer im Gegensatz zu meiner bisherigen „Reisezoom“-Linse.

Durch einen Schalter kann man verhindern, dass der Autofokus den Schärfepunkt durch alle Fokusbereiche durchpumpt. Wahlweise kann man den Autofokus deaktivieren, aktivieren für den gesamten Bereich oder wahlweise für die Fokusbereiche 2,8m-10m und 10m-∞ (unendlich). Unter 2,8m kann das Objektiv nicht scharfstellen, bei dem Tamron ist die Fokussierung erst bei 3,5m möglich. Also ein weiterer Pluspunkt für das Sigma 150-600mm Contemporary.

Der Schalter für die Bildstabilisierung hat drei Modi: Bildstabilisierung aus, Mode 1 und Mode 2. Mode 1 kompensiert alle Vibrationen in allen Richtungen. Im Mode 2 findet eine Kompensierung z.B. von vertikalem Kameraverwackeln bei Folgeaufnahmen in horizontaler Richtung statt. Dieses wird für bewegte Objekte wie rennende Wildkatzen oder rasende Formel 1-Boliden benötigt.

Ein weiterer Schalter, der Custom-Schalter, werde ich zunächst nicht nutzen. Damit können persönliche Voreinstellungen per PC konfiguriert werden.




Mit im Lieferumfang waren eine Bedienungsanleitung, die abnehmbare Objektivschelle für die Befestigung an ein Stativ, Ein Gummiring (wenn die Schelle abmontiert wird, ein großer Objektivköcher sowie eine passende Gegenlichtblende und ein Gurt.


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